Die Eisprinzessin schläft von Camilla Läckberg

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Isprinsessan, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Gustav Kiepenheuer.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 1 der Erica-Falck-und-Patrik-Hedström-Serie.

  • Sävedalen: Warne, 2003 unter dem Titel Isprinsessan. 396 Seiten.
  • Berlin: Gustav Kiepenheuer, 2005. Übersetzt von Gisela Kosubek. ISBN: 3378006625. 396 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2006. Übersetzt von Gisela Kosubek. ISBN: 978-3-7466-2299-6. 395 Seiten.
  • [Hörbuch] Schwäbisch Hall: steinbach sprechende bücher, 2008. Gesprochen von Ulrike Hübschmann. ISBN: 3886985881. 6 CDs.

'Die Eisprinzessin schläft' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Die junge Frau war besonders erfolgreich, schön und reich. Sie hieß Alexandra Wijkner, und keiner im Ort kann sich ihr Ableben erklären. Zufällig wird die Journalistin Erica Falck in den Fall hineingezogen. Sie weilt in Fjällbacka, um in ihrem verwaisten Geburtshaus nach dem Rechten zu sehen. Da sie eine Kindheitsfreundin der Toten ist, beauftragt man sie, einen Nachruf zu verfassen. Patrick Hedström, ebenfalls ein Schulkamerad, führt die polizeilichen Ermittlungen, und obwohl Erica anfangs lieber auf eigene Faust recherchiert, kommen sich die beiden beruflich wie privat näher. Gleichermaßen ins Visier des Paares geraten die Familie des Konservenfabrikanten Lorentz, der Säufer Anders, der ungeliebte Ehemann der Toten sowie deren Freundin Francine. Doch offenbar verbirgt sich eine alte Geschichte hinter der Tat. Es gibt jemanden, der Alex von klein auf kannte und der seiner Eisprinzessin ein eisiges Totenbett bereitet hat.

Das meint Krimi-Couch.de: »Flottes Lesen ohne erhobenen Zeigefinger« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Erica Falck ist nur auf Stippvisite in Fjällberg. Die Schriftstellerin, die sich als Autorin von Biographien einen Namen gemacht hat, muss im Haus ihrer Eltern nach dem Rechten sehen, da diese verstorben sind. In diesem Haus in Fjällbacka ist sie aufgewachsen und kennt auch ringsum alle Nachbarn, von denen einer gerade aufgeregt Mitteilung macht, dass er bei seinem Kontrollgang eine Leiche entdeckt hat.

Alexandra Wijkner, geborene Carlgren, früher die Busenfreundin von Erica, liegt mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrer Badewanne, in der die Mischung aus Blut und Wasser bereits gefroren ist. Aber eigentlich konnte sie keinen Grund gehabt haben, sich das Leben zu nehmen, denn die lebenslustige junge Frau war nicht nur reich verheiratet, sondern auch (wie sich später herausstellt) schwanger.

Erica beschließt das Leben der Toten gründlich aufzuarbeiten und darüber eine Biographie zu schreiben. Deshalb beschäftigt sie sich eingehend mit dem Vorleben ihrer Ex-Freundin, interviewt Verwandte und Bekannte und stößt auf einige Ungereimtheiten. Alexandra muss ein Doppelleben geführt haben. Ein versoffener Maler war offensichtlich ihr Liebhaber und auch die Polizei, die auf Grund ihrer Erkenntnisse von einem Mord ausgeht, findet diese Zusammenhänge. Doch bevor sie sich eingehender mit dem verkrachten Künstler beschäftigen kann, muss sie dessen Leiche von einem Strick knüpfen, denn dieser keinesfalls selbst um den Hals gelegt haben kann …

Darf man den Pressestimmen glauben, so ist die 1974 in Fjällbacka geborene Camilla Läckberg der neue Stern am skandinavischen Krimihimmel und die Frauenzeitschriften »Brigitte« und »Freundin« urteilen einstimmig überschwänglich über Die Eisprinzessin schläft, das im Aufbau Taschenbuch Verlag erschienen ist.

Das Lesegefühl kommt auf den 396 Seiten, die Gisela Kohubek aus dem Schwedisch übersetzt hat, auch sofort sehr flüssig und positiv auf. Der Leser kann sich schnell mit der sympathischen Figur von Erica Falck identifizieren und nach kurzem Einlesen mit den familiären Verhältnissen zurecht finden. Da sich die Hauptperson als Single durch das Buch bewegt und ihre biologische Uhr schon etwas schneller tickt, wundert es auch nicht, dass sie außer neben Familienproblemen und Klatschgeschichten auch an der Nähe des jungen Polizeibeamten Patrik interessiert ist, der die Lösung des Mordfalls aus der Sicht des professionellen Ermittlers in Angriff nimmt. Zwischen den skandinavisch üblichen Depressivphasen darf in diesem Buch also auch eine Romanze entstehen, die den ziemlich konstruierten Kriminalfall gelungen auflockert. Denn große Spannung ist nicht das Metier von Camilla Läckberg. Ihre Stärken liegen in der Beschreibung dörflicher Idylle und verworrener Familienverhältnisse und der Zeichnung von Charakteren jeder Schattierung, von reich bis arm, von verkommen bis elitär, immer aber sehr ordentlich und nachvollziehbar präsentiert.

Im Endeffekt ist Die Eisprinzessin schläft seit langem wieder ein Mal ein skandinavischer Krimi, der eine brauchbare Handlung besitzt und von halbwegs normalen Personen bevökert wird und nebenbei auch verzwickt genug konstruiert ist, dass man nicht bei der Mitte schon den bzw. die Übeltäter errät. Die geradlinige Schreibweise lässt darüber hinaus flottes Lesen zu, ohne dass man permanent Zeit- und Gedankensprünge in Kauf nehmen müsste, obwohl die Wurzeln des Übels in der Vergangenheit angesiedelt sind.

Wohltuend ist auf jeden Fall die Tatsache zu vermerken, dass die Autorin vermeidet, trotz privater Probleme etlicher Charaktere, permanent den pseudopsychologischen Zeigefinger in die Wunden der suizidgefährdeten schwedischen Dorfbevölkerung zu bohren. Und somit kann man im Einklang mit der Presse die Beurteilungen »Super-Krimi« und »Genial« durchaus gelten lassen und eine eindeutige Leseempfehlung abgeben.

Wolfgang Weninger, Januar 2007

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Thomas zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 30.01.2017
Ich habe mich jetzt bis zur Hälfte des zweiten Bandes durchgequält. Phasenweise gut und dann plötzlich seitenweise Schrott, wie von Siegrid Menzel sehr treffend beschrieben. Man wird den Eindruck nicht los, ein klassisches "Selbstverlag"-Buch in den Händen zu haben, bei welchem kein Redaktor die Verirrungen der Autorin etwas gezügelt hat. Andererseit: Der Krimi selbst gäbe etwas arg wenig her...
HaSe zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 12.08.2016
Sprachlich nicht überzeugend, die Story an den Haaren herbeigezogen und schmonzettig. Die Liebesgeschichte zwischen Erica und Patrik, die überzeichneten Charaktere (arm-reich, dick-dünn...), die Story mit dem Elternhaus und der Schwester...
Wenn man vorher Hakan Nesser, Jo Nesbø und Stieg Larssen gelesen hat, fällt Frau Läckberg arg ab.
Siegrid Menzel zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 06.02.2016
ich finde den krimi von camilla läckberg sehrspannend wie auch alle anderen krimis von ihr. ich konnte garnicht aufhören zu lesen mit jeder seite wurde es spannender. freue mich schon aud die nächsten krimis von ihrim gegensatz zu anderen krimis sind sie sehr wohl schlüssig, und auch der gruseleffekt 8auf denen ich wert lege 9 kommt nicht zu kurz
Thugut zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 04.02.2016
Habe diesen Krimi erst vor kurzem bekommen und kannte die Autorin bis dato nicht. Eigentlich ist die Story ja durchaus gut - aber die Autorin scheint sich immer wieder verhaspelt und nachträglich nachgebessert zu haben, sodas dem Buch einfach die Kontinuität fehlt und es stellenweise wirklich BILD-Niveau hat. Die "spannenden Szenen" sind oft total überzeichnet, die "Nebenschauplätze" sind oft überflüssig und so erbarmungslos langweilig bis ins letzte Detail beschrieben, das man das Buch in die Ecke hauen möchte. Manches bleint einfach unbeantwortet - so wie das Thema mit der Schwester und ihrem gewalttätigem Mann und dem Hausverkauf ... erst werden da über zig Kapitel Szenarien heraufbeschworen und dann ... läuft die Geschichte ins Leere --- sehr unbefriedigend ..
Catha-Tina zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 26.10.2014
Mir wurde die Autorin empfohlen, ich bin aber sehr enttäuscht worden! Die Geschichte an sich war ja nicht uninteressant, aber der Sprachstil! Habe selten ein so schlecht geschriebenes Buch auf dem Niveau eines Schulaufsatzes (den ich mit 4 minus bewertet hätte) gelesen, total kitschige Passagen (insbesondere, was die Liebesgeschichte zwischen Falck und Hedström angeht), eindimensionale Charaktere, stereotype Personenbeschreibungen, die mir die Haare zu Berge stehen ließen etc.
Ich liebe Nesser, Mankell, Adler-Olsen, Larsson, davon ist Frau Läckberg meilenweit entfernt. Auch die Bücher von ihrer Landsmännin Kristina Ohlsson haben ein besseres Niveau.
Lea zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 06.03.2014
Ich fand dieses Buch wirklich sehr spannend und gefesselt hat es mich ebenfalls, alllerdings muss ich gestehen das ich es etwas langahtmig fand und für eine kurze Zeit das Interesse verlor (lag vieleicht daran das ich es für die Schule lesen musste). Dennoch habe ich es fertig gelesen, worüber ich sehr froh bin, da ich nie erraten hätte wer der Täter ist.
Ich finde dieses Buch ist etwas für sehr erfahrene Leser, da es von Zeit zu Zeit etwas zäh ist.
lesenchris zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 25.02.2014
So, da habe ich ja mal wieder einen Krimi gelesen, der mich außergewöhnlich gefesselt hat. In ein paar Stunden durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Mörder war. In dieser Geschichte ist nichts, wie es scheint. Alte Geschehnisse, neue Ereignisse, Klatsch und Tratsch, Geheimnisse, Tabus, alles kann man hier finden und es ist, wunderbar aufbereitet, ein Rätselraten par excellence. Eine Schriftstellerin lernt einen Polizisten kennen und die beiden zusammen sind das Ermittler-Dream-Team, gute Idee. Einzig stört mich diese sich anbahnende Liebesgeschichte der beiden. Hat in einem guten Krimi nicht unbedingt etwas zu suchen. Vielleicht ist das jedoch die Anbahnung, die es für weitere Krimis aus der Reihe braucht?
Schneeglöckchen zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 18.05.2013
Dieser Krimi von Camilla Läckberg ist ein leiser Krimi mit gut durchdachter Story. Ein Krimi eben, kein Thriller mit Action und vielem Blutspritzen.
Trotzdem machen einige Lebensläufe darin betroffen und es hätte sich alles genau so abspielen können im wirklichen Leben und tut es sicher auch da und dort.
Dieses Buch empfand ich als mitnichten langweilig und schon gar nicht auf Bildzeitungsniveau. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Hauptprotagonisten sympathisch.
Es werden Moralvorstellungen und die daraus folgenden Handlungsweisen dargestellt.Es ist kein Buch, bei dem man zitternd und Nägel kauend, atemlos vor Entsetzen die Geschehnisse verfolgt, die immer grausamer werden.Aber die Mordermittlungen und die Mordgründe sind spannend.
Die Rahmengeschichten auch.
Ein empfehlenswertes Buch.
Lesern, die ausschließlich Hardcore-Thriller mögen, ist es wohl weniger zu empfehlen.
manni zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 12.02.2013
Langweiliger 0/8/15 Krimi auf Bildzeitungniveau. Versenkung in der Tonne ab Seite 80.
Während des Lesens beschlich mich das Gefühl, als hätte Frau Läckberg eines morgens überstürzt beschlossen unbedingt auch mal einen Schwedenkrimi zu schreiben. Anhand der überaus guten Kritiken habe ich mir Teil Eins als Einstieg geleistet um die Serie durchzulesen, schade eigentlich. Jeder sollte mal die ersten zwanzig Seiten anlesen, so banal gehts dann weiter. Keine Bewertung meinerseits, die KC Kritik ist mir ein Rätsel.
1 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Givenchy zu »Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft« 26.01.2013
Immer wieder interessant wie extrem die Meinungen auseinander gehen!!!
Habe Camilla Läckberg neu entdeckt und mir hat das Buch super gefallen. Freue mich schon auf die nächsten. Kann mich meinem Vorkommentator "Peter Panter" nur anschließen. Spannend, kurzweilig und interessant erzählt und da ich GB-Krimis liebe auch für mich hier eine gute Alternative.

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