Der Sommer der toten Puppen von Antonio Hill

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel El verano de los juguetes muertos , deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Suhrkamp.
Ort & Zeit der Handlung: Spanien / Barcelona, 2010 - heute.
Folge 1 der Héctor-Salgado-Serie.

  • Barcelona: Grijalbo, 2011 unter dem Titel El verano de los juguetes muertos . 371 Seiten.
  • Berlin: Suhrkamp, 2012. Übersetzt von Thomas Brovot. ISBN: 978-3518463703. 371 Seiten.

'Der Sommer der toten Puppen' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Hochsommer in Barcelona, ein scheinbar harmloser Unfalltod führt zu einer blutigen Spurensuche quer durch die Stadt. Der umstrittene Inspektor Héctor Salgado steckt in der Klemme. Als Argentinier fühlt er sich fremd im Land, sein Privatleben ist eine einzige Katastrophe, gegen ihn laufen interne Ermittlungen, weil er einen afrikanischen Mädchenhändler krankenhausreif geprügelt hat. Um so erfreulicher, daß sein neuer Fall so einfach scheint. Er soll den mutmaßlichen Unfalltod eines Jugendlichen aus bestem Hause untersuchen. Doch je tiefer er in der Familiengeschichte des Verstorbenen gräbt, desto verstörender sind seine Entdeckungen, die bis weit in die Vergangenheit reichen. Als dann ein weiterer Unfall geschieht, gerät Salgado selbst unter Mordverdacht …

Das meint Krimi-Couch.de: »Verdammt kalt in Barcelona« 84°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Dass Barcelona abseits der Touristenattraktionen und der Ramblas, der großen Flaniermeile, durchaus ein heißes Pflaster sein kann, ist kein Geheimnis. Drogen, Prostitution, Menschenhandel – jede Metropole zieht Abschaum an und die katalanische Hauptstadt macht da keine Ausnahme. Auch – aber nicht nur – in diesem Milieu spielt Antonio Hills Erstling Der Sommer der toten Puppen. Vielmehr zeichnet der Autor ein Sittenporträt hinter dem Offensichtlichen, von dem hinter der Fassade der Beletage Barcelonas. Und das macht er so gut, dass einem kalt ums Herz wird – trotz Hochsommers.

Dabei sind die Zutaten für Hills Krimi gar nicht mal frisch vom Markt: Sein Protagonist, Inspektor Héctor Salgado, ist Auswärtiger (Argentinier), unfreiwilliger Single (seine Frau zog es zu einer anderen Frau), unglücklich agierender Vater (den Sohnemann ewig nicht gesehen), Kettenraucher und außerdem noch ein Polizist, der aus Moral und mangels Kontrolle auch gern mal mit der Faust für klare Verhältnisse sorgt (dem Mädchen handelnden Doktor ging es danach gar nicht gut). Dazu ein Fall, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Und ohne eine gewisse Hartnäckigkeit Salgados auch bei den Akten verschwunden wäre.

Er soll inoffiziell ermitteln, denn zum einen stehe gar nicht fest, ob es sich um ein Verbrechen handele, zum anderen mögen die Schönen und Reichen Barcelonas keinen Aufruhr. Für Salgado eine Chance, sich zu rehabilitieren.

Nach einem Studi-Trip nach Irland trifft sich der Unternehmersohn Marc mit seinen alten Freunden, Gina und Aleix. Ein gemütlicher Abend in der Johannisnacht, ein bisschen Alkohol, ein bisschen Fiesta. Alles halb so wild, wäre Marc nicht bei seiner letzten Zigarette aus dem Dachfenster gestürzt. Unfall? Gut möglich. Selbstmord? Eher nicht. Mord? Kein Anlass, ein Verbrechen in Betracht zu ziehen. Und doch: Salgado erscheint das Leben der drei gut situierten Jugendlichen zu aalglatt, von dem der Eltern gar nicht erst zu sprechen. Was er aufdeckt, wird so manche Existenz zerstören.

Hills Stärken liegen nicht zwingend auf Plot-Seite. Ein strammer Zug ist etwas anderes, als das, was uns der Autor in Der Sommer der toten Puppen vorsetzt. Vermutlich eine Berufskrankheit des Katalanen, dass viel psychologisiert wird (Hill ist studierter Psychologe). Gleichzeitig aber auch die Stärke des Romans! Salgados Innenleben deutet er manchmal nur an, was viel Raum für weitere Entwicklungen lässt. Die es dank des Cliffhangers, bei dem man vielleicht an Peter James´ Roy-Grace-Krimis denken könnte, zweifelsohne in Fortsetzungen geben wird.

