Söldner des Geldes von Peter Beck

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Emons.
Folge 1 der Tom-Winter-Serie.

  • Köln: Emons, 2013. ISBN: 978-3954511341. 480 Seiten.

'Söldner des Geldes' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Tote Kunden sind schlecht für das Geschäft: ein verkohlter Scheich im Gebirge stört die diskreten Aktivitäten einer Schweizer Bank. Denn seine Beteiligungen an Atomkraftwerken auf der ganzen Welt interessieren auch die National Security Agency NSA. Tom Winter, Sicherheitschef der verschwiegenen Privatbank, verfolgt die Spur des Geldes nach Kairo, Bergen, Bosten und zurück in die Schweiz. Gelassen, wortkarg, und mit trockenem Humor. Gemeinsam mit der attraktiven ägyptischen Geschäftsfrau Fatima kämpft er sich durch den blutigen Intrigendschungel. Sie stossen auf explosive Spekualtionen und werden plötzlich selbst gejagt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Intrigantes Ringen um Geld und Macht« 75°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Ein kleiner Helikopter stürzt spektakulär in den Schweizer Bergen ab. Die drei Insassen kommen bei dem Absturz ums Leben, neben dem Piloten ein saudischer Prinz und die ihn begleitende Angestellte aus der Sicherheitsabteilung einer kleinen Privatbank. Tom Winter, der Sicherheitschef des Kreditinstituts, findet in den rauchenden Trümmern klare Beweise für einen Anschlag, der zum Absturz des Helikopters geführt hat. Seine Recherchen führen ihn schon bald zu den Intrigen und dubiosen Geschäften in saudischen Adelskreisen, nach Ägypten und in die USA. Die Rolle der vornehmen Privatbank bleibt ihm lange verborgen, aber als ihm klar wird, dass es sich um einen geplanten Mord handelte, merkt Winter, dass er kaum noch jemandem trauen kann – auch nicht seinen Kollegen. Der Sicherheitsexperte trifft auch in den eigenen Reihen auf zwielichtige Gestalten, denen er bisher vertraut hatte. Der Wettlauf mit der Zeit bringt Winter und eine schöne Ägypterin, die er im Zuge seiner intensiven und gefährlichenRecherchen kennen gelernt hat, mehrfach in Lebensgefahr – bis hin zum spektakuläre Finale und dem für den Leser überraschenden Ende, bei dem viele lose Fäden doch noch zusammengeführt werden.

Mmmmmmmmmmmmmmmm

Peter Beck zeigt in seinem ersten Thriller, dass er eine wirklich flüssige und interessante Erzählweise kultivieren kann. Ich hasse nichts mehr als Romane, durch die man sich förmlich hindurch quälen muss. Bei Söldner des Geldes kann davon absolut keine Rede sein, die wirklich »süffig« zu lesende Handlung lässt vielmehr die Seiten förmlich dahin fliegen. Der Autor hat mit seinem lesenswerten Erstlingswerk einen rasanten und action-geladenen Thriller vorgelegt, der beim Leser für angenehme Kurzweil sorgt. Beck baut hier eine ganz spezielle Spannung auf, denn er hat einen niveauvollen Plot entwickelt, mit authentischen Dialogen und dazu passenden Protagonisten. Die atmosphärisch dichte Geschichte fesselt den Leser und sorgt so für bestes Lesekino. Winter und seine charmante ägyptische Begleiterin kommen nicht als unnahbare Helden daher, sondern vielmehr mit klugen Gedanken und konsequentem Handeln. Und so lösen sie Schritt für Schritt die zahlreichen Rätsel auf dem Weg zur Aufklärung des Vorfalls und seiner dunklen Hintergründe.

Leser wird bis zum Schluss gefesselt

Die Handlung des Romans wirkt mehr als gut durchdacht, Peter Beck setzt dabei offenbar eher ungern auf Zufälle in seiner wechselvollen Geschichte. Neben dem spannungsvollen Plot überzeugen in diesem Roman auch die Protagonisten. Tom Winter ist ein vielschichtiger Charakter, humorvoll, nachdenklich, und doch irgendwie cool. Als Sicherheitschef einer kleinen Privatbank in der Schweiz passt er in keine der üblichen Schubladen. Er ist kein Cop, kein Bulle, kein Privatschnüffler oder was es sonst an klischeehaften Figuren mehr gibt. Beck hat hier einen frischen und vielschichtigen Protagonisten erschaffen, und vernachlässigt dennoch nicht die Spannung in der rasanten Geschichte. Tom Winter findet Gier, Hass und absolute Skrupellosigkeit hinter der scheinbar seriösen Fassade der Schweizer Bankenwelt – und nicht nur dort. Der Thriller von Peter Beck ist eine hervorragend erzählte Geschichte, mit einem außergewöhnlichen Plot, vielen Rätseln und überraschenden Wendungen. Der Leser wird bis zum Schluss gefesselt und fasziniert. Mit diesem Erstlingsroman hat der Autor Appetit auf mehr gemacht.

Andreas Kurth, März 2015

Ihre Meinung zu »Peter Beck: Söldner des Geldes«

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MissNorge zu »Peter Beck: Söldner des Geldes« 23.10.2017
Meine Meinung:
Ein actiongeladener, spannender, verständlich geschriebener, temporeicher Debüt-Thriller von Peter Beck.
Erst dachte bei dem Thema "Finanzen", ohje, hoffentlich ist es für mich verständlich genug geschrieben und ich muss mich nicht so mit Fachausdrücken beim Lesen beschäftigen, aber zum Glück kam es nicht so. Also nicht abschrecken lassen, das Lesen des Buches lohnt sich und es ist mal ein Hauptthema, welches ich noch in keinem bisherigen Thriller gelesen hatte.
Der Beginn ist gleich sehr spektakulär und ausschlaggebend für die weitere Story.
Die Person, Tom Winter, konnte mich gleich überzeugen. Einerseits kühler Sicherheitschef, mit einem Prüfer-Blick, der alles und jeden gleich "abscannt" und einzuschätzen weiß, andererseits aber auch verletzlich und ein kleines bisschen verliebt. Mit ihm würde ich mich in die dunkelsten Ecken und Straßen einer Großstadt wagen, ohne Angst zu haben.
Mit ihm reisen wir als Leser um die Welt, denn die Story geht von der Schweiz, mal nach Ägypten, dann nach Norwegen und in die USA, also Langeweile und an einem Ort verharren kommt nicht vor.
Ich frage mich, wie lange wird Peter Beck an diesem Buch recherchiert haben? Bei den detaillierten Beschreibungen uns nicht so bekannter und alltäglicher Vorgänge in dieser "anderen Welt", wird es schon seine Zeit gedauert haben. Dafür schon mal mein Respekt.
Trotz der 480 Seiten, die etwas klein bedruckt sind, kam für mich auf keiner einzigen Seite Langeweile auf und das ist auch schon eine Kunst.
Jose la mouche zu »Peter Beck: Söldner des Geldes« 07.03.2016
Nach schweizer Manier etwas behäbig geschriebener Krimmi. Er verspricht viel Action, aber..
Die Action Szenen werden lang und breit zerlegt, sodass das Tempo verloren geht. Bei einem Buch mit mehr als 400 sollte das Tempo immer mehr gesteigert werden.
Nach der Hälfte legte ich das Buch wieder weg.
Meine Empfehlung: Es gibt bessere
Baerbel82 zu »Peter Beck: Söldner des Geldes« 31.03.2015
Die Gier nach Geld und Macht

„Der Araber brennt besser als die Frau.“ So beginnt der intelligente und spannende Finanzthriller „Söldner des Geldes“ von Peter Beck. Worum geht es?
Bei einem Helikopter-Absturz in den Schweizer Bergen sterben drei Personen: Al-Bader, ein saudischer Prinz, Anne, Angestellte einer Privatbank und der Pilot. War es ein Unfall oder ein Anschlag? Tom Winter, Sicherheitschef der Bank und Annes Vorgesetzter, folgt der Spur des Geldes nach Kairo, Bergen, Boston und zurück in die Schweiz.
Unterstützt wird Winter von seinem alten Freund Ben und der geheimnisvollen Fatima, einer ägyptischen Geschäftsfrau. Sie arbeitet für ein Unternehmen, das ein Atomkraftwerk für Kairo bauen will. Ein Investment der Familie Al-Bader. Liegt hier das Motiv? Eine Autobombe explodiert und eine atemlose Jagd beginnt…
Mit Tom Winter hat Peter Beck eine interessante Figur geschaffen: smart, sportlich und ein wenig lakonisch, aber auch mit einem düsteren Geheimnis in der Vergangenheit („Die toten Augen starrten ihn an…“). Fatima ist eigentlich das Gegenteil von Tom: sympathisch, selbstbewusst und emanzipiert. Eine starke Frau. Dennoch kommen sich beide näher.
Geld, Macht, Gier: Der Autor schenkt dem Leser viele interessante Einblicke in die Finanz- und Bankenwelt. Die Handlung selbst ist rasant, voller Wendungen und gepaart mit jeder Menge Gewalt. Diese wird nüchtern, fast sachlich geschildert und ist eher nichts für schwache Nerven. Neben unfreiwilligem Bungee-Jumping und einem Golfspiel der besonderen Art, fliegen Kugeln, werden Augen ausgestochen und Hände abgeschnitten.
Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht, lassen die Geschehnisse immer wieder neu und differenzierter bewerten, bis zum fulminanten Showdown auf dem Jungfraujoch, Top of Europe. Man mag es kaum glauben, dass „Söldner des Geldes“ ein Debütroman ist, noch dazu von einem deutschsprachigen Autor! Ein Thriller, der nicht nur hochbrisant, sondern auch brandaktuell ist und somit definitiv auf der Höhe der Zeit! Peter Beck macht Judo und lebt in Bern, genau wie sein Held Tom Winter.
„Söldner des Geldes“ ist ein rasanter, knallharter Thriller, der mir sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten hat. Und so bin ich schon gespannt auf eine baldige Fortsetzung.

Meine Empfehlung: Unbedingt Lesen!

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