Die linke Hand des Bösen von Wolfgang Burger

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2017 bei Piper.
Folge 14 der Alexander-Gerlach-Serie.

  • München; Berlin; Zürich: Piper, 2017. ISBN: 978-3-492-06031-8. 416 Seiten.

'Die linke Hand des Bösen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als Kommissar Arne Heldt auf grausamste, sadistische Weise in einem Heidelberger Vorort ermordet aufgefunden wird, ist Kripochef Alexander Gerlach entsetzt. Zwar war das Opfer nicht sehr beliebt, ein Gerechtigkeitsfanatiker, gefangen in einer Welt, in der es nur Gut oder Böse gab. Aber er war ein Kollege. Sofort beginnt Gerlach mit den Ermittlungen und stößt bald auf einen alten Fall von Vergewaltigung mit Todesfolge, den Heldt neu aufrollen wollte. Sämtliche Spuren deuten auf ein geschickt betriebenes Netzwerk von Hardcore-Pornos, das nicht nur bis in die besten Kreise Baden-Württembergs reicht, sondern sogar bis nach Griechenland und Aserbaidschan. Doch wer ist der ruchlose Kopf des Ganzen?

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rolandreis zu »Wolfgang Burger: Die linke Hand des Bösen« 29.11.2017
In "Die linke Hand des Bösen" lässt Wolfgang Burger seinen Kriminalrat Alexander Gerlach zum vierzehnten Mal ermitteln. Diesmal wird ein Kommissar aus Gerlachs Team ermordet. Zwar war dieser erst seit kurzem in seiner Abteilung und ein ziemlicher Eigenbrötler, aber alle sind hochmotiviert schnell den Tod des Kollegen aufzuklären. Dieser arbeitete an sogenannten "Cold Cases", alte ungeklärte Fälle. Und je mehr Gerlach und sein Team in der Vergangenheit forscht, um so mehr tun sich neue Verdachtsmomente auf. Ich mag diese Reihe seit Jahren sehr gern, die Kombination von Gerlachs Ermittlungen und seinem Privatleben habe ich immer gern gelesen. Doch zuletzt hatte diese an altem Schwung für mich ein wenig verloren. Dieser Band konzentriert sich diesmal wesentlich mehr auf Gerlach selbst und seine Ermittlungen. Seine Zwillingstöchter und seine Lebensgefährtin Theresa rücken ein wenig mehr in den Hintergrund. Dieser kleine Wandel in diesem Band tut aber in Summe der Reihe sehr gut. Wolfgang Burger kehrt für mich wieder zu alten Stärken zurück, in dem er mehr Fokus auf den Fall legt. Ich habe zwar immer mit Begeisterung von den Zwillingen und ihren pubertären Anwandlungen gelesen, aber auch Gerlach und seine Familie werden älter und die Protagonisten entwickeln sich. Daher empfinde ich diesen Wandel gelungen. Ebenso tritt ein neues Teammitglied auf das Parkett, die Kommissaranwärterin Laila. Man darf gespannt sein, wie es mit ihr weitergeht. Wolfgang Burger ist mit seinem vierzehnten Fall wieder ein sehr guter Heidelberg-Krimi gelungen, der mit Spannung und interessanten Wendungen im Geschehen überzeugt. Für mich wieder eine klare Steigerung zu den letzten beiden Fällen, die mein Interesse schon jetzt für einen nächsten Band wecken.
Edith Sprunck zu »Wolfgang Burger: Die linke Hand des Bösen« 21.10.2017
Ein lesenswerter Krimi, der vor allem LiebhaberInnen der Serie um Kommissaroberrat Gerlach besondere Freude bereiten dürfte. Das altbewährte, sympathische Ermittlerteam erhält zumindest für diesen Fall Zuwachs durch eine erfrischend motivierte, intelligente, junge Polizeibeamtin. Das Leben im familiären Kreis von Gerlach wird wie immer ins gesamte Geschehen eingeflochten, ohne dabei ins Übergewicht zu geraten. In geschmeidigem Schreibstil stellt W. Burger solide Polizeiarbeit dar, die zur Aufklärung verschiedener Morde und weiterer Verbrechen führt. Vor allem die letzten ca. 100 Seiten haben es in sich. Hier wurde für mich die Spannung kurzfristig fast unerträglich.
Die Thematik rund um die Morde wurde zwar schon in zahlreichen Krimis und Thrillern bearbeitet, ist aber dennoch immer wieder erschütternd. W. Burger setzt in seinem Buch den Focus auf die schwierige Aufklärungsarbeit. Alles in allem eine runde Sache.
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