In alle Ewigkeit von Ake Edwardson

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Låt det aldrig ta slut, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Claasen.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 4 der Erik-Winter-Serie.

  • Stockholm: Norstedt, 2000 unter dem Titel Låt det aldrig ta slut. 341 Seiten.
  • München: Claasen, 2002. Übersetzt von Angelika Kutsch. 350 Seiten.
  • München: List, 2003. Übersetzt von Angelika Kutsch. ISBN: 3-548-60293-2. 350 Seiten.
  • Berlin: List, 2006. Übersetzt von Angelika Kutsch. ISBN: 978-3-548-60673-6. 368 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Ullstein, 2003. Gesprochen von Manfred Zapatka. ISBN: 3-550-09061-7. 4 CDs.

'In alle Ewigkeit' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Als in einem Göteborger Park eine junge Frau vergewaltigt wird und nur knapp ihrem Peiniger entkommt, fühlt sich Kommissar Winter an einen schrecklichen Mord erinnert, der vor fünf Jahren an genau dieser Stelle begangen wurde. Ein Fall, den er nie lösen konnte. Die Schatten der Vergangenheit lasten schwer auf Erik Winter. Und tatsächlich: Schon bald erschüttert der Fund einer weiteren Leiche die Stadt. Alles deutet darauf hin, dass der Täter von damals zurückgekommen ist …

Das meint Krimi-Couch.de: »Raffiniert und nach strenger Logik aufgebaut, psychologlisch wie gewohnt erstklassig« 74°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Es ist Hochsommer in Göteborg, sengende Hitze treibt die Schweden in die Schären und die Cafés. Kommissar Winter wohnt mit Angela und seiner kleinen Tochter Elsa zusammen. Nichts deutet darauf hin, dass die Schönwetterlage umkippt. Doch eine Reihe von Morden und Vergewaltigungen schreckt Göteborg auf. Haben die Opfer etwas gemeinsam? Wen ja, was? Liegt die Lösung in einem ungeklärten Fall von vor ein paar Jahren? Und was brabbelt der Mörder, bevor er seine Opfer mit einer Leine erwürgt? Ein Reim? Oder ist es nur ein bestialisches Grunzen?

Edwardsons vierter Winter-Krimi ist raffiniert und nach strenger Logik aufgebaut, psychologlisch wie gewohnt erstklassig und auch seine Figuren gewinnen an Schärfe. »Liebelt« es zwischen der schwarzen Aneta und dem bärbeißigen Halders, der einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen muss? Wie kommt Winter mit seiner neuen Rolle als Familienvater klar? Schafft er es, mit dem Rauchen aufzuhören, nur weil seine verehrten »Corps« an keinem Kiosk der Stadt mehr aufzutreiben sind?

»In alle Ewigkeit« ist, obwohl der Plot irgendwie sehr bekannt vorkommt, ein spannender, atmosphärischer Krimi, der wieder Lust auf mehr Ake Edwardson macht. Höhepunkt der Handlung zwischen Privatschule, schwarzen Porno-Clubs und der Idylle der schwedischen Schären: die Aufnahme des Mordes auf dem Anrufbeantworter des Opfers. Schauer trotz schwedischer Sommerschwüle garantiert!

Das meinen andere:

»`In alle Ewigkeit`ist ein Kriminalroman wie eine warme, grausame Sommernacht. Eine blutige, tieftraurige Elegie. Eine Studie allumfassender Einsamkeit.« (Die Welt)

Ihre Meinung zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit«

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pescheg zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 31.12.2008
Beim vierten Band habe ich endlich herausgefunden, dass die Kommissar Winter-Reihe idealerweise in Höchstgeschwindigkeit zu lesen ist. So fliegt man nämlich über abstruse Dialoge, Ungereimtheiten in der Handlung und störende Nebenschauplätze hinweg und bleibt an der Spur der Hauptgeschichte dran.

«In alle Ewigkeit» wird so ganz unterhaltsam und stellenweise gar packend. Erst gegen Schluss beginnt der Ärger über die an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhänge sowie die schiere Unmöglichkeit des gesamten Falles und dessen Klärung. Gut ist, dass für einmal kein Wort über «The Clash» verloren wird, schlecht, dass aus dem spannenden Single Erik Winter ein eher langweiliger Familienvater geworden ist.
mylo zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 21.04.2008
Kommt für mich wieder an die Schattenfrau heran, nachdem das vertauschte Gesicht enttäuschte.
Der Schluss kommt etwas holter di polter bis verwirrend daher, deshalb keine 80 Punkte. Aber 75 Punkte ist das Werk wert, und die Bereitschaft ein neues Buch von Edwardson in Angriff zu nehmen, vielleicht hört Winter da auf zu rauchen...
thomas buran zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 29.11.2006
Ein exzellentes Buch, bei dem es meiner Meinung nach extrem wichtig ist, dass man es in einem stück durchliest, sonst besteht die gefahr dass das ende undeutlich bleibt. es mag hektisch und unübersichtlich sein, doch die lösung eines falles gegen ende ist glaub ich nun mal so. ruhe und übersicht werden zugunsten von adrenalin und hektik über bord geworfen, was dem roman die notwendige glaubwürdigkeit und authenzität verleiht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
axelp zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 21.08.2006
nach den ersten 3 bänden hatte ich aufgrund der bewertungen mehr erwartet. aber dieses buch habe ich nur angelesen und nun werde ich meine zeit nicht mehr für seine bücher opfern, es gibt genügend bessere. mit diesem schreibstil kann ich mich einfach nicht anfreunden.
Jens zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 25.02.2006
Nach "Tanz mit dem Engel" und der "Schattenfrau" war das "vertauschte Gesicht" ein echter Tiefpunkt.
Wie andere Leser hier aber auch schon festgestellt haben, macht Edwardson dies mit "In alle Ewigkeit" wieder wett. Der Roman lässt sich trotz des subtilen edwardsonschen Erzählstils flüssig lesen und über die gesamte Distanz wird echte Spannung aufrechterhalten.
Kritikpunkt ist (wie bei fast allen anderen Kommentaren auch): das Ende ist sehr unübersichtlich und kommt viel zu plötzlich.
Insgesamt aber ein klasse Krimi. Von mir gibt's 85°!
Melaie zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 09.05.2004
Es war mein erster Krimi von Edwardson. Sehr spannend geschrieben, jedoch war mir das Ende etwas unklar.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dr. Gunthard Niederbäumer zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 01.05.2004
Tolles Buch, gut Story. Machte echt Spass dieses Buch zu lesen. So muss ein skandinavischer Krimi sein.
Michael Grosch zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 23.02.2004
Nachdem ich zuerst "Segel aus Stein" gelesen hatte, war dieses Buch eine wirklich positive Überraschung. Kurzlebig, interessant, keine ständige mankellsche Gesellschaftskritik. Leider war das Ende etwas kurz und unverständlich. Man hätte gerne mehr über die Motive erfahren. Aber immerhin, nach erster Enttäuschung hat sich Edwardson doch noch als guter Autor herausgestellt.
Ann-Kathin zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 07.07.2003
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Mir gefällt auch der Kommissar Winter, der als Mensch gereifter und sympathischer wirkt als früher, als er noch ein Single war. Nur mit dem Schluss des Buches bin ich nicht ganz glücklich. Es wird jemand als Vergewaltiger hingestellt, der es von der Logik her gar nicht gemacht haben kann, denn "gebrabbelt" während der Tat hat nur einer.. Aber vielleicht habe ja nur ich da irgend was nicht ganz begriffen und das wirkliche Leben ist ja auch oft unlogisch. Es ist wohl die Eigenart von Edwardson, dass er seine Krimies am Schluß abrupt enden läßt und dem Leser grübelnd zurück lässt!
Otto Quaing zu »Ake Edwardson: In alle Ewigkeit« 19.04.2003
Nachdem ich von "Das vertauschte Gesicht" ziemlich enttäuscht war, bin ich um so begeisterter von "In alle Ewigkeit". Dieser Roman ist echt spannend. Ich konnte das Buch nicht zur Seite lesen. Nach der Aufdeckung des Mörders (besser: der Mörder) bricht der Roman zwar abrupt ab, aber vorher ist das Geschehen wirklich mitreißend erzählt.

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