Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 bei Knaur.

  • München: Knaur, 2008. ISBN: 978-3-426-63792-0. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008. Gesprochen von Simon Jäger. gekürzt. ISBN: 978-3-7857-3700-2. 4 CDs.

'Der Seelenbrecher' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Ihre Meinung zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher«

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Marco Rühl zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 26.02.2018
Mein dritter Fitzek, und wahrscheinlich der letzte. Von 'Das Kind' war ich begeistert, fand nur den Schluss so la la. 'Passagier 23' war spannend, wenn auch mit weit hergeholter Handlung, überfrachtet mit allen Klischees, die sich so finden, und mit erzähllogischen Pannen. In 'Der Seelenbrecher' ist nun die Handlung noch weiter hergeholt, wenn auch nicht mit Klischees überfrachtet, aber die erzähllogischen Pannen sind viel zu viel und z.T. auf Anfängerniveau... und das Buch ist nicht mal spannend. In meinem Fall v.a., weil ich das Rätsel, anfangs der Patientenakte, auf das im Schlussteil der Rahmenhandlung als Auflösung verwiesen wird, sofort begriffen hatte. Deshalb wusste ich zu früh Bescheid, kam mir als zweite Idee, neben der, die sich als richtig erweisen sollte, nur noch eine Identitätsvertauschung in der Klinik, die spätestens bei zwei Drittel nicht mehr denkbar war, weil jemand sonst in der Klinik, der die Vertauschung aus dem Klinikalltag hätte kennen müssen, nicht so agierte, als sei die Identität vertauscht. Das bisschen Spannung, das mir blieb, ist allein kompositorisch: mit einem – mit der Zeit nervig werdenden – Cliffhanger-Satz am Ende jedes (Unter-) Abschnitts.
Und wieder ist das kein Psychothriller, genau wie 'Passagier 23', obwohl das auf dem Deckel steht. Das hätte vom Autor erfordert, dass tatsächliche Persönlichkeiten gezeichnet werden, dass nicht erzählt wird, dass sie in ihrem Körper, in ihrer Seele eingesperrt sind, sondern dass dargestellt wird, wie sie das erleben. Selbst die Hauptfigur, Caspar, die in ihrer Teilamnesie dauernd über sich selbst rätselt, bleibt psychisch blass. Vor allem sind die Kapitel allesamt mit 'vor der Angst' übertitelt, und wie bald klar wird, ist das Caspars Angst. Worin genau die Angst aber besteht, wird nicht gesagt. Und wenn es die Angst vor dem sein soll, was ihm zum genauen Zeitpunkt der Angst widerfährt, davor konnte er zu den frühen Zeitpunkten vor der Angst noch keine Angst haben, weil er a) die Identität noch nicht kannte, die er erst kurz vor der Angst erfuhr, und b) unter Amnesie litt. Das ist nur einer der erzähllogischen Schnitzer, nicht der schlimmste – diese unten; also alle, die die Spannung erhalten wollten, nur bis zum Fazit lesen, nicht den Spoiler danach.
Nicht von ungefähr braucht es den Schlussteil der Rahmenhandlung, die so vielversprechend beginnt, um als eine Art erklärendes Nachwort die Stränge der Erzählung irgendwie so aneinander zu tackern, dass die erzähllogischen Pannen notdürftig übertüncht sind.Fazit: Fitzek kann schreiben; deshalb liest's sich flüssig. Aber der Thriller ist eher was für Thrilleranfänger, die mitraten und mitfiebern anstatt mit einer gewissen Erfahrung in Thrillerkompositionsprinzipien logisch mitdenken wollen. Etwas für ein regnerisches Wochenende, wo man den Geist lau beanspruchen möchte. Eine Enttäuschung für Thrillerprofis, die mit Erwartung an das Buch herangehen.SPOILER: Die schlimmsten Erzähllogikfehler sind m.E. erstens, dass bei Sophia festgestellt wird, ihre Augen zeigten keine Reflexe, genau wie bei den anderen Seelenbrecher-Opfern. Ich habe keine Ahnung, was die Medizin zu einer solchen Selbsthypnose sagt, aber in der Erzählung kommt die destruktive Hypnose von außen gegen den Willen des Opfers. Das schließt die Selbsthypnose aus, die die einzige Erklärung dafür wäre, dass sich ihre Reflexe so verhalten wie die einer tatsächlich Hypnotisierten. Vorspielen hätte sie Caspar nichts können, denn es wird klar gesagt, dass er seine Fertigkeiten als Arzt trotz der Amnesie erhalten habe.
Zweitens hat Bruck bei der Szene am Fahrstuhl, die Caspar beobachtet, Sophia in seiner Gewalt. Die Szene hätte sich nie so abgespielt, wenn Sophia das Geschehen kontrolliert, denn da waren beide allein und für sie kein Grund, sich zu verstellen; und wenn er sie in seiner Gewalt hat und weiß, dass sie der Seelenbrecher ist, warum fesselt er sie nicht einfach und versucht die Sache aufzuklären?
Drittens hören die in der Bibliothek Versammelten Bruck und Mr. Ed auf dem Diktaphon neben dem Mikrophon im Klinikleiterbüro. Das müsste Sophia aufgenommen haben. Sie war aber, als Bruck und Mr. Ed zusammen hätten sein können, stets mit den anderen in der Bibliothek. Zuvor waren Psychiater und Hund nie zusammen im selben Raum und sie hätte nichts aufnehmen können.
Viertens schließlich soll Sophia alles, was sie erst viel später vorhatte, in der Klinik improvisiert haben, nachdem ein Sturz auf die Schläfe (auch das höchst unwahrscheinlich) bei Caspar genau die passende Teilamnesie hervorgerufen hatte. In die Klinik gekommen war er aber bei vollem Bewusstsein, und selbst wenn man annimmt, dass er Sophia heimlich treffen wollte, ist es kaum nachvollziehbar, dass er sich in einem Haus, dass auf Diskretion und Überwachung setzt, nicht auch bei Raßfeld anmelden muss und will, den er als Psychiater und Kollegen kennt, zumal er ja Brucks Gutachten dabei hat. Noch viel schräger ist aber, dass ihn auch Raßfeld nicht kennt, obwohl er doch ein bekannter Psychiater und Kollege ist... und zwar nicht nur im Gespräch mit ihm nicht, was therapeutisch sein könnte, sondern auch im Gespräch mit Sophia nicht. Auch Bruck hätte doch schwerlich, wenn er von einer Ärztin der Teufelsbergklinik kontaktiert wurde, am Klinikleiter Raßfeld vorbei bei der schwierigen Therapie geholfen. Raßfeld ist genuin überrascht, als Bruck eingeliefert wird. Zudem spricht nichts dafür, dass Sophie Bruck die Identität des Amnesiepatienten offenbart hat; dennoch weiß Bruck, dass Caspar als Patient in der Klinik ist. Alles nachträglich zusammengetackert.
Grosatzin zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 23.01.2018
Echt spannend, jedoch die Auflösung? Und was ist mit den Studenten? Hab ich nicht kapiert...
Fitzek schreibt ,dass man kaum zu lesen aufhören kann. Doch der Schluss ist sehr verwirrend.
Es ist auch Schade,dass man unbedingt 300 Zeichen eingeben muss, auch wenn es Blödsinn ist. So füll ich halt das Formular voll. Hab mir schon wieder einen Fitzek reserviert.
Annette zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 26.10.2016
Normalerweise fesseln mich Fitzek- Bücher ("die Therapie") ungemein, aber hier leider nicht. Hatte Mühe es bis zum Schluss zu lesen und konnte mich irgendwie nicht in Fitzeks Welt hineindenken. Auch fand ich es z.T. schwierig zu folgen, wohl deshalb kam keine Spannung bei mir auf während des Lesens . Schade
Sky zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 11.07.2016
Das war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich bin mehr als begeistert!! "Seelenbrecher" ist ein geniales Buch. Die Rätsel in dem Buch sind ausgeklügelt und die Wendungen sind erstaunlich! Dieses Buch steckt voller Überraschungen und ich empfehle es an jeden weiter der Psychothriller mag, denn Seelenbrecher ist ein echter Psychothriller!
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Anonymer Fan zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 05.06.2016
Sebastian Fitzek ist einfach der Beste!
Das Buch war mein zweites Buch von dem Autor und es war überwältigend.
Die Art, wie Sebastian Fitzek schreibt und sich ausdrücken kann, ist einfach gewaltig.
Das Buch "Der Seelenbrecher" ist so gut durchdacht und es fehlt ihm sicherlich nicht an Spannung. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen wie ein saftig gebratenes Steak!
Ich bedanke mich sehr herzlich bei Herr Fitzek für dieses Meisterwerk und hoffe, dass noch viele weitere Meisterwerke erscheinen werden.
Kasia zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 08.05.2016
Ich bin eigentlich ein großer Fitzek-Fan, aber bei diesem Roman ist der Funke nicht auf mich "übergesprungen". Ich weiß nicht mal genau, weshalb. Dabei bleibe ich eigentlich immer am Buch dran und habe keinen großen Lesepausen, um aus der Geschichte raus zu kommen...
Wie immer, werde ich an dieser Stelle keine Inhaltsangabe schreiben.
Die Geschichte ist flüssig und in einfacher Sprache erzählt. Die Protagonisten überschaubar in ihrer Menge und gut beschrieben, so dass ich ein deutliches Bild vor Augen hatte.
Das Thema des Buches entsprach absolut meinem Interesse und ich schätze es sehr, dass der Autor exzellent recherchiert! (Ein Buch also, bei dem ich etwas lernen durfte!)
Ich habe den Thriller überwiegend nachts gelesen und ich muss gestehen, dass ich stellenweise Angst hatte, danach einzuschlafen und auch Gänsehaut unter meiner warmen Bettdecke.
Und trotzdem gebe ich "nur" 73° für diese gute Unterhaltung, weil irgendetwas für mich darin fehlte...
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livres fleurs zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 22.03.2015
"Der Seelenbrecher" war auch mein erstes Buch von S.Fitzek.Habe inzischen schon weitere von ihm gelesen und fand auch sie alle toll. Den" Seelenbrecher" hab ich als sehr spannend und fesseln empfunden. Wer hier nicht richtig reinfindet sollte eben einfachere Lektüre lesen, bei der man nicht so sehr mitdenken muss.Ich finde sowas super, also wenn man ein bisschen mitdenken muss,da liest man wenigstens nicht einfach nur drüber weg.
Petra S-B zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 18.02.2015
Nachdem Fitzek ja schon lange mit jedem Buch auf der Bestsellerliste steht, wollte ich auch endlich mal einen lesen. Dies war mein erstes Fitzek-Buch und leider auch mein letztes.

