Ein Verlagsspezial von Knaur

Totengericht

»Kopfüber stürzte er in den Abgrund. Arme und Beine krachten abwechselnd gegen die harte Felswand. Seine Knochen brachen wie morsche Zweige. Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, dabei waren es nur wenige Sekunden, bis sein Körper rücklings am Fuß des Steilhangs aufschlug. Ein Knacken wie von einer Nuss, deren Schale aufbricht. Danach war es still bis auf das ferne Motorengeräusch einer Maschine, die am südlichen Ende des Abbaugebiets im Einsatz war. Von oben aus dem Wald antwortete ein Dompfaff. Totengesang.«

Leichenfund im Vogelsberg. Ein Mann liegt nackt auf einem kahlen Felsen, mitten im Nirgendwo, sein Körper verstümmelt. Ihm wurde das Wort »Verrat« auf die Brust gebrannt, sein Kopf offenbar von Wildtieren angenagt, sodass er nicht zu identifizieren ist. Die Symbole auf seinem Körper und die Art der Tötung lassen auf einen Ritualmord schließen, doch dann stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um den Bürgermeister einer Gemeinde handelt, in der ein Windpark gebaut werden soll. Hat der Mord mit diesem umstrittenen Projekt zu tun? Ralph Angersbach beginnt zu ermitteln und stößt bald an seine Grenzen. In seiner Not wendet er sich an seine ehemalige Kollegin Sabine Kaufmann, die inzwischen für das LKA tätig ist. Sie kommt auf eine brillante Idee …

Über den Autor

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie im oberhessischen Vogelsbergkreis. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. „Todesmelodie“, „Tödlicher Absturz“, „Teufelsbande“, „Die Hyäne“, "Der Fänger" und "Kalter Schnitt", in denen er die Figuren des früh verstorbenen Andreas Franz weiterleben ließ, waren Bestseller. Auch seine Kriminalromane um Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach, die in der hessischen Provinz ermitteln, wurden auf Anhieb große Erfolge.

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