Noch interessanter scheinen aber Salgados weibliche Kollegen zu sein, die ihm recht tough zur Seite stehen, jede für sich aber ebenfalls mit ihrem Privatleben zu kämpfen hat. Diese Figurenkonstellation birgt Zündstoff und vor allem Potenzial für mehr. Gut, dass der Autor sich nicht auf den Charakter Salgados versteift und so die Grundlagen für eine vielversprechende Serie legt.

Diesen ganzen Perspektivwechseln folgt der Leser gerne, vor allem, weil alles stimmig scheint und Antonio Hill immer wieder wunderbar treffende Bilder gelingen. Barcelona als pulsierende Großstadt spielt dabei immer eine Rolle, aber tritt nie in den Vordergrund. Soll man doch selbst hinfahren und sich vom Schönen begeistern lassen. Hill zeigt die hässliche Seite. Menschlich gesehen. Und das sehr gekonnt.

Lars Schafft, April 2012

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Annette Traks zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 22.02.2014
Schauplatz dieses Krimis ist Barcelona:
Gegen Inspektor Héctor Salgado laufen interne Ermittlungen, weil der engagierte Polizist einen als Arzt getarnten Mädchenhändler brutal zusammengeschlagen hat. Um ihn eine Weile aus der Schusslinie von Presse und Öffentlichkeit zu nehmen, ist er vom Dienst suspendiert und zum Zwangsurlaub in seine Heimat Argentinien geschickt worden. Von dort zurückkehrt, soll er sich nun halboffiziell um den vermeintlichen Unfalltod des 19-jährigen Marc kümmern: Der Sohn aus einer angesehenen Familie hatte in der Johannisnacht zu Hause mit seinen Freunden Gina und Aleix gefeiert und war zu später Stunde aus dem Fenster der Dachkammer gestürzt.
Daher konzentrieren sich die Recherchen von Héctor Salgado und Leire Castro zunächst auf Gina und Aleix. Doch je mehr sie über die drei Jugendlichen und ihre Familien erfahren, desto rätselhafter werden die Umstände von Marc's Tod. An einen Unfall glauben die Polizisten bald nicht mehr.
Die Ermittlungen nehmen immer größere Dimensionen an, und schließlich gibt es noch weitere Tote sowie Übergriffe in Salgados Umfeld.
Der Leser ahnt auf Grund von Rückblenden peu à peu, dass es eine Verbindung zu dem 13 Jahre zurückliegenden Tod der damals 12-jährigen Iris geben könnte: Sie und Marc hatten seinerzeit die Sommerferien in einem Ferienlager verbracht, das sein Onkel leitete.

Resümee:
Auch für diesen Krimi gilt das Motto „jede Familie hat ihre Leiche im Keller“. Damit sie auch dort bleibt, wird die Angelegenheit innerhalb der Familie im wahrsten Sinne totgeschwiegen und nach außen eine schöne Fassade konstruiert.
Dem Leser werden von Zeit zu Zeit Informations-Häppchen hingeworfen und gelegentliche Cliffhanger am Kapitelende sollen für Spannung sorgen.Vieles bleibt zunächst im (Halb-) Dunkel, wird nur angedeutet und die Rückblenden in Marc's Kindheit lassen einen vagen Verdacht aufkommen. Grundlage für die endgültige Klärung des Falles bildet erst gegen Ende des Buches ein von Iris vor ihrem Tod geschriebener Brief, den ihre Schwester gefunden hat.
Es könnte also ein sehr spannendes Buch sein. Leider hat es mich jedoch nicht mitgerissen:

• Es geht im Grunde um 4 Familien: die der 3 Jugendlichen und in einem Nebenstrang um die des von Frau und Sohn getrennt lebenden Inspektors Salgado. Außerdem rankt sich ein weiterer Plot um den von ihm zusammengeschlagenen „Arzt“ Omar. Es ist somit von unendlich vielen Personen die Rede, die es nach einer Lesepause immer wieder neu zuzuordnen gilt.

• Bei dieser Überfrachtung an Protagonisten ist es nur natürlich, dass der Autor bei ihrer Charakterisierung nicht in die Tiefe gehen kann. Konsequenz: Mir sind die Akteure durchweg fremd geblieben, zu keinem konnte ich eine wie auch immer geartete Beziehung aufbauen.

• Zudem nahm das Privatleben der beiden Ermittler sehr viel Raum ein: einerseits sympathisch, wenn sie mit ihren menschlichen Schwächen und privaten Problemen dargestellt werden, andererseits drängte das oft den eigentlichen Fall aus dem Blick, hemmte den Handlungsfluss und machte den Wiedereinstieg aus oben genannten Gründen schwierig.

