P.D. James

P.D. James

P. D. James wurde 1920 in Oxford geboren. Schon früh dachte sie daran, Schriftstellerin zu werden, doch musste sie diese Pläne zurückstellen, da ihr Mann 1945 unheilbar erkrankte. Zunächst arbeitete sie im staatlichen Gesundheitsdienst, später, nach dem Tod ihres Mannes (1968), im Innenministerium. Daneben zog sie ihre beiden Töchter gross. 1980 ging P.D. James in Pension und widmet sich seither ausschliesslich der Schriftstellerei. Die Katzenliebhaberin lebt abwechselnd in London und in ihrem Cottage in Suffolk.

1962 erschien ihr erstes Buch und 16 weitere folgten bisher. Die Autorin erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. 1999 den »Grandmaster«. Ihr Porträt hängt in der National Portrait Gallery. 1981 erhob die Queen, übrigens ein grosser Krimi-Fan, P.D. James in den Adelsstand und verlieh ihr 1983 den Titel »Officer of the Empire«.

Die Autorin, der die »Sunday Times« den Ehrentitel »Queen of Crime« verlieh, besticht durch ihr sprachliches und stilistisches Können. Ihre Charaktere überzeugen als glaubwürdige Individuen, die sie sehr sorgfältig konzipiert. P.D. James liebt Detailgenauigkeit und zeichnet sich stets durch präzise Schilderungen aus, egal ob sie eine Landschaft oder die Möblierung eines Salons beschreibt.In ihren Kriminalromanen kommen ihre genauen psychologischen Kenntnisse, ihre Freude am recherchieren und ihre reichhaltige Lebenserfahrung zur Geltung.

Sie liebt die Schriftstellerei sehr und hat ihr Genre bewusst gewählt. »Der Detektivroman handelt von einer zerstörten Ordnung und ihrer Wiederherstellung, auch wenn es sich dabei nur um eine tröstliche Illusion handelt«, so die Autorin.

1999 wurde P.D. James für Ihr Lebenswerk zum »Grandmaster of Mystery Writers of America« ernannt. Sie verstarb am 27.11.2014 im Alter von 94 Jahren in ihrem Haus in Oxford.

P.D. James über ihre Krimis:

»Bei mir kommt erst der Schauplatz, dann erst, nach Wochen und Monaten intensiven Nachdenkens, entwickeln sich die Charaktere der Personen, und danach kommt der Plot, die Geschichte.«

Krimis von P.D. James:

Adam Dalgliesh-Reihe:
Ein Spiel zuviel
(1962)
Cover her face
Eine Seele von Mörder
(1963)
A mind to murder
Ein unverhofftes Geständnis rezension
(1967)
Unnatural causes
Tod im weißen Häubchen rezension
(1971)
Shroud for a nightingale
Der schwarze Turm
(1975)
The black tower
Tod eines Sachverständigen
(1977)
Death of an expert witness
Der Beigeschmack des Todes rezension
(1986)
A taste for death
Vorsatz und Begierde
(1989)
Devices and desires
Wer sein Haus auf Sünden baut
(1994)
Original sin
Was gut und böse ist rezension
(1997)
A certain justice
Tod an heiliger Stätte
(2001)
Death in holy orders
Im Saal der Mörder rezension (mit Leseprobe)
(2003)
The murder room
Wo Licht und Schatten ist rezension
(2005)
The lighthouse
Ein makelloser Tod rezension
(2008)
The private patient
Cordelia Gray-Reihe:
Ein reizender Job für eine Frau / Kein Job für eine Dame
(1972)
An unsuitable job for a woman
Ende einer Karriere rezension
(1982)
The skull beneath her skin
Die Morde am Ratcliffe Highway (mit T.A. Critchley) – historischer Kriminalfall
(1971)
The Maul and the pear tree
Ihres Vaters Haus
(1980)
Innocent blood
Der Tod kommt nach Pemberley
(2011)
Death comes to Pemberley
The mistletoe murder (Stories)
(2016)
Sleep no more (Stories)
(2017)

Weitere Werke von P. D. James:

Im Land der leeren Häuser (Science Fiction)
(1992)
The children of men
Die Zeit der Ehrlichkeit (Autobiographie)
(1999)
Time to be in earnest
Talking about detective fiction
(1999)

Wenn sie heute allgemein (so vom amerikanischen Time Magazine in einer Titelgeschichte als »Queen der Mystery Writers« und die literarisch überlegene Nachfolgerin von Agatha Christie und Dorothy Sayers) anerkannt wird, dann bedeutet das, dass es ihr durch ihre frappierende Kenntnis des Menschen und seiner Abgründe wie durch ihre fast religiös zu nennende Vertrautheit mit dem Tod gelungen ist, den Kriminalroman in den Bereich der hohen Literatur zu führen."(Süddeutsche Zeitung)

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