Todesfrist von Andreas Gruber

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.
Folge 1 der Maarten-S.-Sneijder-und-Sabine-Nemez-Serie.

  • München: Goldmann, 2013. ISBN: 978-3-442-47866-8. 416 Seiten.

'Todesfrist' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht  stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration  und das birgt noch viele Ideen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Der Struwwelpeter stand Pate« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Andreas Gruber begann seine schriftstellerische Laufbahn im Phantastik-Genre. Seine Kurzgeschichten-Sammlungen erbrachten ihm über mehrere Jahre Nominierungen und vordere Plätze beim Deutschen Phantastik-Preis. Sein erster kompletter Roman Der Judasschrein erreichte ebendort den 1. Platz. Nach einem weiterer unheimlichen Thriller änderte Gruber seine Ausrichtung hin zum Psycho-Thriller. Die ersten Zwei dieser Art Schwarze Dame und Die Engelsmühle mit dem gemeinsamen Helden Peter Hogarth erschienen im Festa-Verlag und verkauften sich gut. Den großen Durchbruch gelang Gruber dann mit Rachesommer, der 2010 zuerst als Buch-Club Premiere veröffentlicht wurde, 2011 folgte die Taschenbuchausgabe bei Goldmann. Beim größten deutschen Buchversender wurde Rachesommer mit Lobpreisungen geradezu überschüttet – was den Rezensenten eher skeptisch macht  und hält sich seitdem in oberen Regionen der hauseigenen Büchercharts. Skepsis hin und her, wenn die Neugier geweckt ist, lässt man sich dann doch zum Kauf verführen. Leider hielt Rachesommer nicht das, was so vielstimmig versprochen wurde. Guter Durchschnitt wie hundert andere auch. Da ist Todesfrist schon von ganz anderem Kaliber.

Todesfrist gibt es zur Zeit (September 2012) nur als Gebundene Ausgabe, wieder im Bertelsmann Buch-Club. Auf das Taschenbuch muss man bis zum März 2013 warten. Warten oder kaufen? Man muss ja nicht gleich dem Club beitreten. Second Hand bietet einige attraktive Angebote. Ob jetzt oder doch später  es lohnt sich. Auch wenn Andreas Gruber den Serienkiller-Roman nicht neu erfindet, gelingt ihm das, woran fast alle anderen bei diesem Thema scheitern, nämlich eine glaubhafte Story zu schreiben. Zudem wartet der Autor mit einem wundersamen Helden auf.

Dieser heißt Maarten S. Sneijder, ist Holländer von Geburt und Fallanalytiker und forensischer Psychologe von Beruf. Momentan ist er für das BKA in Wiesbaden tätig. Maarten S. ist ein schlaksiger Typ mit kahlrasiertem Schädel und einem fadendünnen Bart, wie Rapper ihn gerne tragen. Ständig mit Selbst-Akupunktur gegen seine Cluster-Kopfschmerzen ankämpfend, kifft er, wo er geht und steht, wie ein Schlot. Sein Verhalten den Kollegen, aber auch Opfern und Zeugen gegenüber ist grobschlächtig und verletzend. Seine Verbalattacken strotzen vor Zynismus. Er weiß alles und hat immer recht. Kurzum, er macht auf »Ekelpaket« – das volle Programm. Dass hinter dieser Fassade ein hochsensibler, liebevoller Charakter steckt, merken nicht nur die Kollegen sehr schnell, sondern auch der Leser. Andreas Gruber stellt diese Figur dermaßen überzogen und mit Klischees behaftet vor, dass sie einfach nur Spaß macht und somit den vorgeblichen Ernst des Subgenres Serien-Mörder-Thriller konterkariert. Sein aktueller Fall führt den smarten Maarten nach München.

In München ermittelt Sabine Nemez, Kommissarin beim Kriminal-Dauerdienst, auf vollen Touren, obwohl sie gar nicht zuständig ist. Aber sie ist zweifach betroffen. Zum einen ist ihre geschiedene Mutter entführt worden, zum anderen wird ihr in Köln lebender Vater vor ein Ultimatum gestellt, eine Rätselfrage innerhalb von 48 Stunden zu lösen, ansonsten stürbe seine ehemalige Frau. Ein Tag nachdem der Vater in München eintraf, wird die Leiche der Mutter in der Frauenkirche gefunden. Die Lungen voll schwarzer Tinte. Über einen Freund beim BKA gelangt Sabine an Daten, die ihr sonst nicht zugänglich wären. Es hat in der jüngsten Vergangenheit schon zwei ähnlich gelagerte Fälle gegeben, die mit einem Ultimatum begannen und mit einer Leiche in einer großen Kirche endeten. Sabine stellt eine weitere Gemeinsamkeit fest: die Morde orientierten sich an den Geschichten aus dem Struwwelpeter. Der mittlerweile eingetroffene Sonderermittler Maarten S. Sneijder ist beeindruckt. Gemeinsam geht er mit Sabine, die er für ebenbürtig hält, auf Mörderjagd.

Ob der Struwwelpeter auch heute noch als angesagtes Kinderbuch die Runde macht, ist eher unwahrscheinlich. In der Kindheit des Rezensenten gehörte es neben den illustrierten Geschichten von Wilhelm Busch zur Pflichtlektüre, noch nicht einmal primär aus pädagogischen Gründen. Es war schlicht vererbtes Lesegut. Die martialischen Geschichten von einst sind auf jeden Fall gut in Erinnerung geblieben.

Thriller-Autoren lassen ihre Serienmörder ja gerne nach bekannten Vorlagen morden  nach Dantes Inferno, Freuds Tabus, den 10 Geboten oder irgendeinem relevanten Märchen. Der Struwwelpeter mit seinen grausamen Strafen ist geradezu prädestiniert, als Inspirationsquelle für ein blutiges Mörderspiel zu dienen. Bei seiner Umsetzung begeht Andreas Gruber nicht den Fehler, seinen Roman nun in einem Meer aus Blut ertrinken zu lassen. Die meisten Tatorte werden erst im Nachhinein aufgesucht und es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, sich den Tatverlauf rot oder rosa auszumalen. Nichtsdestotrotz ist Andreas Gruber kein Weichei. Wer seine Horrorromane kennt, weiß, dass er, wenn die Situation es erfordert, recht heftig zur Sache gehen kann. Aber die dargestellten Grausamkeiten sind nie Selbstzweck.

Wie eingangs erwähnt, legt der Autor eine glaubhafte Story vor. Thriller-Fans sind im Allgemeinen recht großzügig, was Ungereimtheiten oder Logikfehler in einer Geschichte anbelangt. In einem ansonsten stimmigen Plot kann man beim vielem ein Auge zudrücken.Was gar nicht geht, leider sehr oft gemacht wird und den Rezensenten immer wieder ärgert, weil es so unglaubwürdig ist, gegen Ende der Story ein Unsub als psychopathischen Mörder abzustempeln, der dann seitenlang über seine traumatisierende Kindheit schwadroniert.

Andreas Gruber hat einen anderen Weg gewählt. Er stellt seinen potenziellen Täter ausführlich vor, indem er ihn wegen anderer Auffälligkeiten zur Therapie schickt. Aus den Sitzungen erfahren wir Leser so einiges über ihn, aber zuerst nicht, was sein Knackpunkt ist, den die Therapeutin mit nicht immer erlaubten Mitteln herauszukitzeln versucht. Das Psycho-Duell der beiden, das über mehrere Runden geht, ist eine faszinierende Geschichte in der Geschichte. Toll gemacht und sehr glaubwürdig, soweit man das als Laie beurteilen kann.

Den Täter zu kennen, heißt jetzt nicht, ihn schon gefasst zu haben, denn dieser hier ist ganz schön clever und versteht es, sich mit allerlei Tricks einer Verhaftung zu entziehen. Aber er hat seine Rechnung ohne Maarten S. Sneijder aufgemacht, dessen übermenschlicher Durchblick an Prophetie grenzen, bis er sich einen dicken Klops einhandelt.

Andreas Gruber wandelt mit seinem Roman auf dem schmalen Grad zwischen Seriosität und Persiflage. Er entlarvt das Serienmörder-Thema als das, was es ist: die Ausgeburt der Fantasie ihrer Erzähler, die mit der Realität wenig zu tun hat, obwohl das Setting eine solche ständig vorgaukelt. So verbindet er Hochspannung mit unterschwelligem Humor, der immer ein Augenzwinkern parat hat, um einem verkniffenen Ernst in die Parade zu fahren. Wenn er seinen Super-Profiler so ganz nebenbei einen Rachefeldzug gegen eine große Buchhandelskette namens »Haital« (kennt jeder) durchziehen lässt, dann kommt nicht nur bei diesem diebische Freude auf.

So bewegt sich Andreas Grubers Todesfrist zwar auf ausgetretenen Pfaden, besticht aber durch Humor, Glaubwürdigkeit und einen außergewöhnlichen Hauptprotagonisten, dessen Eigendynamik eine fantastische Pace vorgibt, der sich selbst der Rezensent nicht entziehen konnte, der in Sachen Serienmörder normalerweise eine eher konservative Ausgestaltung vorzieht.

Jürgen Priester, September 2012

Ihre Meinung zu »Andreas Gruber: Todesfrist«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

James_Blond zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 11.05.2015
Woah! :-) Was für ein beeindruckender Thriller. Normalerweise schiele ich immer in den nordischen Raum (Jussi Adler Olsen, Jo Nesbo, etc.), dabei beheimatet Österreich einen ebensolchen Meister seines Faches. Hut ab, Herr Gruber, für diesen Thriller.

Ich muss schon wirklich lange, eigentlich seehr lange suchen, um etwas zu finden, das mich an diesem Buch stört: Warum wird der Österreicher Andreas Gruber (von seinem Lektor, Verlag, etc.?) gezwungen Wörter zu schreiben, die kein Österreicher verwenden würde (z.B. eine Cola, eine Tüte)? Warum müssen sich Österreicher immer dem bundesdeutschen Hochdeutsch unterwerfen?
rolandreis zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 17.11.2014
Geschickt und äußerst intelligent baut Andreas Gruber seinen Psychothriller auf, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Von Anfang an ist die Spannung auf extrem hohen Niveau und hält sich mühelos bis zum Ende. Es gibt mehrere Erzählstränge, welche im Laufe des Buches zusammenlaufen. Der Mörder welcher an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich nach den Geschichten aus einem alten Buch vom Struwwelpeter tötet, ist ab ca. Mitte des Buches bekannt, dennoch wird man bis zur letzten Seite spannend unterhalten. Dabei sind das Haupt-Ermittler-Duo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez, die beide nicht unterschiedlicher sein können, gut gelungen. In Summe ein sehr gut gelungener Thriller, der die Idee vom "Struwwelpeter" hervorragend umsetzt.
Schneeglöckchen zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 20.08.2014
Also mir hat "Todesfrist" gefallen. Verstehe den Verriß meiner Vorschreiberin ganz und gar nicht.
Ich fand das Buch spannend. Die Morde sind nichts für zartere Gemüter, wenn sie auch nicht jedem "wirklich pervers veranlagten Serienmörder nicht mal ein müdes Gähnen entlocken" wie meine Vorschreiberin meint.
Der etwas "schräge" niederländische Ermittler sorgte für Unterhaltung, ich fand ihn interessant.
Ja, wenn die Autoren keine Zufälle verarbeiten sollen, keine etwas außergewöhnlichen Figuren erfinden sollen etc. - wie sollten dann die Geschichten noch aussehen?
Außerdem schreibt das Leben selbst noch viel größere Zufälle.
Zum Glück jedoch sind Geschmäcker verschieden. Ich fand das Buch spannend und unterhaltend und gut geschrieben.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Esther P. zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 06.08.2014
Selten habe ich mich bei einem Buch, wo es um Mord geht, so sehr gefragt was mir der Autor dabei eigentlich sagen möchte. Die Handlung ist zu sehr vorhersehbar und "zufällig" und unspannend.
Die Morde selber würden jedem wirklich pervers veranlagtem Serienmörder nicht mal ein müdes Gähnen entlocken, und die Alleskönnerin vom KDD erinnert schon ein wenig an Frau Durant aus den ebenfalls recht abgedroschenen Romanen von A. Franz.
Mir ist es schon ein klein wenig zu zufällig dass ausgerechnet die Mutter der Alleskönnerin zu den Opfern gehört und auch dass sich ein weiteres Opfer wenige Stunden, bevor es gefunden wird, das Leben nimmt NACHDEM es zwei Monate in Gefangenschaft war. Zufälle gibt's. die gibt es nur in schlechten Büchern.
Also ein Buch welches zwar recht flüssig zu lesen war aber weder große Unterhaltung noch rasante Spannung zu bieten hatte. Kann man sich also getrost sparen zu lesen. Von mir trotzdem 22% dafür, wegen des recht verständlichen Schreibstils.
Oldman zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 22.01.2014
Das Tätermotiv ist lächerlich. Die Todesarten sind so bizarr, daß man fast schon meint, die Autoren einschlägiger Literatur machen sich einen Sport daraus immer merkwürdigere Formen des Ablebens zu erfinden. Richtige Kriminelle, für die Gewalt Mittel für ihre Zwecke ist, würden sich hier nur wundern. Krimis mit zuviel Psycho-Sauce sind eigentlich nicht mein Fall, aber wenn gleich zwei berufliche Psycho-Tanten annonciert werden weiß ich ja , auf was ich mich einlasse. Erträglich wird dieses Buch nur durch das wirklich rasante Finish und die beiden Protagonisten, die wohl als Serienfiguren gestaltet werden sollen. Hier ist Steigerungspotential vorhanden. Vielleicht werde ich daher dem nächsten Buch dieses Autors noch eine Chance geben.
neuer fan zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 06.01.2014
ich habe "todesfrist" innerhalb von 48 stunden gelesen, denn das buch ist sehr spannend geschrieben. irgendwo im keller habe ich auch noch eine sehr alte ausgabe des "struw.ter". auch die charaktere, vor allem mss, sind super. ich hoffe, es folgen noch weitere bücher mit dem ermittlerteam. weiter so herr gruber! :o)
fluffi zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 02.01.2014
Todesfrist ist gut und flüssig geschrieben. Der Spannungsbogen ist nicht riesig, aber konstant hoch. Ich habe mich an keiner Stelle glangweilt hatte aber auch kaum Herzklopfen. Alles in Allem ein solider, flüßig lesbarer Thriller mit einer außergewöhnlichen interessanten Story. Nicht schlecht, Von mir 85 Grad
begeisterter fan, 15 jahre alt zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 14.10.2013
dieses buch ist einfach genial!
es steht ganz oben auf meiner favoritenliste weil es einfach von vorne bis hinten spannend und einfallsreich ist. aber ich muss leider auch etwas bemängeln und das wäre dies:die details von den morden sollten genauer beschrieben werden ,denn das ist doch immer das beste an thriller-büchern.
aber allgemein ist es einfach ein tolles buch und ich würde und werde es weiter empfehlen . ich würde mich freuen wenn er mehrere so tolle bücher schreben würde.
krimi-les-ologe zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 27.07.2013
Spannende Unterhaltung ohne allzu viel Tiefgang. Aber der Aufbau der Geschichte und der Plot zum Schluss - vor allem das Zusammenführen der verschiedenen Handlungssträngen zum Finale hab mich sehr überzeugt. Gutes Krimi-Handwerk mit Spannung, die wirklich über dem Schnitt ähnlicher Serirenmörder-Stories liegt. Hat mich mehr überzeugt als die letzten Fitzek die ich gelesen habe. Bravo. Freue mich auf den nächsten Andreas Gruber.
Sturmleser zu »Andreas Gruber: Todesfrist« 11.06.2013
Mein erstes Buch von Gruber, direkt nach dem Auslesen habe ich das zweite bestellt - Rachesommer!
Die Charaktere sind super konstruiert und auch schön gegensätzlich mit der Ermittlerin Sabine Nemez und Maarten S.!!! Sneijder! Gute finde ich auch die Einbeziehung des Kinderbuchs in den Thriller. Habe ich um ehrlich zu sein vorher noch nichts ähnliches gelesen. Die Spannung wird sehr hoch gehalten und es kommen immer überraschende Wendungen bei denen man förmlich mitzittert. Auch finde ich sehr gelungen, dass man von Anfang an in den Täter hineinblicken kann und es langsam alles einen Sinn ergibt ohne allerdings frühzeitig zu viel zu verraten. Gruber ist momentan noch ein "Geheimtipp" wird es aber nicht mehr lange sein.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 14.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Todesfrist

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: