Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Spreewald, 2010 - heute.
Folge 3 der Klaudia-Wagner-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2018. ISBN: 978-3-548-28951-9. 352 Seiten.

'Spreewaldrache' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein junger Mann wird blutüberströmt auf einer kleinen Spreewald-Insel gefunden. Er überlebt nur knapp. Kurz darauf finden Anwohner einen toten Obdachlosen in einer Datsche. Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner steht vor einem Rätsel. Die beiden Männer kannten sich nicht, trotzdem hängen die beiden Fälle offenbar zusammen. Ihre Nachforschungen bringen Erstaunliches zutage: Eine alte Fehde zwischen den Fährleuten von Lübbenau führte schon zwanzig Jahre zuvor zu einem tödlichen Unfall. Oder war es Mord? Klaudia Wagner ermittelt unter Hochdruck, denn der Streit zwischen den Kahnführer-Familien ist neu entfacht und fordert weitere Opfer.

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venatrix zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 21.05.2018
"Spreewaldrache" ist nach "Spreewaldgrab" und "Spreewaldtod" bereits der dritte Fall für die Kommissarin Klaudia Wagner. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und daher kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, auch wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat. Um allerdings die privaten und beruflichen Hintergründe der Kommissarin und ihrem Team besser zuordnen zu können, empfiehlt es sich, die Vorgänger zu lesen.

Teambildende Maßnahmen können schon was Schönes sein, wenn man nicht gerade mit seinen Kollegen zum Wursten eingeteilt wird. Wer schon einmal an „verordneten Teambildungsmaßnahmen“ teilgenommen hat, wird vermutlich Klaudia Wagners Wunsch nach einem Ende dieser Aktion verstehen können. Doch manchmal muss man mit seinen Wünschen vorsichtig umgehen, sie könnten in Erfüllung gehen …

Prompt werden Klaudia und ihr Team zu einer Datsche gerufen und finden einen niedergeschlagenen jungen Mann. Besteht ein Zusammenhang mit der Techno-Party in der Nähe? Daniel überlebt, kann oder will sich an die Ereignisse nicht erinnern. Wenig später wird unweit von diesem Tatort ein toter Obdachloser gefunden. Gibt es hier einen Zusammenhang? Kannten sich die Opfer?
Wagner und ihr Team ermitteln fieberhaft und stoßen auf eine komplexe Fehde zwischen zwei Kahnführerfamilien, die schon vor rund 20 Jahren ein Todesopfer gefordert hat. Übt hier jemand späte Rache?

Meine Meinung:

Wie wir es von Christiane Dieckerhoff gewöhnt sind, verknüpft sie Handlungsstränge der Vergangenheit mit aktuellen Vorkommnissen. Der Leser kann daher miträtseln, wer in die mysteriösen Geschehen involviert ist. Die Autorin legt verschiedene Spuren, die nicht immer zum Ziel führen. Spannend machen es die familiären Verwicklungen der Protagonisten. Hier sind konzentriertes Lesen und vielleicht Papier und Bleistift hilfreich, da es diesmal nicht einfach ist, den Überblick zu behalten.

Wieder gelingt es der Autorin, das besondere Flair des Spreewalds zu beschreiben und in die Handlung einfließen zu lassen. Man kann sie die Umgebung des Spreewaldes mit seinen Datschen recht gut vorstellen. Ich höre das leise Plätschern des Wassers und das Quaken der Frösche. Die Charaktere wirken ebenfalls authentisch. Zusätzlich zu den alten Bekannten aus den vorherigen Bänden, werden neue Charaktere eingeführt. Die Mischung ist gut gelungen. Diesmal nehmen die privaten Nebenhandlungen nicht allzu viel Raum ein. Die Schatten der Vergangenheit, mit denen die Kommissarin bzw. ihr Team zu kämpfen hat, werden kurz angerissen, drängen sich jedoch nicht in den Vordergrund. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar.

Gut gefallen hat mir, dass Polizeiarbeit ziemlich realistisch dargestellt wird. Nicht immer kann den Verdächtigen alles bis ins letzte Details nachgewiesen werden und so bleibt diesmal ein Hauch von Frust über Klaudia Wagner hängen.

Das Ende mit dem gemeinen Cliffhanger des schwer verständlichen Telefonates lässt auf eine Fortsetzung hoffen, die noch die eine oder andere Überraschung sowohl für die Leser als auch für die Kripo Lübben beinhalten wird.

Fazit:

Wieder ein Krimi aus dem Spreewald, der mich sehr gut unterhalten hat. Diesmal wird das Buch mit 5 Sternen bedacht.
claudi-1963 zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 03.05.2018
"Mütter lieben ihre Kinder mehr, als Väter es tun, weil sie sicher sein können, dass es ihre sind." (Aristoteles)
1993: Auf der kleinen Spreewald Insel ein Bootshaus angezündet, bei dem man danach die Leiche eines jungen Mannes auffindet.
Heute: Bei der Kripo Lübben ist momentan etwas Ruhe eingekehrt, deshalb hat der Chef von Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner eine Teambildung Maßnahme beordert. Was Klaudia und ihr Team allerdings nicht ahnt ist, das sie ausgerechnet einen Kurs im Wursten besuchen müssen. Da würde Klaudia sich doch lieber einen neuen Mordfall wünschen. Wenn sie geahnt hätte, dass sich dieser Wunsch schneller erfüllt, hätte sie ihn lieber nicht ausgesprochen. Auf der kleinen Spreewald Insel Klingeweide fand eine Technoparty statt, dabei fand man einen jungen Mann vor, der brutal hinterrücks niedergeschlagen wurde. Dass der junge Mann ausgerechnet der Neffe des Metzgers ist, bei dem die Teambildung ist, ist schon ein eigenartiger Zufall. Doch als man kurz danach noch einen toten Obdachlosen findet, stehen Klaudia Wagner und ihr Team vor einem Rätsel. Erst bei weiteren Recherchen entdecken die Ermittler das es eine alte Fehde zwischen der Familie Klingebiel und Schenker gibt, bei dem es vor 20 Jahren zu einem tödlichen Unfall kam. Klaudia muss nun alle Hebel in Bewegung setzen, den der alte Hass zwischen den Familien ist, wieder neu entfacht und könnte jederzeit eskalieren.

