Das Tal der Angst von Sir Arthur Conan Doyle

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1914 unter dem Titel Valley of Fear, . ISBN-10: 3036951466, ISBN-13: 978-3036951461.

'Das Tal der Angst' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

»Holmes hatte die Filzpantoffeln aus der Halle mitgebracht. Wie Ames beobachtet hatte, waren beide Sohlen dunkel von Blut. ´Seltsam´, murmelte Holmes, als er im Licht des Fensters stand und sie minutiös untersuchte. ´Wirklich höchst seltsam!´ Mit einer seiner raschen, katzenhaften Bewegungen bückte er sich und legte einen Pantoffel aif die Blutspur auf dem Sims.Er passte genau.« Doch weiß auch Sherlock Holmes noch nicht, in wie weit der Mord im Birlstone Manor House mit finsteren Machenschaften in den Kohlerevieren Amerikas zusammenhängt und in wie fern ´der größte Ränkeschmied aller Zeiten, das Zentralgehirn der Unterwelt´, Professor Moriarty, mal wieder die Finger im Spiel hat.

Ihre Meinung zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst«

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benfi zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 10.05.2017
Der Sherlock Holmes Roman 'Das Tal der Angst' ist wohl der eher Unbekannte von den Werken des Autors Sir Arthur Conan Doyle. Chronologisch ist auch dieses Buch vor den Geschehnissen der Kurzgeschichte 'Der letzte Fall' einzuordnen, geht der Schriftsteller hier ebenfalls auf den gefährlichen Gegenpart des Dr. Moriarty ein; das direkte Duell findet dann ja in erwähnter Geschichte statt. Ich glaube, dass Doyle sich im Nachhinein ziemlich geärgert hat, dass ihm dieser geniale Verbrecher erst mit seinem angedachten Ende des Detektivs in den Sinn gekommen ist und ihn dann möglichst oft in die neuen Geschichten von Sherlock Holmes einbaute. Die Handlung des letzten großen Holmes-Romans aus Doyles Feder ist gleich doppelt klassisch. Ein Toter in einem eigentlich geschlossen Raum - das ist das knifflige Rätsel unzähliger Krimis. Außerdem ist der Romanaufbau typisch für den Autor. Die erste Hälfte des Romans dreht sich um das Verbrechen an sich und die zweite Hälfte beschreibt einen abenteuerlichen Hintergrund dessen. Bei 'Das Tal der Angst' erhielt dieser Teil einen sehr Western-artigen Touch. Alles in allem also kein Neuland und kein herausragender Roman, jedoch ein sehr lesenswerter Sherlock-Holmes-Krimi...
80°
Stefan83 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 20.12.2012
„Das Tal der Angst“, erstmals zwischen September 1914 und Mai 1915 im Strand Magazine veröffentlicht, ist nicht nur der vierte und letzte Roman aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle, sondern gilt unter den „Sherlockians“ auch als schwächster Fall des Großen Detektivs. Eine Einschätzung, welche ich so gar nicht teilen kann und will, was vielleicht aber auch daran liegt, dass es, neben „Der Hund der Baskervilles“, dieses Buch gewesen ist, das meine Freude am Lesen geweckt und mein Interesse letztlich in Richtung der Kriminalliteratur gelenkt hat. Der Tag, an dem ich dieses Werk zum ersten Mal las, ist mir bis heute äußerst detailliert im Gedächtnis geblieben: Der eiskalte, schneidende Wind. Der ans Fenster prasselnde Schneeregen. Das dunkle, alte Zimmer. Der Blick auf ein graues, marodes Fabrikgelände. Kurzum: Es war das perfekte Setting für „Das Tal der Angst“, das, so unterschiedlich die Bewertungen letztlich ausfallen, wohl düsterste Abenteuer von Sherlock Holmes, dessen nüchterner Ton nicht unerheblich von den Wirren des Ersten Weltkriegs geprägt worden ist.

„Drei Jahrhunderte waren an diesem alten Herrenhaus nicht spurlos vorübergegangen, Jahrhunderte mit Geburt und Tod, mit ländlichen Tanzfesten, morgendlichem Aufbruch zur Fuchsjagd und Heimkehr. Ein bedrückender Gedanke, dass nun im hohen Alter ein so düsteres Geschehen seinen Schatten auf die ehrwürdigen Mauern werfen sollte! Und doch waren die eigenartig spitzen Dächer und die überhängenden Giebel ein nicht unpassender Hintergrund für ein grausiges Intrigenspiel. Als ich die tief eingesetzten Fenster und die lange, vom Wasser umspülte Vorderfront betrachtete, dachte ich bei mir, dass man sich keinen besseren Schauplatz für solch eine Tragödie vorstellen konnte.“ Das schreibt Holmes' treuer Weggefährte Dr. Watson beim Anblick von Birlstone Manor, wo sich die örtliche Polizei mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert sieht. Der Herr des Hauses, Mr. Douglas, ist durch einen Schuss mit einer abgesägten Schrotflinte getötet worden, welcher sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt hat. Da in dem Herrenhaus des Nachts die Zugbrücke hochgezogen wird, blieb dem Mörder nur die Flucht durchs Fenster und den Burggraben. Doch warum sollte jemand eine so laute Waffe wie eine Schrotflinte wählen? Und wovor hatte Mr. Douglas vor seinem Tod solche Angst?

Während sich die Polizei mit den blutbefleckten Spuren auf dem Fenstersims befasst, beschäftigt Sherlock Holmes nur eine Frage: Wohin ist die zweite Hantel verschwunden? Die Antwort darauf fördert ein Geheimnis zutage und eine Geschichte, welche zurück bis in das Jahr 1875 reicht. Nach Vermissa, in Pennsylvania … ins Tal der Angst.

Wie schon im ersten Auftritt von Sherlock Holmes, so ist auch hier die Struktur des Romans in zwei Ebenen geteilt worden: Zuallererst das Verbrechen, gefolgt von einer weit umfangreicheren Rückblende, welche die Hintergründe des Mordfalls beleuchtet und den Kreis letztlich wieder schließt. Bereits dieser Aufbau, den Doyle bewusst an „Eine Studie in Scharlachrot“ angelehnt hat, sieht sich immer wieder der Kritik ausgesetzt. Viele bemängeln den Bruch in der Erzählung, die unnötigen, ausufernden Schilderungen, den zu kleinen Auftritt von Holmes. Genau diese Kritikpunkte sind es, die „Das Tal der Angst“ in meinen Augen zu einem so lesenswerten Roman machen. Stilistisch hat sich Arthur Conan Doyle weit von seinen ersten Kurzgeschichten entfernt. Vom heimeligen, kuscheligen Ohrensessel in der Baker Street, der Jagd nach Dieben, Fälschern, Erpressern oder geklauten Gänsen ist nicht viel geblieben. Stattdessen konfrontiert er den Leser mit einem mörderischen Geheimbund, der mit seinen mafiösen Methoden einen ganzen Landstrich in Angst und Schrecken versetzt. Es ist eine dreckige, von rauchenden Schloten verdunkelte Welt, in die man eintaucht. Schwarz von der geförderten Kohle, mit Verbrechern, deren Seele dieselbe Farbe haben und, die, entgegen dem zwar ebenso diabolischen, aber doch immer gesitteten Moriarty, ihre Hände mit Blut waschen.

Über mehrere Seiten sieht man sich mit grausamen Morden konfrontiert, schaut man dem Treiben einer Bande zu, welche die Polizei in der Tasche und niemanden zu fürchten hat. Das Gesetz scheint fern, der Arm der Justiz zu kurz, um die „Scowrers“, so der Name der entarteten Freimaurerloge, erreichen zu können. „Das Tal der Angst“ muss auch für die damalige Leserschaft ein ziemlicher Schock gewesen sein. Wo sonst Holmes mit genialen Einfällen den Verbrechern immer wieder einen Schritt näher kam, triumphiert hier allenthalben das Böse. Es ist eine bittere Pille, welche Doyle uns schlucken lässt. Und manch einer fühlt sich in den drastischen Schilderungen gar an die Kriminalromane des „Hardboiled“-Genres erinnert. (Unter ihnen ist auch Charles Ardai, Herausgeber der „Hard Case Crime“-Serie, in der auch Doyles Titel daher nochmalig erschienen ist) Doch trotz des relativ kleinen Auftritts des großen Detektivs, fehlt es der Geschichte nicht an Raffinesse oder Cleverness. Ganz im Gegenteil: Jack McMurdo, ein Gesetzesbrecher aus Chicago, erweist sich als ebenso gewiefter, kühler Planer. Und wie Holmes, so betrachtet auch er die Dinge weit früher als jeder andere im größeren Zusammenhang. Wenn der Leser erkennt, wonach McMurdo wirklich trachtet, ist die Überraschung groß.

