Polt muss weinen von Alfred Komarek

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 bei Haymon.
Ort & Zeit der Handlung: Österreich, 1990 - 2009.
Folge 1 der Polt-Serie.

  • Innsbruck: Haymon, 1998. ISBN: 3-85218-275-1. 191 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2000. ISBN: 3-257-23129-6. 183 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2008. ISBN: 978-3-257-23709-2. 183 Seiten.

'Polt muss weinen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Gendarmerieinspektor Simon Polt betritt die Bühne der Kriminalliteratur. Sein Wirkungsfeld ist ein niederösterreichisches Weinbauerndorf. Er gehört dazu. Umso peinlicher ist es ihm, als Alfred Hahn in seinem Weinkeller tief unter den Presshäusern der malerischen Kellergasse tot aufgefunden wird und sich der Verdacht aufdrängt, es könnte ein Mord gewesen sein, was zuerst wie ein Unfalltod durch Gärgas aussah. Denn jetzt muss Polt ermitteln. Er, der fast jeden im Dorf seit Jahren persönlich kennt. Einer von ihnen könnte, ja muss es gewesen sein. Viele hatten einen Grund, das Scheusal umzubringen, dessen Tod niemand bedauert …

Das meinen andere:

»So spricht Komareks kriminalistische Milieustudie wohl nicht nur Krimifreunde an, sondern läßt auch Wald und Weinviertelliebhaber als auch WeinGourmets auf ihre Rechnung kommen. Wäre «Polt muß weinen» ein Wein, müßte man sagen: ein ausgezeichneter Jahrgang.« (Literaturhaus)

»Alfred Komarek arbeitet mit hochpoetischer Präzision und liebevoller Ironie, mit schlichten, aber vor Sinnlichkeit strotzenden Bildern – Simon Polt wächst der Leserin im Augenblick seines ersten Auftretens ans Herz.« (Tiroler Tageszeitung)

Ihre Meinung zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen«

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tedesca zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen« 12.06.2008
Mit dem Dorfgendarmen Polt, einer mittlerweile ausgetorbenen Art, schafft Komarek einen Charakter, wie er in meinen Augen nicht lebensnaher sein könnte. Übergewichtig, verletzlich und einsam, nur bedingt ins dörfliche Leben integriert, erfüllt er pflichtbewusst seine Aufgaben.

Gleichzeitig versetzt uns Komarek mitten ins nördliche Weinviertel mit seiner besonderen Stimmung, die einerseits daher ruht, dass die tschechische Grenze so nah ist und andererseits die Aussichtslosigkeit der jungen Menschen widerspiegelt. Wer nicht Weinbauer werden will, zieht am besten nach Wien. Wer keinen Erben hat, verkauft seinen Keller an einen Wiener.

Mit Gemütlichkeit, Gelassenheit und einem Achtel Grünem Veltliner löst Polz seine Fälle, ohne dabei je seine Integrität zu verlieren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Patrick Zündel zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen« 25.02.2007
Ich habe das Buch gelesen, weil ich einmal etwas anderes als Wolf Haas wollte, um zu sehen, wie andere österreichische Krimi-Autoren schreiben. Mir gefiel das Buch sehr gut und es wird nie langweilig. Es ist wirklich empfehlenswert.
Alexander P. zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen« 27.02.2005
ich las das buch aufgrund eines bevorstehenden deutschreferates. im nachhinein bin ich eher froh dies getan zu haben, weil ich dadurch einen für mich bis dahin unbekannten autor entdeckte, dessen schreibstil mir ausdrücklich zugesagt hatte. vor allem fand ich den versteckten, zynisch-sarkastisch gefärbten stil, den man an einigen wenigen stellen vorfand, ziemlich unterhaltend. alles in allem halte ich das buch für lesenswert und kann es nur weiterempfehlen, weshalb ich mir vorgenommen habe, mir auch die weiteren drei krimi-romane der polt-reihe zu gemüte zu führen.

Alexander P., Schüler einer 6. Klasse
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
SCHURL zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen« 13.05.2004
polt sucht den grund der hinter jedem abgrund steht - und er kennt die menschen. sein gerechtigkeitssinn zwingt ihn das richtige zu tun obwohl seine harmoniebedüftigkeit ihm dabei eher hinderlich ist. von diesem poetischen riesen kann man eine menge lernen!
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jorin zu »Alfred Komarek: Polt muss weinen« 03.06.2003
das buch ist wirklich gut!! so wie eigentlich alle polt-krimis - ich musste danach gleich die nächsten verschlingen! besonders gelungen ist die recht poetische schilderung der gegend, der leute, der lebenseintellungen, usw. polt an sich ein etwas gemächlich und ruhiger typ, geht aber mit aufgeweckt und mit offenen augen durch die welt. keineswegs eingeschlafen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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