Frank M. Robinson & Thomas N. Scortia

Frank Malcolm Robinson, geboren am 9. August 1926 in Chicago/Illinois, begann seine berufliche Laufbahn als Laufbursche für einen großen Verlag. 1944 wurde er eingezogen und zog mit der US-Navy in den II. Weltkrieg. Nach dem Ende seiner Dienstzeit studierte Robinson Physik am Beloit College in Wisconsin. Da er nach seinem Abschluss 1950 keine Arbeit fand, kehrte er in den Militärdienst zurück. Dieses Mal diente er in Korea.

Zurück in den USA studierte Robinson Journalismus. Ab 1956 arbeitete er für ein populärwissenschaftliches Magazin, zwischen 1959 und 1973 für verschiedene Herren-Magazine, zuletzt für den »Playboy«, bevor er sich als freier Schriftsteller in San Francisco niederließ. Ab 1950 hatte er Kurzgeschichten und bereits 1956 den SF-Thriller The Power (dt. Die lautlose Macht) veröffentlicht, der 1968 verfilmt wurde.

Zwischen 1974 und 1980 schrieb Robinson fünf Wissenschafts- bzw. Technik-Thriller mit Thomas N. Scortia (1926-1986). Gleich der erste  Inferno  wurde ein Welterfolg und bereits 1974 als The Towering Inferno (dt. Flammendes Inferno) verfilmt. Nach Scortias Tod veröffentlichte Robinson nur noch wenige Romane. Er wandte sich in den 1990er Jahren wieder stärker der Kurzgeschichte zu. Sehr aktiv wurde er im sekundärwissenschaftlichen Bereich. Robinson veröffentlichte unzählige Essays u. a. Texte in SF- und Film-Magazinen. Zudem gilt er als ausgewiesener Kenner der »Pulp«-Magazine und hat mehrere reich illustrierte Bücher zum Thema veröffentlicht. 

Frank M. Robinson starb am 30. Juni 2014

Thomas Nicholas Scortia wurde am 29. August 1926 in Alton/Illinois geboren. Er studierte Chemie an der Washington University in St. Louis. Nach seinem Abschluss (1949) arbeitete Scortia für verschiedene Raumfahrt-Unternehmen.

Nach dem Ende der bemannten Mondfahrt (1972) wurden zahlreiche Angestellte ´freigestellt´. Scortia hatte bereits in den 1950er Jahren einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Sein Debüt war »The Prodigy« in der Ausgabe März 1956 des Magazins »Science Fiction Adventures«. Um seinen Ruf besorgt, bediente sich Scortia der Pseudonyme Scott Nichols, Gerald MacDow und (möglicherweise) Arthur R Kurtz.

Nach einem ersten Roman, dem 1961 erschienenen Thriller (What Mad Oracle?), begann Scortia nach 1970 eine Laufbahn als freier Schriftsteller. Dem Science-Fiction-Roman Artery of Fire folgte The Glass Inferno (dt. Inferno), geschrieben 1973 mit dem Science-Fiction-Autor Frank M. Robinson. Mit ihm arbeitete Scortia in den nächsten Jahren immer wieder zusammen.

The Glass Inferno ebnete  nicht zuletzt durch die sehr erfolgreiche Verfilmung 1974  Scortia den Weg zum Erfolg. Bis zu seinem frühen Tod erschienen regelmäßig weitere Thriller, die sich um aus technischem und menschlichem Versagen geborene Katastrophen und Krisen drehten. Mitte der 1980er Jahre erkrankte Scortia an Leukämie, was möglichherweise die Folge einer allzu intensiven beruflichen Beschäftigung mit der nuklearen US-Waffentechnik war. Er starb am 29. April 1986 in La Verne, Kalifornien. [Michael Drewniok]

Krimis von Frank M. Robinson & Thomas N. Scortia:

  • (1974) Inferno Rezension
    The Glass Inferno
  • (1975) Reaktor XZ 519
    The Prometheus Crisis
  • (1978) The Nightmare Factor
  • (1980) The Gold Crew
  • (1987) Blowout!

Weitere Werke von Frank M. Robinson:

  • (1955) Verräter an Terra [Novelle]
    Cosmic Saboteur
  • (1956) Die lautlose Macht
    The Power
  • (1981) A Life in the Day of ...: And Other Short Stories
  • (1982) The Great Divide (mit John F. Levin)
  • (1988) Science Fiction of the 20th Century (Sachbuch)
  • (1991) Die Dunkelheit jenseits der Sterne
    The Dark Beyond the Stars
  • (1999) Waiting
  • (2002) Through My Glasses Darkly (Stories)
  • (2004) The Donor

Weitere Werke von Thomas N. Scortia:

  • (1972) Artery of Fire
  • (1972) Strange Bedfellows: Sex and Science Fiction (als Herausgeber)
  • (1973) Two Views of Wonder (als Herausgeber, mit Chelsea Quinn Yarbro)
  • (1974) Earthwreck!
  • (1975) Human Machines: An Anthology of Stories About Cyborgs (als Herausgeber. mit George Zebrowski)
  • (1976) Caution! Inflammable!
  • (1981) The Best of Thomas N. Scortia

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