Der norwegische Gast von Anne Holt

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel 1222, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Piper.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen, 1990 - 2009.
Folge 8 der Hanne-Wilhelmsen-Serie.

  • Oslo: Piratförlaget, 2007 unter dem Titel 1222. 291 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2008. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 978-3-492-04693-0. 317 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2009. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 978-3-492-25718-3. 317 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008. Gesprochen von Ulrike Grote. ISBN: 978-3899036350. 5 CDs.

'Der norwegische Gast' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Seit Stunden wütet über dem unzugänglichen norwegischen Bergdorf Finse ein Schneesturm. Der einzige Zug dorthin ist in einer Schneewehe entgleist, die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht im nahen Hotel. Man macht sich bekannt, und bald drehen sich die Gespräche vor allem um eines: Was haben die Wachen vor den Türen zu bedeuten? Wen sollen sie schützen? Die königliche Familie, einen ausländischen Ter­roristen? Während die Vermutungen ins Kraut schießen, geschieht ein brutaler Mord – ein mitgereister Pastor, der durch seine Fernsehauftritte große Bekanntheit genoss, liegt erschossen im ­Schnee vor dem Haus. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und als Hanne ­Wilhelmsen glaubt, einen Zeugen gefunden zu haben, wird auch er ermordet.

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Emil Allemann zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 19.11.2017
Etwas vom Langweiligsten das ich fast bis zur Hälfte gelesen habe.Ich bin froh, habe ich das Buch von der Stadtbibliothek ausgeliehen und nicht gekauft, es wäre schade für das Geld!Wenn das der beste Krimi des Jahres sein sollte, wie es die Rezension von einem gewissen Bokavisen beschreibt, frage ich mich ob er auch schon Bücher von Henning Mankel gelesen hat?
Orla2012 zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 02.01.2015
Für mich ist dies das schwächste Buch in der gesamten Hanne Wilhelmsen-Reihe. Es ist nicht schlecht, zieht sich aber tatsächlich etwas hin. Andererseits ist die Beschreibung dieses Unwetters schon wert gelesen zu werden.
Was mich wundert ist, wie ich es geschafft habe alle Bücher von Hanne Wilhelmsen zu lesen, obwohl ich diese Kommissarin eigentlich nicht leiden kann. Jemand der derart im Stande ist, alle Freunde systematisch zu vergraulen ist wirklich nicht gerade sympathisch. Das spricht jedoch für die Stories, die eben wirklich gut sind, obwohl die Kommissarin eine - zumindest zeitweise - unausstehliche Tante.
Uwe zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 24.06.2012
Ich hatte für den Urlaub wie immer mehrere Krimis mitgenommen; 2 davon in gewohntem Tempo durchgelesen. Dann ka dieses Buxh. Ich habe es bis jetzt nicht geschafft, und der Urlaub ist vorbei, es zu Ende zu bringen. Jeden Abend das selbe: 1 Absatz, dann Augen zu. Wie laaagweilig. Ich werde es jetzt wegwerfen. Und von Anne Holt bestimmt nichts mehr lesen
Kurt Baumann zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 10.06.2011
Ich kann mich den negativen Aüßerungen der bereits veröffentlichten Kommentare nur anschließen. Die wechselnden Stimmungen, meist gereizt, der Ex-Polizistin Wilhelmsen, sind für mich nicht nachvollziehbar, ich bin allerdings weder Lesbe noch querschnittsgelähmt. Der Schluss war enttäuschend. Mit dem Titel bin ich bis heute nicht klar gekommen.
Aus der Situationslage hätte "man" mehr machen konnen, ja müssen. Das entspricht einem Mittelstürmer, der aus 2 m Entfernung über das Tor schießt.
Jonas Baumgartner zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 10.06.2011
Super Buch, sehr spannend.
Viele Motive der Verdächtigen, gute Gedanken und viele spannende Szenen.
Der Schlussteil hat mich aber etwas enttäuscht. Kapitel 11 war zu Beginn sehr schwierig zu verstehen.
Schade, dass die Geschichte nie ganz zu ihrem Höhepunkt gelang.
Für mich waren es zu lange Kapitel auf die ca. 310 Seiten.
Die Wetterlagen und Temperaturen werden sehr ausführlich geschrieben. Finde gut, dass man neue geografische Orte und auch Landschaften kennen lernt.
Im grossen und Ganzen ist das Buch aber mit sehr viel Erfahrung und spannenden Szenen geschrieben worden.
Übrigens: Habe noch nie erlebt, dass in einem Buch eine an den Rollstuhl gefesselte Person die wichtigste Rolle im Buch spielt.
günter kemper zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 25.04.2011
Leider muss ich mich den negativen Kritiken anschließen; es war eine Quälerei sich durch diese vom Unwetter bestimmende wie spannungsarme Geschichte durch zu kämpfen. An die Übersetzerin möchte ich die Frage richten:
"Wird auch im Original soviel an Rotz (ekelhaft) und Tränen vergossen? Diese Frage gilt auch für etliche andere Krimis von Anne Holt.
RiaKlug zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 27.02.2011
Ein klassisches Setting erwartet die Leserin: Ein Zug der Bergenbahn entgleist während eines Blizzards. Die Fahrgäste werden in ein nahegelegenes Hotel gebracht. Mit dabei ist Hanne Wilhelmsen. Die ehemalige Polizistin ist durch eine im Dienst erlittene Querschnittlähmung an den Rollstuhl gebunden. Eine Mord geschieht. Das Hotel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Gegen ihren Willen muss Hanne Wilhelmsen ermitteln. Ein zweiter Mord, drei Todesfälle und geheimnisvolle Mitreisende aus einem Extrawagon runden die Gemengelage ab. Das könnte ein spannender Krimi sein. Jedoch erwächst die Spannung im Grunde einzig daraus, dass der Orkan mit seinen Schneemassen das Haus bedroht und die Leserin gebannt darauf wartet, welche Katastrophe die Eingeschlossenen noch durchstehen müssen. Das wird durch die 12 Kapitelnummern verstärkt, welche die Ordungszahlen mit der Windstärke laut Beaufortskala verbinden. Der Kriminalfall ist vergleichsweise lapidar. Obwohl es ein klassischer Whodunnit mit beschränkter Verdächtigenzahl ist, gibt es kaum Gelegenheit zum Mitraten. Die Autorin hält ihre Leserinnen konsequent von Hinweisen fern. So schleppt sich die Geschichte dahin, bis es zum ebenfalls klassischen Showdown im großen Hotelsaal mit allen Anwesenden kommt. Vorher ist die Spannungskurve allerdings soweit abgefallen, dass mich nur noch die Aussicht auf ein baldiges Ende bei der Stange hielt. Fast schon völlig überflüssig waren die anfüllenden Nebengeschichten: Der bewachte Terrorist (der langweiligerweise noch als Quasidoppelgänger von Osama bin Laden beschrieben wird), der verfolgende amerikanische Geheimdienstler, der ungewollte Selbstmord eines Finanzhais, der aus einem Heim entlaufene Jüngling und selbst die Mördermotivlage verkommen zu Fußnoten in einem Wurmfortsatz der Erläuterungen. Nervend sind auch die auktorial anmutenden Vorausgriffe auf künftige Ereignisse, die mich regelmäßig aus einer Geschichte hinauskatapultieren. Spannung geht anders. Warum überhaupt die Sechzig? Nun, immerhin sind da komplexe Charakterstudien und spannende Interaktionen zwischen den Akteuren. Das macht streckenweise richtig Freude. Fazit: Weniger Zufälle, weniger Ungereimtheiten und rund hundert Seiten weniger hätten dem Krimi gutgetan.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moehrchen zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 12.02.2011
Locked Hotel?

