Codename Tesseract von Tom Wood

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel The killer, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Goldmann.
Folge 1 der Victor-the-Assassin-Serie.

  • London: Sphere, 2011 unter dem Titel The killer. 533 Seiten.
  • New York: Thomas Dunne, 2011. 325 Seiten.
  • München: Goldmann, 2011. Übersetzt von Leo Strohm. ISBN: 978-3-442-47257-4. 538 Seiten.

'Codename Tesseract' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Victor, Codename »Tesseract«, ist Auftragskiller. Der beste, den es gibt. Er stellt keine Fragen, er hinterlässt keine Spuren, er macht keine Fehler. Auch sein jüngster Job in Paris scheint glattzulaufen: Victor soll einen Mann töten, bei dem Opfer einen USB-Stick sicherstellen und diesen weitergeben, sobald man ihm eine Adresse übermittelt. Doch plötzlich wird er selbst zur Zielscheibe. Durch seinen Auftrag gerät Victor ins Kreuzfeuer einer internationalen Verschwörung, bei der Jäger und Gejagte nicht mehr zu unterscheiden sind &

Das meint Krimi-Couch.de: »Lichtgestalt am Autragskillerhimmel« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Victor ist ein Elite-Auftragskiller, der beste, den es gibt. Niemand kennt seine wahre Identität, niemand findet Spuren von ihm am Tatort. Auch seinen jüngsten Auftrag erledigt er ohne Fehler. Doch als er nach dem Mord in sein Pariser Hotel zurückkehrt, machen ihn in der Lobby einige Männer misstrauisch, deren auffällig unauffälliges Verhalten er nur zu gut kennt …von sich selbst. Das Killerkommando, das offenkundig auf ihn wartet, ist gut. Aber es ist nicht gut genug. Nachdem Victer einen Mann nach dem anderen ausschalten konnte, gelingt ihm die Flucht. Doch wer steckte hinter diesem Anschlag auf sein Leben? Solange er nicht weiß, warum man ihn ausschalten will, schwebt er in ständiger Lebensgefahr. Dass ihn überhaupt jemand aufspüren konnte, ist eigenartig genug. Denn Victor, dem seine Verfolger den Codenamen »Tesseract« gegeben haben, hinterlässt eigentlich keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort. Den konnte nur jemand in Erfahrung bringen, der über exzellente Verbindungen und Informationsquellen sowie unbegrenzte Ressourcen verfügt. Eine tödliche Jagd beginnt …

Der Goldmann Verlag nimmt das Wagnis auf sich, einen völligen Newcomer auf dem Thrillermarkt von Leo Strohm übersetzen zu lassen und auf 539 Seiten Codename Tesseract auf den deutschen Leser loszulassen.

Victor hat die Zielperson erledigt. Seinen Auftrag hatte er von einem Makler. Er kennt weder die Identität des Maklers, noch seine wahren Auftraggeber. Doch irgendjemand kennt ihn und will ihn nach diesem Job gewaltsam beseitigen. Doch Victor entgeht der Falle, indem er die Handlanger seiner Widersacher erledigt, während Agent Alvarez noch am ersten Tatort seinem Job nachgeht.

Victor taucht in seinem geheimen Zuhause unter. Aber auch dort wartet bereits ein Attentäter darauf, ihm das Lebenslicht auszublasen. Nur mit größter Mühe entkommt er dem Anschlag und er muss mit seinem Makler Kontakt aufnehmen, um zu klären, wer ihm auf den Fersen ist. Bei den Dimensionen der Einsätze gegen ihn, kann es sich nur um eine große Organisation handeln. Victor muss gegen seine Prinzipien die Deckung lüften und stößt auf Rebecca Sumner. Sie war seine Maklerin, aber auch sie ist zur Zielperson der Auftraggeber geworden.

Victor bleibt nichts anderes übrig, als sich mit ihr zu arrangieren, denn ohne ihre Fähigkeiten in fremde Datenbanken einzudringen, wird er die Jagd nach ihm und Rebecca nicht überleben …

Tom Woods Idee, einen Auftragskiller zur Sympathiefigur in einem Thriller zu machen, ist rundum gelungen. Der beinharte Einzelgänger ist nicht nur ein umsichtiger Killer, dem völlig egal ist, wer als Zielfigur gilt. Er tötet auch ohne jegliche Emotion, denn Töten ist sein Beruf und den erledigt er mit eiserner Disziplin und akribischer Vorbereitung. Dass er im Laufe der Handlung notgedrungen zum Beschützer seiner Maklerin wird und dabei seine raue Schale leichte Risse bekommt, macht ihn für den Leser zunehmend menschlich und deshalb kann er im Verlauf der spannenden Jagd auch zunehmend als Sympathieträger funktionieren.

Der Leser weiß praktisch von Beginn an, was Victor nicht weiß. Er begleitet die Kollegen Victors und deren Auftraggeber bei den Versuchen, Victor und seiner Begleiterin das Lebenslicht auszublasen. Aber alle haben die Rechnung ohne Tesseracts Fähigkeiten gemacht, der fast heldenhaft jeder Falle entrinnt.