Für mich ist Doyles Ausflug ins rauhe, sittenlose Kohlerevier von Pennsylvania (auch abseits eigener nostalgischer Verklärung) eins seiner mit Abstand besten Werke. Eine gelungene erfrischende Abwechslung, welche den von der viktorianischen Ära geprägten Detektiv Sherlock Holmes endgültig in die Moderne katapultiert und der Figur damit auch ein paar neue Facetten abringt. Kein Fest für Freunde des Whodunits, aber ein kompromissloser, knallharter Kriminalroman ohne künstlichen Aha-Effekt oder hineingepresstes Happy-End.
RolfWamers zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 17.01.2008
Der Bruch in der Mitte des Buches ist schon heftig, und die Denunziation des Freimaurertums ist ziemlich platt. DAS war Conan Doyle eben auch: Apologet der englischen Oberschicht mit Hnag zum Hurra-Patriotismus.
Chier-s zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 12.11.2007
Der Klappentext klang irgendwie komisch.
Nun da ich es gelesen habe, finde ich die Geschichte im Großen und Ganzen spannend und interessant.

Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen!
Che-S zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 11.11.2007
Der Kriminalroman ,,Das Tal der Angst’’ finde ich interessant
und spannend, da die Geschichte aus 2 Teilen besteht.
Im I Teil wird der Fall genial und interessant aufgelöst
und im II Teil wird es durch die Rückblende sehr spannend.


Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen!
Patrick Zündel zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 05.03.2007
All jene, die meinen, diesem Roman nichts abgewinnen zu können, denen muss ich gewaltig auf die Finger klopfen. Er gilt als einer der Meilensteine imi Holmes-Zyklus. Und der Autor schreibt jenen Prolog im zweiten Teil, damit man die Motive des Verbrechens besser verstehen kann. Dies ist nicht nur ein einmaliger, sondern auch ein genialer Schachzug, den nicht viele Autoren beherrschen. Dieser Roman hat es in sich. Und jene, die das nicht wahrhaben wollen, haben keine Ahnung von guter Kriminalliteratur.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Laura heitmann zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 23.10.2005
Ich musste diesen Krimi lesen um im Anschluss eine Buchvorstellung zu schreiben. Ich musste mich jedes Mal wider aufraffen weiter zu lesen, da ich dies als nicht wirklich spannenden Krimi ansehe....
Obwohl ich wirklich sehr gerne lese, kann ich diesem Buch rein gar nichts abgewinnen!!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Pascal zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 07.07.2005
Der 1. Teil dieses Buches hat mir sehr gut gefallen. Mr. Holmes´ Deduktionen wie man sie sich vorstellt und schätzt.
Der 2. Teil, wie in „Studie in Scharlachrot“(sorry Martin W. für diese Verbesserung), eine andere Zeit und ein anderer Schauplatz. Ein anderes Buch. Dieser Teil hat mich gelangweilt.
Das Ende bzw. die Auflösung war dann aber doch grandios. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Martin W. zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 05.09.2004
Kann mich der Vorgängermeinung nur anschließen - auch ich schätze die Figuren Holmes & Watson sehr und zähle viele ihrer Abenteuer zum Besten, was die Krimi-Literatur zu bieten hat. Aber das? Nein danke. Wie bei >Im Zeichen der Vier< begeht Doyle den Fehler, den Roman in zwei Teile zu splitten, wobei im zweiten auf langweilige Weise die Vorgeschichte des Verbrechens geschildert wird.
Sollte man als Holmes-Fan nur der Vollständigkeit halber lesen.
Fred H. H. Heitmann zu »Sir Arthur Conan Doyle: Das Tal der Angst« 24.04.2003
Ich bin ein großer Freund der HOLMES-Geschichten und Romane, aber diesen Roman kann ich so gar nichts abgewinnen. Meiner Meinung nach ist er langweilig und langatmig. Ich kann diesen Roman nicht empfehlen.
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