Die Attentäterin von Yasmina Khadra

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel L´Attentat, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Nagel & Kimche.
Ort & Zeit der Handlung: Israel / Tel Aviv, 1990 - 2009.

  • Paris: Julliard, 2005 unter dem Titel L´Attentat. 268 Seiten.
  • München: Nagel & Kimche, 2006. Übersetzt von Regina Keil-Sagawe. ISBN: 978-3-312-00380-8. 272 Seiten.
  • München: dtv, 2008. Übersetzt von Regina Keil-Sagawe. ISBN: 978-3423136457. 269 Seiten.

'Die Attentäterin' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Amin Jaafie ist Chirurg in einem Krankenhaus in Tel Aviv. Er erhält die schreckliche Nachricht, dass seine Frau bei einem Attentat ums Leben kam. Nicht genug damit – seine Frau soll diesen Anschlag selbst verübt haben. Das kann Jaafie unmöglich glauben. Gegen alle Ratschläge seiner Freunde macht er sich auf die Suche nach den Motiven und Hintergründen des Verbrechens. Dabei gerät er immer tiefer in die Verstrickungen einer tödlichen Feindschaft.

Ihre Meinung zu »Yasmina Khadra: Die Attentäterin«

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stol zu »Yasmina Khadra: Die Attentäterin« 15.09.2011
Dieser Roman begann recht interessant, nach einigen Seiten aber wurde ich stutzig, denn es wird von Seite zu Seite offensichtlicher, daß der Autor niemals in Israel war und sich nicht einmal die Mühe gemacht hatte, sich vor dem Schreiben dieses Buches über Israel ausreichend zu informieren; sonst hätte er unter anderem gewußt, daß es keine Beduinenprinzen gibt und vor allem, daß die Beduinen mit den Palästinensiern überhaupt nichts zu tun haben. Und somit als potenzielle Attentäter auch nicht infrage kommen.

Hätte er die Handlung nach Algerien, Ägypten oder .. verlegt, wäre es vielleicht ein spannender Roman geworden. So ist es eigentlich nur mal wieder ein Angriff auf Israel und zudem eine Beleidigung der in Israel lebenden Beduinen.

Und dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Anja S. zu »Yasmina Khadra: Die Attentäterin« 24.08.2008
Dieses Buch ist weder ein Krimi noch ein Thriller, sondern ein Psychogramm des Ex-Ehemannes einer palaestinensischen Selbstmordattentaeterin, der die Gruende begreifen moechte, die seine Frau zu diesem Schritt bewogen haben moechten. Es ist dennoch hoechst lesenwert und eroeffnet Einsichten in eine Welt, ueber die Europaer sonst nicht allzu viel wissen.
"Wovon die Woelfe traeumen" hat mir noch besser gefallen, aber auch dieses Buch ist sehr lohnend.
Silke Schröder, themenguide.de zu »Yasmina Khadra: Die Attentäterin« 08.08.2006
Yasmina Khadra ist das Pseudonym des algerischen Schriftstellers Mohammed Moulessehou, eines der wichtigsten Autoren des arabischen Raums. Mit seinem neuen Roman springt er mitten hinein in die hoch aktuellen Konflikte des Nahen Ostens. Er kritisiert die endlose Spirale der Gewalt, das scheinbare Fehlen von Alternativen und die ideologische Engstirnigkeit beider gegnerischer Lager.

Er versucht, dem destruktiven Phänomen der Selbstmordattentäter auf die Spur zu kommen und der Frage, warum selbst Menschen aus privilegierten Lebensverhältnissen so destruktiv und selbstzerstörerisch werden können – wie die studierten Alkaida-Attentäter von Hamburg, London und Madrid. Mit großer Detailkenntnis führt uns Khadra in ein kompliziertes gesellschaftliches Konfliktfeld, das uns schon seit Jahrzehnten begleitet und längst den Raum des Nahen Ostens verlassen hat – selbst wenn auch er keine Lösung präsentieren kann. Jenseits der aktuellen Kriegsschlagzeilen eine ebenso einfühlsame und spannende Erzählung – sehr empfehlenswert.
silke.schroeder@themenguide.de
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