Die Toten von Crowcross

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • London: Piatkus, 2009, Titel: 'Envy the dead', Seiten: 344, Originalsprache
  • München: dtv, 2011, Seiten: 400, Übersetzt: Werner Löcher-Lawrence

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Jörg Kijanski
Für britische Krimifans eindeutig Pflichtlektüre.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mär 2011

In den 1980er Jahren fand der neunzehnjährige Martin Grove Unterschlupf bei einer linken Kommune, die sich vor allem gegen die Stationierung von amerikanischen Cruise Missiles auf dem Flugplatz des kleinen Städtchens Crowby engagierte. Anführer der Gruppe waren die attraktive Claire Oldham und ihr Freund Nigel Copeland, der bei einer Demonstration festgenommen wurde und für mehrere Monate im Gefängnis verschwand. Martin war fortan Claires Liebhaber und fand diese eines Tages ermordet im nahe gelegenen Crowcross Wood. Die Polizei machte es sich damals einfach und ermittelte eher oberflächlich bis gar nicht. So wanderte Grove wegen Mordes in den Bau, da er seine Geliebte angeblich im Drogenrausch umbrachte.

25 Jahre später: Erschossen und mit herausgeschnittener Zunge finden CI Jacobson und DS Kerr den ermordeten Martin in seinem Haus vor. Seit fünf Jahren war er wieder frei und verfolgte nur ein Ziel, nämlich Claires wahren Mörder zu finden. Doch er scheitert kurz vor seinem Ziel. Jacobson und sein Team ermitteln unter Hochdruck, da wird wenige Stunden später eine weitere Leiche entdeckt. Genau an jener Stelle, an der damals die Leiche von Claire gefunden wurde, liegt Karen Holt, eine junge Privatdetektivin. Da die Morde innerhalb einer Stunde verübt wurden und die Tatabläufe nahezu identisch sind, müssen die Fälle offenbar zusammenhängen. Sollte Nigel Copeland, mittlerweile ein großer Finanzjongleur, späte Rache an seinem "Nachfolger" genommen haben oder kam Karen Holt dem Drogenboss der Midlands, Gerald Quigg, zu nahe? Doch womöglich müssen die Ermittler auch in den "eigenen Reihen" suchen, denn schon in den 1980er Jahren gab es Gerüchte, dass bei der Ermordung Claires der MI 5 seine Finger im Spiel gehabt haben soll…

Einmal mehr entführt uns der in Schottland geborene Autor Iain McDowall in die fiktive Stadt Crowby, die das Verbrechen offenbar magisch anzieht. In seinem neuen Roman aus der Jacobson-Kerr-Reihe geht es gleich um die Aufklärung mehrerer Morde, denn bereits vor rund 25 Jahren starb die attraktive Claire Oldham unter mysteriösen Umständen. Spätere DNA-Untersuchungen ergaben jedenfalls, dass der damals verurteilte Martin Grove zwanzig Jahre zu Unrecht im Gefängnis saß. Durch seine Ermordung wurde ihm aus Sicht von Chief Inspector Frank Jacobson und seinen Leuten somit zum zweiten Mal sein Leben genommen, dieses Mal jedoch final. Entsprechend engagiert gehen die Ermittler zu Werk und arbeiten unermüdlich. Höchst detailliert erlebt der Leser die Recherchen beziehungsweise die Arbeit der Polizisten. Dadurch dass die Geschichte an nur drei Tagen spielt, verdichtet sich die Atmosphäre zusätzlich. Geschickt teilt McDowell den Plot in drei Erzählstränge. Einerseits ist man "live" bei den laufenden Ermittlungen dabei, erfährt parallel aus dem verschwundenen Computer des Martin Grove (besser gesagt aus dessen Aufzeichnungen) viele interessante Details über die Zeit in der Kommune und zu guter Letzt werden kurze Einblicke in den Lebensalltag des Nigel Copeland gegeben.

So springt die Handlung zwar ein wenig hin und her, sorgt aber hierdurch für zusätzliche Spannung, klärt mehr und mehr die damaligen Geschehnisse auf und legt zudem gelegentlich noch ganz am Rande kleine, aber feine Blindspuren. Die Spannung bleibt sehr lange auf einem recht hohen Bogen, denn so recht glauben mag man es nicht, dass die offensichtliche Lösung auch die zutreffende ist. Dass neben dieser gelungenen Erzählstruktur zudem noch zahlreiche zeitgeschichtliche Informationen aus der Thatcher-Ära der hoch spannenden Jahre 1983-85 vermittelt werden (nukleare Aufrüstung, Bergarbeiterstreik) rundet den Plot wohltuend ab. Dazu gibt es jede Menge Tee. Was will der Liebhaber britischer Krimikost mehr?

Die Toten von Crowcross

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