Tochter der Angst von Alex Berg

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 bei Knaur.

  • München: Knaur, 2015. ISBN: 978-3-426-51319-4. 352 Seiten.

'Tochter der Angst' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen" vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.

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leseratte1310 zu »Alex Berg: Tochter der Angst« 02.09.2015
In der Ehe von Marion und ihrem Mann läuft es nicht mehr richtig, daher entschließt sich Marion ein Jahr lang Abstand zu nehmen und sich bei "Ärzte ohne Grenzen" zu engagieren. Die Vorbereitungen sollen in Paris stattfinden, so dass sie bei Freunden, Louise und Greg Bonnier, wohnen kann, die sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Louises Neffe Jean Morel bringt überraschend ein kleines Mädchen , um das sich Louise kümmern soll. Die kleine Zahra ist traumatisiert und redet nicht. Bei einem Ausstellungsbesuch entdeckt Marion das Bild einer Frau, die ihr überraschend ähnlich sieht. Das lässt ihr keine Ruhe und sie forscht nach. Wer ist diese Frau?
Die Geschichte wird uns aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. So lernen wir Marions Sichtweise kennen, aber auch die von Jean und Baptiste. Der Schreibstil ist schnörkellos und lässt sich gut und flüssig lesen.
Jean hat Zahra auf Wunsch der Mutter Elaine aus Syrien gebracht. Doch welche Mutter lässt ein so kleines Kind alleine? Er will Elaine nachholen. Doch dann sind ihm irgendwelche Leute auf den Fersen und er gerät in Gefahr. Aber wer ist hinter ihm her?
Claude Baptiste und sein Kollege Lecroux wollen einen Mord aufklären und sie stoßen bei ihren Ermittlungen auf Jean. Der ist aber nicht aufzutreiben, um eine Aussage zu machen. Als Baptiste Zahra bei den Bonniers sieht, kommt ihm das merkwürdig vor. Louise Bonnier ist ziemlich verschlossen.
Marion ist eine sympathische Frau, die ihr festgefahrenes Leben nicht so weiterführen möchte. Bei ihrem Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen" will sie herausfinden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Mit Geduld und Einfühlung gelingt es ihr, Zahra zu Sprechen zu bringen.
Baptiste hat einiges hinter sich, dass er noch nicht verarbeitet hat. Es treibt ihn an. Bei seinen Ermittlungen verlässt er sich auch auf sein Bauchgefühl. Er ist fasziniert von Marion.
Die unterschiedlichen Stränge kommen nach und nach zusammen und zeigen eine Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte. Die politischen Aspekte im Bürgerkriegsland Syrien wurden nicht vertieft. Am Ende bleibt einiges offen.
Die Geschichte war spannend und hat mir gut gefallen.
Gelinde zu »Alex Berg: Tochter der Angst« 24.07.2015
Tochter der Angst, von Alex Berg

Cover:
Dieses Kind das fällt – hat mich angesprochen.

Inhalt:
Den Klappentext brauch ich nicht wiederholen.
Allerdings hat mich die LP auf eine ganz andere Fährte gelockt, ich dachte eher es geht um das Flüchtlingsdrama in und um Syrien und um den Neuanfang von Marion und ein Jahr bei Ärzte ohne Grenzen.
Dabei ist es eher eine Agenten-Verwirr-Story.

Meine Meinung:
Wie schon gesagt, ich bin mit falschen Voraussetzungen an das Buch rangegangen.
Dementsprechend enttäuscht bin ich. Weiß gar nicht wie ich das jetzt erklären soll.
Ich finde das Buch sehr konstruiert, es sind unglaubliche Zufälle die um Marion aufgebaut sind (möchte hier nicht spoilern), alles ist irgendwie durcheinander ich weiß gar nicht auf was ich mich konzentrieren soll/kann.
Die aktuelle Situation um Lampedusa und Aleppo ist als Aufhänger genommen um dann aber nur eine verwirrende Agentenstory aufzubauen.
Aber auch diese ist mir viel zu verschachtelt und undurchsichtig, auch mit zu vielen Widersprüchen (da ist Jean auf der Flucht, dann spaziert er offen durch einen Park mit einer Reisetasche – gar nicht auffällig), ich finde die Personen und Charaktere werden nicht genügend erklärt.
Jeder hat ein Geheimnis vor Jedem, aber „Geheimnisse“ die so offensichtlich sind, dass es klar ist dass das rauskommt. Dann eine verheimlichte Adoption, im heutigen Zeitalter?

Es sind zu viele Informationen, die eingeflochten und angesprochen werden, aber nie richtig erklärt und abgeschlossen. Von der Vergangenheit der Nazizeit, bis in die Gegenwart, zu viele Fragen werden nicht geklärt oder dann nur in einem Brief besprochen.

Als ich das Buch fertig gelesen hatte fragte ich mich: ah und jetzt?
Irgendwie ist die „Agentenstory“ fertig, aber wie es mit Marion und Zarah weitergeht, der eigentlichen Geschichte (für mich) ist total offen.

Autorin:
Alex Berg hat viele Jahre als freie Journalistin gearbeitet, bevor sie ihre ersten Spannungsromane verfasste.

Mein Fazit:
Die Geschichte war mir zu verwirrend, und nicht schlüssig und blieb mir letztendlich zu sehr an der Oberfläche.
Das was mich wirklich interessiert hätte (Neuanfang, Flüchtlichsprobleme), blieb unerwähnt und offen.
Deshalb von mir nur 3 Sterne.
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