Todesreigen von Andreas Gruber

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Goldmann.
Folge 4 der Maarten-S.-Sneijder-und-Sabine-Nemez-Serie.

  • München: Goldmann, 2017. ISBN: 978-3-442-48313-6. 540 Seiten.

'Todesreigen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez Kommissarin und Ausbilderin beim BKA misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen.

Ihre Meinung zu »Andreas Gruber: Todesreigen«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

christiania zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 07.11.2018
Psychodelia zu »Andreas Gruber: Todesreigen«: "Ich persönlich bin süchtig nach seinen 2 Hauptcharakteren Maarten und Sabine Nemez." oh oh. das hört er aber gar nicht gerne. Maarten S. Sneijder.. Ordung muß sein! ;)
Ich finde die auch klasse und ie ersten drei Hörbücher habe ich bereits. Natürlich krame ich die immer mal wieder raus, um sie nochmals anzuhören ;)
Psychodelia zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 11.09.2018
Ich hätte Gruber bis dato nicht gekannt und ich muss sagen: ich liebe seinen Schreibstil. Er schreibt zügig und spannend. Alleine bei den ständigen Zeitsprüngen muss man sich sehr konzentrieren.
Ich persönlich bin süchtig nach seinen 2 Hauptcharakteren Maarten und Sabine Nemez.
Zwar ist die Geschichte generell mit BKA interner Korruption doch eher ein alter Hut, aber er hat es bis Ende gut aufbereitet.
euversum zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 01.06.2018
Todesreigen habe ich während meines letzten Urlaubs gelesen und habe die ersten Seiten noch als spannend und unterhaltsam empfunden. BKA als Thema und Todesfälle in den eigenen Reihen verspricht Spannung. Allerdings ist das Buch nach der Hälfte stark abgefallen und ich habe mich bis zum Ende gequält. Alles viel zu langatmig und aus der Luft gegriffen, die Handlungsstränge wirken konstruiert, nicht stimmig und viel zu sperrig. Die Kommissare wirken wie aus einem Tatort. Alle völlig losgelöst und einer schwebt über allem und ist unantastbar und der Hero und rettet die Welt.
Plot: 2/5
Atmosphäre: 2/5
Charaktere: 2/5
Spannung: 2/5
Showdown: 2/5
Krimisofa.com zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 08.03.2018
Einzelbewertung:

Plot: 5/5
Atmosphäre: 4/5
Charaktere: 4/5
Spannung: 5/5
Showdown: 5/5

---

Wenn Andreas Gruber nicht gerade Bücher schreibt, unterhält er seine Fans auf Facebook mit Erdnussaufstrich-Tests oder mit Fotos, auf denen er mit Beate Maxian auf einer Veranstaltung Lambada tanzt. Gruber ist vermutlich einer der greifbarsten Bestseller-Autoren, die es im deutschsprachigen Raum gibt. Aber wenn er Bücher schreibt, dann sind sie gut, nein, ausgezeichnet. So wie sein aktueller Thriller „Todesreigen“, der viel zu lange darauf warten musste, von mir gelesen zu werden. Das ist offiziell der Auftakt zur zweiten Maarten-Sneijder-Trilogie, aber die Handlung schließt eigentlich nahtlos ans „Todesmärchen" an. Es wäre empfehlenswert, die drei Vorgänger auch zu lesen - schon alleine, um die Figur Maarten S. Sneijder umfassend zu begreifen.

Maarten Sneijder ist vom BKA suspendiert worden und dank Sabine Nemez nur knapp einer Haftstrafe entgangen. Statt Verbrecher zu jagen, unterrichtet er jetzt an der Uni und verlangt dafür horrende Summen. Aber das kann er sich leisten, denn er ist ein Genie sondergleichen, das immer ein süßlicher Duft umgibt, von dem man nicht weiß, ob es Vanilletee oder Marihuana ist. In der Rezension zum „Todesmärchen“ schrieb ich, dass Sneijder fast schon altersmilde sei; das ist in „Todesreigen“ - zum Glück! - wieder anders. Er ist nicht nur wesentlich präsenter, sondern auch wieder genau so bissig wie in alten Zeiten.

Bei Sabine Nemez, die von Maarten Sneijder ausgebildet wurde, merkt man hingegen immer mehr, dass sie die ein oder andere Eigenschaft von Sneijder übernommen hat - nur ein misanthroper Kotzbrocken ist sie noch nicht. Das ist irrsinnig interessant, denn sie hat sich seit dem ersten Teil immens weiterentwickelt. Sie darf in diesem Teil Sneijders Unterricht an der BKA-Akademie übernehmen. Als sie vom Präsidenten des BKA zu einem Selbstmordfall beordert wird, merkt sie sofort, dass da wesentlich mehr dahintersteckt.

„Todesreigen“ besteht aus insgesamt sechs Teilen und mehreren Strängen. Einer dieser Stränge begleitet Hardy, der gerade nach 20 Jahren aus der Haft entlassen wurde. Sein Erzählstrang spielt wenige Tage vor der Hauptstory. Hardy ist um die 50 und hat eine gehörlose Bekannte, die er schon aus Kindestagen kennt und von der er weiß, dass sie ihn mindestens genau so lange liebt. Der Ex-Häftling ist belesen und macht einen alles andere als unsympathischen Eindruck - allerdings hat er eine Agenda, und die zieht eine blutige Spur nach sich. Jeder dieser Erzählstränge ist gleichermaßen spannend - anders als beim „Todesmärchen“, wo ich lieber mehr von Sneijder als von der Gefängnisinsel gelesen hätte.

Das Grundgerüst hat man bei „Todesreigen" schnell durchschaut, denn man bekommt ziemlich viele Puzzleteile präsentiert – wie diese zu den Feinarbeiten passen, wie die kleinen Zahnräder ineinander greifen, ist dann aber weniger leicht herauszubekommen. Und so hab ich bei der Auflösung des riesigen Geflechts nicht nur ein WTF mit den Lippen geformt. Was sich Gruber hier ausgedacht, und es um sieben Ecken gesponnen hat ist schlichtweg genial. Solche Tüfteleien liebe ich und ich bewundere jeden, der den Aufwand auf sich nimmt, um so etwas zu konstruieren und zu Papier zu bringen.

Auch ist „Todesreigen" zwischendurch immer wieder emotional, das fängt bei Sabine Nemez an, die sich Sorgen um den suspendierten Sneijder und andere Menschen macht – aber auch Sneijder selbst, der latente Emotionen zeigt, auch wenn sie sich nicht anmerken lässt. Möglicherweise ist es sogar Grubers emotionalstes Buch, was nicht nur daran liegt, dass Sabine wesentlich mehr durchmachen muss, als in jedem anderen Teil - was auch zu meinem einzigen Kritikpunkt führt: Dass Sabine tough ist, ist nichts neues, aber was sie in „Todesreigen“ durchmachen muss, ist unmenschlich und vielleicht etwas zu sehr an diverse Actionfilme orientiert. Auch wenn das Buch von vorne bis hinten packend ist und mehr als zu gefallen weiß.

Tl;dr: „Todesreigen“ von Andreas Gruber ist ein verdammt gut konstruierter Thriller, dessen Auflösung einen ziemlich erstaunt zurück lässt und in dem die Überfigur der Serie, Maarten S. Sneijder, wieder präsenter und bissiger als im „Todesmärchen“ ist. Weiters ist es vielleicht Grubers emotionalstes Werk und als Leser leidet man mit dem ein oder anderen Charakter ziemlich mit.
walli007 zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 14.01.2018
Selbstmordrate

Innerhalb kurzer Zeit bringen sich verschiedene Beamte des BKA um. Sabine Nemez, die inzwischen zeitweilig an der BKA-Akademie unterrichtet, versucht herauszufinden, wieso die Selbstmordrate unter den Kollegen plötzlich so hochschnellt. Sie glaubt ihr alter Professor Maarten S. Sneijder könnte ihr vielleicht helfen, doch dieser weist sie schnöde zurück, mit den Worten, sie solle die Vergangenheit ruhen lassen. Das wirkt natürlich mehr wie eine Aufforderung. Sabine versucht Zusammenhänge zwischen den Schicksalen der verstorbenen Beamten zu finden. Überrascht stellt sie fest, dass diese zu Beginn ihrer Karriere gemeinsame Einsätze hatten. Natürlich bohrt Sabine weiter nach, sie gewinnt allerdings den Eindruck, ihre Zeugen sterben schneller als sie sie befragen kann.

Dieser Maarten S. Sneijder, man möchte in irgendwohin treten, wie kann er seiner ehemaligen Kollegin nur die Unterstützung verweigern. Er muss doch wissen, dass sie nicht aufgeben wird. Zwar ist Sneijder seit dem letzten Einsatz suspendiert, aber ein paar Tips könnte er doch geben. Aus seiner Reaktion ergibt sich, dass er vermutlich mehr über die Zusammenhänge weiß als er zugibt. Nun er gibt ja gar nichts zu.

In ihrem vierten Auftritt geraten Sabine Nemez und ihr ehemaliger Ausbilder Maarten S. Sneijder mal so richtig auseinander. Da verweigert dieser alte Knurrhahn einfach die Zusammenarbeit. Dabei gilt es doch, das Rätsel um diese unheimliche Selbstmordserie zu lösen. Denn unheimlich ist es schon, wenn plötzlich mehrere gestandene Beamte ihr Leben wegwerfen. Wie Dominosteine scheinen sie zu fallen, einer nach dem anderen. Alle im nahezu gleichen Alter, mit nennenswert guten Laufbahnen. Ebenso wie die Ermittler steht man als Leser/Hörer vor einem Rätsel. Ebenso wie Sabine ärgert man sich über Sneijder, der anscheinend nichts als dumme Sprüche in petto hat. Und wenn sich die Hinweise so langsam verdichten, kommt eine Geschichte ans Licht, die man beinahe Verschwörung nennen könnte. Ausgesprochen spannend entfaltet sich ein klassischer Kriminalfall, der es in sich hat. Unterstrichen noch durch die eindrucksvolle Lesung von Achim Buch verfolgt man gebannt, welch unglaubliche Details die Ermittler zutage fördern.

Im besten Sinne - ein Krimi wie er im Buche steht.
thrillerfan zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 23.11.2017
Ein guter Thriller. ABER: Um das Duo für die Ermittlung besser zu verstehen, ist es gut die vorhergehenden Bücher in der Reihenfolge zu lesen.
Für mich gesehen hat A. Gruber mit dem Buch Todesmärchen einen gewissen Abschluss gefunden der einem den "Atem" nimmt. D. h. das Buch Todesreigen kommt nicht an die vorhergehenden heran.
rolandreis zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 25.09.2017
"Todesreigen" ist der vierte Fall aus der Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Reihe von Andreas Gruber. Ursprünglich hatte es mal als Trilogie begonnen, aber ich freute mich zu hören als Andreas Gruber entschied die Reihe fortzuführen. Und ich hatte nicht zu viel erwartet, denn auch dieser Band beginnt gleich spannend. Auch waren schnell die offenen Fragen aus dem Cliffhanger des dritten Band "Todesmärchen" geklärt, so dass man sich als Leser voll auf das aktuelle Geschehen konzentrieren konnte. Diesmal muss Sabine Nemez in den eigenen Reihen des BKA ermitteln und da trifft sie auf eine Mauer des Schweigens innerhalb der Ermittler der alten "Gruppe 6". Vertuschungen und Todesopfer erlebt sie dabei und der derzeit suspendierte Maarten S. Sneijder spielt auch nicht mit offenen Karten. Doch je mehr sie an den Ermittlungen gehindert wird, um so größer wird ihr Engagement. Als Leser hatte ich diesmal schnell einen Verdacht, der sich auch bestätigte. Der Spannung tat dies aber keinerlei Abbruch. Auch dieser Band ist wieder kurzweilig und ich flog nur so über die Seiten. Diese Reihe zählt derzeit zu meinen absoluten Favoriten und ich freue mich schon auf den nächsten Fall des Ermittlerteams. Andeutungen wie es weitergehen könnte, hatte man am Ende erfahren und ich muss sagen diese Konstellation wird interessant.
TochterAlice zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 16.09.2017
BKA-Ermittler begehen nacheinander Selbstmord, nachdem ihre Familienangehörigen auf merkwürdige Art und Weise ums Leben kamen. In einem Fall soll Sabine Nemez ermitteln, stößt aber merkwürdigerweise genau dort auf Schweigen, wo es Anworten geben sollte. Denn zu vieles deutet darauf hin, dass es Fremdeinwirklung gab. Maarten S. Sneijder, der Profi des BKA, zur Zeit suspendiert , reagiert diesmal zögerlich auf die Bitte seiner ehemaligen Elevin Sabine Nemez, hier anzupacken.