Kurz:
Das Buch ist viel zu vollgepackt, sodass ich mich manchmal wie im Dschungel fühlte, nicht wusste, in welche Richtung ich schauen sollte, wo die Lösung zu suchen / zu finden sein könnte: in der Gegenwart, in der Vergangenheit? In welcher Familie? Oder war es am Ende doch „nur“ ein Unglücksfall?
Und nachdem ich mich dann streckenweise wirklich durchgequält hatte, war die Lösung einerseits sehr einfach, andererseits in Teilen aber abrupt konstruiert (vielleicht, um schnell zum Ende zu kommen?) – mit einem Wort: eigenartig.
krimi-les-ologe zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 14.07.2013
Barcelona - heiss und pulsierend. Die Story einfach mit vielen teilweise überraschenden Wendungen. Hinter den Türen der hochwohlgeborenen und christlichen Werten verpflichteten Gesellschaft findet der Abgrund der menschlichen Existenz statt. Missbrauch, Gier, Untreue und Gewalt in einer Art beschrieben und in die Geschichte eingearbeitet, wie es mir gefällt und mich dabei bestens unterhalten hat. Die 3 parallelen Geschichten werden am Schluss zu einem glaubwürdigen Plot zusammengefügt. Ich habe es genossen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Torsten zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 13.02.2013
Ich kann mich der vorangegangenen Rezension anschliessen: A. Hill schreibt in einem angenehmen und flüssig zu lesendem Stil ziemlich belanglos Dahinplätscherndes. So richtig spannend ist keiner der beiden Fälle, aber die Atmosphäre ist trotzdem gut entwickelt. Als reiner Krimi ist das Buch eher enttäuschend - die Auflösung aus der Vergangenheit (wie gleich als Vorsatz angedeutet) ist dann doch etwas bemüht - und der "Cliffhanger" der letzten Seite ist viel zu platt und unnötig aufgesetzt.
M.Reinsch zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 19.06.2012
Zu Anfang muss ich A.Hill ersteinmal Abbitte leisten - bis zur knappen Hälfte des Buches, war ich mehr als enttäuscht und etwas gelangweilt! (daher nur 4 von eigentlich 5 verdienten Sternen)
Aber als ich in die zweite Hälfte des Buches eintauchte, konnte ich es nicht mehr bei Seite legen!
Inspektor Salgado ermittelt in einem Fall von Frauenhändlern, die sich Ihre Opfer mit Hilfe von Voodoo-Magie gefügig machen. Als er einen der Angeklagten mit den ermittelten Fakten konfrontiert, platzt Salgado der Kragen und er schlägt sein Gegenüber Krankenhausreif...
Wenig später verschwindet das Prügelopfer und zurück bleibt nur ein Blutfleck, und bei Héctor Salgado ein Filmriss...
Da kommt ein neuer Fall wie gelegen: Ein junger Mann aus reichem Hause scheint versehendlich aus dem Fenster gestürzt zu sein, aber warum benehmen sich seine engsten Freunde so merkwürdig und warum dringt die Mutter des Toten darauf, dass Sie an keinen Unfall glauben will? Hilfreich ist dabei auch nicht, dass Salgados Chef näher mit der Dame bekannt ist...
Wie schon zu Anfang geschrieben, war der erste Teil des Romans für mich eher langweilig, da Herr Hill zwar einen recht angenehm zu lesenden Stil schreibt, aber irgendwie nichts wichtiges mitzuteilen hat.
Er ergeht sich bis in die kleinsten Details um seine Protagonisten auszuleuchten, so dass man bald alle Lebensgeschichten der Beteiligten sehr genau kennt (im Nachhinein blickt man zurück und versteht diese Ausführlichkeit).
Doch in der zweiten Hälfte kommt der Krimi endlich ins Rollen, ein Spannungsbogen wird aufgebaut und Herr Hill zeigt, das er Psychologie studiert hat - dreht er doch dem Leser immer wieder eine lange Nase, wenn der versucht alle Puzzelteilchen zusammen zu setzen. Statt eines Erfolgserlebnisses, bekommt man immer neue Schnipsel zu geworfen, muss seine Täterfindung neu justieren - nur um zu erkennen "wieder daneben!"
Bald wird einem bewusst, dass der erste Fall eigentlich nur ein Ablenkungsmanöver ist, um den Leser zu verwirren.
Was sich auf den letzten 60 Seiten abspielt ist schon harter Tobac - mein Kopfkino lief auf Hochtouren!
Krimitante zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 25.04.2012
das hätte ein richtig guter krimi sein können. atmosphärisch dicht, voller spannung, einem interessanten ermittlerduo, einem ungewöhnlichen handlungort und mal nicht dieser ewig gleiche serienmörder-plot. wären da nicht zwei zu grosse und, für mich, unglaubwürdige zufälle (um die spannung für noch-leser nicht zu schmälern, verrate ich jetzt nicht welche), die wichtig sind für die auflösung. die machen den fall etwas unglaubwürdig, obwohl er sonst ganz und gar in der realität angesiedelt ist.und ein allzu schnelles, abruptes ende. so als ob der autor dachte "jetzt gibt es ein warum.jetzt muss der fall auch gelöst werden". auch das "wie" der lösung ist eigentlich unerklärt.ausserdem finde ich den cliffhanger am ende zu gewollt. das hat mein lesevergnügen um einiges geschmälert. schade darum. vielleicht klappt das ja beim zweiten fall besser, den ich trotz dieser kritik lesen werde.
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Keera zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 23.04.2012
Mit diesem Krimi ist dem in Barcelona geborenen Antonio Hill ein beachtliches Debüt gelungen.
Inspektor Hector Salgado kehrt aus einem Zwangsurlaub in seiner südamerikanischen Heimat nach Barcelona zurück. Es ist weiterhin nötig, ihn aus der Schusslinie der Presse zu nehmen, da er während der Ermittlungen in einem Fall von Mädchenhandel einen Verdächtigen zusammengeschlagen hat. Also wird er mit der Ermittlung in einem scheinbar klaren Fall von Unfalltod betraut. Selbstverständlich stellt sich dieser Fall dann als viel schwieriger und komplizierter heraus, als es zunächst scheint und die Ursachen für die sich weiter entwickelnde Geschichte um den Tod eines jungen Mannes aus guter Familie reichen weit in die Vergangenheit zurück.
Während seiner Ermittlungen in diesem Fall werden Karriere und Familie von Salgado von den Mädchenhändlern bedroht und der Inspektor versucht, sein kompliziertes Privatleben zu ordnen.
Salgado ist eine vielschichtige und interessante Persönlichkeit. Er hat seine Schwächen, ist aber dennoch sympathisch. Seine lebenslustige und ebenfalls nicht einfache "Ex" lässt für weitere Romane noch einige Würze im Leben des Inspektors erwarten.
Die beiden Kolleginnen von Salgado sind ebenfalls interessant - mal sehen was noch aus ihnen wird.
Die Handlung des Romanes spielt in Barcelona, Plätze, Straßen, Bars und Wohnviertel werden benannt und Kenner der Stadt haben sicherlich eine gute Vorstellung, wo man sich gerade befindet.
Die Geschichte entwickelt eine beachtliche Spannung, hat mehrere überraschende Wendungen und da das Ganze in einem gut lesbaren Stil geschrieben ist, habe ich das Buch in einem Rutsch und mit viel Vergnügen "runtergelesen".
Der Schluss des Buches legt nahe, dass Inspektor Salgado weiter ermitteln wird. Ich werde gerne weitere Fälle von ihm verfolgen.
Jens S. zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 18.04.2012
Spannend! Ich hab's verschlungen.