Der Kriminalroman Der norwegische Gast kommt im klassischen Gewand eines "Locked Room Mystery" daher: Während eines starken Schneesturms kommt es zu einem Zugunglück, aber bis auf den Zugführer überleben alle Personen. Die Überlebenden werden in einer nahen Stadt untergebracht, 196 von ihnen in einem Hotel. Der Schneesturm wütet weiter und schon bald ist das Hotel zugeschneit und damit nicht mehr erreichbar. Dann wird ein Prediger erschossen im Schnee aufgefunden. Wer war der Täter und was steckt hinter den geheimnisvollen Insassen des letzten Wagons? Die ehemalige, nun querschnittsgelähmte, Polizistin Hanne Wilhelmsen macht sich in alter "Who done it" Manier auf die Suche nach dem Täter.

Über dem ganzen Krimi hängt ein Hauch von Schwermut, der skandinavischen Krimis wohl zu eigen ist. Diese Schwermut wir auch deutlich, wenn die Ich-Erzählerin Hanne Wilhelmsen mal wieder in philosophisch anmutenden Ausschweifungen über ihre derzeitige Lebenssituation nachdenkt und dies in aller Breite dem Leser näher gebracht wird.

Als störend empfand ich die Blicke aus der Zukunft, die erklären, dass alles ganz anders hätte laufen können. Zudem wäre es nett gewesen, wenn der Übersetzer sich entweder für das "Du" oder das "Sie" entschieden hätte - der Wechsel zwischen den beiden Formen verwirrt den Leser manches mal schon etwas.

Gut ist die Tatsache, dass bis zum Schluss nicht klar ist wer der Täter ist. Die Auflösung ist wirklich gut durchdacht und lässt eigentlich keine Fragen offen.

Mäßig spannender Krimi, der einem sicher keine - vor Spannung - abgekauten Fingernägel beschert, ebenso wenig wie schlaflose Nächte.
Bernhard Kessen zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 05.01.2011
Also, dass dieses Buch besser als "Die Präsidentin" ist steht außer Frage. Aber da war der Plot denn auch zu bescheuert. Hanne Wilhelmsen versteckt die amerikanische Präsidentin im Keller. Hahaha!"
Hier geht es glaubhafter zu. Aus einer überschaubaren, in einem Berghotel eingeschneiten möglichen Täterschar ermittelt Hanne W. im Rollstuhl durch aufmerksames Beobachten die Täterin. Die Nebengeschichte mit einem geheimnisvollen Gefangenen (mutmaßlicher Topterrorist) hätte sich Holt aber sparen können.
Durchaus spannend und auch ganz gut erzählt.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
dottie62 zu »Anne Holt: Der norwegische Gast« 13.06.2010
Der erste Krimi den ich von Anne Holt gelesen habe und ich fand ihn super.
Er list sich flüssig und die verschiedenen Charaktere und Persönlichkeiten, die bei diesem Fall auftauchen werden sehr eindringlich beschrieben. Besonders gefiel mir, dass der Roman aus der Ich- Perspektive der Ermittlerin Hanne Wilhelmsen geschrieben ist.
Die Auflösung ist spannend und unerwartet.
Ich muss jetzt unbedingt auch die anderen Fälle von Hanne Wilhelmsen lesen.

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