Der ballspielende Hund von Agatha Christie

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1937 unter dem Titel Dumb Witness, deutsche Ausgabe erstmals 1938 bei Tal.
Folge 16 der Hercule-Poirot-Serie.

  • New York: Dodd, Mead & Company, 1937 unter dem Titel Dumb Witness. 307 Seiten.
  • London: Collins, 1937. 316 Seiten.
  • Wien; Leipzig: Tal, 1938. Übersetzt von Anna Schober. 221 Seiten.
  • Bern; Stuttgart; Wien: Scherz, 1959. Übersetzt von ?. 191 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1979. Übersetzt von ?. ISBN: 3-502-50689-2. 187 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1996. Übersetzt von ?. ISBN: 3-502-51538-7. 195 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2006. Übersetzt von ?. ISBN: 978-3-596-17144-6. 207 Seiten.
  • [Hörbuch] Marburg: Verl. und Studio für Hörbuchproduktionen, 2003. Gesprochen von Martin Maria Schwarz. ungekürzt. ISBN: 3896142690. 6 CDs.

'Der ballspielende Hund' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Wenn Hercule Poirot auf seinen Freund Hastings gehört hätte, wäre Miss Arundells Brief in den Papierkorb gewandert. Eine Kleinigkeit jedoch fällt Poirot auf, und sofort eilt er zu seiner neuen Klientin. Er findet nur noch die Hinterbliebenen vor. Der Hund trauert seiner toten Herrin nach, die Familie der entgangenen Erbschaft …

Ihre Meinung zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund«

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Steffen zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 19.10.2012
Stefan83 trifft es auf den Punkt. Die Handlung schleppt sich etwas dahin und als Kenner von Christie tippt man recht schnell auf den tatsächlichen Täter.

Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch gut lesen und taugt durchaus zur kurfristigen Unterhaltung.

Christie-Neulinge sollten sich lieber erst anderen Werken zuwenden.

Mein Gesamturteil: Kein Meisterwerk, aber ein solider Krimi - 75°
RolfWamers zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 31.08.2012
Obwohl er aus Lady Agathas großer Zeit stammt (den Dreißiger Jahren), ist der "Hund" keines ihrer Topp-Bücher. Die Auflösung ist zwar -wie fast immer bei ihr- überraschend und Poirot erklärt auch alles sehr logisch, aber dem Showdown wie der gesamten Handlung fehlt das Dramatische, das wirklich Spannende. So bleibt das Buch den Fans in Erinnerung als letzter Auftritt des trotteligen Captain Hastings (wenn man vom über 30 Jahre späteren "Vorhang" absieht). Vermisst hat ihn wohl niemand.
Harry zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 01.11.2010
(Einer meiner früheren Bewertungen)
Ich hatte nicht gelesen, sondern gehört.
Der ballspielende Hund ist für dieses Hörbuch etwas lahm gelesen worden, wobei dies der Sprecher immer gut rüberbringt. Man hat schon den Verdacht, wer es war, doch Papa Poirot bringt die Wahrheit ans Licht. Es lässt sich leicht zuzuhören und man verliert den roten Faden nicht(was manchmal bei allzuvielen Charakteren leicht passieren kann.)
Die Spannung ist mangelhaft als auch der Inhalt.
Mit anderen Worten:
Es ist eher mittelmäßig.
Stefan83 zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 23.06.2010
Nein, „einer von Agatha Christies brillantesten Fällen“, wie im Klappentext der Fischer-Taschenbuchausgabe vollmundig angekündigt, ist der 16. Band aus der Reihe um den belgischen Meisterdetektiv wahrlich nicht. Das hat allerdings letztendlich weniger mit der Qualität des Buches an sich zu tun, sondern liegt vielmehr in der starken Konkurrenz aus dem „eigenen Haus“ begründet. Nach so überragenden, psychologisch ausgefeilten Vorgängern wie „Alibi“, „Mord im Orient-Express“ und „Tod auf dem Nil“, fällt „Der Ball spielende Hund“ unwillkürlich ab. Und da die eingefleischten Fans der Queen of Crime, zu denen ich mich selbst gerne zähle, zwangsläufig Vergleiche anstellen, tut sich Christies 21. Kriminalroman im Lichte der prüfenden Betrachtung etwas schwer. Der Schuss Genialität, dieses gewisse Etwas wohldosierter Raffinesse, fehlt hier, weshalb der Whodunit-Kenner wohl wenig Herausforderung und stattdessen immer wieder das gesuchte Haar in der Suppe im vorliegenden Roman finden wird. Damit jedoch genug der kritischen Nörgelei, denn allein für sich betrachtet, unterhält auch „Der Ball spielende Hund“ gut, was nicht zuletzt an der (mal wieder) äußerst verworrenen und mit richtigen „Originalen“ besetzten Handlung liegt. Diese sei hier schnell angerissen:

