Das Skript von Arno Strobel

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Fischer.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, 1990 - 2009.

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2012. ISBN: 978-3-596-19103-1. 352 Seiten.

'Das Skript' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen ›nachgestellt‹ haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Krimi im Krimi mit vielen Verdächtigen.« 80°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Seit einigen Tagen fehlt von der Tochter eines Hamburger Verlegers jede Spur. Eine Sonderkommission arbeitet unter Hochdruck, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Als die Studentin Nina Hartmann ein ominöses Päckchen erhält, wendet sie sich an die Polizei. Auf einer Haut aufgeschrieben befindet sich der Anfang einer Krimigeschichte und es stellt sich heraus, dass es sich um Menschenhaut handelt. Schnell haben die Ermittler Stephan Erdmann und Andrea Matthiessen den Schriftsteller Christoph Jahn in Verdacht, denn dessen letzter Kriminalroman Das Skript scheint die Vorlage für den Täter zu liefern. Dies würde jedoch bedeuten, dass in Kürze einige Morde passieren, denn in Jahns Roman schreibt der Täter ein Buch kapitelweise auf der Haut junger Frauen bevor er diese umbringt.

Die Zeit drängt denn wenig später wird bereits die erste Leiche gefunden. Eine Frau  mit zerfetztem Rücken liegt im Stadtpark, doch es handelt sich nicht um die Verlegertochter. Erinnerungen an die Vergangenheit werden wach, denn bereits vor einigen Jahren gab es eine Mordserie in Köln, bei der sich der nie gefasste Täter an Jahns vorherigen Roman orientierte. Damals stieg die Auflage rasant an und da Jahn in Geldsorgen lebt, bleibt er der Hauptverdächtige, obwohl er seinerzeit in Köln ein Alibi hatte. Schon bald rücken weitere Verdächtige in den Blickpunkt der Ermittler. Eine Buchhändlerin, die sich als große Verehrerin von Jahn entpuppt und in einer Mail der vermissten Verlegertochter offen drohte. Lektor und Verleger profitieren ebenfalls sehr gut von der gesteigerten öffentlichen Aufmerksamkeit, denn bis dahin waren Jahns Bücher eher Ladenhüter. Matthiessen und Erdmann stehen unter gewaltigem Druck, denn plötzlich verschwindet auch Nina Hartmann spurlos und die nächste Nachricht auf Menschenhaut lässt nicht lange auf sich warten …

Nach Der Trakt und Das Wesen hat Arno Strobel erneut eine recht außergewöhnliche Geschichte geschrieben, die an die Vorgängerromane durchaus heranreicht. Erneut sehr hohes Tempo, einige geschickte Cliffhanger und dazu mehrere Verdächtige, die sich selbst immer verdächtiger machen. Aussagen widersprechen sich, nur nach und nach werden wichtige Informationen preisgegeben und so steigt mit jeder Zeugenbefragung die Verwirrung. Dass hier ein »Krimi im Krimi« erzählt wird macht die Lektüre zusätzlich interessant, wenngleich der Fakt, dass Morde nach literarischem Vorbild nachgestellt werden, nicht wirklich neu ist. Dennoch ist der Plot ebenso brutal wie abwechslungsreich. Neben dem Ermittlungsstrang wird »parallel« ein Einblick in die Leidenszeit der entführten Frauen gegeben, der es in sich hat. Gleiches gilt für das Ermittlerduo Erdmann und Matthiesen, das nur mühsam zusammenfindet. Doch vor allem die gemeinsame Ablehnung gegenüber Georg Stohrmann, den Leiter der Ermittlungen, schweißt die Beiden letztlich zusammen. Aber was hat es mit der hasserfüllten Ablehnung von Stohrmann gegenüber Matthiessen wirklich auf sich? Zunächst weis Erdmann nicht, wem er glauben soll. Auch bei den Verdächtigen bleibt – typisch für Arno Strobel – lange Zeit alles unklar. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen und am Ende des Buches ist nicht in jeder Hinsicht klar, ob sich (zumindest theoretisch) die Handlung überhaupt so ereignet haben könnte. Vermutlich nicht. Zudem wird nicht jede Blindspur aufgelöst, was zumindest teilweise schade ist. Das interessiert aber nicht mehr wirklich, denn die Identität des »Monsters« dürfte es für etliche Leserinnen und Leser in sich haben. So nah(liegend) und doch so fern.

Wie bereits an anderer Stelle schon angedeutet, dürfen (nicht nur) Fans von Sebastian Fitzek unbesehen zugreifen.