Dabei lässt es der Autor ordentlich krachen. Auf keiner Seite wird dieses Buch langweilig und das Tempo, das der Thriller schon nach wenigen Seiten aufnimmt, bleibt bis zum Ende fulminant und flacht nie ab, obwohl man sich manchmal gerne eine Pause gönnen würde und mehr von der aufkeimenden Zweisamkeit mit Rebecca lesen möchte. Aber Wood hat für Sentimentalitäten keinen Platz. Er springt von Schauplatz zu Schauplatz und überall geht es wild ums Überleben.

Einen so packenden Erstling habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Codename Tesseract ist rundum gelungen und bester Lesestoff für Action- und Agentenfreunde. Wem die Bourne Identität von Robert Ludlum gefallen hat, der finden in diesem Roman eine ähnlich gelagerte Thematik, allerdings mit deutlich mehr Spannung. Man darf gespannt sein, ob Tom Wood nach diesem Knaller noch einmal einen so gelungenen Reißer abliefern kann. Vielleicht sogar mit einer Fortsetzung ...?

Wolfgang Weninger, Januar 2012

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rolandreis zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 07.06.2016
Codename Tesseract ist der Debütroman von Tom Wood. Es handelt dabei um den Auftragskiller Victor, der nach erfolgreicher Erledigung eines Mordes selbst in das Visier und zwischen die Fronten von amerikanischem CIA und russischem SVR gerät. In seinem Besitz befindet sich ein USB-Stick mit den Daten zu hochentwickelten Raketen, die beide Großmächte in ihrem Besitz haben wollen. Obwohl Victor ja eigentlich der Killer ist, schafft es Wood dass der Leser mit dem Protagonisten mitfiebert. Er ist zwar eine unnahbare Figur, doch aber funktioniert er wie ein präzises Uhrwerk in seinem "Job". Erst als er auf die "Maklerin" Sumner trifft, weicht er das erste Mal von dieser Präzision ab und zeigt so etwas wie Gefühle. Aber ihre Zusammenarbeit ist nur von kurzer Dauer, sie wird getötet und er will sie rächen. Im Grunde beschreibt dies auch schon die gesamte Handlung, aber Wood führt den Leser mit viel Action durch die Seiten. Hier geht es nicht um tiefgreifende Psyche von Opfern und Tätern, Wood liefert einen Action-Shooter. Daher könnte dieses Buch auch jederzeit wie die "Bourne"-Serie verfilmt werden. Letztendlich überschaubare Handlung, aber Action und Spannung um den "Lonely Wolf" Victor mit dem Codenamen "Tesseract".
Roman zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 12.01.2016
Absolut großartig konstruiert und inszeniert - eigentlich sollte 'Victor' um den Schach-WM-Titel spielen - egal, wieviele Züge seine Gegner vordenken, er ist immer noch einen weiter...
Die Trickkiste ist die reinste Wundertüte - kaum Wiederholungen, immer einen neuen Haken auf Lager - von wegen 'zu viele Jäger sind des Hasen Tod...' ^^
Dazu äußerst lakonischer, schwarzer Humor, und was die Brutalität anbelangt - nur zwischen den Zeilen aufscheinend und der (kranken) Phantasie des Lesers überlassen
Und da wohl nie jemand erfahren wird, wer sich eigentlich hinter 'Victor' verbirgt (der weiß das selber nicht mehr, und Tom Wood anscheinend auch nicht), bleibt diese Figur ein faszinierendes Mysterium...
Ich tippe ja auf Russe, aber da er ca. 97 Sprachen fließend beherrscht, kann man nur ins Blaue schießen - so mag er das... ^^
" 'Selbst Bond hat das Rauchen aufgegeben.' - 'Wer ist Bond ?' "
95+x
Jens zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 28.09.2015
Päng päng päng - tot - tot - tot - päng päng päng - tot - tot - tot

Geht das jetzt das ganze Hörspiel durch so?

Dann werde ich es vorzeitig beenden.

Wie öde ist das denn :-(

Man weiß nicht, worum es geht.
Man kann vage vermuten, dass die Story in Frankreich beginnt - aber Frankreich ist groß.
Könnte aber auch Kanada sein.

Wer benutzt welche Waffe, mit wie vielen Patronen, Funkgerät auf, Aufzug auf, Fahrertür auf, Blutstrahl auf ...

aber noch immer nichts Substantielles ...

Ich komme mir grad vor wie der Hund, der nach einer Wurst hinter der Glasscheibe hechtet - und sich außer einer blutigen Nase nichts holt.

Das ging jetzt so bis Kapitel 6.

Ich glaube nicht, dass es für mich sehr viel mehr werden.

