Gotteszahl von Anne Holt

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Pengemannen, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen / Bergen, 1990 - 2009.
Folge 4 der Yngvar-Stubø-Serie.

  • Oslo: Piratförlaget, 2009 unter dem Titel Pengemannen. 499 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2010. Übersetzt von Gabriele Haefs. 463 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2011. Übersetzt von Gabriele Haefs. 464 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Osterwold Audio bei Hörbuch Hamburg, 2010. Gesprochen von Andreas Fröhlich. 5 CDs.

'Gotteszahl' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Im norwegischen Küstenort Bergen nimmt eine grausige Mordserie ihren Anfang: Eva Karin Lysgaard war eine unbequeme Person. Jetzt ist die engagierte Bischöfin tot, erstochen, jegliches Motiv aber scheint zu fehlen. Kommissar Yngvar Stubø kommt ins tief verschneite Bergen, um nach Antworten zu suchen. Doch Lysgaards Ehemann schweigt, ihr Sohn ist mit der Situation überfordert. Die Ermittlungen laufen noch, als in Oslo weitere Morde geschehen, scheinbar ohne Verbindung und in sehr rascher Folge: eine Leiche im Hafenbecken, ein toter Junkie und ein herztoter Künstler. Dann stößt Stubø bei seinen Nachforschungen auf eine christlich-fundamentalis­tische Bewegung: »Gruppe 25«, Zahlenmystiker, die, von archaischem Hass getrieben, jeden töten, der ihren religiösen Vorstellungen nicht entspricht. Das nächste Opfer könnte Marcus Koll sein – doch der reiche Reeder passt so gar nicht ins Muster und war in seinem Leben alles andere als ein harmloses Opfer.

Das meint Krimi-Couch.de: »Keine Sternstunde nordischer Krimi-Unterhaltung« 59°

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Und im Augenblick des Todes, als es nichts mehr zu sehen gab und alle Empfindungen verschwanden, fragte sie sich, was Er, der mit dem Ewigen Leben, nicht hingenommen hatte, die Lüge oder die Sünde.

Am Heiligen Abend findet die zweiundsechzigjährige Bischöfin Eva Karin Lysgaard im norwegischen Bergen den Tod. Eine nächtliche Hundestreife entdeckt ihre Leiche mit einer Stichwunde im Herzen auf offener Straße. Der Osloer Kommissar Yngvar Stubø beginnt mit seinen Ermittlungen und die gestalten sich schwierig. Hartnäckig verweigert der Ehemann des Opfers seine Mitarbeit und die Frage, wohin denn die Bischöfin so spät am Abend unterwegs war, bleibt ungeklärt. Beiläufig registriert Stubø, dass die Eheleute augenscheinlich getrennte Schlafzimmer benutzten. Im Zimmer der Bischöfin fällt sein Blick auf die Fotografie einer Frau, bei einem späteren Besuch im Haus des Witwers steht das Bild nicht mehr an seinem Platz. Auch der Sohn der Familie bemerkt das Fehlen der Aufnahme und versucht gleichermaßen hinter das vom Vater gehütete Geheimnis zu kommen.

Neben der ermordeten Bischöfin beschäftigen die Polizei weitere mysteriöse Sterbefälle. In Oslo wurde ein junger Stricher im Park erschlagen, ein kurdischer Asylbewerber im Hafenbecken angeschwemmt und ein aufstrebender Künstler starb an einer Überdosis. Während Hauptkommissarin Silje Sørensen noch keine konkreten Ergebnisse vorweisen kann, präsentiert Stubøs Ehefrau Inger Johanne den Beamten die Lösung.

Anne Holt wollte Geschichten erzählen, die nicht zu ihrer Serienprotagonisten Hanne Wilhelmsen passten. Deshalb begann die norwegische Bestsellerautorin eine neue Reihe, in der Hauptkommissar Yngvar Stubø und die Psychologin Inger Johanne Vik, inzwischen verheiratet, die Hauptrollen spielen. Von Hanne Wilhelmsen ist im obligatorischen Kurzauftritt zu lesen.

Gotteszahl heißt die jüngste Veröffentlichung Anne Holts, in der das Gespann Stubø/Vik zum vierten Mal in Aktion tritt und hätte treffender »Das Superweib« titeln können. Inger Johanne Vik ist Kriminologin, Juristin und hat ein Studium in Psychologie absolviert. Aufopferungsvoll kümmert sie sich um Ehemann und zwei Töchter, von denen die ältere aus einer gescheiterten Beziehung stammt und irgendwie autistisch, nein besonders ist. Nebenher arbeitet sie an einem Projekt über Hassverbrechen und löst beim Klönen mit einer alten Studienfreundin aus Boston einen komplexen Kriminalfall. Wow.

Es scheint so, dass Serien-Schreiber ihre Bücher nur für Serien-Leser schreiben. Anne Holt nimmt oftmals Bezug auf Ereignisse vorheriger Bücher, mit denen Erstleser nichts anfangen können. Eine große Nähe der Autorin zu ihren Protagonisten ist spürbar, doch wenn einem die Namen und familiären Verhältnisse der Patchwork-Familie nicht vertraut sind, bekommt man Mühe in den Text hineinzufinden. Dem Privatleben von Yngvar Stubø und seiner Frau und deren ständige Sorge um Tochter Kristiane widmen sich sehr viele Seiten. Manche wird’s freuen, mich hat es gelangweilt.

Manchmal ist es wohl so, dass ein Autor eine komplette Geschichte im Kopf hat, die er dann zu Papier bringt. Ich vermute, im vorliegenden Buch hatte die Autorin ein Thema, und das Anliegen, eine möglichst breite Leserschaft für diese wichtige Sache zu sensibilisieren. Es ist jedoch nicht gelungen, das Thema mit einer runden Story anzufüllen und diese plausibel zu erzählen. So wartet zwar auch Gotteszahl mit einer erklärenden Lösung auf, aber die Handlung wirkt stark konstruiert und trotzt jeglicher Logik. Um Vorgehensweise und Motiv zu erläutern muss die Autorin oft weit ausholen und diese kleinen Abhandlungen über Verbrechen aus Hass und Zahlenmystik ersticken jegliche Spannung im Keim.

Insgesamt ein gut lesbarer Roman, wenn man auf Hochspannung und eine nachvollziehbare Handlung verzichten kann.

Ines Dietzsch, Juni 2011

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M-L zu »Anne Holt: Gotteszahl« 16.10.2011
Das war mein erstes Buch von Anne Holt und es wird nicht das letzte sein, dass ich von ihr lesen werde. Für das Buch braucht man Zeit, gerade richtig für nasskalte Herbsttage. Die verschiedenen Personen und die vielen Geschichtsstränge verlangen vom Leser viel Konzentration. Ich fand es sehr spannend erzählt. Auf den Auslöser für diese Taten wäre ich nicht gekommen. Ich kann es nur empfehlen.
bookorpc zu »Anne Holt: Gotteszahl« 03.04.2011
Gotteszahl ist der vierte Roman aus der Yngvar Stubø Reihe von Anne Holt. In diesem Roman hat auch Hanne Wilhelmsen, die Protagonistin aus der gleichnamigen Reihe ein kurzes Gastspiel.

Inhalt: Wer hat die Bischöfin Eva Karin Lysgaard an Heilig Abend ermordet und wohin wollte sie mitten in der Nacht? Um die Antworten darauf zu finden, begibt sich Yngvar nach Bergen, dort trifft er auf eine Mauer aus Schweigen. Während Yngvar sich auf der Suche nach einen Bild macht, verfolgt seine Frau Inger Johanne eine andere Theorie. Diese hat mit ihrer Studie über Hasskriminalität zu tun. Dabei stößt sie auf weitere Todesfälle. Diese haben die Homosexualität als Gemeinsamkeit.
Des weiteren macht sie sich Sorgen um Kristiane, ihrer ältesten Tochter. Diese würde nur knapp vor einen schrecklichen Unfall gerettet und seitdem hat Inger Johanne das Gefühl ihre Tochter werde verfolgt.

