A. A. Milne

Alan Alexander Milne wurde am 18. Januar 1882 als Sohn eines Schulmeisters in London geboren. Mit seinen beiden Brüdern besuchte er Henley House, die Privatschule, die von seinem Vater geleitet wurde. Einer seiner Lehrer war der junge H. G. Wells, der später selbst ein berühmter Schriftsteller wurde. Mit ihm freundete Alan sich an.

Seine Universitätszeit verbrachte Milne in Cambridge; er studierte Mathematik. In diese Zeit fallen erste literarische Arbeiten; mit seinem Bruder Kenneth veröffentlichte er Gedichte. Nachdem er von seinem Vater 1000 £ als finanzielle ´Starthilfe’ bekommen hatte, ging Milne zurück nach London, wo er sich als Schriftsteller versuchte, bis ihm das Geld ausging und er Artikel für verschiedene Zeitungen verfasste. Dennoch erschien 1905 ein erster Roman; »Lovers in London« wurde ein veritable Misserfolg, dessen Existenz sein Verfasser später lieber unterschlug.

Ernüchtert heuerte Milne beim 1906 »Punch« an, einer bekannten Satirezeitschrift. Seine Beiträge fanden Anklang, seine finanzielle Situation stabilisierte sich, und schließlich bot ihm der Eigentümer eine Stelle als stellvertretender Herausgeber an. 1913 heiratete Milne die Patentochter seines Chefs. Als 1914 der I. Weltkrieg ausbrach, meldete sich der Autor freiwillig und diente in Frankreich als Nachrichtenführer.

Nach seinem Entlassung aus der Armee 1919 kehrte er als überzeugter Kriegsgegner zu seiner journalistischen und literarischen Arbeit zurück. Er schrieb diverse Theaterstücke und weitere Bücher, so 1922 seinen einzigen Kriminalroman »The Red House Mystery« (dt. »Das Geheimnis des roten Hauses«) und 1924 – Milne war inzwischen Vater geworden – eine Sammlung von Gedichten für Kinder: »When We Were Very Young«. 1926 folgte »Winnie-the-Pooh«, das die Abenteuer des Knaben Christopher Robin – benannt nach Milnes Sohn – mit dem Bären Winnie Puh und anderen sprechenden Tieren schilderte. Mit diesem Buch und der Fortsetzung »The House at Pooh’s Corner« wurde Milne weltberühmt, obwohl er nach Auskunft seines Sohnes eher sachlich über Kinder dachte.

Schon 1925 konnte Milne das Landhaus Cotchford Farm in der Grafschaft Sussex erwerben, wo die Familie die Wochenenden und Ferien verbrachte. In den 1930er und 40er Jahren verfasste Milne viele pazifistische und religiöse Streitschriften. 1939 veröffentlichte er seine Autobiografie. Anfang der 1950er Jahre erlitt Milne mehrere Schlaganfälle. Er unterzog sich einer Gehirnoperation, die er nur als Invalide überlebte. Die letzten Jahre seines Lebens lebte er zurückgezogen auf seinem Landsitz in Sussex. Dort ist A. A. Milne am 31. Januar 1956 gestorben.

Krimis von A. A. Milne(in chronologischer Reihenfolge):

Das Geheimnis des roten Hauses
The Red House Mystery (1922)

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