Jörg Kijanski, März 2012

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Buddy S zu »Arno Strobel: Das Skript« 17.01.2016
Habe das Hörbuch zufällig mit anderen aus der Bücherei. Nach den ersten paar Minuten war ich gefesselt und musste das ganze Buch durchhören. Sehr spannend und aufregendgeschrieben. Wenn auch stellenweise nichts für schwache Nerven und dubiose Ermittlungsverfahren kann man einfach nicht zwischendrin unterbrechen oder aufhören.
Eines der besten Bücher die ich gelesen bzw. gehört habe.
Petra E. zu »Arno Strobel: Das Skript« 06.10.2014
Ich bin auch eher zufällig auf das Buch gestoßen und war so begeistert von Strobels Stil, dass ich danach die ganze Reihe von ihm gelesen habe. Wenn einen Strobelkrimi anfange, dann kann ich ihn kaum aus der Hand legen - auch wenn mir schon die Augen zufallen. Bin totaler Fan geworden und hoffe und warte immer auf einen weiteren Psychothriller in dieser Art.
Petra S-B zu »Arno Strobel: Das Skript« 19.07.2014
"Das Skript" ist mir in der Buchhandlung eher zufällig in die Hände gefallen. Die Beschreibung klang gut, also habe ich es gekauft. Ich hatte es innerhalb 4 Tagen durch und war begeistert. Also hab ich mir gleich noch "Der Sarg" und "Das Rachespiel" besorgt. Arno Strobel hat also einen neuen Fan gewonnen und alles begann mit "Das Skript". Ich fand Idee im Buch über ein Buch zu schreiben genial. Die Personen haben mir gefallen, der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Und ich hatte nach und nach jeden im Verdacht und jeden wieder verworfen, also spannend bis zur endgültigen Lösung des Falles.
isa-globuli zu »Arno Strobel: Das Skript« 08.08.2013
Nach Der Sarg war ich sehr gespannt ... und bin auf ganzer Linie enttäuscht worden. Ich habe mich dabei ertappt, auf den Einband zu gucken, ob das auch wirklich ein Buch von Arno Strobel ist. Ich fand es langweilig, vorhersehbar, die Figuren zu glatt. Da sieht man mal wieder, wie verschieden Geschmäcker sind.
Jazzylin zu »Arno Strobel: Das Skript« 07.03.2013
Offensichtlich bin ich die Einzige, der das Buch nicht gefallen hat.
Zugegeben, der Anfang der Geschichte war vielversprechend - Die Figuren gut beschrieben, die Handlung spannend und es gab jede Menge Verdächtige. Alles deutete auf einem klassischen Whodunit hin.
Schade, dass Herr Strobel es zum Ende hin doch noch verhauen hat. Die Auflösung des Falls und das Motiv des Mörders war dermaßen an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig, dass ich mir veräppelt vorkam.
CK zu »Arno Strobel: Das Skript« 06.03.2013
"Das Skript" war mein erstes Buch von Arno Strobel und eigentlich nur ein Verzweiflungsgriff, weil mich sonst kein anderes Buch in der Buchhandlung angesprochen hatte. Aber ich muss sagen.:
Ich war begeistert!
Ich habe schon so viele Bücher von so vielen Autoren durch und langsam haut mich nichts mehr so schnell um, aber auf die Idee in dem Buch "Das Skript", das Buch "Das Skript" zu erklären/einzubauen/beschreiben (ich weiß gar nicht wie man das erläutern soll?!), ist echt mal eine gelungene und "neue" Idee.
Auch der Schreibstil und die Spannungsbögen finde ich gut gelungen.

Aufgrund dieses Buches habe ich mir auch "Das Wesen" und "Der Trakt" organisiert, wobei ich sagen muss, dass mir diese zwei Bücher jetzt nicht so dolle gefallen haben.
Aber für "Das Skript" definitiv Daumen hoch.
Mary Cavendish zu »Arno Strobel: Das Skript« 29.06.2012
Ich bin inzwischen super neugierig auf "Das Skript" geworden. Als ich vor kurzem in der Buchhandlung stand und mein Blick durch die Regal schweifte, fiel mir das Buch sofort ins Auge. Ich habe den Klappentext gelesen und dann habe ich im stehen begonnen das Buch zu lesen. Von der ersten Seite an hat es mich gefesselt. Natürlich bin ich nicht durchgekommen, aber ich werde es mir wahrscheinlich bald kaufen. Also von mir erstmal: Daumen hoch!
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Robert Sean zu »Arno Strobel: Das Skript« 28.06.2012
Das Skript habe ich mir vor 3 Monaten geholt - und es förmlich verschlugen.
Arno Strobel ist neben Sir Arthur Conan Doyle und Dan Brown der beste Krimischriftsteller, den ich je gelesen habe. Mit [...] hätte ich nie im Leben gerechnet.
Ich fand die Gesamte Story echt spannend.
Schneeglöckchen zu »Arno Strobel: Das Skript« 05.04.2012
Mein erster Strobel, und er hat mir sehr gefallen.
Ein gut geschriebener Krimi, bei dem ich mir alle Figuren deutlich vorstellen konnte. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
Die Passagen, in denen die Wahrnehmungen, Gefühle und die Angst der Opfer dargestellt werden, finde ich besonders gelungen.
Gut finde ich auch, daß der Leser nur das nötigste vom Privatleben der Ermittler erfährt, und somit nicht vom Krimi selbst abgelenkt wird. Wer dann letztendlich der Täter ist, diese Lösung war mir nicht neu. Ich meine, so etwas schon einmal gelesen oder in einem Film gesehen zu haben.
Totzdem, lesenswerter Krimi!
Dani P. zu »Arno Strobel: Das Skript« 19.03.2012
Schon gruselig - alleine auf die Idee zu kommen - die Haut der Frauen bei lebendigen Leibe abzuziehen...
Nichtsdestotrotz bin ich ein Fan von Arno Strobel - wiedereinmal hat er mich aufs Glatteis geführt - ich hatte 3 Verdächtige keiner war´s - so gefällts mir!!!
Freu mich schon auf 2013 - die Leseprobe vom neuen Buch klingt vielversprechend!! das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert - von mir 85 Grad

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