Das Lied der toten Mädchen von Linus Geschke

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Sauerland, 2010 - heute.
Folge 3 der Jan-Römer-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2018. ISBN: 978-3-548-28931-1. 400 Seiten.

'Das Lied der toten Mädchen' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg im Sauerland wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die »Hush Little Baby« spielt. Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem die Frau damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist …

Das meint Krimi-Couch.de: Wenn kalte Fälle plötzlich wieder brandheiß werden 78°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

1997 wird im sauerländischen Schmallenberg eine junge Frau ermordet – neben ihr wird eine Spieluhr gefunden. 20 Jahre später interessieren sich die Journalisten Jan Römer und Stephanie Schneider für diesen ungeklärten Fall. Sie haben sich darauf spezialisiert, ungelöste Kriminalfälle nochmals aufzurollen. Jan und Mütze – so wird Stephanie wegen ihrer Obsession für Kopfbedeckungen genannt – stoßen allerdings im Sauerland nur auf verschlossene Menschen. Wenig überraschend möchte keiner der Zeitzeugen zu den Vorgängen vor zwei Jahrzehnten etwas sagen.

Das Opfer hat mit zwei Freundinnen in einem mysteriösen Haus gearbeitet, das kurz nach dem Mord abgerissen wurde. Die beiden Journalisten nehmen Witterung auf, finden eine merkwürdige Firma, die das Haus unterhalten hat. Jan und Mütze merken erst im Laufe ihrer Recherchen, dass sie mit ihren Ermittlungen offenbar einiges aufgewühlt haben. Als es dann sogar weitere Mordfälle gibt, bekommt ihr Verleger kalte Füße, aber das toughe Journalisten-Duo lässt sich nicht stoppen – und gerät schließlich selbst in Gefahr.

Verfassungsschutz und RAF würzen kräftig die Geschichte

Man muss die ersten beiden Bände um den Journalisten Jan Römer und seine Kollegin Stephanie Schneider nicht gelesen haben, um mit »Das Lied der toten Mädchen« zurecht zu kommen. Aber wer den dritten Fall von Linus Geschke gelesen hat, wird allerdings möglicherweise Appetit auf die Vorgänger bekommen. Denn das Duo Jan und Mütze ist schon eine coole Truppe.

Jeder einzelne Fall ist von Geschke so angelegt, dass er für sich gelesen werden kann. Das Privatleben der Ermittler spielt keine ganz so große Rolle, obwohl man schon einiges über Jan und Mütze erfährt. Aber die entsprechenden Sequenzen sind so dezent in die Geschichte eingebaut, dass es entweder nicht stört, oder für den Fortgang der Handlung sogar wichtig ist. Nach dem Startpunkt im Sauerland führen die Ermittlungen das Duo übrigens weit darüber hinaus – von einem Regionalkrimi kann hier also in meinen Augen keine Rede sein. So richtig Schwung bekommt die Geschichte, als der Verfassungsschutz sich interessiert, und entfernte RAF-Bezüge deutlich werden.

In Jan Römer steckt ziemlich viel von Linus Geschke

Linus Geschke hat seit seiner Zeit auf der Journalistenschule einen persönlichen Bezug zum Thema RAF, weil er damals eine größere Arbeit darüber schreiben musste. Und wenn der Verfassungsschutz beteiligt ist, ist in seinen Augen außerdem immer etwas unsauber an einer Geschichte. Mir hat in »Das Lied der toten Mädchen« gefallen, wie Jan und Mütze in ihren aufwändigen Recherchen an das durchaus problematische Thema heran gehen. 

Überhaupt ist das Ermittler-Duo ein großer Pluspunkt bei der Roman-Reihe. Man mag die Äußerung von Linus Geschke ernst nehmen, er habe sich Journalisten aus Faulheit als Protagonisten auserkoren, oder das als Koketterie abtun. Auf jeden Fall stimmt es, dass in Jan Römer viel von Linus Geschke steckt, auch wenn der Autor Wert darauf legt, dass sein Protagonist kein »alter ego« ist. Im Interview  hat Linus Geschke gesagt, er habe Journalisten als Ermittler gewählt, weil er dann nicht viel recherchieren musste. Wer den Autor kennt und die Bücher liest, wird jedenfalls über die Parallelen stolpern – und der Geschichte schadet das in meinen Augen auf gar keinen Fall.

Qualitätsjournalismus versus soziale Medien als Randthema

Auch wenn der Roman Anklänge eines Polit-Thrillers hat, bleibt das Buch doch insgesamt ein eher klassischer Krimi, und die beiden Journalisten leisten ganz solide Arbeit bei ihren Ermittlungen. Linus Geschke versteht es, den Leser von Beginn an mit seiner Geschichte zu fesseln. Im Hintergrund wird eher am Rande das Thema Qualitätsjournalismus versus soziale Medien aufgeworfen. Jan und Mütze arbeiten für ein Nachrichten-Magazin, das wie viele Medien in der heutigen Zeit Probleme hat. Die zunehmende »Eigen-Berichterstattung« in den sozialen Medien gräbt den Journalisten das Wasser ab, weil immer mehr Menschen kaum noch Wert auf journalistische Qualität legen. Hier hat der Medien-Experte Geschke den Finger etwas in die Wunde gelegt, ohne das problematische Thema seine Krimi-Geschichte zu sehr überlagern zu lassen. Geschickt gemacht – und mit viel Augenmaß.

Es geht mal wieder um Geld, Macht, Sex und Rache

Neben den starken Protagonisten – denn das sind Jan und Mütze in meinen Augen – punktet der Roman noch mit einem weiteren Thema. Hier wird die problematische Vorgehensweise des Verfassungsschutzes thematisiert, ohne das zu einem zentralen Punkt zu machen. Das zeigt insgesamt, dass Linus Geschke so einige Aspekte aufgegriffen hat, die den Kriminalfall insgesamt aber nicht überlagern. Ein scheinbar kalter Kriminalfall, die Lage in den Medien, der Verfassungsschutz und sein problematisches Wirken – hier steckt einiges drin, und der Recherche-Aufwand dürfte am Ende doch groß gewesen sein. Es geht um Geld, Macht, Sex und Rache – dabei reicht der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite. Das Ende ist dann in meinen Augen ein richtiger Knaller, den ich so nicht erwartet habe. Ein mehr als lesenswerter Krimi mit wirklich coolen Ermittlern.

Andreas Kurth, März 2018

Ihre Meinung zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen«

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Annette Traks zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 25.06.2018
1997 wird auf dem Wilzenberg bei Schmallenberg im Hochsauerland die Leiche der 19-jährigen Sonja Risse gefunden. Sie trägt ein dünnes rotes Kleid, ist sorgfältig mit Laub bedeckt, und neben ihr steht eine Spieluhr, die das Schlaflied "Hush, little baby, don't say a word" spielt. Die junge Frau wurde mit einem einzigen Stich ins Herz getötet, der Täter nie ermittelt.

Gegenwart: Für das Nachrichtenmagazin "Die Reporter" schreiben Jan Römer und seine Kollegin Stefanie "Mütze" Schneider über länger zurückliegende, ungeklärte Kriminalfälle.

Sie rollen den Mord an Sonja Risse neu auf, wobei sich ihre zentralen Fragen zunächst darum drehen, was für eine Person die Verstorbene war und welchen Bezug sie zu einem einsam im Wald gelegenen Gästehaus hatte.

Doch Jan Römers und Mützes Recherchen bringen kaum weiterführende Ergebnisse.

Erst als sie zwei Freundinnen der Toten ausfindig machen, kommt Bewegung in den Fall. Was spielte sich in dem geheimnisvollen Gästehaus ab, in dem alle drei arbeiteten, und was verbergen die Frauen, die aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit immer noch Angst zu haben scheinen? Nur zögerlich geben sie ein paar Informationen preis.

Resümee:
Die Handlung setzt sich aus 2 Strängen zusammen, die regelmäßig wechseln - einem, der 1997 und einem, der in der Gegenwart spielt.

Dabei verläuft insbesondere das Gegenwartsgeschehen nicht linear, sondern enthält viele Schlenker, wobei sich Fiktion und Wirklichkeit vermischen - z.B. wenn es um den realen Mordfall Ulrich Schmücker (*1974) und die anschließenden Strafverfahren geht.

Dadurch werden immer wieder neue Fragen aufgeworfen, alternative Theorien entwickelt und neue Verdächtige ins Visier gerückt.

Die Auflösung erfolgt erst am Schluss ... und ist trotz aller "Irrungen und Wirrungen" erstaunlich einfach. Schade, dass der Klappentext diesbezüglich einen gravierenden Fehler enthält.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch der Leser oft mehr als Jan Römer und Mütze weiß, was die Dramatik zusätzlich steigert. Die zum Teil düstere Stimmung trägt ein Übriges dazu bei. Überhaupt werden die atmosphärischen und menschlichen Stimmungen sehr authentisch wiedergegeben.

Erfrischend sind die oft humorvoll-schlagfertigen Dialoge zwischen Jan und Mütze sowie dem Ex-Boxer Arslan, der die beiden Journalisten auch diesmal wieder tatkräftig unterstützt.

Das Privatleben Jan Römers nimmt in diesem Band einen besonders breiten Raum ein - für mich manchmal einen zu breiten, obwohl dadurch natürlich auch menschliche Nähe zum Leser erzeugt wird.

Fazit: ein insgesamt gelungener 3. Band der Jan-Römer-Reihe.
rolandreis zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 08.05.2018
"Das Lied der toten Mädchen" ist der dritte Fall aus der Jan-Römer-Reihe von Linus Geschke. Diesmal geht es um einen zwanzig Jahre zurückliegenden ungelösten Mordfall einer jungen Frau im Sauerland. Auffällig dabei eine zurückgelassene Spieluhr, die das Schlaflied "Hush Little Baby" abspielt. Natürlich steht dem Journalisten Jan Römer auch wieder seine Kollegin Stefanie Schneider, genannt "Mütze", und der Ex-Boxer Arslan zur Seite. Die Nachforschung in diesem "Cold Case" führen diese zu Verstrickungen des Verfassungsschutz. Was geschah damals am Wilzenberg?

In gewohnt sympathischer Manier trifft der Leser auch in diesem Band wieder auf liebgewonnene Protagonisten und geht gemeinsam mit ihnen auf Recherchearbeit. Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände kann dieser Band gelesen werden, ich empfehle aber auch gern die Vorgängerfälle dieser Reihe (hierzu findet ihr ebenfalls in meinem Blog die Rezensionen). Auch die private Story von Jan und Mücke geht weiter, nimmt aber keinen zu großen Raum ein, so dass der Leser nicht vom Kriminalfall abgelenkt wird. Dieser wiederum ist schlüssig aufgebaut und könnte auch jederzeit in der Realität so abgelaufen sein. Obwohl ich nach einem zweiten Mord bereits selbst bei der Tätersuche den richtigen Riecher hatte, wird dieser Band nie langatmig. Konstant fügt sich ein Puzzleteil zum nächsten und so ergibt sich ein stimmiger Krimi. Auch dieser Band hat mir wieder gut gefallen und ich werde sicherlich der Reihe treu bleiben. Gespannt bin ich auf den vierten Fall, den am Ende platziert der Autor einen kleinen Hinweis, der auf eine Verbindung zu einem früheren Fall hindeutet.
wampy zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 31.03.2018
Buchmeinung zu Linus Geschke – Das Lied der toten Mädchen

Meine Meinung:
Dies ist seit langer Zeit das erste Buch, das ich an einem Tag komplett gelesen habe. Es muss also spannend und leicht zu lesen sein. Es liest sich flüssig, auch weil die Hauptfiguren sympathisch wirken. Bei der Spannung ist es so eine Sache. Die Spannung ist ohne Zweifel vorhanden, basiert aber zu großen Teilen auf den Ermittlungsergebnissen der Journalisten. Jan Römer wird bei seiner Arbeit von Stefanie Schneider, genannt Rmütze, unterstützt, die sehr gute Recherchearbeit leistet und mit Jan einen regen Gedankenaustausch pflegt. Wenn es gefährlich zu werden droht, wird der Ex-Boxer Arslan hinzugezogen. Auch private Probleme der Ermittler spielen eine Rolle. Jan ist geschieden und seine Tochter sieht er nur an einigen Wochenenden. Seine Ex will zu ihrem neuen Partner nach München ziehen, was bedeutet, dass Jan seine Tochter wesentlich seltener sehen wird. Dies schlägt auf seine Stimmung und seinen Alkoholkonsum. Mütze hat dagegen kein nennenswertes Privatleben.
Ihr aktueller Cold-Case-Fall erweist sich als sehr lebendig und es gibt weitere Opfer. Auch der Verfassungsschutz mischt mit und es gibt weitere Beteiligte, die ihre Interessen verfolgen und dabei auch Gesetze überschreiten. Mehrere Perspektiven werden prasentiert und die Gedanken des jeweils Betroffenen werden dadurch sehr deutlich. Damit weiß der Leser auch mehr als die beiden Journalisten, die auf ihre Rechercheergebnisse angewiesen sind. Die Stimmung ist oft recht dunkel und bedrohlich, wird aber auch durch ideenreiches Vorgehen und kleine Nebengeschichten aufgelockert. Das Tempo ist zu Beginn gemächlich, steigert sich aber zum Ende hin deutlich.
Die Stärke des Buchs liegt in der Figurenzeichnung und im ausgeklügelten Plot. Viele der Figuren sind tief gezeichnet und sie haben alle Stärken und Schwächen. Sogar der Showdown überzeugt mit nachvollziehbaren Handlungen. Die Aauflösung hat nicht nur mich überrascht, sondern auch einige der Beteiligten. Dabei ist sie vollkommen logisch und lässt keine Fragen offen.

Fazit:
Mich hat dieses Buch voll und ganz überzeugt. Sowohl die Figurenzeichnung als auch der Plot sind sehr gelungen. Die Journalisten beschränken sich auf ihre Mittel und wirken somit um so überzeugender. Ich vergebe gerne fünf Sterne (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.
Maren Richter zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 16.03.2018
Nachdem ich zuvor bereits den Vorgänger (Und am Morgen waren sie tot) verschlungen habe, griff ich gespannt zu diesem Buch.
Die drei Protagonisten Jan Römer, Mütze und Arslan machen auch diesen Band wieder zum Lesevergnügen.
Die beiden Journalisten Römer und Mütze beschäftigen sich mit ungelösten Kriminalfällen und fangen dabei mal ordentlich an selbst zu ermitteln.
Vor knapp 20Jahren wurde eine junge Frau getötet und neben ihr eine Spieluhr gefunden. Warum konnte der Mord nie aufgeklärt werden und was hat der Verfassungsschutz mit ihm zu tun.
Recht bald stossen die beiden sympathischen Journalisten auf einige Spuren ud beginnen sich immer weiter mit dem Netz zu beschäftigen.
Bis zum Schluss blieb der Roman spannend und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
Nun werde ich mir auch noch den fehlenden ersten Band um Jan Römer besorgen und die Reihe zu kompletisieren.
Principessa1909 zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 02.03.2018
Der dritte Fall für Jan Römer und Stefanie „Mütze“ Schneider...


...und gleichzeitig mein erster Fall der beiden.

Zur Handlung:
Jan Römer und Stefanie Schneider, genannt Mütze, arbeiten als Journalisten beim Kölner Zeitungsmagazin „Die Reporter“, wo sie ungelöste Kriminalfälle (Cold Cases) recherchieren und über diese berichten.
Der aktuelle Fall führt sie hierbei ins Sauerland, genauer gesagt auf den Wilzenberg, wo vor 20 Jahren eine junge Frau, Sonja Risse, ermordet wurde und deren Tod nie wirklich aufgeklärt werden konnte.
Was geschah damals wirklich am Wilzenberg? Welche Rolle spielte die damals zurückgelassene Spieluhr mit dem Lied „Hush, little baby, don’t say a word.“ ? Und was hat ein Mann namens „Viktor“ mit all dem zu tun? Was passierte in dem Haus am Fuße des Wilzenberges, in welchem Sonja mit zwei Freundinnen arbeitete? Wissen diese mehr über die Ereignisse von damals? Und was hat der Verfassungsschutz mit all dem zu tun?

Das Buch:
Das Buch beginnt mit einer Rückblende in das Jahr 1997, zum Mord an der 19-jährigen Sonja Risse und wechselt anschließend direkt in die Gegenwart zu Jan und Mütze, welche eben über diesen Mord berichten sollen.
Im Laufe des Buches lernt man nach und nach auch weitere Personen aus der damaligen Zeit kennen, erfährt aber nur in Bruchteilen, was damals wirklich geschah, ohne dass das fehlende Puzzleteil zur Lösung des Rätsels preisgegeben wird. Bis zum Schluss ist man sich nicht sicher, ob die eigene Vermutung (welche allerdings korrekt war), wer der Mörder ist, wirklich stimmt, oder man nicht doch völlig falsch liegt.
Das Buch bleibt spannend bis zum Ende und ist uneingeschränkt empfehlenswert!

Fazit:
Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Jan und Mütze. Im Gegenteil: Ich werde mir schnellstmöglich jetzt auch Band 1 und 2 besorgen, um anschließend dann gespannt auf Band 4 der Reihe zu warten.

Also:
Klare Kaufempfehlung meinerseits!
Büchermaulwurf zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 01.03.2018
TodesmelodieJan Römer und seine Kollegin Stefanie „Mütze“ Schneider schreiben für das Nachrichtenmagazin „Die Reporter“ über ungeklärte Kriminalfälle.
In ihrem dritten Fall geht es um einen ungeklärten Mordfall im Sauerland.
Im Herbst 1997 wurde auf dem Wilzenberg die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie starb durch einen Stich ins Herz. Der Täter ließ neben ihr eine Spieluhr zurück. Jan und Mütze beginnen mit ihren Recherchen, um den alten Fall neu aufzurollen. Dabei stoßen sie auf viele Ungereimtheiten und Ablehnung. Außerdem scheint der Verfassungsschutz in den Fall verwickelt zu sein. Da wird erneut eine junge Frau ermordet und der Täter lässt wieder eine Spieluhr neben der Leiche zurück. Jan und Mütze wollen unbedingt die Wahrheit herausfinden, womit sie sich jedoch selbst in große Gefahr bringen.Obwohl ich die beiden Vorgängerbände nicht kenne, habe ich mich leicht in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen und die Geschichte blieb spannend bis zum überraschenden Ende. Der Autor verstand es den Verdacht immer wieder auf andere Personen zu lenken, so dass der wahre Täter und sein Motiv bis zuletzt im Dunklen blieb. Die Auflösung am Ende war für mich überraschend aber logisch und glaubwürdig.Die Idee des Autors hier Journalisten in alten, ungeklärten Kriminalfällen ermitteln zu lassen, anstelle des sonst übliche Kommissars, empfand ich als angenehme Abwechslung. Dadurch ergab sich eine andere Sichtweise auf den Fall. Dem Autor ist es gelungen mit den beiden Hauptfiguren Jan Römer und„Mütze“ Schneider zwei sehr sympathische und authentische Charaktere zu schaffen. Die beiden verstehen sich gut und bilden ein gutes Team. Es macht Spaß den beiden bei ihren Ermittlungen ins Sauerland zu folgen und ganz nebenbei erfährt man auch etwas über ihr Privatleben. Gut gefallen hat mir auch Jan`s Freund Arslan, ein Ex-Profiboxer, der für die nötige Portion Humor sorgte.Ich werde mir auf jeden Fall Band 1 besorgen, um die Reihe von vorne zu beginnen.Mein Fazit: Ein spannender Krimi mit sympathischen Protagonisten und einem guten Plot, der mich sehr gut unterhalten hat.
HexeLilli zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 20.02.2018
Von hexelilli
Neugierig durch das Cover und die Leseprobe machte ich mich über das Buch her. Obwohl ich die Vorgänger nicht gelesen hatte, war es kein Problem in das Geschehen einzutauchen.
Der Journalist Jan Römer und seine Kollegin Stefanie Schneider, genannt Mütze recherchieren in ungelösten Mordfällen. Vor 20 Jahren wurde eine junge Frau getötet. Am Tatort fand man eine Spieluhr. Der Verfassungsschutz spielt eine wichtige Rolle. Dann geschieht ein zweiter Mord und wieder findet man eine Spieluhr.
Die ganze Geschichte beginnt sehr geheimnisvoll, vor allem als der Uhrmacher auftaucht. Aber man braucht nicht lange, um die Zusammenhänge zu erkennen. Seitenweise fehlt etwas die Spannung, trotzdem will man natürlich wissen, wie es ausgeht. Das Ende hat mich dann aber schon überrascht, damit hätte ich nicht gerechnet.
Dem Autoren gelingt es durch immer neue Wendungen den Leser bei der Stange zu halten. Durch diesen guten, soliden Krimi fühlte ich mich bestens unterhalten.
books4ever zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 31.01.2018
Interessanter Cold Case mit kleinen Schwächen

Im Zuge ihrer nunmehr dritten Cold-Case-Recherche verschlägt es die beiden Journalisten Jan Römer und Stephanie Schneider alias „Mütze“ in das beschauliche Sauerland. Im Herbst 1997 wurde auf dem Wilzenberg eine junge Frau mit einem einzigen Stich ins Herz getötet. Alles, was der Täter zurückließ, war eine Spieluhr, die das Lied „Hush little baby“ spielt.
Bei ihren Nachforschungen stoßen die beiden Journalisten auf eine Mauer des Schweigens, doch dann gibt es ein weiteres Opfer…

Ich habe bereits den ersten Krimi rund um Jan und Mütze gelesen und man merkt auch in diesem Band wieder, dass die beiden ein eingespieltes Team sind und perfekt miteinander harmonieren. Es hat mir Spaß gemacht, mit den beiden zu ermitteln und sie bei ihren Recherchen im Sauerland zu begleiten. Man erfährt auch im dritten Band nebenher wieder einiges über ihr Privatleben, was die beiden in meinen Augen sehr lebendig und sympathisch macht. Auch Jans Freund und Boxstudio-Besitzer Arslan ist wieder mit von der Partie.

Der Mordfall, in dem Jan und Mütze ermitteln, beginnt zunächst sehr spannend. Die 19-jährige Sonja Risse geht mitten in der Nacht allein auf den unheimlichen Wilzenberg, um sich dort mit jemandem zu treffen, doch stattdessen wird sie durch einen Stich ins Herz getötet. Bei ihren Ermittlungen kommen die beiden zunächst aber nicht wirklich voran. Niemand scheint großes Interesse daran zu haben, dass der alte Fall neu aufgerollt wird. Entsprechend flaut auch die Spannungskurve ein wenig ab, da den Journalisten immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.
Dies ändert sich allerdings in der zweiten Hälfte des Buches, da hier die Handlung durch einige unerwartete Wendungen noch einmal an Tempo aufnimmt. Auch die Auflösung am Ende hat mich doch sehr überrascht, da ich hiermit nun wirklich nicht gerechnet hätte. Linus Geschke ist es erfolgreich gelungen, viele falsche Spuren zu legen, sodass der wahre Täter bis zum Ende hin unklar bleibt.

Insgesamt ist „Das Lied der toten Mädchen“ ein spannender Krimi rund um einen mysteriösen Cold-Case-Fall. Leider waren mir ein paar Stellen der Handlung (wie beispielsweise die Verstrickung des Verfassungsschutzes in den Fall) etwas zu konstruiert und nicht ganz so glaubwürdig. Dennoch ein sehr solider deutscher Krimi.
JosefineS zu »Linus Geschke: Das Lied der toten Mädchen« 22.01.2018
Ein 20 Jahre alter Mordfall, bei dem eine wunderschöne junge Frau im Wald getötet und in ihrer unmittelbaren Umgebung eine Spieluhr mit einem Schlaflied zurück gelassen wurde. Das Journalisten Duo Jan Römer und Stefanie Schneider berichten über ungeklärte Mordfälle und recherchieren zu eben diesem tragischen Mord. Sie stoßen auch nach dieser langen Zeit auf Schweigen und Angst bei den Hinterbliebenen. Noch während sie im dunklen tappen über die wahren Ereignisse, wird plötzlich wieder eine Frau getötet. Auch hier befindet sich eine Spieluhr mit der selben Melodie wie damals, in der Nähe der Leiche.
Lange ist unklar was wirklich passiert ist, da die Recherchen am Anfang kaum Licht in die Vorkommnisse von damals bringen und oft mehr Fragen aufwerfen als Antworten bringen. Doch hinter der Fassade der beteiligten steckt mehr als zunächst zu erahnen ist und Stück für Stück kann das Puzzle zusammen gesetzt werden, bis sich daraus ein Bild ergibt. Das Lied der toten Mädchen ist nun mehr der dritte Kriminalroman um den Journalisten Jan Römer, lässt sich aber unabhängig von den beiden Vorgängern lesen. Das Buch hat zwar kriminalistische Grundpfeiler lässt jedoch, dank eines Journalisten als Protagonist eine andere Herangehensweise an den Fall zu und eröffnet einen ganz anderen Blickwinkel, wodurch es sich von einem normalen 0815 Krimi abhebt.
Der Schreibstil ist abwechslungsreich, leicht und flüssig zu lesen. Der Autor schafft es sehr spannende, bedrohliche Szenen einzubauen, die mich fesseln und in Atem halten konnten. Die Szenerie der Umgebung wird detailliert und bildlich beschrieben ohne langatmig zu wirken. Jan Römer ist eine sympathisch gezeichnete Figur der Linus Geschke durch den Einblick in sein Privatleben Tiefe einhauchen konnte. Hier gab es auch den ein oder anderen wohl dossierten "Schmunzel" Moment der die Stimmung zwischen den Ereignissen aufgelockert hat. Man bildet sich im laufe des Buches seine eigene Theorie über die damaligen Ereignisse und versucht mit Jan und seiner charmanten Kollegin "Mütze" heraus zu finden was wirklich geschah. Wer gern mal etwas anderes als den typisch kaputten, chronisch schlecht gelaunten Kommissar in seinem Kriminalroman möchte, der sollte hier zuschlagen.
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