Gottseidank lässt sich Tina Martinelli, ihre ehemalige "Mitschülerin" bei Sneijder, schneller überzeugen. Doch es geht um längst Vergangenes - immer mehr wird deutlich, dass Ereignisse von vor zwanzig Jahren eine Rolle spielen, da haben die beiden Anfangsdreißigerinnen noch mit Puppen gespielt.

Also muss Sneijder ran und wenn er wie hier aus einem mehr als zwielichtigen Etablissement herausgeholt werden muss. Sneijder und Nemez: Wie Feuer und Wasser sind die Beiden, wenn sie aufeinander treffen, zischt es ganz gewaltig - wenn nicht mehr. Kann eine solche Kombi zu Erfolg führen oder werden die beiden sich aneinander aufreiben, zumal ihnen reihenweise Steine in den Weg gelegt werden - nicht nur vom Mörder selbst?

Ein überaus phantasiereicher Thriller mit vielen Überraschungen und zahlreichen Elementen eines klassischen Kriminalromans ist es, den Andreas Gruber uns hier vorsetzt. Ein Thriller, der jeden Freund von Spannungsliteratur mit den Hufen scharren lässt - doch sollte man definitiv nicht zu zart besaitet sein, wenn man sich diese Lektüre gönnt. Ein paar sehr verwegene, ja abwegige (Verw)Irrungen beinhaltet der Fall auch, doch die haben mich nur geringfügig gestört.

Dies ist der vierte Band einer Reihe. Gottseidank hatte ich den Vorgängerband - den letzten einer Trilogie - gelesen. Dies hier ist der Auftakt zu einem weiteren"Dreier" und um das ganze Umfeld zu begreifen, sollte man zumindest "Todesmärchen", den Abschluss des ersten "Dreiers" kennen, sonst kommt man hier rasch durcheinander. Aber Sneijder und Nemez haben so viele Fans, die sich die Finger nach neuem "Stoff" lecken, dass für eine weitreichende Leserschar gesorgt ist. Und wer neu startet, hat sicher kein Problem damit, die Vorgänger vorzuschieben - sie sind so wahnsinnig spannend, dass ich sie regelmäßig vor dem Schluss nicht aus der Hand legen kann!

Eine überaus spannende und originelle Entdeckung war für mich die Reihe um den kauzigen (und das ist noch untertrieben!) Ermittler Maarten S. Sneijder. Er verdient es, mit den großen Ermittlern wie Holmes und Marple, vor allem aber harten Jungs wie Jo Nesbos Harry Hole in eine Reihe gestellt zu werden.
Edith Sprunck zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 12.09.2017
Andreas Gruber greift hier ein zunehmend beliebter werdendes Krimithema auf: die Verwicklung des Polizeiapparates in kriminelle Machenschaften wie Korruption und brutale Gewalt. Auch zeigt er auf, wohin Corpsgeist und falsch verstandene Kameradschaft führen können. A.G. verarbeitet dieses Thema äußerst kreativ in seinem Thriller, der an nervenzerreißender Hochspannung kaum zu überbieten ist. Ein extrem gut ausgeklügelter Plot, vermählt mit sehr gut gezeichneten Charakteren. Applaus!
Margot zu »Andreas Gruber: Todesreigen« 06.09.2017
Na ja, schon sehr dick aufgetragen, dieser neue Gruber-Thriller. Das BKA durchsetzt von Verbrechern.? Morde die wie Selbstmorde aussehen und umgekehrt- die Guten sind die Bösen und die Verurtrilten die Guten? Wenn man sämtliche Logik außer acht lässt kann man auch einen spannenden Krimi schreiben
Aber hochwertig sieht anders aus.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 11.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Todesreigen

Hinweis: Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen zu löschen. Beachten und respektieren Sie jederzeit Urheberrecht und Privatsphäre. Werbung ist nicht gestattet. Lesen Sie auch die Hinweise zu Kommentaren in unserer Datenschut­zerklärung.

Seiten-Funktionen: