Der Schatten Gottes von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Raising Abel, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Bastei Lübbe.
- New York: Warner, 2002 unter dem Titel Raising Abel. 572 Seiten.
-
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2004.
Übersetzt von Regina Schneider.
ISBN:
3-404-15242-5. 621 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2006.
Übersetzt von Regina Schneider.
ISBN:
978-3-404-26538-1. 521 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2008.
Übersetzt von Regina Schneider.
ISBN:
978-3-404-77274-2. 621 Seiten.
'Der Schatten Gottes' ist erschienen als
![]()
In Kürze:
Als das FBI bei ihr anruft, beginnt für Veronica Tremain ein Alptraum: Ihr Bruder, Dr. Scott Ferris, ein bekannter Anthropologe, und seine Freundin Amanda wurden ermordet aufgefunden. Alles, was Veronica weiß, ist, dass ihr Bruder ein 60.000 Jahre altes Rätsel der Menschheitsgeschichte lösen wollte. Doch Scott hat eine letzte Anweisung auf ihrem Anrufbeantworter hinterlassen: An einem geheimen Ort findet sie Bryce Johnson, einen Freund ihres Bruders, und Scotts kleinen Sohn Abel. Doch nicht nur sie hat die beiden entdeckt …Jemand will ihnen Abel wegnehmen. Um jeden Preis. Denn Abel birgt ein Geheimnis, das die Zukunft der gesamten Menschheit verändern kann.
Das meint Krimi-Couch.de: »Höchstwertung auch ohne altbekannte Bruderschaften und Vatikangauner«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Michael W. Gear ist Anthropologe und Mitglieder der American Association of Physical Anthropology und als solcher ein wirklich berufener Autor, wenn es um einen Thriller aus dem Gebiet der Knochenkunde, Paläontologie, Forensik und Evolution von Primaten geht.
Auch seine Schreibpartnerin Kathleen O´Neal Gear kann als Referentin für Geschichte und Archäologie im US-Innenministerium Einiges dazu beitragen, dass »Der Schatten Gottes« zumindest aus wissenschaftlicher Sicht nicht nur Fiktion verbreitet, sondern in den Wurzeln die Geschichte des modernen Menschen korrekt darstellt.
Denn genau darum geht es in diesem 622 Seiten langen Wissenschaftsthriller. Vor 60.000 Jahren trennten sich die Evolutionslinien des Menschen. Der moderne Mensch entwickelte sich zu dem, was wir heute im Spiegel sehen und der angeblich nicht ganz so modern entwickelte Neanderthaler war dem Untergang geweiht.
Mittlerweile gibt es in den Vereinigten Staaten tatsächlich religiöse Strömungen christlicher Färbung, die von der Darwinschen Evolutionstheorie rein gar nichts halten, sondern den Menschen als höchste Stufe der direkten göttlichen Schöpfung ansehen, aus Lehm gebastelt und vom Schöpfer mit einer Seele versehen. Diesen fanatischen Anhängern der Genesis sind Wissenschaftler wie Doktor Scott Ferris und seine Lebensabschnittspartnerin Amanda natürlich ein Dorn im Auge. Und wenn man den Ermittlungen des FBI glauben darf, steckt hinter der brutalen Ermordung dieser und anderer Gelehrten der Anthropolie ein wortgewaltiger Prediger, der auch nach Ferris verschollenem Sohn sucht, denn dieser ist das Ergebnis eines geheimen Experimentes.
Veronica, die Schwester von Ferris, kann den Anschlägen auf ihr Leben gerade noch entkommen und gemeinsam mit dem Freund ihres Bruders, der dessen Sohn Abel versteckt, beginnt zum Einen ein Versteckspiel vor den Schergen des Predigers und zum Andern ein Wettlauf mit der Zeit, um Abels Geheimnis der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn Abel kann und wird die gegenwärtige Sichtweise über die Entwicklung der Menschheit völlig umkrempeln.
Nun verrate ich natürlich nicht das Geheimnis des kleinen Abel, denn dieses Buch gehört nicht nur wegen seiner Thematik zum Spannendsten, was mir in den letzten Monaten vor die Lesebrille gekommen ist. Auch wenn in typischer US-Manier die Schwarz-Weiß-Malerei zwischen Gut und Böse und die hohe Actionlastigkeit einen Gutteil des Buches einnehmen, so bleibt die Story, die Regina Schneider bestens aus dem Amerikanischen übersetzt und mit zahlreichen Anmerkungen zum besseren Verstehen der Fachtermini versehen hat, von Anfang bis zum Ende eine spannende Fiktion, die auch eine absolut schlüssige Endlösung zu bieten hat.
Wer vom Titel her glaubt, dass sich wieder ein Mal die altbekannten Bruderschaften und Vatikangauner durch die Seiten drängeln, der kann positiv beruhigt werden. Die wenigen Kontakte mit der tatsächlich in Utah existierenden Gläubigenschar, die von der Evolutionstheorie nichts wissen will, sind für den Handlungsablauf fast zwingend notwendig und nicht nur, um den Leser in die Irre zu führen. Obwohl der Thriller gewöhnte Leser ohnehin in vielen Passagen das Richtige zu vermuten mag, geht die Spannung über den gesamten Leseverlauf nicht verloren, denn die Geschichte des kleinen Abel, dessen Charakterisierung perfekt gelungen ist, zieht den Leser in seinen Bann und damit haben sich Gear & Gear von mir eine absolute Höchstwertung verdient.
Ihre Meinung zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes«
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!
| Oliver zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes« | 20.08.2010 |
|---|---|
| Rolf.P zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes« | 10.01.2008 |
| Igel zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes« | 17.10.2007 |
| Mario G. zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes« | 05.04.2006 |
| Anja S. zu »W. Michael Gear und Kathleen O´Neal Gear: Der Schatten Gottes« | 27.02.2006 |