Nachdem ich das erste Kapitel (Patientenakte Seite 1 - 7) gelesen hatte war ich elektrisiert und dachte "wow - das wird böse und spannend".
Leider herrschte danach nur noch Langeweile. Immerhin habe ich das Buch zu Ende gelesen, war auch vom Ende etwas überrascht. Aber der Spannung des ersten Kapitels konnte er nicht mehr nahe kommen. Und dann der gelbe Post-It im Buch . was soll das ?

Sorry - einmal und nie wieder !
LynleyFan zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 14.01.2015
Ich habe es geliebt! Es gibt kein Buch, dass mich länger dank zu seinem Inhalt gefesselt hat als dieses! Ich musste immer wieder das Ende lesen, damit ich mich auch wirklich nicht vertan habe! Und dann habe ich den ganzen Abend dagesessen und mir den Kopf zerbrochen, wieso so jemand überhaupt auf so eine Idee kommt! PHÄNOMENAL!
Slay zu »Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher« 13.01.2015
Das Buch ist definitiv wieder ein typischer 'Fitzek'. Wieder einmal sind die Protagonisten mit dem Psycho eingesperrt, wieder einmal ist der Ort des Geschehens von der Außenwelt abgeschnitten. Sogar das Thema Amnesie scheint fitzek in seinen Büchern mehrfach zu verarbeiten. Definitiv kein Roman, den man mal schnell überfliegt - da wird schon etwas Köpfchen und gute Auffassungsgabe verlangt. Und aus meiner Sicht mal wieder ein sehr klug durchdachtes Buch, das es mit solcher oder ähnlicher Handlung eben noch nicht auf dem Thriller-Markt zu finden gibt. Teilweise ist das Buch im Hauptteil relativ langgezogen, aber andererseits ist fitzeks Schreibstil so einfach, schnell und gut zu lesen, dass es trotzdem wieder viel zu schnell ausgelesen ist. Und auch wie immer: kaum glaubt man die Lösung der Geschichte herausgefunden zu haben gibt es wieder eine absolut unerwartete Wendung. Ein Buch, bei dem man automatisch mitrecherchiert, sich Gedanken aufschreibt oder Notizen macht. Wer ist der seelenbrecher und auf wen hat er es abgesehen? Was verbirgt caspars Amnesie und wie hängt alles miteinander zusammen? Wenn man den Sinngehalt der Geschichte verstanden hat ist es definitiv ein Buch, das in einem Nachwirkt. Besonders ist auch, dass in dieser story Personen auftauchen, die man aus anderen Thrillern von ihm kennt. Sehr klug umgesetzt und eine tolle Überraschung! Alles in allem definitiv nicht sein bestes, aber ein sehr gutes, lesenswertes Buch!

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