Für Skandinavien-Fans ein Hit! Ich mag besonders, dass sich die Figuren gut entfalten können.
Zudem ist das Buch voller überraschender Wendungen... Dazu ein dunkles Familiengeheimnis - ja, so muss ein spannendes Buch für meinen Geschmack geschrieben sein. Fazit: unbedingt lesen!
Markus Schneider zu »Antonio Hill: Der Sommer der toten Puppen« 11.04.2012
Ein Unfalltod? Ein junger Mann fällt nach einer Party aus dem Fenster. Ein Freund und eine Freundin sind während der routinemäßigen Vernehmung sehr nervös, widersprechen sich in wichtigen Punkten und schnell wird dem umstrittenen Ermittler Hector Salgado klar, das da etwas ganzund gar nicht stimmt. Er taucht weiter die Familiengeschichte der Verdächtigen und des Opfers ein und entdeckt viel Dreck, der unter den Teppich gekehrt wurde.

Ein Drogenverbrechen? Freitod? Mord? Im aktuellen Fall drohen die verschiedenen Spuren ins Leere zu führen, aber ein lange schon totes Kind wirft lange Schatten...



Ein flirrender Barcelona-Krimi mit einem gebrochenen und zwiespältigen Ermittler und der spanndende Auftakt einer vielversprechenen Reihe, die alle Fans von Stieg Larsson begeistern dürfte. Vielschichtig wird hier mit der Vergangenheit der Figuren gespielt. Stilsicher und raffiniert werden die wie es zunächst scheint eigenständigen Geschichten verknüpft und führen zu einem dunklen Familiengeheimnis. Der Krimi kommt ohne unnötige Brutalität aus, der Autor hat ein sicheres Gespür für filmische und starke Bilder.

Endlich wieder eine starke Stimme, die nicht aus Skandinavien kommt! Für Krimifans eine echte Entdeckung
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