Maskeraden von Walter Satterthwait

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel Masquerade, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Paris, 1910 - 1929.

  • New York: St. Martin’s Press, 1998 unter dem Titel Masquerade. 257 Seiten.
  • München: Goldmann, 1999. Übersetzt von Ursula-Maria Mössner. ISBN: 3-442-44444-6. 445 Seiten.

'Maskeraden' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Paris, 1923: Die Pinkerton-Detektive Phil Beaumont und Jane Turner werden in die brodelnde Stadt gesandt, um den Mord an einem reichen amerikanischen Verleger und seiner deutschen Mätresse zu klären. Bei ihren Recherchen geraten sie in schicke literarische Salons und mondäne Nachtclubs, in schräge Jazzschuppen und elegante Cafes. Dort treffen sie von Ernest Hemingway bis zu Gertrude Stein, von James Joyce bis zu Picasso alle Größen der Zeit. Phil und Jane drohen dem Charme der Stadt zu erliegen. Aber da ist ja noch der Mörder, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt …

Ihre Meinung zu »Walter Satterthwait: Maskeraden«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

tassieteufel zu »Walter Satterthwait: Maskeraden« 06.05.2011
Die Pinkerton Detektive Phil Beaumont und Jane Turner werden 1923 mach Paris geschickt, um dort zu klären, ob der angebliche Selbstmord des Verlegers Richard Forsythe mit seiner Geliebten tatsächlich Freitod oder doch Mord war. Während Beaumont direkt vor Ort er-
mittelt, wird Jane als Kindermädchen in die Familie des Toten eingeschleust, um Informationen zu sammeln. Bei ihren Recherchen geraten sie in literarische Salons, elegante Cafes, üble Spelunken und Jazzkneipen und begegnen dabei allerlei schillernden und schrägen Typen,
bekannten Schriftstellern wie Ernest Hemingway, Gertrude Stein, James Joyce oder Picasso.
Nach ihren Abenteuern auf Schloß Maplewhite ist Jane Turner tatsächlich Pinkerton Detektivin geworden und ist nun in verdeckter Mission unterwegs. Wie auch schon im Vorgänger "Eskapaden" wird die Geschichte einmal vom Ich-Erzähler Phil Beaumont geschildert und dann wieder aus Jane Turners Sicht in Briefform an ihre Freundin Evangeline. So wird das Geschehen aus zwei Blickwinkeln beleuchtet, was dem Ganzen einen besonderen Reiz verleiht. Das mondäne Paris der 20er Jahre breitet sich wie ein bunt schilldernder Bilderbogen vor dem Leser aus und läßt ihn in eine toll geschilderte, dichte Atmosphäre eintauchen. Für mich eine Zeit, die mich sowieso immer wieder begeistert und bei Büchern aus dieser Zeit kann ich immer nur schwer widerstehen und dem Autor ist es sehr gut gelungen, das Personen und Orte geradezu vor meinen Augen sichtbar wurden.
Sicher hab ich schon spannendere Bücher gelesen, gerade am Anfang kommt die Spannung ein wenig kurz, aber das ganze Beiwerk rund um den Krimifall macht einfach Spaß!
Da gibt es so viele skurile und schräge Typen zu entdecken, so viele kleine urkomische Szenen, das man eigentlich in jedem Kapitel etwas entdecken kann.Ich habe keine Ahnung ob Hemingway tatsächlich so ein Tolpatsch war, aber seine diversen Entgleisungen haben bei mir für viel Heiterkeit gesorgt, ebenso wie die wirklich teils schrägen, teils geschliffenen Dialoge, dafür hat der Autor wirklich ein Händchen.
Trotz all dem netten Drumherum bleibt der Krimifall immer als roter Faden im Buch bestehen und ab der Hälfte nimmt dann auch die Spannung zu, dem aufmerksamen Leser kann sich dann schon ein Hinweis auf den Täter offenbaren, doch das trübt keineswegs das Lesevergnügen und am Ende wird der Fall in sich schlüssig und zufriedenstellend aufgelöst.

Fazit: Herrlich geschliffene Dialoge, ein grandioses Setting, eine ordentliche Portion Humor u. detailreich und amüsant geschilderte Charaktere bieten hier in Verbindung mit einem intelligent konstruierten Krimi ein besonders kurzweiliges Lesevergnügen.
Rubberduck zu »Walter Satterthwait: Maskeraden« 18.09.2008
Schön mit den ganzen bekannten Charakteren - sehr cool vor allem Hemingway! Aber was mich wirklich nervt sind die Briefe, die Jane Turner an ihre Freundin Evy schreibt! Und das Ende fand ich auch nicht so spannend. Mir kommt es so vor, als seien dem Autor die skurilen Figuren wichtiger als eine spannende Geschichte, bzw. ein spannendes Ende. Die ganz eigene Art von Humor, die Caro angesprochen hat, finde ich auch sehr erfreulich und macht es für mich auch absolut lesenswert - aber so ein richtiger Krimi ist es eher nicht. Trotzdem werde ich die Serie weiter verfolgen, da ich Miss Lizzi schon klasse fand und den Autor damit generell mag.

Jetzt ist aber erstmal Oscar Wilde im wilden Westen dran.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Caro zu »Walter Satterthwait: Maskeraden« 31.10.2005
Eines der besten Bücher,das ich in letzter Zeit gelesen habe!Habe es nur widerwillig angefangen, da mich der Inhalt von der Rückseite her nicht besonders interessiert hat. War aber dann von der ersten Seite an fasziniert. Die Story ist sehr spannend und hat ein überraschendes Ende. Das Buch hat eine ganz eigene Art von Humor, sehr empfehlenswert!
Anja S. zu »Walter Satterthwait: Maskeraden« 05.10.2003
nett gemacht, aber das Ende etwas schwach. Trotzdem: man kann seine Zeit bedeutend schlechter verbringen.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ihr Kommentar zu Maskeraden

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: