Sonne, Mord und Sterne von James Patterson

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Jack & Jill, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Washington D.C., 1990 - 2009.
Folge 3 der Alex-Cross-Serie.

  • Boston: Little, Brown, 1996 unter dem Titel Jack & Jill. 432 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2000. Übersetzt von Edda Petri. ISBN: 3-431-03605-8. 382 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2002. Übersetzt von Edda Petri. ISBN: 3828906087. 382 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2003. Übersetzt von Edda Petri. ISBN: 3-404-14851-7. 447 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2001. Gesprochen von Ulrich Pleitgen. ISBN: 3-7857-1121-2. 5 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Lübbe Audio, 2009. Gesprochen von Dietmar Wunder. 6 CDs.

'Sonne, Mord und Sterne' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

In unmittelbarer Nähe der Schule, die Alex Cross’ Sohn besucht, werden mehrere Kinder erschlagen. Doch diesem Fall, der ihm aus verständlichen Gründen besonders nahegeht, kann sich Cross nur nach Feierabend widmen: Auf Befehl von »ganz oben« muß er sich einer Mordserie zuwenden, die die ganze Nation in Atem hält. Ein Pärchen, das sich nach einem alten Kinderlied als »Jack und Jill« bezeichnet, ermordet Prominente in Washington. Im Zuge seiner Ermittlungen erfährt Alex Cross, dass ein Auftragskiller der CIA »außer Kontrolle geraten« sein soll. Aus der Mordserie entwickelt sich nun endgültig ein Politthriller. Aber auch der Kindermörder treibt nach wie vor sein Unwesen …

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine gelungene Kombination aus Horror- und Polit-Thriller« 75°

Krimi-Rezension von Michael Matzer

Dieser frühe Alex-Cross-Roman mit dem Titel »Sonne, Mord (!!) und Sterne« ist mindestens so gut wie »Wenn Mäuse Katzen jagen«: enorme Spannung, genügend Action und vor allem tiefe psychologische Einsicht zeichnen den Roman aus. James Patterson hat kaum jemals besser geschrieben.

Warum dieses 1996 veröffentlichte Buch erst jetzt auf den deutschen Markt kommt, ist mir schleierhaft. Politische Motive könnten der Grund sein: Immerhin wird der Präsident, der ermordet werden soll, als eine Art Reformer im Stil des frühen Clinton dargestellt. Sein Nachfolger wird ein Republikaner. Beide sind sich spinnefeind. Eine Publikation des Buches hätte als Kommentar aus unberufenem (deutschem) Munde aufgefasst werden können.

Die amerikanische Hauptstadt wird von zwei Mordserien in Angst und Schrecken versetzt. Ein Killerpaar, das sich selbst in postmortalen Botschaften nach einem alten Kinderlied poetisch als »Jack und Jill« bezeichnet, killt Prominente mit dubioser Vergangenheit oder Moral. Dazu gehören Senatoren, aber auch bekannte Fernsehansagerinnen und Richter.

Und der letzte und wichtigste Kandidat auf ihrer Liste ist der Präsident himself. Der Geheimdienst ist gebührend geschockt: Der Präsident und die First Lady werden vom Secret Service und CIA selbst als mit den Codenamen »Jack und Jill« bezeichnet. Werden die Morde also von Insidern verübt? Als ein dritter Killer alle Theorien über das Paar über den Haufen wirft, eskaliert der Konflikt. Alex Cross von der Mordkommission der Polizei wird hinzugezogen.

Er soll eigentlich die zweite Mordserie der Hauptstadt aufklären. In der Gegend der Schule, wo sein eigener Sohn Damon Unterricht erhält, werden mehrere Kinderleichen in grauenhaft verstümmeltem Zustand aufgefunden. Dr. Cross fühlt plötzlich sein eigenes Familienglück bedroht, das nach dem Tod seiner Frau Maria eh schon ziemlich lädiert ist.

Zum Glück kann Cross die Bekanntschaft der neuen und sich als »tough« erweisenden Rektorin der Schule machen, Christine Johnson. In späteren Romanen wie »Wenn Mäuse Katzen jagen« wird daraus eine intensive Liebe. Ms. Johnson taucht auch in »Pop goes the weasel« auf.

Cross sieht sich einem Dreifrontenkampf ausgesetzt: An der Heimatfront in Südost-Washington, im Weißen Haus, um den Präsidenten zu schützen, und schließlich im Stellungskampf gegen die drei Unsichtbaren, die unter »Jack und Jill« firmieren. Als der Präsident von diesem Grabenkrieg die Nase voll hat, weil die Regierung nicht mehr arbeiten kann, besucht er New York City mit seinem Tross, selbst auf die Gefahr hin, dort angegriffen zu werden. Und tatsächlich: Eine Bombe explodiert direkt an seinem Rednerpult. Der Mörder muss ein Insider sein, denn nur das FBI konnte so nahe an den First Man herankommen …

Dieses Buch ist eine Kombination aus Horror-Thriller à la »Schweigen der Lämmer« und Politthriller à la Grisham (»Die Bruderschaft«) und Baldacci (»Absolute power«). Es zeigt uns Alex Cross als rechtschaffenen Mann, der sich zwischen zwei Welten fast zerreißen muss, um damit klarzukommen, und ohne seine Freunde und Familie würde er es garantiert nicht schaffen. Der psychologische Konflikt ist klar und anrührend herausgearbeitet.

Während er sich dem Präsidentenschutz und der Killerjagd auf Befehl von ganz oben zu widmen hat, bleibt ihm praktisch nur der Feierabend, um seine Familie und seine Nachbarschaft vor einem Psychopathen zu schützen. Das liegt daran, dass Südost-Washington nur sehr wenige Polizeibeamte zugestanden werden, weil es ganz unten auf der Prioritätenliste der Polizei steht, wohingegen die meist weißen Opfer von Jack und Jill Vorrang genießen ? der alltägliche Rassismus also. Ist Pattersons Kritik an diesem Unrecht schon hier deutlich, so sie geradezu schneidend scharf in »Pop goes the weasel«.

Die Horrorelemente halten sich m.E. in Grenzen. Natürlich reiht sich ein Blutbad an das andere und laufend findet Cross Kinderleichen, aber das ist nicht mit dem Kannibalismus und den Untaten eines Hannibal Lecter zu vergleichen. Lesern ab 16 Jahren ist das Buch durchaus zuzumuten.

Auch Gary Soneji ruft mal wieder an, ganz am Schluss. Damit bindet der Autor diesen Roman in die Reihe der Soneji-Bücher ein. Leider kenne ich den 1. Band nicht, doch der 2. Band ist »Wenn Mäuse Katzen jagen« ? sehr zu empfehlen für Leser mit guten Nerven.

Anmerkungen zur Übersetzung:

Die deutsche Übersetzerin Edda Petri hat, anders als ihr Mann Winfried, durchaus zufriedenstellende Arbeit abgeliefert. Dennoch sind ihr ärgerliche, weil vermeidbare Fehler unterlaufen. Washington D.C. liegt nicht am Anaconda River, sondern am Anacostia River ? die Verlegung der US-Hauptstadt an den Amazonas steht hoffentlich noch nicht bevor.

Sie bezeichnet Funkgeräte immer noch als »Radio« (wie im Englischen), obwohl der Unterschied klar sein dürfte. Und auf Seite 227 übersetzt sie den Film »All the President´s Men« wörtlich mit »Alle Männer des Präsidenten« statt mit der allgemein bekannten Übersetzung »Die Unbestechlichen«. Es handelt sich um den bekannten Film um die Aufdeckung des Watergate-Skandals durch die von Dustin Hoffman und Robert Redford gespielten Redakteure der »Washington Post«. Offenbar war Frau Petri der Hinweis auf den Präsidenten wichtiger als der deutsche Filmtitel, aber der Leser ist zunächst etwas verwirrt.

Ihre Meinung zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne«

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kianan zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 06.01.2013
Auch das dritte Buch der Serie um Alex Cross konnte mich voll überzeugen und damit wurde ich zum James Patterson-Fan.

Dies blieb auch noch lange Zeit so, bis auf die meisten seiner letzten Bücher, deren Qualität sehr stark nachgelassen hat.

Aber bis dahin sind seine Bücher - dazu gehört definitiv auch "Sonne, Mond und Sterne" - wirklich eine sehr lohnenswerte und super spannende Lektüre.

Aus meiner Sicht: LESEN!!!
CSIler zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 22.11.2009
Dies war mein 1. Buch von James Patterson aus der Alex-Cross-Reihe und ich fand es sehr gut und hat großen Suchtfaktor.

Da die Kapitel sehr kurz sind, kann man das Buch sehr fließend und schnell durchlesen.

Das Buch ist aus der Ich-Form von Det. Cross u. teilweise aus der Sicht der Serienmörder geschrieben.

Klasse fand ich, dass parallel 2 Morserien in Washington D.C. geschehen.
Und dann "High-Society-Serientätern" mit über 1000 Ermittlern/Polizisten gegen "Kindermörder" mit gerade 1 1/2 inoffizielen Polizeieinheit (ca. 5-6 Polizisten.)

Im Gegensatz zu dem Fensehen, arbeiten die verschiedenen Einheiten (also Polizei, FBI, CIA) gut zusammen.

Überraschend ist auch, wer hinter dem Mörderpaar "Jack und Jill" steht. Wer hätte gedacht, dass sie praktisch vor der Nase von Alex Cross sitzen.

Fazit: Ein sehr spannendes Buch und echt empfehlenswert!!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
JB zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 17.07.2009
Ich habe das Buch gelesen und würde es jedem weiterempfehlen! Das Ende war für mich total überraschend! Ein super Buch von einem super Schriftsteller.
Ich wäre nie darauf gekommen wer Jack und Jill waren! Das war echt sehr gut geschrieben von Herrn Patterson!
Wünsche allen viel Spaß beim Lesen
Ein sehr spannendes Buch!
Cepotaz zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 26.07.2008
Ein Klasse Buch!
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und war begeistert. Nur eines hat mich ein klein wenig genervt. Der spruch 'Happy Happy Joy Joy' wollte mir tage nicht aus dem Kopf gehen. Aber ein preis den ich gerne für solch eine lektüre zahle.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Mik zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 02.05.2008
Ich fands klasse, richtig spannend, aber manchmal echt kompliziert, naja bin ned so der Bücherwurm.
AUch mein Vortrag pber das Buch war ein Erfolg :D ne glatte 6! :D (in Deutschland is das ne 1 :D)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kerstin zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 21.04.2008
Zwei unterschiedliche Fälle lassen Cross nicht zur Ruhe kommen – zwei Mordserien, eine verübt an Kindern und die zweite an prominenten Leuten, aber das eigentliche Ziel ist der Präsident … eine Verschwörung ist nicht ausgeschlossen. Ja und es ist diesem Kindermörder gar nicht Recht, dass ein verrücktes Promimörderpärchen statt ihm im Rampenlicht steht und Cross befindet sich wegen den beiden Fällen in einem Prioritätenkonflikt … Aber die Verschwörer sind näher als man denkt!
theatertante zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 17.03.2008
ich fand das buch durchweg spannend und gut zu lesen. die charaktere sind sehr gut ausgefeilt. was mir ein wenig die spannung genomen hat u. mir gefehlt hat, war wie cross letzendlich auf die richtigen jack u jill gekommen sind u warum sie es waren- große schwachstelle für ein sonst großartiges buch!
Mike zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 26.11.2007
Ich finde das Buch Klasse, obwohl es das erste Buch von James Patterson ist.
Erst musste ich mich daran gewöhnen, dass die Perspektiven immer wieder ändern.
Mommentan bin ich dran, einen Vortrag für die Schule zu schreiben.

Wünscht mir Glück :P
Sabrina zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 14.09.2007
Das ist nun das 5te Buch, das ich von James Patterson gelesen habe und finde es ist für Patterson-Fans und die, die es werden wollen, absoult empfehlenswert! Ich liebe seine Art ohne Vorwarnung die Erzählperspektive zwischen Cross und den Mördern zu wechseln.
Leider kam für mir persönlich diesmal die Sicht des Mörders zu kurz und auch die Familie, sowie sein Freund Sampson, rückten zu sehr in den Hintergrund.
Trotzdem hat sich Patterson vorallem mit dem Endel wiedermal übertroffen! Wenn man denkt, man hat den Mörder, kommen immer wieder überraschende Wendungen.
Gian-Luca zu »James Patterson: Sonne, Mord und Sterne« 11.11.2006
ein sehr entäuschender roman von J. P. .die story ist zwar gut aber für meinen geschmack zu politisch.Ich hätte mir mehr vom schul killer gewünscht.Ich hoffe das näste buch wird besser.

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