Der Trakt von Arno Strobel

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel Der Trakt, bei Fischer Taschenbuch Verlag.

  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2010 unter dem Titel Der Trakt. 359 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2010. Gesprochen von Tanja Geke. 6 CDs.

'Der Trakt' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

»Und wer bist du wirklich?« Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Das meint Krimi-Couch.de: »Teuflisch« 82°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Fast eine Wende um 180 Grad: Mit Magus – Die Bruderschaft und Castello Christo schwamm Arno Strobel die letzten Jahre ganz unterhaltsam mit im Strom der Vatikanthriller. Mit Der Trakt legt er nun einen Psychothriller vor. Ausgerechnet auch noch mit einer weiblichen Hauptfigur. Da kann vieles schiefgehen. Ist es aber bei weitem nicht. Eine rundum positive Überraschung.

Sibylle Aurich ist eigentlich eine junge Mutter, ihr Sohn heißt eigentlich Lukas, ist eigentlich verheiratet und wohnt eigentlich mit ihrer Familie in Regensburg. Eigentlich.

In einem Krankenbett wacht sie eines Tages auf und kann sich daran erinnern, wie ihr Sohn entführt worden ist. Der Arzt erklärt ihr, sie habe lange im Koma gelegen. Und schlimmer: dass sie nie ein Kind gehabt habe. Mit Müh und Not gelingt ihr die Flucht aus dieser ominösen Klinik und sehnt sich nach dem Halt ihres Mannes und ihrer Freundinnen. Doch dann die nächste Überraschung: Niemand erkennt sie, weder der Gatte noch die beste Freundin. Es beginnt eine rasante Schnüffeljagd nach der eigenen Identität. Und wem Sibylle dabei trauen kann, ist völlig schleierhaft.

Der Trakt macht Angst. Versetzt man sich nur kurz in die Lage, in die Sibylle geschleudert wurde, spürt man den Psychothrill bereits, den Arno Strobel scheinbar mühelos über die komplette Distanz aufrecht erhalten kann. Zwar gehört eine gesunde Portion Verfolgungsjagd auch dazu, doch benötigt er für die Spannung kein Blut oder Gewalt. Es spielt sich alles rein im Kopf ab. Und so clever gemacht wie hier, ist das prickelnder als so mancher Serienkiller-Roman. Sprachlich bewegt sich Strobel dabei auf sicherem Terrain und schildert glaubhaft die Pein seiner Charaktere.

Klar, der Grund für den scheinbar kollektiven Gedächtnisverlust ist unerhört. Und doch ertappt man sich am Ende, die unvermeidliche Frage zu stellen: Und wenn das doch möglich wäre? Nicht auszudenken.

Durch und durch teuflisch also, dieser Strobel. Der Trakt ist ein beklemmender Thriller, bei dem sich von der ersten bis zur letzten Seite die Nackenhaare sträuben, der die Welt zwischen Normalität und Wahnsinn geschickt auslotet. Auf Das Wesen – erscheint im November – darf man gespannt sein.

Lars Schafft, Juni 2010

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Psychologische Struktuer zu »Arno Strobel: Der Trakt« 12.12.2011
Grauenvoll. Mit Amnesie und Gehirnwäsche beschäftigt sich zur Zeit ja jeder 2. Krimi Autor , was ja grundsätzlich nichts uninteressantes ist.
So auch Strobel. Allerdingst finde ich, sind die beiden Damen der Hauptdarsteller Riege, v.a. Rosie wohl eher einem Comic Strip einer neuen Ausgabe von Miss Marple entsprungen und Miss Marple ist dagegen eine eiskalte Ermittlerin. Nein von diesem Mann lese ich definitiv nichts mehr. Ganz abgesehen von den Figuren ist das Deutsch ( nachdem es nich nicht einmal übersetzt ist ) zum davonlaufen.Ich glaube das Buch besteht nur aus Hauptsätzen. Etwas realistischer "geht es zu" als bei Fitzek, wobei Fitzek wenigstens noch eine komplizierte Geschichte im Verlauf schreibt, aber Strobel geht garnicht. Auch er zieht seine kleine Story unendlich in die Länge, versucht in die Irre zu führen, aber so dermaßen ungeschickt, daß es nur nervt und wenn es nicht mehr weitergeht kommt Frau Cliffhanger Rosie und rettet das Kapitel. Auch ich konnte Rosie überhaupt nicht leiden. Eine unglaublich unsympathische Frau, überhäuft mit Klischees der Mutter der Nation, immer mit einem Kalauer auf den Lippen, der einem immer glauben läßt, es wird doch noch eine Komödie.
Zugegeben ist die Geschichte insgesamt realistischer als SPLITTER von Fitzek, wobei ich das Gefühl habe, die beiden haben die Bücher zusammen geschrieben, es ist alles sehr ähnlich.
€nigma zu »Arno Strobel: Der Trakt« 13.10.2011
Als Sibylle Aurich in einem Krankenhausbett zu sich kommt, weiß sie nicht mehr, was ihr zugestoßen ist, sie glaubt sich lediglich daran zu erinnern, dass sie gesehen hatte, wie ihr siebenjähriger Sohn Lukas von einem bulligen, tätowierten Mann in ein Auto gezerrt und entführt wurde. Ihre Besorgnis weicht einem Schock, als ihr behandelnder Arzt Dr.Muhlhaus behauptet, sie habe gar keinen Sohn, sondern bilde sich das nur ein, da sie aufgrund eines harten Schlages auf den Kopf bei einem Überfall und durch ein anschließendes zwei Monate währendes Koma geistig verwirrt sei.

Sibylle gelingt es, aus der Klinik zu fliehen, wobei ihr eine ältere Frau namens Rosie Wengler hilft. Rosie fährt Sibylle nach Hause zu ihrem Mann, doch ihr Mann erkennt sie nicht. Auf den Hochzeits- und Urlaubsbildern im Haus ist eine andere Frau abgebildet. Auch Sibylles beste Freundin Elke behauptet, sie nicht zu kennen, dasselbe erlebt sie mit ihrer Schwiegermutter und ihrem Chef.

Haben sich diese Personen alle gegen sie verschworen, oder ist sie etwa gar nicht Sibylle Aurich? Wie kommt es dann, dass sie sich im Leben der Sibylle Aurich bestens auskennt? Auf der folgenden Odyssee findet Sibylle nur Rückhalt bei drei Personen: Rosie, Christian Rössler, dessen Schwester sich in einer ähnlichen Lage befinden soll und Kommissar Wittschorek, dem einzigen Polizisten, der sie nicht für geistesgestört hält. Allerdings erweckt jeder dieser Helfer Misstrauen gegen die anderen, sodass Sibylle nie sicher sein kann, wem sie vertrauen kann und wer mit ihren unsichtbaren "Gegnern" unter einer Decke steckt.

Sibylles Lage wird äußerst eindringlich und anschaulich dargestellt, der Leser erlebt die schreckliche Beklemmung mit, die einen Menschen bei der Vorstellung befällt, seine Identität zu verlieren und niemandem mehr - nicht einmal sich selbst! - vertrauen zu können. Der Spannungsbogen ist durchgängig straff gehalten, man kann den Roman nicht zur Seite legen, bevor das Rätsel um Sibylle gelöst ist. Die "medizinwissenschaftliche" Thematik dieses Thrillers ist sehr faszinierend und gleichzeitig beängstigend, da man die Möglichkeit, dass solche Machenschaften in näherer Zukunft Realität werden, nicht ausschließen kann.

Mich hat es lediglich verwundert, dass Sibylle sich so lange mit der Frage, ob sie ein Kind hat oder nicht, herumgequält hat: ein Besuch beim Gynäkologen (Inspektion des Muttermundes) hätte diesbezüglich schnell Klarheit geschaffen. Aber dann wäre das Buch vielleicht kürzer ausgefallen.

Für Freunde intelligenter und rasanter Thriller ist "der Trakt" unbedingt empfehlenswert.
Nijura zu »Arno Strobel: Der Trakt« 04.10.2011
Ein einziger Albtraum

Sybille Aurich wacht nach einem schrecklichen Albtraum in einem seltsamen Krankenhauszimmer auf. Der Raum hat keine Fenster und der Arzt, der erscheint um nach ihr zu sehen, glaubt ihr nicht, als sie ihm von ihrem verschwundenen Sohn erzählt. Als ihr der Arzt unheimlich wird, überwältigt sie ihn und flieht aus dem Kellergeschoss auf die Straße.
Dort liest sie eine ältere Frau auf und fährt sie nach Hause. Doch ihr Mann und ihre beste Freundin Elke erkennen sie nicht und wissen auch nichts von einem Sohn namens Lukas.
Völlig verwirrt beginnt Sibylle nach dem Grund zu suchen, warum sie niemand kennt und wo zum Teufel steckt Lukas? Sie begegnet bei der Wahrheitsfindung vielen Personen, die es alle anscheinend gut mit ihr meinen und ihr helfen wollen, aber nicht allen kann sie trauen...

*

Arno Strobel versteht es geschickt den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Man ist genauso ratlos wie Sybille und durch verschiedene Wendungen, werden alle Vermutungen, die man schon aufgebaut hatte, wieder verworfen. Kaum beginnt man jemanden zu glauben, wird dieses Vertrauen auch schon wieder in Frage gestellt...
Die Spannung hält sich konstant bis zum völlig unerwarteten Schluss.

Fazit: Superspannender, fesselnder Psychothriller mit einer Protagonistin, sie sehr sympathisch ist
Absolute Leseempfehlung!
Dracon zu »Arno Strobel: Der Trakt« 09.07.2011
Vergeßt Fitzek hier ist Strobel
Dieser Autor versteht es einen in seinen bann zu ziehen anders als völlig überbewertete Autoren wie z.b. oben genannte versteht es Arno Strobel Thriller zuschreiben die einen wirklich packen .zu keiner Zeit ist dieses Buch langweilig oder vorhersehbar . Ich kann nur jeden Psychothriller Fan raten dises Buch zu lesen,für mich war es ein großes Vergnügen das Buch zu lesen und keine Qual
Nicole von der Gathen zu »Arno Strobel: Der Trakt« 28.02.2011
Der Plot der Geschichte ist höchst spannend. Eine eigentlich an den Haaren herbeigezogene Geschichte. Aber es ist doch genau das der Grund, warum ich Bücher lese...Ich möchte von fremdartigen Ideen überzeugt werden. Sprachlich ist das Herrn Strobel zwar nicht direkt gelungen, fehlt mir doch duchweg die Rafinesse im Duktus. Was die Umsetzung der Geschichte jedoch in Gestalten und Blickwinkeln betrifft war ich wie gebannt. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Die Rasanz in der sich die Ereignisse, Begegnungen, Meinungsbildungen und -verwerfungen abspielten, raubte mir stellenweise den Atem. Am Ende begegnen sich in Herrn Strobels Bildern für meinen Geschmack zu viele Klischees. Ansonsten ein durchaus spannender Thriller mit einer gewiss außergewöhnlichen und (noch) utopischen Geschichte.
kabra zu »Arno Strobel: Der Trakt« 20.12.2010
Großartig!
Ich kann die zum Teil schlechten Bewertungen hier nicht teilen sondern stimme eher Lars Schafft zu.
Ich habe das Buch gerne gelesen. Ich fand es spannend. Und ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Böse, teuflisch, gruselig.ein Psychothriller ganz nach meinem Geschmack.

Ich habe mich in der letzten Zeit aus verschiedenen Gründen viel mit dem komplexen Thema menschliches Gehirn beschäftigt und genau deshalb hat mich dieses Buch auch angesprochen.

Die arme Sibylle Aurich...stelle man sich nur mal vor, man selbst würde in ihre Situation geraten.
Nichts mehr ist wie vorher - scheinbar.
Man erkennt Dich nicht, man erklärt Dich für verrückt und irgendwann zweifelst Du zwangsläufig selbst auch an Dir.

Vielleicht ein bisschen abstrus und sehr verrückt die ganze Geschichte.
Aber müssen wir uns nicht ständig aufs Neue über die Wissenschaften und ihre Errungenschaften wundern?
Wer weiss, wer weiss.was jetzt noch völlig unmöglich scheint, ist vielleicht in fünf Jahren schon nicht mehr weg zu denken?
"Und wenn das doch möglich wäre? Nicht auszudenken!" (Lars Schafft)
Frank zu »Arno Strobel: Der Trakt« 03.12.2010
Durchaus spannend erzählte Geschichte um eine Frau, die auf der Suche nach ihrer (wahren?) Identität ist.
Psychothriller aus deutschen Landen scheinen seit Fitzek schwer in Mode gekommen zu sein.
Nun also auch Herr Strobl - der sich bisher eher auf den Vatikankrimizug begeben hatte mit seinem Beitrag zum Subgenre.
Und das macht er -wie eingangs erwähnt- durchaus souverän. Langeweile kam bei mir jedenfalls keine auf.
Lediglich die zu offensichtliche Positionierung einer Charaktere (Hans zB) sorgte bei mir gelegentlich für ein Stirnrunzeln. Wenn man darüber allerdings hinwegsieht, kann man sich prima 2 bis 3 Stunden unterhalten lassen.
Nicht der große Wurf, aber gute 75 %.
Velipero zu »Arno Strobel: Der Trakt« 30.10.2010
Ich habe das Buch von einer Kollegin empfohlen bekommen, die es mir eines Morgens auf den Schreibtisch legte. Die Inhaltsangabe hörte sich verheißungsvoll an, und so verschaffte ich dem "Psychothriller" einen der vorderen Plätze in der Warteschlange der Bücher, die sich in meinem Regal türmen und auf mich warten.

Und tatsächlich. Die Geschichte beginnt so spannend und rätselhaft, wie die Inhaltsangabe hoffen läßt.

Leider gibt sich das sehr schnell. Die Handlung ist recht einfach gestrickt und vorhersehbar. Die Personen sind oberflächlich und - was mich an Büchern am meisten stört: Die ganze Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Das gilt nicht für die Grundidee. Die ist meines Erachtens gar nicht so fürchterlich weit weg von der Realität. Der Autor schafft es aber nicht, das so umzusetzen, dass man ihm die Geschichte abnimmt. Es gibt Schriftsteller, die einem den abstrusesten Blödsinn so verkaufen können, dass einen das überhaupt nicht stört. Arno Strobel kann das leider nicht.

Darüber hinaus ist der Roman stilistisch einfach schlecht geschrieben. Der Stil erinnerte mich teilweise an einen Groschenroman oder die SAT 1-Weltpremiere.

Ja, der Roman ist recht kurzweilig und schnell gelesen. Wenn man mal zwischendurch eben einen Schmöker runterlesen möchte, den man aber auch gleich wieder vergessen hat, kann man durchaus auf den "Trakt" zurückgreifen.

Ich für meinen Teil habe zwischendurch mehrmals daran gedacht, das Buch wegzulegen. Und das Ende, die letzten dreißig Seiten, habe ich dann tatsächlich auch nicht mehr gelesen.

Schade um die Idee und die großen Erwartungen.
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Moehrchen zu »Arno Strobel: Der Trakt« 26.10.2010
Wer ist wer?

Eine junge Frau, die sich selber Sibylle Aurich nennt, erwacht in einem fensterlosen Raum. Ein Arzt ist bei ihr und erklärt, dass sie zwei Monate lang bewusstlos gewesen sei. Sibylle kann es nicht glauben. Ihr gelingt die Flucht und sie macht sich auf den Weg zu ihrem Mann, dieser erkennt sie jedoch nicht und ruft sogar die Polizei. Für Sibylle beginnt eine lange Suche nach ihrem Sohn, von dem jeder behauptet, dass es ihn nicht gibt, und nach ihrem Leben.

Leider hat es der Autor Arno Strobel nicht geschafft, seine durchaus gute Idee so umzusetzen, dass man bis zum Schluss dran bleibt. Dank der blassen, uninteressanten Figuren, mit denen er ein richtiges Verwirrspiel betreibt - mal ist die Figur gut dann wieder böse, dann wieder gut... - vergeht einem irgendwann die Lust weiter zu Lesen. Der Autor schreibt zwar im Anhang, dass seine Frau ihn "immer wieder auf allzu männliche Gedanken meiner weiblichen Hauptfiguren aufmerksam gemacht hat" aber nicht nur daran krankte bzw. krankt es bei diesem Buch.

Am Anfang bis etwa zur Mitte konnte mich das Buch durchaus fesseln. Man hat mit Sibylle mitgefiebert und die Seiten flogen nur so dahin, weil man wissen wollte, wie das ganze weitergeht. Doch dann wurde mir die Hast, in der der Autor seine Geschichte vorantreibt, zu viel. Denn die Hast geht unter anderem auf Kosten der Charaktere, die eher blass bleiben und eigentlich nur notwendiges Beiwerk zu sein scheinen. Am Schluss des Buches blieben viele Fragen unbeantwortet, Fragen, die mich als Leser durchaus interessiert hätten. Zudem habe ich mich gefragt, was die letzte Szene in dem Buch sollte, wollte der Autor seine weiblichen Leser milde stimmen?

Es gibt Unmengen gute Psychothriller, da kann man diesen getrost auslassen.
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Schof zu »Arno Strobel: Der Trakt« 06.10.2010
Der Trakt war auch mein erstes Buch von Arno Strobel, ich musste mich nicht "durchquälen",es hat sich sehr flüssig lesen lassen, allerdings fand ich es auch nicht sonderlich spannend. Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, eine junge Mutter, die nach zwei Monaten aus dem Koma erwacht, sie vermisst ihr Kind, welches allerdings niemand je gesehen hat, ihr Umfeld erkennt sie nicht, sie selbst kommt sich mehr als fremd vor, sie flieht vor der Polizei und weiß nicht, wem sie noch trauen kann,und findet schließlich am Ende heraus, was Unvorstellbares mit ihr geschehen ist. Aus dieser Geschichte hätte man viel mehr machen können, mir ist das Ganze viel viel zu oberflächlich geschrieben, manchmal kam es mir vor, als hätte Arno Strobel nicht mehr weiter gewusst bzw. versucht schnell, schnell mit dem Plot fertig zu werden (so wie ich bei Aufsätzen in der Schule -wischiwaschi). Das Buch berührt mich nicht sehr, die Leute berühren nicht mein Innerstes und ich werde sie auch schnell wieder vergessen, was mir allerdings gut gefallen hat waren Sibylles beschriebene Gefühle zu ihrem Sohn. Das hat Arno Strobel wunderschön rüberbringen können.
Meine Wertung liegt höchstens bei 65°
P.S: Mir hat Rosie überhaupt nicht gefallen, ich fand sie einfach nur aufdringlich und unecht.

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