Nikotin von Agatha Christie

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1934 unter dem Titel Three Act Tragedy, deutsche Ausgabe erstmals 1935 . ISBN-10: 3-502-51958-7, ISBN-13: 978-3-502-51958-4.

'Nikotin' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In einem alten englischen Landhaus finden sich dreizehn Gäste zum Dinner ein. Eine Unglückszahl – vor allem für den gutmütigen Pater Babbington. Kaum hat er von seinem Aperetif genickt, sinkt er tot vom Stuhl. Bei der chemischen Analyse des Martinis finden sich keine Spuren von Gift – genau wie Poirot vermutet hat. Noch vertrackter aber ist, dass es auch nicht den geringsten Hinweis auf ein Motiv gibt.

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Stefan83 zu »Agatha Christie: Nikotin« 06.05.2009
Jeder Schriftsteller hat mal einen schwarzen Tag. Und nach der Lektüre von "Nikotin", dem zehnten Fall aus der Reihe um den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot, kann man wohl behaupten, dass auch Agatha Christie in ihrer Karriere nicht davor gefeit gewesen ist. Im selben Jahr wie ihr Meisterwerk "Mord im Orientexpress" (1934) erschienen, kann dieser Kriminalroman in keinster Weise an den Erfolg und die Qualität des Vorgängers anknüpfen. Dabei klingt der Inhalt der Story zunächst mehr als viel versprechend:

Im "Krähennest", dem Anwesen des berühmten Schauspielers Sir Charles Cartwright, wird eine große Party gegeben. Unter den Gästen befindet sich auch Hercule Poirot, der den Ruhestand nur wenig zu genießen scheint und insgeheim nach neuen Aufgaben lechzt, welche sein detektivisches Gehirn anregen könnten. Sein unausgesprochener Wunsch wird schnell erfüllt, als einer der Gäste, der allseits beliebte Dorfpfarrer Babbington, nach dem Genuss seines Cocktails das Zeitliche segnet. Die ärztliche Untersuchung ergibt eine natürliche Ursache und der Fall wird als Herzanfall zu den Akten gelegt. Doch Hercule Poirot ist misstrauisch - und nicht nur er. Als sich einige Zeit später derselbe Vorfall wiederholt und der angesehene Arzt Bartholomew Strange, der auch im "Krähennest" zu Gast war, stirbt, macht sich Sir Charles höchstpersönlich daran, den Fall aufzuklären. Gemeinsam mit seiner geheimen Verehrerin Miss Egg und dem guten Beobachter Mr. Satterthwaite sucht er nach Motiven und Verbindungen zwischen den Todesfällen, und findet bald heraus, dass es sich wohl doch um Mord gehandelt hat. Beide Opfer wurden mit reinem Nikotin vergiftet. Als ihre Ermittlungen hinsichtlich der Identität des Mörders immer mehr ins Stocken geraten, tritt schließlich Poirot selbst auf den Plan...

Eine scheinbar spannende Ausgangssituation, die Agatha Christie hier für den Leser aufgebaut hat. Zwei Morde, ein unbekannter Zusammenhang, keine Motive, keine Verdachtsmomente. Ein perfektes Spielfeld für Hercule Poirots kleine grauen Zellen und die unnachahmliche Raffinesse der Queen of Crime. Dieses Potenzial wird jedoch leichtfertig verschenkt, was insbesondere daran liegt, dass der belgische Meisterdetektiv erst ganz gegen Ende des Buchs seinen glanzvollen Auftritt hat und bis dahin, die Story sehr zäh und erstaunlich oberflächlich daherkommt. Christies Schreibe wirkt äußerst uninspiriert, zu sehr gewollt und gequält.

Endlose Passagen der Diskussion, Befragung und persönlicher Beziehungsspielchen bremsen den Aufbau der Geschichte. Zudem wird dem Leser fast nichts an die Hand gegeben, wodurch er selbst in der Lage wäre zu kombinieren bzw. mögliche Hinweise zu entwirren. Wenn Poirot den Fall schließlich nachvollziehbar und für den Leser durchaus überraschend löst, bleibt ein Gefühl der Unbefriedigung. Alles wirkt ziemlich schnell dahin geschrieben, der Vorhang fällt sofort und es scheint beinahe, als hätte es Christie selbst nicht erwarten können, endlich zum Ende zu kommen.

Insgesamt ist "Nikotin" eins der eindeutig schwächeren Werke der Autorin, bei dem das Miträtseln mangels Informationen keinen Spaß macht und das allenfalls für diejenigen von Interesse sein wird, die ihre Sammlung vervollständigt haben wollen. Schnell gelesen, schnell vergessen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
CharlyDD zu »Agatha Christie: Nikotin« 22.08.2008
Bei "Nikotin" hatte ich am Anfang große Schwierigkeiten mich auf das Buch einzulassen.

Dem Leser werden eine Menge Verdächtige präsentiert und ein Ermittler-Trio der anderen Art übernimmt die Jagd nach dem Mörder.
Erst gegen Mitte des Buches wird Hercule Poirot wirklich aktiv und nimmt verdeckt die Fäden in die Hand.

Das Ende wirkte auf mich sehr konstruiert, auch wenn das Motiv plausibel erscheint.

Zusammenfassend gesehen ist "Nikotin" ein eher durchschnittlicher Krimi.
izabel zu »Agatha Christie: Nikotin« 11.02.2008
Das Ende dieses Romanes ist wirklich sehr überraschend... ein Motiv das Mörders das mich total verblüfft hat! Ja, und der letzte Satz ist wirklich amüsant...
.sehr empfehlenswert !!!
Imanuel zu »Agatha Christie: Nikotin« 23.11.2007
Nun habe ich "Nikotin" von Agatha Christie schon zweimal gelesen, und trotzdem ich nun weiß, wer der Täter-in ist, hatte ich trotzdem, dank der tollen erzählweise von Agatha Christie, und den so gut geschilderten Charaktären, hatte ich noch einmal sehr viel freude daran.
Viel Spaß beim Lesen!!!
Charlie1965 zu »Agatha Christie: Nikotin« 22.08.2007
Weiter geht's in meinem Agatha-Christie-Lesemarathon, Roman Nr. 5 in Folge, und dieser war wirklich brillant. Warum nur musste der arme Landpfarrer sterben? Kein Motiv in Sicht weit und breit. Ein Trio von Amateurdetektiven macht Hercule Poirot Konkurrenz, der aber - trotz zeitweilig vorgetäuschtem Desinteresse - alle Fäden in der Hand hält. Und am Schluss erbarmungslos aufdeckt. Ein sehr spannender und empfehlenswerter Roman.
Imanuel zu »Agatha Christie: Nikotin« 10.06.2007
Ein gutes Buch wenn auch wohl sicher nicht das Beste von Agatha Christie.
Das Ende finde ich recht überraschent und abweichend von ihrem sonstigen Schreibstil.
Den Englischen Original Titel "Three Act Tragedy"finde ich um einiges passender als einfach "Nikotin".
Zwischendurch verliert man, wie ich finde, oft mal etwas den Durchblick, da sehr viele verschiedene Spuren gelegt werden, und es sehr viele Personen gibt die man sich erstmal alle einprägen muss.
Ein lesenswertes Buch.
Viel Spaß
Imanuel zu »Agatha Christie: Nikotin« 09.06.2007
Sehr interesant zu Lesen und die pointe am Schluss mach auch leichte anfängliche Leseschwierigkeiten absolut Wett!
Ich finde den ursprünglichen englischen Original titel"Three Act Tragedy"Jedoch um einiges passender auf die Geschichte bezogen als einfach "Nikotin".
Die Charaktäre wärden, wie fast immer bei Christie Büchern, gut beschrieben und es wersen viele Fährten gelegt die es einem recht schwer machen den ganz klaren Durchblick durch alles zu behalten.
Ein lesenswerter Roman wenn wohl auch nicht der aller Beste von Agatha Christie.
Viel Spaß beim Lesen!!!
Tobi zu »Agatha Christie: Nikotin« 06.06.2007
Also mich hat dieser Roman auch wieder gefesselt. Tatsächlich hat man am Anfang ein paar kleine Lese-Schwierigkeiten, aber das legt sich wieder und man verfolgt ein - wie immer - gut durchdachtes Zenario mit Interessantem Ausgang und den letzte Satz von Poirot find ich Klasse . Wenn man bedenkt wan die Bücher geschrieben wurden, sind sie doch Klasse und "Nikotin" sollte man ruhig einmal lesen!!!

LG
Tobi
Luzie zu »Agatha Christie: Nikotin« 23.05.2006
Von den vielen Christie-Romanen, die ich bis jetzt gelesen habe, der ALLERBESTE!!!!Nach anfänglichen Leseschwierigkeiten (den Schreibstil betreffend, der ist nämlich erst mal ein wenig gewöhnungsbedürftig) offenbarte sich eine sehr clevere und absolut unvorhersehbare Geschichte. Wer einmal wirklich überrascht sein möchte, sollte diesen Krimi unbedingt lesen. 100 Punkte!
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Agathe Meier zu »Agatha Christie: Nikotin« 27.06.2005
Dieses Buch entspricht total meiner Einsicht auf gewisse dinge, wie z.B. die Rache. Manchmal ist sie süß, doch manchmal kann sie tötlich sein. Die Ansichten liegen an der Päriphärie und nicht am Konsumenten, wie Rolf Wamers es zuerst behauptet hat.
Mit der Einsicht beschäftige ich mich übrigens auch mit meiner Theatergruppe, die es zu schätzen weiß.
Mit meinem Buchklub habe ich nicht mehr sehr viel Kontakt, bloß einmal im Monat treffen wir uns, doch die Beziehungen zu jedem einzelnen bleibt erhalten, anhand der Zellstruktur.

Mit diesen Ansichten verabschiede ich mich.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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