Berkshire, Ende April 1936. Emily Arundell, die letzte verbliebene Besitzerin von Littlegreen House, hat ihre Familie zum Osterfest geladen. Und dies nur äußerst widerwillig. Wie immer wird der Besuch der Nichten und Neffen von wenig dezenten Forderungen nach Geld begleitet, das ein Großteil der Verwandtschaft gern mit vollen Händen ausgibt. Ein jeder scheint nur zu offensichtlich Emilys Tod herbeizusehnen, was der robusten, renitenten alten Dame zwar wenig ausmacht, mitunter ihre Geduld aber auf eine harte Probe stellt. Sie sehnt sich schon das Ende der Feiertage bei, als es zu einem unglücklichen Unfall kommt. Während Emily des Nachts ihr Zimmer verlässt, stolpert sie über den Ball ihres Foxterriers Bob, den dieser gern im Spiel an den oberen Rand der Treppe legt. Den nachfolgenden schweren Sturz übersteht sie mit leichten Verletzungen. Aber von nun an macht sich Unsicherheit bei ihr breit. Hat am Treppenrand wirklich Bobs Ball gelegen? Wie kann das sein, wo sich der Terrier doch zu diesem Zeitpunkt draußen befunden hat? Emily hegt plötzlich schlimme Befürchtungen und verfasst einen Brief an Hercule Poirot, in dem sie diesen von ihren Zweifeln berichtet und um Hilfe bittet. In der Schublade vergessen, wird er erst zwei Monate später losgeschickt.

Zu diesem Zeitpunkt ist Miss Emily Arundell bereits tot. Offensichtlich des natürlichen Todes gestorben. Das gesamte Vermögen geht zur Überraschung der Verwandtschaft an die tumbe Gesellschafterin Miss Lawson. Wie es scheint, hatte die alte Arundell noch kurz vor ihrem Ableben das Testament ändern lassen. Hercule Poirot nimmt gemeinsam mit dem gutgläubigen Hastings die Ermittlungen auf und findet schnell heraus, dass es sich bei Emilys Sturz keinesfalls um einen Unfall gehandelt hat. War gar der Hund das Werkzeug für diesen Mordanschlag? Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwer, denn wirklich jeder scheint ein Motiv zu haben ...

Ein Landhaus, eine schrullige alte Jungfer und die unvermeidliche, neugierige Gesellschafterin. „Der Ball spielende Hund“ könnte nicht typischer die Genre-Klischees abdecken und bietet damit altbewährte Kost. Agatha Christie hat sich in diesem Fall äußerst genau an die abgesteckten Grenzen dieser Krimi-Richtung gehalten, was die Puristen unter den Sammlern klassischer Detektiv-Romane zwar freuen wird, allerdings auch zur Folge hat, dass sich das Buch in seiner Gesamtheit äußerst unspektakulär liest. Poirot, der erst im vierten Kapitel auf der Bildfläche erscheint, sucht nach und nach die Beteiligten des mysteriösen Todesfalls auf, um, jedes mal mit neuer Identität, weitere Informationen zu erhalten, welche ihm bei der Lösung dieses Rätsels behilflich sein könnten. Begleitet wird er dabei von seinem treuen Freund Captain Hastings, der hier seinen vorletzten Auftritt (der letzte ist in „Vorhang“) als Erzähler in einem Poirot-Roman hat. Von ihrem Zusammenspiel, und den herrlich amüsanten Dialogen lebt die Handlung. Überhaupt sind es die Figuren, welche für die nötige Unterhaltung beim Leser sorgen (Herrlich, die geschwätzige und schlaue Miss Peabody!) und in diesem Fall durch den Terrier Bob komplettiert werden. Seine Gedankenwelt hat Christie ebenfalls offen gelegt, was besonders in den Passagen zum Schmunzeln verführt, in denen ersichtlich wird, welch geistig verwandte Seelen Hastings und Bob sind.

Soviel zum Thema Amüsement: Der eigentliche kriminalistische Plot kann leider an dieser Stelle nicht ähnlich überzeugen. Sensationelle Wendungen oder Überraschungen fehlen, vielleicht abgesehen von der Auflösung am Schluss, gänzlich. Stattdessen verfolgt man ähnlich ungeduldig wie Hastings das Sammeln von Informationen, wobei besonders die vielen Zeugengespräche mit den Beteiligten auf Dauer ermüden. Wo sonst gerade diese Passagen immer wieder neue Details zu Tage fördern und für Gänsehaut sorgen, drohte mir hier der Lesespaß etwas verloren zu gehen. Als Kenner von Christies Werken ist es zudem ein Leichtes, den wahren Täter relativ zügig zu identifizieren. Wer die Vorgehensweise in den vorherigen Poirot-Romanen genau verinnerlicht hat, lässt sich dieses mal nicht so leicht auf die falsche Fährte führen. Das mag allerdings nicht für den Gelegenheitsleser gelten, der die gezielten Ablenkungen nicht als solche bemerkt und letztendlich ähnlich überrascht wie der gute Hastings die abschließenden Erklärungen Poirots in trauter Runde verfolgt. Und die sind so genial wie eh und je.

Insgesamt ist „Der Ball spielende Hund“ ein unaufgeregter, geradliniger Whodunit ohne Ecken und Kanten, der aus Christies riesigem Gesamtwerk zwar kaum heraussticht, aber dennoch für einige Stunden der Zerstreuung bestens taugt. Und Hastings wird mir zweifelsohne fehlen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bazong zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 19.01.2010
Tja ... ich oute mich mal als Sherlock Holmes Fan ... Und als ein ausgezeichneter Soduko Spieler. Jetzt habsch mir mal den, dicken Schmöker „Der Ball spielende Hund“ angetan. Ein Titel bei dem wohl jeder eher an ein Kinderbuch aus der Bussi Bär Redaktion oder an ein Märchen von Kapitän Blaubär denkt, als wie an einen knallharten Massaker Krimi von Agatha Christie.Der Krimi ist ein typischer klassischer AC Krimi ... Von wegen zuerst werden alle beteiligten Person erst einmal zu einer verdächtigen Person gemacht, zum Schluss dann eine Versammlung aller beteiligten Personen, aber ...!Die Auflösung von Hercule Poirot am Ende ist mit hell leuchtender Deutlichkeit falsch !!!Hercule Poirot hat vielleicht recht das auch noch eine Phosphor Vergiftung auch noch irgendwie vorhanden war ... Aber unwichtig ... Natürlich ist ein Stolperdraht als Mordwaffe nicht genug. Das und noch etwas übersieht Hercule Poirot, bei diesem Streich muss auch noch Jemand beteiligt gewesen sein der die Gewohnheiten des Hundes kennt und einer dem der Hund auch gehorcht !!!Soweit so gut ... Diese Reflektion reicht um ein Trio von drei Tätern mit dem Lasso ein zu fangen.Ich denke mal die Bella, die wo eine ist die sich ihre Kleider selber näht, ist dann wohl auch eine die gescheit genug ist um Puzzle Teile richtig zusammen zu setzen. Die hat blitzartig durchgeblickt als sie erfahren hatte das ihr Gatte am Sonntag die alte Erbtante besucht hatte ... So und jetzt ist alles klar ... Das Bella war ein Mädel mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn ... Wer hat Bella ermordet? Es gab nur zwei Leute denen Bella vertraut hat und auch nur zwei Leute die wussten wo sich die Bella aufhält ... Nämlich Hercule Poirot und Hastings ... Tja ... Hercule Poirot wusste genau was auf dem verbrannten Brief stand, weil er ihn selbst geschrieben hat ... Er wusste sogar das es keinen Wert hat nach dem Mörder zu suchen ... Ein Hercule Poirot ist doch nicht doof, Natürlich bedient sich ein Hercule Poirot eines Mechanismus wie im Agatha Christie Roman „Das fahle Pferd“ Oder in dem Film Bangkok Dangerous mit Nicolas Cage ... Deswegen kann sich Hercule Poirot auch so sicher sein das sich eine Suche nach dem Mörder nicht lohnt.Lg Bazong
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Antje zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 04.10.2009
Ich habe mich wirklich durch dieses Buch "gequält" weil ich immer dachte - "es wird sicher noch irgendwann spannend und interessant" - leider umsonst. Für mich einer der wirklich schlechtesten Christie Romane, die ich je gelesen habe (und ich habe jetzt fast alle gelesen)! Schade, denn die Ursprungsidee ist wirklich gut.
CharlyDD zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 26.10.2008
Das Ermittlerduo Poirot und Hastings konnte diesmal leider nicht so glänzen.
Poirot versucht den Tod von Miss Arundell zu konstruieren und bekommt von Christie ein paar langweilige und gesichtlose Verdächtige vorgesetzt. Einziger Lichtblick für den Leser ist Hund Bob der Verstorbenen, der in Captain Hastings offensichtlich einen Seelenverwandten entdeckt hat.

"Der Ball spielende Hund" ist von der Geschichte her klasse und einfallsreich geschrieben- kommt aber durch die unsympathischen Protagonisten leider nicht zur vollen Entfaltung.

Faszit: Man kann es lesen, muss aber nicht.
Natalie Mayr zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 10.06.2008
ich finde das Buch echt toll und Agahtha Christie ist die beste Autorin die ich überhaupt kenne. Sie ist meine Lieblingsautorin weil Sie einfach spannend schreibt.
Susanne zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 16.03.2008
Ich bin fast 14 und hätte nie gedacht das mich ein Krimianlroman je so fesselnwürde aber ich finde in fantastisch er ist wirklich gut vorallem weil man immer denkt man hat die Lösung und sie ist trotzdem immer falsch.
Tanja Spindler zu »Agatha Christie: Der ballspielende Hund« 16.12.2007
Ich habe das Buch jetzt gelesen und ich finde es ist nicht so schlecht aber das Beste ist es auch nicht sie hat schon bessere geschrieben.Wenn sie noch leben würde, würde sie sicher wieder ein besseres schreiben

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