Meine Meinung: Gotteszahl ist der erste Roman von Anne Holt, den ich gelesen habe und ich bin begeistert. Zwar fielen mir die ersten 100 Seiten etwas schwerer, da ich mich erst an den Schreibstil der Autorin und die verschiedenen Personen, die erst langsam ein Gesamtbild ergaben, gewöhnen musste. Aber die restlichen Seiten waren ein Genuss, der viel zu schnell verging. Obwohl ich die vorherigen Bücher nicht kenne, empfand ich Verweise bzw. Details aus diese nicht störend, sondern perfekt integriert. Es klärte sich zwar nicht alles auf, aber dadurch entstand kein Defizit beim Lesen. Dieser Kriminalroman enthält manch degoutanten Teil, oder hat euch schon mal ein Fisch aus einer Wasserleiche angelacht?! Diese sind zwar eher vereinzelnd, aber trotzdem einprägend. Mehr beschäftigte mich aber die Frage, wie all diese Personen zu einem gemeinsamen Ende finden, auch wenn das Ergebnis nicht vollkommen überraschend war.
Fazit: Wer volles Lesevergnügen wünscht, sollte lieber beim ersten Band anfangen und auch die Reihe um Hanne Wilhelmsen nicht vergessen. Da die Kommissarin auch in der Yngvar Stubø Reihe eine Rolle spielt. Für mich steht fest, ich werde auch in Zukunft Bücher der Autorin lesen.
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Marlies zu »Anne Holt: Gotteszahl« 23.01.2011
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ebenso die Erzählweise. Allerdings überlege ich immer noch, warum Lukas Martine ähnlich sieht. Wurde das im Buch irgendwo aufgeschlüsselt? Habe ich da etwas überlesen?
Ich kann es mir ja vielleicht denken, aber ob es wirklich angesprochen wurde?
annetine62 zu »Anne Holt: Gotteszahl« 07.01.2011
Ich will jetzt die Inhaltsangaben nicht wiederholen. Bisher habe ich alle Bücher von Anne Holt gelesen und auch dieses hat mir wieder gefallen. Etwas störend fand ich, wie etliche der anderen Kritiker auch, die Vielzahl der Personen, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird. Mit einigen Charakteren wurde ich schnell vertraut, mit anderen gar nicht, weil sie zu kurz behandelt wurden. Ich denke, eine Beschränkung auf weniger Sichtweisen hätte dem Roman besser getan. Bis etwa zur Mitte zog es sich etwas, dann wurde die Spannung jedoch größer. Mir hat sehr gut gefallen, wie klischeefrei Anne Holt mit dem Thema Homosexualität umgegangen ist und viele Facetten von möglichen Familien- und Paarkonstellationen beleuchtet hat. Erschreckend der Hintergrund der Morde, da es gut vorstellbar ist, dass so etwas auch in Deutschland geschehen könnte. Sprachlich ist das Buch wie immer gelungen.
dubh zu »Anne Holt: Gotteszahl« 02.01.2011
Gotteszahl ist der vierte Fall um den Ermittler Yngvar Stubø, die zweite Reihe nach der um die Polizeikommissarin Hanne Wilhelmsen, mit der Anne Holt hierzulande erfolgreich wurde.

In Bergen geschieht ein graumsamer Mord: die engagierte Bischöfin Lysgaard wird an den Weihnachtsfeiertagen erstochen aufgefunden, im einige hundert Kilometer entfernten Oslo eine stark verweste Leiche aus dem Wasser gezogen. Motive sind in beiden Fällen nicht erkennbar... Dann wird Kommissar Yngvar Stubø in die Küstenstadt beordert, um dort dem Mord an der Bischöfin auf den Grund zu gehen. Doch sein Unterfangen ist nicht gerade einfach: Lysgaards Ehemann schweigt beharrlich und der Sohn des Paares ist völlig mit der Situation überfordert. Und dann geschehen weitere Morde in der Hauptstadt... Durch seine Nachforschungen stößt Stubø auf eine Gruppe christlicher Fundamentalisten: es sind Zahlenmystiker, die sich "Gruppe 25" nennen, und auch vor Mord an Ungläubigen und 'Unwürdigen' nicht zurückschrecken! Stecken diese Fanatiker hinter der Mordserie? Doch wie passt dann das nächste Opfer ins Bild?

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht sonderlich leicht, soviel muss ich zugeben. Viele kleinere Geschichten, reichlich Personal, immer wieder der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Geschehnissen. Anne Holt macht es einem nicht gerade einfach, bei der Lektüre zu bleiben... Es ist eben kein blutiger Pageturner, den man nicht mehr aus den Händen legen kann, sondern viel mehr ein ganz klassischer skandinavischer Krimi, der vor allem dadurch besticht, dass die Autorin es tatsächlich schafft, ein ganz feines Netz zu weben, in dem viele Dinge zueinander führen... Beachtlich finde ich besonders, dass sehr, sehr lange völlig unklar ist, wer hinter den Morden steckt - und das gibt dem Krimi dann doch eine gehörige Portion Spannung.
Vor allem aber ist das Thema, das Anne Holt hier behandelt, sehr interessant und vor allen Dingen auch gut beleuchtet: mir persönlich gefällt es, wenn ich beim Lesen - auch eines Krimis - noch etwas 'lernen' kann und hier habe ich Dinge erfahren, die ich so nicht wusste. Prinzipiell ist es ja auch nicht verkehrt, auch beim Lesen von Spannungsliteratur oder Schmökern noch ein bißchen zum Nachdenken angeregt zu werden...

FAZIT: Als ich den etwas schwierigen Einstieg überstanden hatte, war ich mit Gotteszahl nicht unzufrieden! Es ist ein typisch skandinavischer Krimi mit einer interessanten Thematik und einer klassischen Spannungskurve, die bis fast zum Schluß hält, was sie verspricht! Gute Krimilektüre für Winterabende.
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lenchen_196 zu »Anne Holt: Gotteszahl« 03.11.2010
Es passiert eine Serie von Morden, scheinbar ohne Verbindung. Im Osloer Hafenbecken wurde eine Leiche gefunden. In Bergen stirbt Eva Karin Lysgaard, die Bischöfin, die sich für „unbequeme“ Fragen heutigen Lebens engagierte. Sie wurde ausgerechnet an Heiligabend erstochen, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen. Dazu kommen ein toter Junkie und ein bekannter Künstler, der einen Herzinfarkt erlitt. Meistens sind diese Morde als ein „natürlicher“ Tod vorgetäuscht. Und das ist nicht alles. Jemand beobachtet das friedliche Familienleben der Bürger und bereitet höchstwahrscheinlich den nächsten Schlag vor...
Kommissar Yngvar Stubo mit seinem Team ermittelt im Fall der toten Bischöfin, sucht die Antworten in anderen Fällen, bis sich ihm plötzlich der Zusammenhang aller Opfer entfaltet. Seine Frau Inger Johanne, Psychologin und Kriminologin, steht ihm mit ihrem Wissen und hilfreichen Vermutungen zur Seite.
Eine weltweite christlich-fundamentalistische Bewegung scheint wohl in die Sache verwickelt zu sein. Ihr Programm ist Hass und Mord. Ein mystisches Ergebnis der Zahlenforschungen begründet angeblich das Recht, jeden zu töten, der den religiösen Vorstellungen dieser Bewegung nicht entspricht. Ich werde hier den Grund dieser Tode nicht verraten, damit dem künftigen Leser auch der Spaß bleibt, selber einige Mutmaßungen aufzustellen. Allerdings kommt Kommissar Stubo auch nicht gleich auf die richtige Lösung.
Es klingt jetzt eher trocken und zu wissenschaftlich, der Roman ist aber sehr fesselnd und lebendig. Nicht viel Action, dagegen aber detaillierte Beschreibungen, ausführliche Gespräche und innere Monologe machen das Buch so interessant, dass man es kaum aus der Hand lässt, bis man mit dem Lesen fertig ist. Viele Familienszenen sind sehr ansprechend beschrieben, mal humorvoll, mal rührend. Auch die vielleicht etwas ungewöhnlichen Arten der Ehe finden hier Platz und sind von der Autorin mit viel Wärme präsentiert, was einen nicht wundern muss, wenn man die Biografie von Anne Holt kennt. Die Sprache ist flüssig, die Länge der Abschnitte genau richtig, um den Leser mit den hier manchmal unbedingt nötigen trockenen Erklärungen nicht zu langweilen und die Spannung zu erhalten.
Was mich beim Lesen des Romans allerdings etwas störte, war, dass die Autorin alle englischen Begriffe und Wörter (die nicht gerade selten vorkommen) nicht übersetzt. Als ob es ganz selbstverständlich wäre, dass wohl jeder (in Norwegen und auch in Deutschland) der englischen Sprache mächtig ist. Sogar ein Brief, der wichtige Informationen für die weitere Handlung enthält und vollständig in Englisch verfasst ist, wurde nicht übersetzt. Es wird aus dem weiteren Kontext zwar ein bisschen klar, worum es im Brief ging, aber es wäre besser, dem Leser einen adäquaten Text auch in Deutsch zur Verfügung zu stellen.
Noch ein Manko, aus meiner Sicht, und ich weiß nicht, ob es sich hier um die Arbeit der Übersetzerin handelt oder um einige Unvollständigkeiten von der Autorin selber. Ich tippe eher auf die Übersetzung. Und zwar: jeder letzte Satz von einem jeweiligen Abschnitt enthält ein bestimmtes Wort, das im ersten Satz des nächsten Abschnitts wiederholt wird. Man merkt es schnell, gewöhnt sich daran und es macht Spaß zu beobachten, wie die Autorin damit spielt. Dann plötzlich fällt es in einem oder anderem Satz aus, was ich als ärgerlich empfand, weil es aus dem Konzept reißt.
Allerdings sind diese Kleinigkeiten nicht entscheidend bei dem Lesen dieses Werks, welches ich mit großem Vergnügen bewältigt habe.
Das war mein erster Roman von der internationalen Bestsellerautorin Anne Holt und auf jeden Fall nicht der letzte. Ich würde ihre weiteren Bücher gern kennenlernen, vor allem die Fälle des Osloer Kommissaren Yngvar Stubo. Das Buch „Gotteszahl“ kann ich nur weiterempfehlen für alle nachdenklichen Leser von Krimiromanen.
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subechto zu »Anne Holt: Gotteszahl« 27.09.2010
Gotteszahl
…heißt der neue Kriminalroman von Anne Holt. Es ist der 4. Fall für den Osloer Kommissar Yngvar Stubø und seine Frau Inger Johanne, einer Kriminologin und Psychologin.
Eigentlich mag ich die Hanne Wilhelmsen-Reihe ja lieber (sie hat hier eine kleine Nebenrolle), Yngvar und seine Frau sind mir irgendwie unsympathisch.
Es geht um gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Am Anfang fand ich die diversen Handlungsstränge, die scheinbar keine Verbindung zueinander haben, etwas verwirrend, aber ab der Hälfte des Buches wurde es dann klarer und auch spannender.
Yngvar und seine Frau ermitteln quasi parallel und letztlich ist es eine Jugendfreundin von Inger Johanne, die nun in den USA lebt, die ihre Freundin auf die erste, brauchbare Spur bringt: Die "Gruppe 25" ist eine religionsübergreifende Bewegung, die von gemeinsamem Hass getrieben, in den USA bereits mehrere Morde an Homosexuellen begangen hat. Ihre Rechtfertigung finden sie in der Bibel und im Koran.
Warum nun diese Gruppe in Norwegen aktiv wird, erfährt der Leser zwar erst ganz zum Schluss, aber überzeugt hat mich das nicht wirklich, war mir zu konstruiert und an den Haaren herbei gezogen.
Gut gelungen fand ich dagegen das stilistische Element, Verben aus einem Absatz im nächsten zu wiederholen, jedoch in einem gänzlich anderen Zusammenhang und in einem anderen Erzählstrang.
Anne Holt, die mit einer Frau verheiratet ist und eine Tochter hat, hat in diesem Roman wohl eigene Erfahrungen mit eingebracht und verarbeitet.
Insgesamt bekommt Gotteszahl von mir 3 von 5 Sternen.
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Marianne Epping zu »Anne Holt: Gotteszahl« 27.09.2010
"Eiskalte Morde im eiskalten Oslo..."
In Oslo werden in der Vorweihnachtszeit Morde begangen, einige haben den Anschein von Unglücksfällen. In Bergen wird am Heiligabend eine Bischöfin erstochen. Kommissar Yngvar Stubo und Kommissarin Silje Sorensen übernehmen die Ermittlungen. Scheinbar stehen die Todesfälle in keinem Zusammenhang, erst beim näheren Hinsehen handelt es sich um Morde an Homosexuellen. Wer hat so einen Hass auf Homosexuelle? Yngvar Stubos Frau Inger Johanne, Kriminologin und Psychologin, stößt bei ihren Recherchen auf die Gruppe "25", die in den USA für zahlreiche Morde an Homosexuellen verantwortlich ist. Ist diese Gruppe jetzt auch in Norwegen aktiv?Anne Holts Roman "Gotteszahl" hat mich vom ersten bis zum letzten Buchstaben gepackt und mich mit Gänsehaut in seinen Bann gezogen.
Marianne Epping zu »Anne Holt: Gotteszahl« 27.09.2010
"Eiskalte Morde im eiskalten Oslo..."
In Oslo werden in der Vorweihnachtszeit Morde begangen, einige haben den Anschein von Unglücksfällen. In Bergen wird am Heiligabend eine Bischöfin erstochen. Kommissar Yngvar Stubo und Kommissarin Silje Sorensen übernehmen die Ermittlungen. Scheinbar stehen die Todesfälle in keinem Zusammenhang, erst beim näheren Hinsehen handelt es sich um Morde an Homosexuellen. Wer hat so einen Hass auf Homosexuelle? Yngvar Stubos Frau Inger Johanne, Kriminologin und Psychologin, stößt bei ihren Recherchen auf die Gruppe "25", die in den USA für zahlreiche Morde an Homosexuellen verantwortlich ist. Ist diese Gruppe jetzt auch in Norwegen aktiv?

Anne Holts Roman "Gotteszahl" hat mich vom ersten bis zum letzten Buchstaben gepackt und mich mit Gänsehaut in seinen Bann gezogen.
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