Tödliche Intrige von Arnaldur Indridason

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Betty, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Island, 1990 - 2009.

  • Reykjavík: Vaka-Helgafell, 2003 unter dem Titel Betty. 270 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005. Übersetzt von Coletta Bürling. ISBN: 3-404-15338-3. 270 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007. Übersetzt von Coletta Bürling. ISBN: 978-3-404-26734-7. 269 Seiten.

'Tödliche Intrige' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Dieser neue Roman von Arnaldur Indriðason ist in vieler Hinsicht völlig anders angelegt als die bisherigen, in deren Mittelpunkt Erlendur und seine Kollegen von der Kripo in Reykjavík standen. Es ist die Geschichte einer Femme fatale, einer außerordentlich attraktiven Frau, die sämtliche Künste der Verführung beherrscht und vor nichts zurückschreckt, wenn es darum geht, ihre Pläne durchzusetzen. Ihre Verbindung zu einem reichen Reeder, der ein Testament zu ihren Gunsten gemacht hat, wird kritisch, als dieser Mann ihrer Seitensprünge überdrüssig wird und sich von ihr trennen will. Sie muss sich seiner entledigen, wenn sie nicht all die Annehmlichkeiten, die mit Reichtum verbunden sind, verlieren will …Die Geschichte wird aus der Perspektive der Hauptperson erzählt, die der intriganten Betty zum Opfer gefallen ist.

Das meint Krimi-Couch.de: »Langweilige Intrige« 38°

Krimi-Rezension von Thomas Kürten

Mit Indridasson hat Bastei Lübbe ein gutes Händchen bewiesen. Nach den doch recht überraschenden Erfolgen der beiden Erlendur-Romane »Nordermoor« und »Todeshauch« hat man sich entschlossen, die weiteren Bücher der Serie zunächst im Hardcover aufzulegen. Zwischen Oktober 2004 und Juli 2005 hat der Verlag nun vier weitere Bücher auf den Markt gepfeffert. Die beiden Schreibversuche des Autors außerhalb des Erlendur-Bereichs dankenswerter Weise weiterhin als Taschenbuch, damit es im Portemonnaie nicht ganz so schmerzt.

»Gletschergrab« darf als sein erster noch etwas unsicherer Gehversuch auf der Spielwiese der Kriminalautoren gewertet werden. So kann man wohl noch verzeihen, dass er hier keineswegs zu der schriftstellerischen Reife der eingangs erwähnten Erlendur-Romane reicht. »Tödliche Intrige« jedoch entstand zu einem Zeitpunkt, da der Autor just zum zweiten male hintereinander mit dem skandinavischen Krimipreis dekoriert war. Und das irritiert, denn es fällt schwer sich des Eindrucks zu erwehren, dass es sich auch hier um ein unausgereiftes Frühwerk handeln muss.

Liebe ist ein tödliches Spiel

Die Person, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird, sitzt bereits in Untersuchungshaft und weigert sich, Aussagen zu machen. Zutiefst ist diese Person verletzt, weil ihre große Liebe Betty offenbar von Anfang an ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat. Dabei entwickelt sich die Handlung nach einem schnell vertraut werdenden Schema. Der Ich-Erzähler berichtet im Wechsel von den Vernehmungen durch die Kommissare und Polizei-Psychologen, sowie von den eigenen Erinnerungen an Betty und jene unheilvolle Liaison. Wie man sich nach einer Vorlesung an der Uni kennen gelernt hat. Betty als Frau an der Seite des ultrareichen Fischereiimperienbesitzers Thomas Ottoson Zoega, in seinem Testament offenbar reichlich bedacht. Wie Betty dafür sorgt, dass der Ich-Erzähler eine Position als Rechtsberater in der Firma bekommt. Und wie sie sich immer wieder in den Häusern in Reykjavik und Akureyri zu ihren Liebesspielen treffen, wenn der Milliardär gerade nicht in der Stadt oder im Lande weilt.

