Kälteschlaf von Arnaldur Indridason

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Harðskafi , deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Island, 1990 - 2009.
Folge 8 der Kommissar-Erlendur-Serie.

  • Reykjavík: Vaka Helgafell, 2007 unter dem Titel Harðskafi . ISBN: 978-9979220657. 295 Seiten.
  • Bergisch-Gladbach: Lübbe, 2009. Übersetzt von Coletta Bürling. ISBN: 978-3-7857-2361-6. 380 Seiten.
  • Köln: Bastei Lübbe, 2011. Übersetzt von Coletta Bürling. ISBN: 978-3-404-16546-9. 380 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009. Gesprochen von Walter Kreye. ISBN: 978-3-7857-3872-6. 4 CDs.

'Kälteschlaf' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird. Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat. Kann Erlendur ohne die Hilfe von Sigurdur Óli und Elinborg herausfinden, weshalb das Leben dieser Frau ein so tragisches und abruptes Ende nahm? In seinem achten Fall wird Kommissar Erlendur mit übersinnlichen Phänomenen konfrontiert – und mit spukartigen Erinnerungen an seine Kindheit …

Ihre Meinung zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf«

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Urs Mugwyler zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 10.04.2016
Ein leiser und absolut packender Krimi. Der Einstieg ist ungewohnt und lässt noch nicht erahnen, wie spannend sich die Geschichte entwickelt. Während sich der Hauptstrang erst nur wie ein leises Lüftchen daherkommt, entwickelt er sich bald zu einem atmosphärisch dichten, eiskalten Wind. Auch die Nebenstränge werden vorzüglich und Nachvollziehbar ausgelegt, spannend gestrickt und zu Ende gebracht.
Teilweise unverständlich sind vorgehende Kommentare. Der Hauptprotagonist wird als Person für einmal glaubwürdig und differenziert miteinbezogen. Das Privatleben ist ein Teil des Lebens und ist für die Geschichte auch wichtig, zeigt warum er so handelt. Es bringt den Mann als Person in die Geschichte macht den Plott erst schlüssig.
Ich habe das Buch gelesen. In einem Tag. Es war mein Erstes von ihm und werde die anderen sicher auch lesen.
Matthias zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 17.08.2015
Ich kann und muss mich leider auf das mal wieder gekürzte Hörbuch beziehen. Wie schon in den Hörbüchern zuvor wurde hier viel zu viel gekürzt und komplette Handlungsstränge fehlen. Die persönliche Entwicklung von Elendur findet quasi nicht statt und auch die Handlungsstränge der anderen beiden Ermittler fehlen komplett.

Walter Kreye ist eine Umgewöhnung, die auch am Ende des Buches leider immer noch nicht passend erscheint.

Leider "zerstört" hier die gekürzte Hörbuch-Ausgabe die Serie. Ich werde wenn überhaupt auf die restlichen Bücher wechseln.
vjeverica zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 05.01.2014
Ich habe mir nun all die Meldungen durchgelesen und war verwirrt, dass Erlendurs Kollege die meiste Ermittlertätigkeit gemacht haben soll?! Habe ich da was missverstanden? Kürzlich habe ich dieses Buch - allerdings als Hörbuch - konsumiert. Für mich war bei den Ermittlungen Erlendur so ziemlich allein auf weiter Flur, abgesehen von einige Malen, wo er auf (Ex)Kollegen zugriff, wie den befreundeten Taucher.
Mich persönlich störte der Vorlesende absolut nicht, dass es jem.anderer war - er hat seine Sache gut gemacht, IMHO.
Mich hat das Ende absolut unbefriedigt hinterlassen. Diejenigen, die das Buch bereits kennen, werden sich schon denken können, warum - es geht mir da um den Gatten der Verstorbenen.
Aber was solls - das Buch war gut und hat mir großteils sehr gut gefallen, mich 4 CDs lang in seinen Bann gezogen.
haefler zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 03.02.2013
Vielleicht ist dies weniger ein typischer Krimi als mehr parallel laufende Erzählstränge unterschiedlicher Psychogramme. Für meinen Geschmack werden den Dialogen des Protagonisten mit seiner Tochter zu viel Text gewidmet, ohne dass dies von allzu grosser Relevanz zu sein scheint. Trotzdem alles in allem spannend.
tedesca zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 17.12.2012
Teil 8 der Erlendur-Reihe lässt erahnen, dass der alte Komissar wohl bald das Zepter an seinen Kollegen und Assistenten Sigurður Óli weitergeben wird, denn dieser ist in diesem Fall derjenige, der den Großteil der Ermittlungsarbeit leistet und den Fall trotz seiner Wirrnisse letztenlich vollständig aufklärt. Was auch daran liegen mag, dass er etliche der involvierten Personen schon aus seiner Schulzeit kennt und durch sie immer tiefer in einen Skandal hineingezogen wird, der die Grenzen Islands bei weitem überschreitet. Wenig Action, dafür eine melancholische Grundstimmung und ein wirres Netz aus persönlichen Beziehungen kennzeichnen dieses Buch, das qualitativ lückenlos an seine Vorgänger anschließt.

Mich persönlich hat es irritiert, das es als einziges der Serie nicht von Frank Glaubrecht gelesen wird. Walter Kreye macht seine Sache zwar gut, aber er spricht die isländischen Namen etwas anders aus und überhaupt bin ich halt ein Gewohnheitstier. und freu mich drauf, dass die Folgeteile wieder von der mir bekannten Stimme vorgelesen werden.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schneeglöckchen zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 17.09.2012
"Kälteschlaf" ist ein wunderbar leiser Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Beharrlich ermittelt Kommissar Erlendur in einem aktuellen Fall, der offiziell abgeschlossen ist. Desweiteren ermittelt er in zwei 30Jahre alten Vermißtenfällen. Alles auf eigene Kappe. Diese Ermittlungsarbeit ist leise und klug. Der Autor hat die Dialoge interessant gestaltet, weil sie Erlendur immer ein kleines Stückchen weiterbringen und den Leser auch.Zwischendurch sind immer Stücke vom Privatleben des Kommissars eingestreut, aber nicht so oft und soviel, daß sie vom eigentlichen, um das es geht, ablenken.Für mich ein wunderbarer, lesenswerter Krimi. Es war mein erster Indridason, wird nicht mein letzter bleiben.
Selbstverständlich ist er nicht vergleichbar mit der Story um z.B. Lisbeth Salander. Aber das muß für mich ja auch nicht sein. Es müssen doch nicht alle skand. Krimis von gleicher Art sein.
Solitaire zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 05.03.2012
Tut mir leid, aber mich hat "Kälteschlaf" kalt gelassen, denn im Vergleich zu anderen skand. Autoren war das eine sehr laue Kost. War mein erster Indridason, den ich gelesen habe und ich bin schwer am Überlegen, ob ich noch einen anderen Band von ihm lesen werde.Die Geschichte zog sich zäh dahin, immer wieder unterbrochen von Erlendurs unverarbeitetem eigenen Familiendrama - nein, da muss ich sagen, sind mir eine Lisbeth Salander oder ein Harry Hole oder die liebenswert-chaotische Dora Gudmundsdottir viel lieber.
mylo zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 08.09.2011
Dieses Buch gehört für mich zu einem der Besten aus der Erlendur-Reihe. Indridason schafft hier einen Krimi der zunächst nicht als solcher erkennbar ist, ja man erkennt nicht mal (zunächst) wo da ein Kriminalfall sein könnte. Am Ehesten lassen die Vermisstenfälle ein Verbrechen vermuten, aber da lag keines vor. Bei dem vermeintlichen Selbstmord entwickelt sich zunächst über ein vermutetes verwerflichem Verhalten langsam das zunächst wahrscheinliche und letztlich tatsächliche Verbrechen. Im Grunde werden da schon tiefe menschliche Abgründe aufgezeigt.
Das ganze Blut, Berge von Leichen aber einem hervorragenden Erlendur. 90 Punkte
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Klaus Pitsch zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 18.04.2011
Endlich einmal ein Krimi, wo es nicht um Serienkiller oder den ständig im Hintergrund lauernden Kindesmissbrauch geht. Keine Hektik der Polizeiarbeit mit diversen Beziehungsproblemen lenkt vom Fall ab. Ruhig und gelassen zieht Erlendur seine Recherchen durch. Diesen mit seinen privaten Problemen zu kennen ist natürlich ein Vorteil.
Auch wenn die Vater - Kinderbeziehung etwas strapaziert wird, passt der verlorene Bruder hervorragend in die Thematik .
Ob der Fall überhaupt ein Fall ist, bleibt lange unklar. Erlendurs obsessive Suche nach Vermissten wird in die Story bestens integriert. Kein Hauch von Action zielt auf vordergündige Spannung. Trotz des esoterischen Hintergrunds bleibt die Geschichte logisch und psychologisch nachvollziehbar. Man muss aber schon Geduld haben, um diesen Island - Krimi genießen zu können.
martin zu »Arnaldur Indridason: Kälteschlaf« 12.04.2011
wo indridason draufsteht, ist auch indridason drin (zumindest was die erlendur-reihe angeht). und das ist sehr gut so. habe nicht umsonst auf die taschenbuchausgabe gewartet, wurde nicht enttäuscht. die fälle um erlendur lesen sich äußerst leicht und wer einen hang zur schwermütigen nordischen krimiliteratur hat, wird in indridason einen ihrer meister finden. 95 grad.
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