William Boyd

Der Sohn eines schottischen Arztes und einer Lehrerin wurde am 7. März 1952 in Accra/Ghana geboren. Seine Kindheit verbrachte er ebendort und in Nigeria, die Schulzeit in schottischen Internaten. Er selbst sieht sich eher als Afrikaner denn als Europäer.
Boyd studierte Anglistik, Romanistik und Philosophie in Nizza, Glasgow und Oxford, wo er mit einer Arbeit über den Schriftsteller der Romantik, Percy Shelley, zum Dr. phil. promovierte. In Oxford lehrte er auch von 1980 bis 1983 als Dozent für zeitgenössische Literatur. Nebenbei betätigte er sich als Fernsehkritiker für das New Statement Magazine.
Sein erster Roman »A Good Man in Africa« erschien 1981, für den er zwei Jahre später zu den 20 wichtigsten zeitgenössischen englischen Erzählern gewählt wurde. Seine Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet. Er gilt als genauer Beobachter und ironischer Kommentator des Lebens im 20. Jahrhundert.
Einen kleinen Skandal verursachte der Autor 1998, als er die Autobiographie des expressionistischen Künstlers Nat Tate aus dem Kreis um Jackson Pollock veröffentlichte. Die Darstellung erschien so glaubwürdig, dass nicht wenige den Maler zu kennen, ihn gar getroffen zu haben glaubten. So mancher stand blamiert da, als Boyd die Fälschung enthüllte.
Bereits in den frühen 80er-Jahren begann Boyd mit dem Schreiben von Drehbüchern für Film und Fernsehen. Er adaptierte zahlreiche seiner eigenen Romane und Erzählungen, war aber u.a. auch an Richard Attenboroughs Film-Biographie über Charlie Chaplin beteiligt.
William Boyd lebt mit seiner Frau, einer Korrespondentin bei der Zeitschrift Harper’s Bazaar, abwechselnd im Londoner Stadtteil Chelsea und auf einem Schloß im südfranzösischen Bergerac. Dort widmet er sich der Herstellung preisgekrönter Weine.

Krimis von William Boyd:

Unser Mann in Afrika
(1981)
A Good Man in Africa
Die blaue Stunde  Rezension
(1990)
The blue Afternoon
Armadillo
(1998)
Armadillo
Ruhelos
(2006)
Restless
Einfache Gewitter
(2009)
Ordinary Thunderstorms
Eine große Zeit
(2012)
Waiting for sunrise
Solo
(2013)
Solo

Mehr über William Boyd:

Seiten-Funktionen: