Die Eishexe von Camilla Läckberg

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 unter dem Titel Häxan, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei List.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.
Folge 10 der Erica-Falck-und-Patrik-Hedström-Serie.

  • Stockholm: Forum, 2017 unter dem Titel Häxan. 605 Seiten.
  • Berlin: List, 2018. Übersetzt von Katrin Frey. ISBN: 978-3-471-35107-9. 768 Seiten.

'Die Eishexe' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord. Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.

Das meint Krimi-Couch.de: Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht 60°

Krimi-Rezension von Sabine Bongenberg

Im beschaulichen schwedischen Fjällbacka scheint auf den ersten Blick die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Touristen genießen bei Kaffee und Kuchen die Sonne am Strand, die Kinder hüpfen arglos durch den Wald, Familien treffen sich zu Festen und überhaupt ist alles in allerbester Ordnung. Wie ein Faustschlag wird diese Idylle dann vom Verschwinden der kleinen Linnea erschüttert. Und es kommt noch schlimmer: Schauplatz der Tragödie ist ein Hof, an dem sich vor Jahren schon einmal eine Tragödie um ein vermisstes Mädchen zugetragen hat.

Dieses Kind wurde erschlagen in einem See gefunden, ermordet wurde es offensichtlich von seinen beiden – ebenfalls minderjährigen – Babysittern. Die beiden Täterinnen widerriefen zwar später ihr Geständnis, dennoch wurden sie verurteilt. Haben sie nun wieder zugeschlagen oder wie kann es sein, dass sich an einem Ort fast zwei identische Dramen ereignen? Oder – diese Frage wirft der Klappentext auf – besteht doch ein Zusammenhang mit einem »düsteren Schatten aus der Hexenverfolgung«?

Der Leser wird von einer Flut von Personen überrollt

Camilla Läckberg macht es insbesondere Neulesern nicht leicht. Offenbar wird vorausgesetzt, dass jeder mindestens ein bis zwei Vorgänger-Werke aus der Reihe um die Roman-Autorin Erica Falck und ihren Freundes- und Familienkreis in Fjällbacka gelesen hat, denn der ahnungslose Leser wird in den ersten Kapiteln von einer Flut von Personen überrollt. Sie tauchen ohne Einführung in der Geschichte auf und verhindern so konsequent, dass sich ein klarer, nachvollziehbarer Handlungsstrang entwickeln kann.

Zur Übersichtlichkeit trägt auch nicht bei, dass die so personell überfrachtete Handlung auch noch in insgesamt drei Zeitebenen – der Gegenwart, der Vergangenheit zum Zeitpunkt des ersten Mordes und dann auch noch im Jahr 1671 zur Zeit der Namen-gebenden Hexe – spielt.

Gut und Böse werden hier ziemlich eindeutig unterschieden

Sind Menschen nur gut oder nur böse? Was in der Handlung an klarer Richtung fehlt, wird bei der Charakterisierung der handelnden Personen in mehr als deutlichen Schwarz-Weiß-Abgrenzungen deutlich gemacht. Da sind die Helden der Geschichte Erika Falck und Patric Hedström – beide gut, fleißig und liebevoll – und um sie herum scharen sich die weiteren Guten, auf die diese Attribute ebenfalls zutreffen. Die Guten sind immer gut. 

Dann gibt es die Übeltäter, die insbesondere eine Gruppe von Jugendlichen – versammelt um die Rädelsführer Vendela, Nils und Basse – umfasst, deren Tagewerk aus Mobbing, Chillen und kleineren und größeren Straftaten besteht. Diese Gruppe ist immer böse – auch wenn einige gelegentlich ein Anflug von schlechtem Gewissen überfällt.

Und dann gibt es noch die Gruppe der in Schweden aufgenommenen Asylanten, die nicht nur gut, sondern regelrecht edel und trotz ihres harten Schicksals bereit sind, alles für die Gemeinschaft zu opfern. Im Hinblick auf die Arbeitswelt gibt es ebenfalls die redlich bemühten – und dann diejenigen, die um des Ruhmes willen dermaßen hanebüchene Fehler begehen, dass selbst der Vergleich mit dem Elefanten im Porzellanladen eine mehr als sanfte Untertreibung darstellt.

Camilla Läckberg wollte zu viel und hat sich verzettelt

Läckberg hat offensichtlich in ihrem Buch viel gewollt. Einerseits sollten ein Kriminalfall und die besondere Tragik zweier Jugendlicher spannend erzählt werden. Beschränkt sich die Betrachtung des Lesers allein auf diesen Fall, lässt sich ein Krimi erkennen, der sicherlich Schwächen aufweist, aber dennoch interessant und nachvollziehbar aufgebaut ist.

Unglücklicherweise kamen dann aber noch die Nebenhandlungen dazu. Es sollte eine Lanze für die besondere Situation der Asylsuchenden in Schweden gebrochen, das Problem von Mobbing – sei es im tatsächlichen Leben, sei es im Internet – aufgezeigt, ein historischer Hexenprozess geschildert und die Umstände, die zu einem Amoklauf führen können, beschrieben werden. Als ob das nicht allein die Handlung vollkommen überfrachtet folgen Schilderungen des harmonischen Familienlebens der Guten – und im Kontrast dazu die aggressiven Handlungen narzisstischer Eltern, die ihre Kinder sowohl seelisch als auch körperlich misshandeln.

Gibt es gute Gründe für einen Amoklauf?

Als bedenklich muss auch die Darstellung des in die Handlung eingebauten Amoklaufs erscheinen, der sich stark auf die Beweggründe des Täters fokussiert und damit schon fast entschuldigt. Die eigentlichen Opfer der Tat haben doch selbst die Grundlagen gelegt – könnte hier nicht der alte Spruch greifen: Wer Wind säht, wird Sturm ernten?

Befremdlich und unprofessionell auch die Entscheidung der ermittelnden Polizei, aus Gründen der Pietät die Untersuchungen in einem weiteren Verbrechen – wider einen begründeten Verdacht – im Sande verlaufen zu lassen. Armes Schweden, wenn seine Polizei tatsächlich subjektiv darüber entscheidet, ob die Angehörigen von Verbrechensopfern irgendwann erfahren, welcher Täter für das zugefügte Leid verantwortlich ist.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Camilla Läckberg einen Roman präsentiert, in dem sie zu viel des Guten wollte und sich dadurch verzettelt hat. Wäre hier mutig gestrichen und gekürzt worden, wäre eine deutliche Linie gezeichnet worden. Bei allen Strängen, Nebensträngen und -schauplätzen vergisst der Leser fast, dass tatsächlich ein Mord aufgeklärt wurde. Aber der gerät bedauerlicherweise zur Nebensache, und das sollte in einem Kriminalroman nun wirklich nicht passieren.

Sabine Bongenberg, Februar 2018

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Luca zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 13.07.2018
Ein etwas mühsames Buch welches mir nicht lange in Erinnerung bleiben wird. Wer den Anfang schaft, (und vor lauter Namen nicht erschlagen wird), der hält möglicherweise bis zum Schluss durch (welcher auch sehr dürftig ist). Nett und unspektakulär geschrieben, ab und an Spannungsanstieg- und Abfall. Im sommerlichen Garten leicht zu lesen und das wärs.. Übrigens.. was der Titel des Buches mit der Geschichte gemein hat ist mir immer noch ein Rätsel.
BR zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 13.03.2018
Zu viel von allem
Schwierig fand ich schon die große Anzahl an Namen: es gibt Ermittler, Opferfamilien, Einwohner, Flüchtlinge und Schüler. Und von allen lernen wir die Kinder, die Partner und die Eltern kennen. Sogar einige Haustiere werden uns mit Namen vorgestellt. Auch gab es nach meinem Geschmack in dieser Geschichte viel zu viele Themen: Rassismus, brennende Flüchtlingsheime, Schülermobbing, Hexenverfolgung, inkompetente Vorgesetzte, Gleichgeschlechtliche Liebe und vieles mehr.

SPOILER
Die Herleitung zur Eishexe im allerletzten Kapitel fand ich echt abstruß: Eine Neuntklässlerin soll Elins über 300 Jahre alte Geschichte recherchiert und veröffentlicht haben. Und sogar die Nachkommen von damals erforscht haben bis in die Jetztzeit. Wow! Eine Hexenverbrennung in einer Zeit, in der der Großteil der Bevölkerung nicht lesen und schreiben konnte. Wie soll das Geschehene dokumentiert und überliefert worden sein?
Real betrachtet, haben die beiden Kriminalfälle in Fjällbacka nichts mit einer Eishexe zu tun und die vielen Kapitel über Elins Geschichte mit all den Grausamkeiten hätte ich in einem Krimi wirklich nicht gebraucht.
SPOILER-ENDE

Man merkt wohl, dass ich mit diesem Krimi nicht zufrieden war! Überfrachtet und in Überlänge – dabei wollte ich doch einen echten, spannenden Skandinavienkrimi lesen.
Kerstin zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 22.02.2018
Die Eishexe von Camilla Läckberg, für mich wieder ein richtig gutes Buch für Winterabende auf der Couch. Erika recherchiert für ihr neues Buch, diesmal geht es um ein Mädchen das Tod im Wald gefunden wurde. Für den Mord verurteilt wurden die zwei Mädchen Helen und Marie.
Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt und greift aktuelle Themen auf. Einerseits bekommen wir den „Fall Stella“ geschildert. Dann 30 Jahre später, nach dem Marie als große Schauspielerin wieder in Fjällabcka auftaucht wird wieder ein Mädchen an der gleichen Stelle aufgefunden. Die kleine Nea die nun mit ihren Eltern auf dem Hof wohnt, von dem auch Stella verschwunden ist. Die 3. Zeitebene bringt uns zur „Eishexe“ ins 17. Jahrhundert. Wie diese Geschichte mit all den jetzigen geschnissen zusammenhängt erfährt der Leser ganz zum Schluss.
In die Geschichte um Hexenverbrennungen im 17. Jahrhundert, Ausländerfeindlichkeit gegenüber Flüchtlingen und Jugendliche die ein Massaka veranstalten hat die Autorin viele aktuelle Themen in einem Roman sehr gut miteinander verbunden. So aktuell hatte ich noch keine ihrer Bücher erlebt. Diesmal spielt die Geschichte um Erika, Patrick und die Familie um Anna weniger eine Rolle. Aber auch die Charaktere entwickeln sich von Band zu Band weiter. Aber auch für jeden Neueinsteiger ist das Buch meines Erachtens geeignet.
Ein sehr guter Kriminalroman, der wenig Anlass zum gruseln gibt, sondern einem viele spannende Lesestunden beschert.
c-bird zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 06.02.2018
Ungewöhnlich lang

Von einem Hof verschwindet die 4jährige Linnea Berg. Bereits vor 30 Jahren verschwand von genau demselben Hof ein ebenfalls 4jähriges Mädchen. Damals wurde die kleine Stella ermordet aufgefunden. Die Tat gestanden hatten zwei 13jährige Mädchen, die jedoch kurz danach ihr Geständnis widerriefen. Der Fall blieb ungeklärt, der damals ermittelnde Kommissar beging Selbstmord.
Die Schriftstellerin Erica Falck recherchiert schon seit geraumer Zeit an dem Fall der ermordeten Stella. Nun will sie gemeinsam mit Hauptkommissar Patrik Hedström, ihrem Ehemann, endlich den Fall zur Aufklärung bringen.

Es ist bereits der zehnte Fall rund um das Duo Falck/Hedström. Dadurch sind einige der zahlreichen Figuren glücklicherweise gleich vertraut, während man sich mit den anderen erst einmal auseinander setzen muss, um einen Überblick zu bekommen. Die Perspektiven wechseln ständig und enden oft mit einem Cliffhanger, sodass man begierig ist weiterzulesen.
Erzählt wird abwechselnd in drei Zeitebenen, dem heutigen Fall, dem vor 30 Jahren und aus dem Jahr 1671. Mich persönlich hat die Geschichte von Elin im 17. Jahrhundert, zur Zeit der Hexenverfolgung, am meisten berührt.