Wem es ähnlich geht wie mir, dem kann ich Bernard Minier - Schwarzer Schmetterling - empfehlen.
Werner Spätling zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 11.07.2015
Ein Action-Thriller voller Höchstspannung von der 1. bis zur letzten Zeile! Wann wird dieser Thriller endlich verfilmt? Jason Statham, übernehmen Sie! Die folgenden Romane der Victor-Serie sind von ähnlicher Güte. Eine Filmreihe sollte sich in jedem Fall lohnen.
Ich habe bisher alles von Tom Wood gelesen - und bin begeistert.
Michael zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 15.12.2014
Ich kenne die "Victor-Bücher" von Tom Wood nur als Hörbuch. Das beste was ich je gehört habe. Trifft genau meinen Geschmack und ich finde seit dem nichts mehr was auch annähernd so gut ist. Besonders der Sprecher Carsten Wilhelm ist genial. Zugegeben es mag anspruchsvollere "Hörbuchkost" geben, aber es ist immer Geschmacksache. Ich kann es kaum erwarten, dass Kill Shot das neue "Victor-Werk" veröffentlicht wird. Kann ein Krimi-Couch-Leser eventuell ähnliche Hörbücher wie die von Tom Wood empfehlen?
Thor196 zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 23.05.2014
Ich habe das Buch gelesen und..auch als Hörbuch sehr fesselnd!Man verfolgt jeden Entwicklungsschritt.und kann die Charactare sehr gut verfolgen. Fesselnd und Actiongeladen.Empfehlenswert!Die Nachfolger kommen nicht ganz mit, aber auch lesenswert!Ein muss für Freunde des Action und Thriller Metiers. Lesenswert!
Dirk Pickran zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 15.05.2014
Gnadenlose Geschwindigkeit dieses Thrillers. Man wird von Anfang an mitgerissen und kann dieses Buch nur schwer wieder beiseite legen. Einer der besten Action-Thriller der letzten Jahre. Aus meiner Sicht schlüssig bis zum Ende erzählt, mit einem Anti-Held, der dann doch in dem Handlungsstrang irgendwie Sympathien einheimst.

Ich kann dieses Erstlingswerk von Tom Wood nur uneingeschränkt empfehlen. Von der Schreibe ist es aus meiner Sicht auch schneller als die beiden Nachfolgewerke "Blood Target" und "Zero Option" was hier jedoch nicht heissen soll, dass diese Werke nicht lesenswert sind. Ganz im Gegenteil.
M.Reinsch zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 13.08.2012
Victor (Codename Tesseract) ist ein Auftragskiller. Gerade hat er in Paris einen "Hit" und nimmt seinem Opfer einen USB-Stick ab. Kaum ist er zurück in seinem Hotel, wartet ein achtköpfiges Killerkommando auf ihn. Unter großen Anstrengungen entkommt er dieser Falle und flüchtet in sein Heim in den Schweizer Bergen. Aber auch dort wartet ein Killer auf ihn und nur knapp entrinnt er dem eigenen Tod! Nun steht er vor der Entscheidung, ganz unterzutauchen, oder seine Auftraggeber ausfindig zu machen, um Rache zu nehmen - er entscheidet sich für die Rache ...
Das Buch ist wie ein guter Actionfilm, der in einen Roman gepackt wurde. Vieles erinnert an die ­Bourne-Triologie von Robert Ludlum. Das Buch lebt von einem andauernd, sehr hoch gehaltenen, Spannungsfaden, der den Leser durch die Seiten peitscht! Hier werden alle Register gezogen, ob CIA, KGB oder "namenlose" Killer und Schauplätze, die sich über die ganze Welt verteilen. Trotz der enormen Actionlastigkeit, bleiben viele der Handlungen realistisch und nur selten überkommt einen das Gefühl von einem "Supermann" zu lesen. Die Geschichte ist so gestrickt, dass Sie ohne Weiteres auf wahren Begebenheiten beruhen könnte und man sich gerne in Ihr verliert. Bis hin zum (etwas unglaubwürdigen) Plot fühlt man sich sehr gut unterhalten.
Der Negativpunkt liegt für mich in der fehlenden Tiefe der Charaktere! Gerne hätte ich mehr über Victor und ein paar andere Beteiligte erfahren, aber zugunsten der Action gab es da wohl keinen Platz.
Fazit: Ein rasanter Actionknaller, mit kleinen Ungereimtheiten und leider sehr oberflächlichen Figuren
Anja S. zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 04.02.2012
Ich kann mich der Begeisterung des Rezensenten nicht ganz anschliessen, ich würde diesen Erstling als "Mainstream vom Feinsten" bezeichnen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und gut zu lesen, jedoch ist die Handlung nicht besonders originell. Die Thematik Auftragskiller gibt es viele, und sie ähneln sich alle mehr oder weniger. Dennoch bietet dieses Buch blendende Unterhaltung für einige Stunden, und man kann seine Zeit bedeutend schlechter verbringen.
Nick zu »Tom Wood: Codename Tesseract« 15.01.2012
Ich kann mich der Rezession nur anschliessen. Tolle Charaktäre, eine spannende Story und gnadenlose Action die nicht ins Brutale abdriftet. Die 539 Seiten fliegen so dahin und man freut sich direkt nach der letzten Seite bereits auf die Fortsetzung. Tolle Sache und mit 95 Grad genau richtig bewertet.
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