Der Grund, weswegen der Erzähler eingebuchtet ist, dürfte auf der Hand liegen: Irgendwann liegt Thomas Ottoson Zoega tot auf dem Grunde einer Felsspalte und eine Reihe von Indizien sprechen offenbar dafür, dass der Erzähler dafür die Verantwortung trägt.

Originalität ist dem Autor abhanden gekommen

Indridasson hat den Schwerpunkt auf die Psyche seines tragischen Helden gelegt. Die Erzählperspektive stimmt, nur Ideen hatte er wenig. Leider ist ihm außer einer Überportion Selbstmitleid nicht viel eingefallen. Der Roman trägt eher die Züge eines Melodrams als eines Krimis. Originalität ist dem Autor dabei leider abhanden gekommen. Man schlummert sich durch die Kapitel, blättert Seite um Seite und es passiert nichts Unerwartetes. Mit einer Ausnahme: als man gerade vom Halbschlaf in den Tiefschlaf zu sinken droht, baut er eine Überraschung ein, wegen der man gerne noch mal 2 oder 3 Seiten zurückblättern mag, nur um danach wieder in den gewohnten Trott zu verfallen.

Zu allem Überfluss musste der Autor an einer Stelle noch kurz seinen Kommissar Erlendur und dessen Kollegen Sigurdur einbauen, die allerdings »gerade an einem anderen Fall ermittelten«. Wahrscheinlich hätte er an dieser Stelle schon am liebsten selber den Griffel fallen lassen. So bringt er es am Ende der 260 Seiten wenigstens zu einem Schluss, der zwar kein Happy End, aber auch keinen Triumph des Bösen vermittelt. Dies ist dann auch noch das Beste, was man dem Roman abgewinnen kann.

Ihre Meinung zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige«

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trafik zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 23.04.2017
Bei diesem Krimi ist dem isländischen Autor nicht sehr viel eingefallen. Spannung gleich null. Man weis von Anfang an wie es weiter geht. In diesem Krimi gibt es überhaupt keine Höhepunkte im Schreibstil und in der Spannung.
Ein Krimimist sondergleichen. Schade Gletschergrab war sehr gut dagegen
Was positives gibt es nicht zu berichten..
klasoma zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 25.02.2010
Als ausgewiesener Hörbuch-Fan habe ich mich gewundert, dass dieses Buch als einziges von Indridasons ( mir bekannten ) Büchern nicht als Hörbuch erschienen ist. Also habe ich es in Buchform gekauft und gelesen. Am Anfang war ich schon etwas enttäuscht, da es sich doch sehr von den übrigen Büchern unterscheidet. Aber dann diese wahnsinnige Wende! Wow ! Da wurde mir natürlich auch klar, weshalb hier auf eine Hörbuchversion verzichtet werden muss! Dieses Buch ist für mich das beste Beispiel für die Vielschichtigkeit des Autors! Volle Punktzahl!!
Lesemaus zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 22.01.2010
Also bei diesem Buch sind die Meinungen ja mal richtig gespalten. :-)

Also ich liebe die Erlendur-Reihe sehr, stand Gletschergrad skeptisch gegenüber -würde dann positiv überrascht und bin auch von "Tödliche Intrige" begeistert!!!

Herr Indriðason hat es echt spannend gemacht. Plötzlich diese Wendung in der Mitte... Nicht schlecht... Im ersten Augenblick dachte ich, hä... okay das ist ein Schreibfehler-. Dann hab ich zurückgeblättert und fesgestellt, dass das was da stand, anscheinend das ganze nochmal in ein anderes Licht setzt.!! Großartiges Werk!!! 99 weil nicht Erlendur ;-)
M.Völki zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 23.07.2009
Bisher war ich ein absoluter Büchervertilger von Indridasons Büchern.
Über Geschmack läßt sich nicht streiten, weil halt jeder Mensch einen anderen Geschmack hat.
Ich lege es auf jeden Fall nach ungefähr 100 Seiten als für mich verschwendete Zeit und nicht lesenswert aus der Hand.
Da gibt es mit Sicherteil tausend andere Bücher, mit denen ich mir die Zeit besser vertreiben kann.
Schade.
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Liane Hof zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 18.05.2009
Ich war 15 Jahre, als ich das Buch las. Ich fand es echt super spannend.Es ist nicht so gewöhnlich geschrieben, wie viele andere. Am Anfang war ich ein wenig irritiert, bis ich merkte, dass die ICH- Erzählerin eine Frau ist. Perfekt inszeniert und gut mit den Waffen der Frau einen lästigen typen beseitigt. Das Ende fand ich ich auch total realistisch und fair. Habe das Buch in 3 Tagen gelesen. Die Spannung hält echt durchgehend. WOW! Kann``s nur empfehlen. Vielleicht hätte man erklären sollen, warum alle per DU sind, war deshalb ein wenig unsicher anfangs. Doch durch Unklarheit zu Beginn wächst die Interesse positiv!!
Lisa zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 24.03.2009
Ich bin zwar erst 14, aber mein Vater hat mir das Buch schon empfohlen. Ich fand, dass das Buch einen großen Unterschied zu anderen Krimis macht.
Am Anfang dachte ich aber, dass der Ich-Erzähler Leó wäre.
Mir hat das Buch gefallen und ich werde auch schon das nächste Buch von Arnaldur Indridaso lesen.
WelpeMax zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 24.07.2008
Das ist richtig @ Suse ... muss aber die Bücher immer zuende lesen, die Wertung ist aber im dementsprechend, das kann auch unter 10° mal enden ... dieses Buch ist jetzt nicht so schlcht wie es gemacht wird, aber eben auch nicht so gut ... ich denke es ist im Mittelfeld und wenn man gerade ein dicken Schinken gelesen hat, ist so ein kurzweiliges Buch durchaus empfehlenswert, also weglegen muss man das Buch nicht, es bleibt aber auch die Chance das es sehr gefällt wie einigen Usern die hier geschrieben haben und das ist doch eine positive Aussicht!
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Suse zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 24.03.2008
Tja...ich bin nun erst auf Seite 95 angekommen, und da bis hierher das Einzige, was annähernd mit Mord zu tun hat, die Tatsache ist, dass ich mich fast zu Tode langweile - werde ich es nicht bis zur Mitte des Buches aushalten, sondern es lieber jetzt aus der Hand legen. Es gibt so viele schöne Bücher die warten... da möchte ich meine Zeit nicht mit diesem hier verschwenden.

Die positiven Kritiker mögen mir verzeihen - die Geschmäcker sind halt unterschiedlich.
Rolf.P zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 05.03.2008
Dieses Buch ist anders, aber nicht schlechter als die bisherigen Indridason-Romane.
Man weiß zwar von Anfang an, wer der Mörder ist, trotzdem ist man mehr als einmal überrascht, wieso, warum und weshalb das alles passiert ist.
An die Stelle, wo Interesse und Geschichte sich totlaufen, platziert der Autor einen Knüller, der das bisherige in ganz anderem Licht erscheinen lässt und dem folgenden ein neues Tempo und eine rasant steigernde Spannung gibt.
Arnaldur Indridason ist ein Meister der Spannungsliteratur, das beweist er mit diesem Buch einmal mehr. Nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich und stilistisch ist ihm mit diesem Werk ein großer Wurf gelungen.
Jordis zu »Arnaldur Indridason: Tödliche Intrige« 30.10.2007
Tödliche Intrige war das Beste Buch was ich je gelesen hab, selbst für Leute die keine begeisterten Leser sind ist das ein Buch das man nie mehr vergessen wird.Die Handlung und vorallem das überraschende Ende haut einen einfach völlig um!
Meiner Meinung nach das beste Werk von Arnaldur Indridason!

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