Camilla Läckberg kombiniert hier geschickt einen bzw. zwei ungelöste Kriminalfälle mit der Weiterentwicklung der Stammfiguren aus Fjällbacka. Die Handlung selbst ist zwar in sich geschlossen. Will man jedoch der Entwicklung der Figuren folgen, so empfiehlt sich dringend die chronologische Reihenfolge der Reihe beizubehalten. So wird abwechselnd Privates und die Ermittlung in den Fällen erzählt, das lockert die ganze Handlung auf und trägt zur Spannung bei.
Auch das Thema Asylsuchende und der Umgang der Bevölkerung mit ihnen werden in die Handlung miteingebunden. Ein aktuelles Thema, das auch mit in den Fall einfließt.

Mit über 750 Seiten ein ungewöhnlich langer Läckberg. Und tatsächlich hatte ich an manchen Stellen den Eindruck, dass die Autorin etwas abschweift. Dennoch bleibe ich ein großer Fan der Reihe rund um Erica Falck und Patrik Hedström.
anyways zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 01.02.2018
Hollywoodglanz in Fjällback. Die gefeierte Schauspielerin Marie Wall weilt für ihr neuestes Filmprojekt über die Einzigartige Ingrid Bergmann in ihrem Heimatort, wohl wissend das ihre Rückkehr auch ihre dunkle Vergangenheit wieder ans Licht bringen wird. Vor über dreißig Jahren stand die damals Dreizehnjährige, zusammen mit ihrer Freundin Helen im Verdacht, die vierjährige Stella ermordet zu haben. Auch Erica Falck widmet sich in ihrem neuen Buch dieser Tragödie. Noch während ihrer ausgiebigen Recherche, verschwindet die kleine Linnea und wird wenig später von einem Suchtrupp tot aufgefunden. Wiederholen sich jetzt die Ereignisse von damals? Für Ericas Mann, Patrick Hellström und sein Team beginnt eine intensive Ermittlungsarbeit. Seine ersten Verdächtigen sind demzufolge auch Marie und Helen, gerade da Letztere in Sichtweite zum Elternhaus der kleinen Nea wohnt.

Vorneweg muss ich mit einer kleinen Kritik beginnen, ein Fehler für den ich der Autorin keineswegs die Schuld gebe und es deshalb auch keinen Einfluss auf die Bewertung hat, es ärgert mich bloß sehr.
Im Klappentext steht u.a. folgendes: „Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Hauptkommissar Patrik Hedström widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst.“ Also ganz ehrlich ich habe auf keiner Seite gelesen, dass das Team um Patrick Hedström dieser Legende nachjagt. Das empfinde ich immer als enorme Irreführung und ganz nebenbei wird einfach auch zu viel verraten. Einfach ärgerlich.
Nun aber zu meiner Meinung über den Inhalt des Buches:
In drei große Erzählsträngen verwebt die Autorin das Verbrechen an der kleinen Nea in der Gegenwart, mit gut eingebauten Rückblenden auf die Tragödie von vor dreißig Jahren und zwischendurch wird ein Verbrechen von vor über 300 Jahren, das auch in Fjällbacka geschah beleuchtet.
Camilla Läckberg versteht es hervorragend eine gut recherchierten Kriminalfall zu präsentieren, dessen ganze Tragödie nicht nur den weiteren Lebensweg der Hinterbliebenen der Opfer und der Täter, sondern das kollektive Bewusstsein einer ganzen Region prägt. Außerordentlich spannend erzählt sie von sichtbaren und unsichtbaren Verbrechen, von menschlichem Versagen, Intoleranz und Vernachlässigung. Gleichzeitig bettet sie das Leben aller Protagonisten so gut in die Story mit ein, das ich auch an deren Leben gerne teilhabe. Mir gefällt ihre Darstellung der Hauptprotagonisten, denn sie sind keinesfalls überzeichnet, im Gegenteil sind ihre Handlungen gut nachvollziehbar und streckenweise kann ich mich selbst wieder erkennen. Vielleicht freue ich mich deshalb immer wieder darauf, ein Buch dieser Autorin in den Händen zu halten, ich muss mir wohl bloß abgewöhnen zu viel Wert auf den Klappentext zu legen.
Nijura zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 28.01.2018
Der lange Schatten der Vergangenheit

30 Jahre nach dem Tod eines Kleinkindes scheint sich die Tat zu wiederholen. Damals hatten zwei Mädchen den Mord gestanden, später aber widerrufen. Doch bis heute hat sich der Verdacht gehalten, dass Helen und Marie die Täterinnen waren. Gerade jetzt, als die inzwischen berühmte Schauspielerin Marie zu Dreharbeiten an den Ort des Verbrechens zurückkehrt, kommt wieder ein Kleinkind zu Tode.



Der Kriminalroman ist der 10. Teil der Serie um die Schriftstellerin Erica Falck und ihrem Mann, den Hauptkommissar Patrik Hedström. Wie auch schon in den vorherigen Romanen arbeiten die beiden Hand in Hand, um den Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Die Handlung ist wirklich sehr spannend und vielseitig. Die Autorin thematisiert nicht nur die Morde an den beiden Mädchen, sondern lässt das Mittelalter mit den Hexenverbrennungen aufleben, ebenso wie die Flüchtlingskrise bis hin zu einem tragischen Amoklauf. Gekonnt verbindet Camilla Läckberg die verschiedenen Handlungsstränge, die von amüsant bis tragisch reichen, zu einem komplexen Ganzen.

Besonders gut an dem Kriminalroman gefällt mir, dass die Autorin es schafft, mich als Leser emotional komplett einzubinden, sodass ich mit der großen Anzahl der vielschichtigen Protagonisten mitfühlen und mitleiden kann.
Allerdings hatte ich am Anfang Schwierigkeiten, die vielen Personen nach einem Kapitelwechsel wieder zuzuordnen. Ein Personenregister wäre wirklich hilfreich gewesen.


Fazit: Vielschichtige Charaktere, spannend bis zum dramatischen Schluss. Absolute Leseempfehlung!
Ilmo zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 24.01.2018
Camilla Läckbergs "Eishexe" ist ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, fesselt es einem doch durch seine verschiedenen Thematiken, die die Schriftstellerin geschickt miteinander verwoben hat.
Ich hatte mir, bevor das Buch bei mir eintraf, noch schnell von einer Freundin Band 8 und 9 ausgeliehen und war so auf die verschiedenen Ermittlercharaktere und deren familiäre Verstrickungen auch schon etwas vorbereitet. Doch auch ein Einstieg bei Band 10 ist durchaus möglich, sind doch die Handlungsstränge die Grundlage der Spannung: zu den aktuellen, sich auf schreckliche Weise zuspitzenden Ereignissen (die leider an reale Vorkommnisse angelehnt sind) kommt der Mordfall von vor 30 Jahren und letztendlich die Geschehnisse aus dem 17. Jahrhundert hinzu.
Alles in allem einen gelungene runde Sache, die mir Lust auf mehr macht!
(Vielleicht leihe ich nun Band 1 - 7 aus!)
elke17 zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 16.01.2018
2003 erschien im Zuge der Skandinavien-Krimi-Welle mit „Die Eisprinzessin schläft“ das erste Buch der Schwedin Camilla Läckberg mit dem Ermittlerduo Erika Falck und Patrik Hedström, sie Schriftstellerin, er Polizeibeamter. Die Autorin war und ist sehr produktiv, so ist die Reihe mit der vorliegenden Neuerscheinung „Eishexe“ auf mittlerweile zehn Bände angewachsen. Erstaunlicherweise konnte sie auch bisher fast ausnahmslos das Niveau ihres Erstlings bei den Nachfolgebänden halten, was bei Krimireihen eher eine Seltenheit ist.Nun also „Eishexe“. Wie üblich splittet Läckberg die Geschichte, die sie erzählen möchte, in Vergangenes und Gegenwärtiges: Vor 300 Jahren wird eine junge Frau Opfer der Hexenverfolgung. Vor dreißig Jahren verschwindet in Fjällbacka ein kleines Mädchen, das wenig später ertrunken aufgefunden wird. Und heute wird die kleine Linnea vermisst. Es sind diese drei Handlungsstränge, die die Autorin Stück für Stück aufbaut, parallel verlaufen lässt, um sie dann am Ende zusammenzuführen. Patrik Hedström ermittelt in dem aktuellen Fall, während seine Frau Erika im Zuge ihrer Recherchen zu einem neuen Buch damit beschäftigt ist, den Fall des vor dreißig Jahren verschwundenen Kindes im Detail aufzuarbeiten. Doch offenbar reicht das der Autorin nicht, denn sie nimmt auch Bezug zur Flüchtlingskrise und dem aufkommenden Rechtsradikalismus in Schweden bzw. in diesem Fall in Fjällbacka sowie bösartigem Mobbing unter Jugendlichen und seinen Folgen.Und hier setzt auch meine Kritik an. Ich schätze die Romane dieser Reihe, die sich mit ihren „normalen“ Protagonisten wohltuend von anderen Skandinavien-Krimis mit depressiven, alkoholkranken Ermittlern abhebt. Bei Läckberg menschelt es, da sie sich nicht nur auf das Privatleben ihrer beiden Protagonisten beschränkt sondern quasi das ganze Dorf mit ins sprichwörtliche Boot holt. Aber in ihrem aktuellen Buch hat sie es eindeutig übertrieben. Viel zu viele Nebenhandlungen verwässern die eigentliche Story und blähen den Umfang unnötig auf. Außerdem hat mir während der gesamten Lektüre der Bezug zu den historischen Einschüben gefehlt, in deren Zentrum aber, obwohl nie namentlich bezeichnet, die titelgebende „Eishexe“ steht, so dass mich auch die Hopplahopp-Verknüpfung ganz am Ende nicht wirklich überzeugen konnte.
heile schneider zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 15.01.2018
trotz der hinweise
weiß ich zu wenig darüber .
Es ist möglich dass die 2
13 jährigen zu dem Geständnis überredet
worden sind genauso ist alles andere
auch noch möglich .
Die überschrift heißt die Eishexe
in dem Text , den ich nur überflogen habe
kam diese bislang sehr wahrscheinlich noch
nicht drin vor . (1 min lesen )
ich könnte mir vorstellen dass .
ich kann mich zur zeit nicht
hineinversetzen .
es dürfte was mit der überschrift zu tun haben .
Malin19 zu »Camilla Läckberg: Die Eishexe« 10.01.2018
Ein wenig zu viel des Guten
Die vierjährige Linnea verschwindet aus ihrem Elternhaus, durch einen dummen Zufall beginnt die Suche erst Stunden später.Das Mädchen wird ermordet aufgefunden und bald erinnert sich fast jeder an einen anderen schrecklichen Kindermord, der vor fast 30 Jahren geschah, und eigentlich nie ganz geklärt wurde, obwohl zuerst 2 13jährige Teenager geständig waren.
Das ist das erste Buch aus der Fjällbacka Reihe, das mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Es kommen einige Handlungsstränge neben der Hauptstory vor, z.B. wird das Flüchtlingsthema angeschnitten, das Privatleben der Protagonisten genaustens ausgeleuchtet und wie immer in der Reihe spielt ein Strang in der Vergangenheit.Diese Geschichte spielt zur Zeit der Hexenverfolgung und soll wahrscheinlich einen Bogen zu der heutigen Flüchlingsthematik schlagen.Die einzelnen Personen wirken schon lebendig, aber auch hier empfinde ich sie manchal als etwas überspitzt dargestellt.Ein Beispiel: Mellberg ist unfähig, aber seit Jahren der Chef der Polizeidienststelle.Das Ende fand ich auch nicht überzeugend, soviele Zufälle und ähnliche Taten in einer Familie finde ich doch an den Haaren herbei gezogen.Trotzdem fand ich mich mit der Eishexe gut unterhalten, der Schreibstil ist flüssig ,spannend und bildhaft.Auch wenn die Eishexe nicht mein Lieblingsroman aus der Reihe ist, werde ich auch die nächsten noch sehr gerne lesen.

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