Meine Meinung:
Ich kenne die Autorin schon von den ersten beiden Folgen um die Kripobeamtin Klaudia Wagner. Das wunderschöne Cover gibt uns wieder mal einen Einblick des Spreewalds und passt bestens zu der Reihe. Auch bei diesem Band ist es nicht unbedingt vonnöten die Vorgeschichte zu kennen. Der Schreibstil ist wieder sehr gut, so das ich wieder einmal das Gefühl hatte, im Spreewald angekommen zu sein. Durch die guten Beschreibungen der Autorin bekommt man einen Einblick in die Arbeit der Ermittler, die gerade im Spreewald durch die vielen Gewässer und Inseln sehr speziell sind. Man merkt einfach, das sich die Autorin in dieser Region wie zu Hause fühlt. Das Ermittlerteam bei dem alle ihre Vorgeschichten haben, gefällt mir hier wieder sehr gut. Allen voran Klaudia Wagner, mit der ich mich am Anfang etwas schwertat, ist meines Erachtens endlich angekommen. Wieder einmal hat sie auch mit Problemen innerhalb ihres Teams zu kämpfen, die sie aber gut meistert. Dadurch hat man sofort das Gefühl realistische Polizeiarbeit mitzuerleben. Auch die Spannung zwischen den Familien Klingebiel und Schenker, war sehr gut ausgearbeitet und für mich absolut nachvollziehbar. Lediglich ein wenig mehr Spannung hätte dem Krimi gutgetan. Dass man jedoch alte Bekannte wieder trifft, wie den Fährmann Schiebschick der Klaudia inzwischen ein guter Freund geworden ist, hat mich sehr gefreut. Von daher kann ich nur jedem raten, wer die ganzen Hintergründe kennenlernen möchte, der sollte unbedingt die zwei Bände davor lesen. Für mich war es mal wieder ein schönes Erlebnis mitten im Spreewald dabei zu sein, gebe 4 1/2 von 5 Sterne und freue mich auf Band 4.
anyways zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 27.04.2018
Im Spreewald droht eine jahrzehntelange Familienfehde erneut zu eskalieren. Vor 25 Jahren geschah schon einmal ein Unglück, hinter vorgehaltener Hand munkelt man auch von einem Mord. Jetzt wird ein weiterer Spross eines der Clans tätlich angegriffen. Zufällig weilen Klaudia und ihr Team von der Kripo Lübben gerade bei der Mutter des Opfers, anlässlich eines Teamtages. Fast erleichtert bietet sich Klaudia an die Mutter zum Krankenhaus nach Cottbus zu fahren. Sowohl bei Mutter und Sohn hat sie das Gefühl das Beide lügen. Warum kann sie sich allerdings nicht erklären. Es gibt aber in Lübben jemanden der viele Geheimnisse aus dem Spreewald kennt. Schiebschick der alte Fährmann, das Spreewaldlexikon auf zwei Beinen, wie Klaudia ihn liebevoll nennt. Den lädt sie aus diesem Grund auch auf ein Bier ein. Doch Schiebschick gibt sich recht einsilbig und kurz darauf geschieht ein Mord. Mit der Ruhe im Spreewald ist es erst einmal vorbei.
Christiane Dieckerhoff hat in ihren beiden vorherigen Büchern sehr interessante und auch ungewöhnliche Mordserien thematisiert. Der neue Fall um eine alte Familienfehde versprach eine ebensolche packende Handlung. Ganz so kommt diese jedoch an die vorherigen Bücher nicht heran. Vieles bleibt im Ungewissen denn alle Beteiligten schweigen oder lügen, erschwerend kommt hinzu, dass die Verwandtschaftsverhältnisse für einen Außenstehenden schwer zu durchschauen sind. Das hat die Autorin recht authentisch rübergebracht. Der Spannungsaufbau ist für den Leser dadurch jedoch recht gering. Gefallen hat mir das die Autorin mehr den Fokus auf den Fall und die herbstliche Szenerie im Spreewald legt. Kommissarin Klaudia agiert weniger im privaten Umfeld sondern ist durch den Ausfall ihres Partners gezwungen, sich ganz auf die Ermittlungen zu konzentrieren und die haben es wegen der schon erwähnten teilweise sehr undurchsichtigen Familienverhältnisse in sich. Oft genug muss Kommissar Zufall herhalten.
Wenn mich auch der neue Fall nicht ganz so überzeugen konnte, bin ich doch begeistert, wie die Autorin diese recht eigentümliche Landschaft im Spreewald beschreibt. Da ich die Gegend um Lübben schon kennenlernen durfte, waren die Schilderungen dieses, auf mich immer sehr entspannend wirkenden Landstriches, wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich unter der Brücke auf dem Cover schon durchgefahren bin ;).
Maren Richter zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 26.04.2018
Dies ist mitlerweile bereits der dritte Spreewaldkrimi von Christiane Dieckerhoff für mich.
Die Komissarin Klaudia Wagner ist mir also schon sehr gut bekannt. In den ersten beiden Romane jedoch wurde sehr viel über ihr Privatleben berichtet, hier stand wirklich die Aufklärung des Falles im Vordergrund.
Dieses Mal geht es um einen Streit zwischen zwei Fährfamilien, der sich aus einem Todesfall vor über 20Jahren entwickelt. Klaudia wühlt in alten Familiengeschichten herum und versucht so den aktuellen Mord zu lösen.
Teilweise fand ich die Zusammenhänge etwas verwirrend und auch das Ende war für mich nicht ganz schlüssig.
Alles in allem aber wieder ein sehr solider und lesenswerter Deutschlandkrimi, den ich natürlich empfehlen würde.
Darts zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 24.04.2018
Es handelt sich um den dritten Fall der Kommissarin Klaudia Wagner. Langsam ist sie schon etwas besser im Spreewald angekommen. Während einer teambildenen Maßnahme, es geht ums Wursten in einer Metzgerei, wünscht sie sich einen neuen Fall herbei, damit diese Maßnahme beendet wird. Kaum gedacht, ist es auch schon passiert. Ein junger Mann wurde niedergeschlagen und liegt mit einer üblen Kopfwunde und dicker Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Angeblich kann er sich an nichts erinnern.
Und dann wird bei den Untersuchungen am Tatort auch noch eine Leiche gefunden. Ein zerzauster Penner. Erschlagen?
Das Buch fängt lustig an beim Wursten, verspricht dann Spannung durch die beiden Taten. Leider muß ich meine Kritik an Band zwei auch hier wiederholen: Leider hat mir der dritte Fall nicht so gut gefallen, wie der erste. Der Schreibstil war flüssig, aber die Handlung dümpelt zwischendurch dahin. Hatte mich bei Band zwei gestört, dass zu viel Privatleben der Polizisten erzählt wurde, war es in diesem Band schon fast ein bißchen zu wenig. Die Menge stimmte schon, aber ohne das Grundwissen aus den ersten beiden Bänden, fehlte einem etwas bei den Andeutungen bezüglich Uwe und seiner Familie, oder Thang oder Joe. Knappe Rückblicke in Krimireihen finde ich immer hilfreich.
Die verwandtschaftlichen Verhältnisse der beiden verfeindeten Familien waren schon etwas verworren, gaben aber dem Fall erst den richtigen Pfiff.
Da Thang wieder ausgefallen ist, wird das kollegiale Verhältnis zwischen Klaudia und Demel endlich besser, fast freundschaftlich.
Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus dem Spreewald, da mir die Kommissarin und der Spreewald sehr sympathisch sind und mir der Schreibstil von Frau Dieckerhoff gefällt.
Für diesen Fall vergebe ich aber trotzdem nur 3,5*

Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag, die mir das TB zeitnah und kostenlos zum Lesen zur Verfügung gestellt haben.
oberchaot zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 13.04.2018
Im Spreewald tut sich wieder Unheimliches: Ein junger Mann ist schwer verletzt und wird blutüberströmt geborgen. Kurze Zeit später wird ein toter Obdachloser gefunden. Besteht zwischen ihnen eine Verbindung? Erneut ermittelt Klaudia Wagner, die Kriminalobermeisterin. Die Spuren führen in die Vergangenheit, in einen Streit zwischen den Fährleuten, der neu zu entfachen droht.

Die Kommissarin Klaudia Wagner fand ich bereits in ihrem ersten Fall sympathisch. Die Geschichte ist recht verwirrend, und ich habe zwischendurch schon mal wieder zurückblättern müssen, um nachzusehen, wer mit wem verwandt ist, und wer mit wem in welchem Verhältnis steht. Aber der Fall hat mich gepackt, von Anfang bis zum Schluss. Das natürlich auch deswegen, weil mich der Spreewald fasziniert, und ich ihn wegen den bekannten Krimis besuchte, sogar auf einen Drehtag stiess, allerdings im Sommer. Ich kann mir gut vorstellen, wie unheimlich es da sein kann im Herbst inmitten von Nebelschwaden, menschenleer. Was mir auch sehr gut gefällt, ist, dass es in und um Lübbenau spielt (das "Charleston" kenne ich ebenfalls von innen, und auch in Lehde war ich). So kann ich mir die Geschichte noch etwas besser vorstellen. Von Vorteil wäre, wenn man Dieckerhoffs Bücher der Reihe nach lesen würde, denn ich habe "Spreewaldtod" verpasst, und da taten sich mir Lücken auf, was Klaudia Wagner dort alles erleben musste. Das ist aber weiter nicht schlimm, denn dieser Fall ist für sich und abgeschlossen.

Top - Spannung und fesselnd bis zur letzten Seite.
HexeLilli zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 12.04.2018
Dieser mittlerweile dritte Spreewaldkrimi der Autorin hat mir persönlich am besten gefallen. Hier stehen die Ermittlungen im Vordergrund und nicht die ganzen privaten Geschichten.
Diesmal geht es um einen alten Streit zwischen zwei Fährfamilien. Er begann vor 20 Jahren mit einem tödlichen Unfall. Jetzt gibt es ein neues Opfer. Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner stochert in alten Familiengeheimnissen und fördert hierbei einiges zu Tage.
Schon das Cover fand ich sehr ansprechend. Wieder eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre aus dem Spreewald. Fand ich die Protagonistin Klaudia in den ersten Bänden nur nervig, wurde sie mir hier langsam sympathisch. Den Schluss hätte ich mir noch etwas ausführlicher gewünscht. Bei mir blieben noch einige Fragen offen.
Trotz kleiner Schwächen ein unterhaltsamer Provinzkrimi aus dem Spreewald den ich gerne empfehlen kann.
libro-chica zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 11.04.2018
Wieder ein neuer Fall mit Klaudia Wagner, inzwischen der 3. Band der Krimireihe.
Die beiden anderen Bücher aus der Reihe habe ich auch bereits gelesen und Klaudia Wagner hat mir ganz gut als Ermittlerin gefallen und auch die anderen vom Team fand ich interessant und auch der Handlungsort. Und nun gibt es einen neuen Fall.

Die Handlung beginnt zunächst mit einer Rückblende. 1993 verbrennt ein Junge in einem Bootshaus an der Spree. Ein Unfall oder ein geplanter Mord?
Auf einer kleinen Spreewald-Insel wird ein junger Mann gefunden, der brutal zusammengeschlagen wurde. Kurz darauf taucht auch eine Leiche auf. Klaudia Wagner nimmt die Ermittlung auf. Anscheinend geht es um einen alten Streit zwischen den Fährleuten von Lübbenau. Ein Racheakt wegen damals?

Die Handlung fing spannend an, entwickelte sich aber zu einem verworrenen Familiendrama. Die verschiedenen Charaktere konnten mich diesmal auch nicht so überzeugen. Die beiden anderen Bände haben mir da besser gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist jedoch leicht zu lesen. Ich finde diesen Band den schwächsten der Reihe, eine richtige Spannung wollte irgendwie nicht aufkommen. Die Handlung konnte mich leider nicht so fesseln. Es geht um Eifersucht und verworrene Familienverhältnisse. Den Schluss finde ich auch etwas schwach und die Handlung endet mit einem Cliffhanger. „Spreewaldrache“ konnte mich leider nicht ganz so überzeugen.
Ich empfehle auch die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da immer wieder Bezug auf Ereignisse und Charaktere aus den Vorgängerbänden genommen wird.

Die Bücher der Klaudia-Wagner-Reihe:

1. Spreewaldgrab
2. Spreewaldtod
3. Spreewaldrache
Ilmo zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 10.04.2018
Im dritten Band der Spreewaldkrimis muss Ermittlerin Klaudia Wagner tief in die Vergangenheit eintauchen. Bei einer Teambuilding-Massnahme (Man "wurstet" im Spreewald!) wird ausgerechnet der Sohn der Metzgerin niedergeschlagen. Unversehens gerät Klaudia mit ihrem Team bei den Ermittlungen in eine alte Familienfehde, die sie, nach etlichen Umwegen, lösen kann. Obwohl am Schluss doch noch, zumindest für mich, Rätsel offen bleiben.
Der Krimi hat mir wieder gut gefallen, eine passende Mischung aus dem persönlichen Privat-Bereich der Kriminalbeamten und dem aktuellen Fall ist gelungen. Kenntnisse aus den ersten beiden Bände lassen vor allem die Figur Klaudia Wagner deutlicher hervortreten, ansonsten sind einige Andeutungen der Autorin sicher nur schwer zu verstehen (Wer ist Joe oder wer ist Arno? Welche Beziehung besteht zu Uwe und seiner Familie und deren schweres Schicksal?)
Miss Marple zu »Christiane Dieckerhoff: Spreewaldrache« 05.04.2018
Klaudia Wagners 3. Runde
Man muss schon echt schmunzeln bei der Vorstellung, wie die Mitarbeiter des Polizeikommissariats Lübben als teambildende Maßnahme zum Wursten fahren. So wünscht sich Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner auch nichts sehnlicher als eine Leiche in der sprichwörtlichen "saure Gurkenzeit" im Spreewald. Doch kaum sind die ersten Würste am Brühen, erfahren sie, dass der Sohn ihrer Gastgeberin brutal zusammengeschlagen wurde. Klaudia und ihre Kollegen machen sich auf die Suche nach den Tätern und tauchen schon bald ein in alte Familienfehden, die weit als zwanzig Jahre zurückreichen.
Schon in Jahresfrist liefert die Autorin ihrer Fangemeinde einen neuen Fall. War Klaudia Wagner in den beiden vorhergehenden Romanen noch stärker persönlich in die Vorgänge involviert und großer Gefahren ausgesetzt, paddelt sie dieses Mal in ruhigeren Gewässern auf dem Spreewald Fließ. Aber trotzdem zeigt sie auch wieder, dass sie sich in einen Fall verbeißen kann, auch wenn abermals viele Fäden von der Autorin gesponnen worden, was dem Leser das Verständnis nicht immer erleichtert.
Zu empfehlen ist die Kenntnis der beiden ersten Bände, denn hier erfährt man sehr viel über Klaudias bisheriges Leben. Nur mit Blick auf Band 3 bleibt sie als Charakter etwas blass.

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