Mein böses Herz von Wulf Dorn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Cbt.

  • München: Cbt, 2012. ISBN: 978-3-570-16095-4. 416 Seiten.
  • [Hörbuch] München: cbj, 2012. Gesprochen von Laura Maire. ISBN: 383711323X.

'Mein böses Herz' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis …

Ihre Meinung zu »Wulf Dorn: Mein böses Herz«

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Hupfdidue zu »Wulf Dorn: Mein böses Herz« 25.03.2014
Mein zweites Buch von Dorn, nach Trigger. Und im Gegensatz zu meinem Vorposter bemerkte ich schon, dass das Buch ein Jugendroman ist. Aus diesem Grund möchte ich auch auf eine Punktewertung verzichten, da diese die (zur Zeit) 98 Grad "versauen" würden, denn wirklich auszusetzen habe ich nichts.

Ich konnte mich immer sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen, die Gedanken waren toll beschrieben und immer, wenn ich der Meinung war, ich wüßte des Rätsels Lösung, wurde dies sofort durch ein Geschehnis widerlegt. Ich dachte mir zwischendurch desöfteren, dass Dorn ein hervorragender Psychologe sein muss, weil er sich so in seine Patienten hineinversetzen kann und dies dann auch noch so treffend beschreibt.

Auch die Message, die am Ende sehr deutlich wird, finde ich klasse!

Ja, empfehlenswert - die 98 Grad sind für einen Jugendroman gerechtfertigt.
Anja zu »Wulf Dorn: Mein böses Herz« 27.07.2012
Das Buch auf dem Einband einen Jugendroman zu nennen, finde ich übertrieben, nur weil Jugendliche die Hauptpersonen sind. Das Thema hat nicht viel Jugendliches.

Das Buch war an einem Tag durchgelesen. Wenn ich nicht so früh am Tag begonnen hätte, hätte ich mir auch die Nacht notfalls um die Ohren geschlagen. Dorn versteht es zu fesseln wie kaum ein anderer Autor und ich habe in meinem Leben schon unzählige Bücher gelesen.

Ein Psychothriller vom Feinsten. Absolut empfehlenswert!
Silberfee28 zu »Wulf Dorn: Mein böses Herz« 05.07.2012
Wulf Dorn - bekannt geworden durch den Roman Trigger -
schreibt seinen ersten Jugendroman.
Eigentlich begeistert der aber nicht nur Jugendliche- auch wenn das die eigentliche Zielgruppe ist- sondern ebenfalls Erwachsene.
Das ist jedenfalls der Tenor den man aus ersten Reaktionen der Leser ableiten kann.
Was macht den Roman so besonders, so tricky ?
Im Mittelpunkt steht Dorothea- gerne Doro genannt- eine pubertierende 15 jährige die mit dem plötzlichen Tod ihres Bruders Kai - an dem sie sich schuldig fühlt - klarkommen muss.
Das Buch ist insgeheim so eine Art Psychogramm eines pubertierenden Teenagers. Das Buch aber auf das zu reduzieren wird einem Wulf Dorn in keiner Weise gerecht.
Der Dreh- und Angelpunkt bleibt Doro, ihre Gefühls- und Gedankenwelt die erst mal dem eines normalen Teenagers entspricht.
In der ich-Form führt sie den Leser durch das Buch - die unzähligen nummerierten Kapitel - und die Geschichte die es erzählen will und gibt dem Leser die Möglichkeit sie kennen zu lernen, sie sympathisch zu finden oder einfach sich in sie hineinzuversetzen.
Gleichzeitig transportiert die Hauptfigur unterstützt durch die Nebencharaktere eine Botschaft an den Leser die deutlicher nicht sein kann.
Wie weit kann ich mir selbst oder meine Umwelt mir trauen?
Wie weit kann der Leser ihr trauen ?
Die Botschaft an sich spricht sicherlich die Zielgruppe an und konfrontiert sie mit grundsätzlichen Denk- und Lebensmustern dieser Zeit.
Es gibt sicherlich genug Spielraum für Diskussionen kontrovers oder nicht das bleibt jedem Leser selber überlassen.
Der Reiz dieses Buch liegt mitunter in den unendlichen Möglichkeiten die dem Leser im Kopf bleiben, doch bei keiner von ihm favorisierten kann er sich sicher sein. Erst der Schluss, der nach meiner persönlichen Meinung ein wenig zu flach ausgefallen ist klärt den Leser über die Tragweite des Buches an sich auf.
Sicherlich merkt man gerade bei diesem Buch das Wulf Dorn jahrelang als Psychiater gearbeitet hat und heute noch arbeitet.
Das gibt dem Buch aber einen sachlich fundierten Hintergrund der meiner Meinung nach weiter dazu beiträgt das die Geschichte in sich unheimlich realistisch ist. Der Realismus ist einfach ein Hauptpunkt warum das Buch so thrillig und zugleich unheimlich spannend daher kommt. Unzählige Wendungen und plötzliche Informationen verunsichern den Leser und lassen ihn dann und wann auch an sich zweifeln und produzieren ein Gänsehautfeeling der Extraklasse.
Dennoch kann man sich die Personen - auch als erwachsener Leser - vorstellen, die Handlung könnte auf auf realistischen Tatsachen und Geschehnissen beruhen, der Leser bleibt immer ein bisschen im Zweifel was gerade real und irreal ist.
Weder die Hauptperson noch die wenigen Nebencharaktere wirken dabei überzeichnet oder künstlich stilisiert.
Die jugendlichen Nebencharaktere stellen sich klar und teilweise auch sympathisch dar. Der Autor lässt sie im normalen Rahmen ihrer Entwicklung agieren, ohne dabei aber Schwächen und Stärken zu vernachlässigen.
So agieren sie passend zum Hauptcharakter und unterstützen den düsteren Grundcharakter der Geschichte.
Selbst die erwachsenen Personen der Handlung agieren unheimlich realistisch und keinesfalls hysterisch wie man es oft von Eltern pubertierender Teenager gewöhnt ist.

FAZIT:
Eingebettet in die dunkle Atmosphäre die dem Buch anhaftet entwickelt sich ein Thriller der Extraklasse der durch erschreckenden Realismus und der schon erwähnten knallharten Botschaft überzeugt.
Wulf Dorn ist es in vollem Umfang gelungen den Leser zu fesseln, ihn in gewissem Maß zu unterhalten und seine Botschaft zu transportieren die sicherlich zum Nachdenken anregen wird. Trotz der Kritik am Ende volle Sterne und Punktezahl und für mich DAS Jugendbuch des Jahres 2012 !
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