Die Flügel der Sphinx von Andrea Camilleri

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Le ali della Sfinge , deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Sizilien, 1990 - 2009.
Folge 11 der Salvo-Montalbano-Serie.

  • Palermo: Sellerio, 2007 unter dem Titel Le ali della Sfinge . 265 Seiten.
  • Bergisch-Gladbach: Lübbe, 2009. Übersetzt von Moshe Kahn. ISBN: 978-3-7857-2378-4. 271 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: BLT, 2011. Übersetzt von Moshe Kahn. 271 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch-Gladbach: Lübbe, 2009. Gesprochen von Gerd Wameling. 4 CDs.

'Die Flügel der Sphinx' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Der Mord an einer jungen Frau bereitet der Polizei im sizilianischen Vigàta Kopfzerbrechen. Es gibt keine Hinweise auf die Identität des Opfers und das Gesicht ist vollkommen entstellt. Einziger Anhaltspunkt ist ein Tattoo auf der linken Schulter: ein Schmetterling. Als Commissario Montalbano der Sache nachgeht, findet er heraus, dass die Unbekannte zu einer Gruppe junger Russinnen gehörte, die von einer Institution namens Der gute Wille nach Italien gelockt worden war. Angeblich wollte man die Frauen mit einer seriösen Anstellung vor der Prostitution retten, die ihnen in ihrer Heimat gedroht hätte. Der Padrone des Vereins ist Montalbano trotz »guten Willens« vom ersten Augenblick an unsympathisch. Dass ihn sein Bauchgefühl nicht trügt, hebt seine Laune nur bedingt, denn was nun folgt, hätte Montalbano sich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen ausgemalt …

Ihre Meinung zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx«

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Joe Roberts zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 13.06.2017
Ich mag diese Reihe nach wie vor sehr und lese die Montalbano-Fälle mit Freude der Reihe nach. Camilleris mit viel Augenzwinkern und kleineren politischen Seitenhieben geschriebenen Krimis sind für mich Erholung pur und einfach kurzweilige Lektüre für "zwischendurch" - ohne das Gefühl haben zu müssen, meine Zeit vergeudet zu haben.
Dieser 11. Fall jedoch, "Die Flügel der Sphinx", ist leider mit Abstand der bis dato schwächste Roman aus der Reihe. Wäre das vorliegende Buch eine Musik-CD hätte es den Charakter einer Outtake-Sammlung von Ideen, Dialogen, Szenen, Witzen, die Camilleri so oder so ähnlich (nur prägnanter) bereits verwendet hatte - maximal B-Niveua für einen Autor, der durch seinen "erdigen", schwarzhumorigen Stil zu überzeugen weiß.
Erstaunlich lieblos und banal ist dieses Mal die Handlung - einmal wieder auf einer Müllhalde entsorgte blonde und zufällig sehr (sehr) gut aussehende Blondine als Opfer und eine Aneinaderreihung altbekannter Versatzstücke (u. a. seine Verbalscharmützel mit Mimi und unflätigen Dialoge mit dem Gerichtsmediziner Pasquano, Catarellas Schusseligkeit in Sachen Namen... und wenig überraschend, aber doch recht unmotiviert taucht auch Montalbanos Nemesis Ingrid wieder auf, nur um eine weitere Nacht ohne Geschlechtsverkehr aber mit viel Essen und Alkohol in Montalbanos Haus in Marinella zu verbringen...).
Nach den ersten 4-5 sehr gelungenen Montalbano-Krimis ließ die Qualität nach, aber dennoch gelingen Camilleri immer noch gute Krimis - wie etwa der Vorgänger "Die schwarze Seele des Sommers"... "Die Flügel der Sphinx" gehört leider nicht dazu und wirkt wie ein recht liebloses Verlagsprodukt, um das Schreiben besserer Romane finanziell zu ermöglichen.
Darüber kann auch nicht die sympathische Idee Camilleris hinwegtrösten, die Hauptfigur (mit seinen Lesern) altern zu lassen - was für mich Grund genug ist, erst einmal an dieser Serie festzuhalten.
Gundula Katarina Gathmann zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 19.03.2016
Ich bin einfach mit Genuss dabei, kenne bisher einige Montalbano-Bände, sie sind immer voll köstlicher, witziger Wendungen, humorvoll, genießerisch, fesselnd, poetisch,es ist einfach eine Freude, ihm zu folgen! Da immer auch der ernste Hintergrund spannend u. mitfühlend behandelt wird. Einfach klasse! G.Katarina Gahmann
geov78 zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 21.09.2015
mir gefallen camilleris bücher sehr sehr gut, nicht nur die spannenden montalbano-krimis, sondern auch die sizilianischen gesellschaftsromane, aber dieses buch hier ist leider ein absoluter fehlgriff. langweilig, aus vorherigen krimis zusammnegeschusterte verhaltensmuster und alles andere als zu empfehlen... zu camilleris verteidigung: das erste buch von ihm, das mir nicht gefiel
Leollo zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 21.10.2012
Wenn ein Autor seinen Protagonisten (Montalbano) anfängt, mit seitenlangen Träumen, Dialogen mit seinem Alterego zu quälen (und den Leser), den gewohntem Charme zu Grobheiten werden lässt und die sonst nur eingstreuten "männlichen" Ausrutscher (auf die Eier rumtrampeln, Arschloch, vögeln usw.) allen Witz abwürgen, Der Plot wirr durch die Gegend streunt und die meisten Charakter nur schemenhaft bleiben, dann gehts mit im bergab.
Mit Bangen habe ich dann den nächsten, 12. Fall, gelesen - ich hatte Recht: Talsohle - oder Talentsohle - erreicht.
Sole Kirm zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 11.07.2011
Ich habe alle "Moltabanos" gelesen, alle fand ich amüsant, komisch, ein bisschen Spannung war auch dabei, ich fühlte mich beim Lesen immer so nah an Sizilien, aber vor allem und das ist für mich fast das Wichtigste, seine kulinarischen Anwandlungen. Für mich als absoluter Genußmensch ein Muss, diese Köstlichkeiten nach zu kochen. Allein dafür danke A.C. Hoffentlich schafft er noch 2/3 Commisario Montalbanos, das wünsch ich mir und ihm.
Kblitz zu »Andrea Camilleri: Die Flügel der Sphinx« 24.06.2010
wie in den anderen Büchern kann man das Buch immer mit einem Schmunzeln lesen.
Die Hauptpersonen sind einem gut bekannt
(Catare) Einfach ein Krimi mit viel Humor und oft mit italienischer Sozialktitik.
Der Schluss bleibt auch wie so oft nicht ganz gelöst als Zeichen, dass sich wahrscheinlich doch nichts ändert.
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