Der Narr und seine Maschine von Friedrich Ani

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Suhrkamp.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.
Folge 21 der Tabor-Süden-Serie.

  • Berlin: Suhrkamp, 2018. ISBN: 978-3518428207. 143 Seiten.

'Der Narr und seine Maschine' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Tabor Süden, der unbegreifliche Typ, der sich zunächst als Polizeibeamter, dann als Privatdetektiv zum vielerfahrenen und vielerl eidenden Spezialisten für Vermissungen, vulgo: für Vermisstenfälle, entwickelte. Eigentlich wollte er seine Ermittlertätigkeit nie wiederaufgreifen, nachdem beim letzten Fall ein Mitarbeiter der Detektei das Leben verloren hatte. Wie eine aus dem Leben gefallene Erscheinung taucht er dennoch plötzlich am Münchner Hauptbahnhof wieder auf jedoch nur, um aus München für immer zu verschwinden, ohne sich von irgendjemandem zu verabschieden. Ziel und Zukunft: Solche Begriffe liegen für Tabor Süden außerhalb seines Begriffsvermögens. Die Chefin , die meint ihn zurückhalten zu können mit einem Auftrag der besonderen Art, weiß, dass er den Bahnhof als Startplatz ins Verschwinden nutzt, trifft ihn dort und bringt ihn dazu, sich, zum allerallerletzten Mal, auf Personensuche zu machen. Vielleicht stimmt Süden nur zu, weil ihm nach kurzer Zeit klar wird: Wenn er den Vermissten aufspürt, wird er dem eigenen Spiegelbild begegnen.

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holle77 zu »Friedrich Ani: Der Narr und seine Maschine« 03.10.2018
Tabor Süden will seine Detektivtätigkeit aufgeben, nachdem bei der letzten Ermittlung ein Kollege den Tod fand, und sich klammheimlich aus dem Staub machen. Mit seiner Reisetasche steht er am Münchner Hauptbahnhof und lässt einen Zug nach dem anderen vorbeifahren. Plötzlich taucht seine bisherige Chefin auf und erzählt ihm von einem Auftrag, den er dann doch noch annimmt. Er soll einen Kriminalautoren, von dem er selbst einige Bücher gelesen hat, suchen, der spurlos verschwunden ist.
Bei seinen Recherchen kommt er Cornelius Hallig, der unter dem Namen Georg Ulrich schreibt, so nahe, wie man einem Unbekannten nur nahe kommen kann und stellt fest, dass sie sehr viele Gemeinsamkeiten haben, vor allem in ihrer inneren Finsternis, Verzweiflung und Todessehnsucht.
Dieser Roman ist sicher kein Krimi im herkömmlichen Sinn, er besticht auch nicht etwa durch Spannung, aber er zeichnet sich durch eine ganz besondere Atmosphäre aus: Melancholie, verblasste, aber immer wieder aufflammende Trauer, Nachdenklichkeit. Und wie immer bei Ani ist seine Sprache ein Genuss.
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