Tödliches Wissen von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1999
unter dem Titel Tesi di laurea,
deutsche Ausgabe erstmals 2002
bei List.
Ort & Zeit der Handlung: Turin, 1990 - 2009.
- Mailand: Mondadori, 1999 unter dem Titel Tesi di laurea. 284 Seiten.
-
München: List, 2002.
Übersetzt von Esther Hansen.
ISBN:
3-548-68039-9. 284 Seiten. -
Berlin: Ullstein, 2003.
Übersetzt von Esther Hansen.
ISBN:
3-548-60376-9. 284 Seiten. -
Berlin: Ullstein, 2004.
Übersetzt von Esther Hansen.
ISBN:
3-548-25875-1. 284 Seiten.
'Tödliches Wissen' ist erschienen als
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In Kürze:
Die Studentin Erica Franzoni schreibt ihre Diplomarbeit über einen Serienmord, der Anfang der siebziger Jahre Turin und ganz Italien in Atem gehalten hat: Drei junge Frauen – alle dunkelhaarig und mit hellen Augen – wurden grausam umgebracht. Als Zeitzeugen befragt Erica auch Commissario Antonio Maffina, der ihr gerne weiterhilft, sehr gerne, weil (oder obwohl?) er der Lebensgefährte von ihrer Professorin ist …Je tiefer Erica in den Fall eindringt, umso undurchsichtiger scheint er zu werden. Und dann offenbart sich ihr ein schreckliches Geheimnis.
Das meint Krimi-Couch.de: »Glänzende Rekonstruktion eines Verbrechens«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Annalisa Beneventi ist eigentlich Universitätsprofessorin für die Geschichte des Mittelalters und so verwundert es ein bißchen, dass sie ihrer Studentin Erica Franzoni als Thema ihrer Diplomarbeit die Rekonstruktion über einen Serienmord gibt. Zwischen 1965 und 1970 wurden in Turin vier junge Frauen ermordet und brutal mißhandelt. Der damals ermittelnde Kommissar Antonio Maffina unterstützt Erica bei ihren Recherchen und das, obwohl oder besser weil er der Lebensgefährte ihrer Professorin ist. Nachdem Erica viele Zeitzeugen befragt, Verhörprotokolle gelesen und vor Ort umfangreich recherchiert hat, bemerkt sie, dass ein wesentliches Detail damals übersehen wurde.
Als man 1965 die Leiche der ermordeten Prostituierten Evangelina Scassi findet, wird der Fall recht bald zu den Akten gelegt. Fünf Jahre später. In der Sylvesternacht verschwindet die 17-jährige Mara Lupis spurlos nach einer Feier im Vereinsheim, dass nur rund 100 Meter von der elterlichen Wohnung entfernt liegt. Trotz fieberhafter Suche bleibt sie verschwunden bis am 17. Januar ihre Leiche aufgefunden wird. Mara wurde vergewaltigt, gefoltert und anschließend erstickt. Kommissar Maffina drängt sich anhand der Art der Mißhandlungen der Verdacht auf, dass es einen Zusammenhang mit der ermordeten Prostituierten geben könnte, da sich die Verletzungen sehr stark ähneln. Nur vier Monate später wird erneut eine Frauenleiche gefunden.
»Stattdessen haben wir es nun mit einem Mord zu tun. Du hast dich doch beschwert, dass in Turin nichts los ist. Bist du nun zufrieden?«
Die Jage auf den ersten Serienmörder Turins beginnt …
Annamaria Fassio hat ein glänzendes Debüt abgeliefert und damit die Grundlage für eine erfolgversprechende Reihe um ihre Protagonisten Erica Franzoni und Antonio Maffina geschaffen. Dabei lebt dieser Roman weniger von der Aufklärung des Falles selber, denn recht früh erfährt der Leser (bzw. die Leserin) die Identität des Mörders. Die Spannung resultiert vielmehr aus der hervorragend dargestellten Rekonstruktion der lange zurück liegenden Morde und der diese begleitenden Ermittlungsarbeiten.
Verschiedene Erzähl- bzw. Handlungsstränge bilden ein herrliches, teilweise kurzzeitig verwirrendes Zusammenspiel. So wie einst Truman Capote in seinem weltbekannten Roman Kaltblütig, jenem Wegbereiter dieses Genres, erzählt Fassio die Geschichte mal in der heutigen Zeit (überwiegend Gespräche zwischen Erica und Maffina), mal in der Vergangenheit spielend. Romanartig werden die Opfer vorgestellt, ihre letzten Tage vor Augen geführt. Zwischendurch, mitunter mit harten Schnitten, dann Auszüge aus Verhören, Gesprächen mit Zeitzeugen, Tagebucheintragungen und – nicht zuletzt – Einblicke in das Leben und die Denkweise des Täters, dessen deftig-vulgäre Ausdrucksweise allerdings gewöhnungsbedürftig ist.
Die Figuren werden lebendig dargestellt und runden den positiven Gesamteindruck ab, ebenso wie die Darstellung der damaligen Ermittlungsarbeiten. Da die Opfer scheinbar nichts miteinander verbindet, tun sich die Beamten schwer und recherchieren mehrmals in die falsche Richtung. Und als es ihnen dann endlich gelingt den Täter zu stellen, übersehen sie einen nicht unwesentlichen Aspekt, denn ganz so, wie es später die Ermittlungsprotokolle und Gerichtsakten darstellen, kann es sich nicht zugetragen haben.
Jörg Kijanski, Juni 2007
Das meinen andere:
»Klasse! Ein überraschendes Debüt.« (Ed McBain)
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| MenowinFröhlichFan zu »Annamaria Fassio: Tödliches Wissen« | 01.05.2010 |
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| Lola zu »Annamaria Fassio: Tödliches Wissen« | 30.04.2010 |
| Nicki zu »Annamaria Fassio: Tödliches Wissen« | 15.08.2009 |
| Schiller zu »Annamaria Fassio: Tödliches Wissen« | 22.03.2006 |


