Vatermord von Val McDermid

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Fever of the bone, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 6 der Tony-Hill-und-Carol-Jordan-Serie.

  • London: Little, Brown, 2009 unter dem Titel Fever of the bone. 432 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2010. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 978-3-426-50726-1. 512 Seiten.

'Vatermord' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als die verstümmelte Leiche der 14-jährigen -Jennifer gefunden wird, ist DCI Carol Jordan sofort klar, dass hier ein extrem gefährlicher Psychopath seine Spur hinterlassen hat. Ihr Verdacht bestätigt sich, weitere Teenager werden ermordet. Ihre Gemeinsamkeit: Alle sind sie vierzehn Jahre alt, immer hat der Killer auf einer Internetplattform Kontakt zu ihnen aufgenommen und vorgetäuscht, genau ihre Interessen zu teilen bevor er sie schließlich ins Verderben lockte. Carol setzt erneut auf Tony Hill und dessen außergewöhnliche Fähigkeiten als Profiler. Doch Carols neuer Chef will davon nichts wissen, und als Tony überraschend von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, scheint niemand mehr den Killer aufhalten zu können.

Das meint Krimi-Couch.de: »Running Up That Hill« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jochen König

Vatermord ist der sechste Band den Tony Hill/ Carol Jordan-Reihe, und er markiert augenscheinlich einen Wendepunkt in der Geschichte der beiden Hauptfiguren, die sich so nahe sind und anscheinend trotzdem nicht zueinander finden.

Denn Carol Jordans Eliteeinheit in Bradfield hat einen neuen Chef bekommen, der Tony Hill gerne ausmustern möchte. Das gefällt Carol zwar nicht, doch sie fügt sich. Tony nimmt es hingegen als Chance wahr, seinen unbekannten Vater, der ihm Haus, Boot und Geld hinterlassen hat, widerstrebend und postum näher zu kommen. Dafür begibt er sich nach Worcester, wo zufälligerweise eine fähige Polizeieinheit die Hilfe eines erfahrenen Profilers benötigt.

Die verstümmelte Leiche einer einheimischen Jugendlichen bringt die Polizei zur Verzweiflung. Jennifer Maidment gehörte keiner besonderen Risikogruppe an, sie war ein freundliches Mädchen mit hoher sozialer Kompetenz, umsichtig und selbstbewusst. Ein paar kleine Geheimnisse und ein unbekannter Chatpartner im sozialen Netzwerk RigMarole sind die einzigen Unwägbarkeiten in ihrem Leben. Und genau diese Kleinigkeiten scheinen zu ihrem Tod geführt zu haben.

Tony begibt sich also nach Worcester, die Polizei zu unterstützen und seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Nicht ahnend, dass die nächste Leiche in Bradfield auftauchen wird. Dass sich beide Fälle verquicken wird nicht nur geübten Krimilesern schnell klar. Und so arbeiten Carol und Tony ganz zügig wieder Hand in Hand und Jim Blake, der neue Vorgesetzte, kann nichts dagegen ausrichten. Worcester zahlt.

Eigentlich hätte Vatermord Volltreffer-Potenzial. Eine überzeugende Geschichte, hervorragend geschrieben, sich stetig steigernde Spannung, eine kluge Auflösung und Aussicht auf Fortentwicklung /Wandel. Doch leider gibt es ein paar Handicaps. Schnell abhaken, denn die positiven Aspekte überwiegen.

Der erste Kritikpunkt ist dem Serienformat anzulasten: Zu Beginn kreisen Carol und Tony wieder umeinander wie Planeten, die sich trotz hoher Anziehungskraft nie berühren werden. Das ist auf Dauer ermüdend (in der erfolgreichen Fernsehserie hat man dieses Problem gelöst, indem man Carol Jordan schlichtweg austauschte), doch McDermid ist glücklicherweise klug genug, auf eine Entscheidung hinzuarbeiten.

Das eingestreute Thema: Neuer Chef will mit festem Blick auf die Finanzen ein unwidersprochen erfolgreiches Team auseinanderreißen, ist ein kaum noch aufregender Standard. McDermid gibt diesem Punkt glücklicherweise nicht viel Raum und entwickelt ihn im Rahmen des Machbaren ganz genießbar. Dass beide Polizeitruppen, sowohl in Bradfield wie Worcester aus ausgesprochen kompetenten, höchst liebenswürdigen und aufgeklärten Menschen bestehen (gleichgeschlechtliche Liebe? Kein Thema, nehmen wir gerne, wir leben doch in einer toleranten Berufswelt…), ist zwar sehr sympathisch, entspricht aber wohl eher Wunschdenken. Als Utopie immerhin ein charmanter Gegenentwurf.

Letzte Anmerkung: dem erfahrenen Tony Hill hätte viel eher auffallen müssen, dass die Fälle in Worcester und Bradfield zusammengehören. Die Verzögerungstaktik gehorcht offensichtlich der Spannungsdramaturgie. Die funktioniert dann auch prächtig…

Womit wir beim Positiven wären, das die Schwachpunkte in den Hintergrund treten lässt. Val McDermid ist eine exzellent organisierte und kompetente Erzählerin. Sie vermag es ihrem vielfältig besetzten Ensemble mit teilweise nur wenigen Zeilen oder Seiten Gestalt und Profil zu verleihen, ohne dass der Leser je den Überblick verliert.

Trotz des Reihencharakters erlaubt sie ihren Figuren Veränderung und Entwicklung, die im Rahmen der erzählten Geschichten nicht zum eitlen Selbstläufer werden. Wo die Fernsehserie allzu melodramatisch in den Traumata Tony Hills badet, erlaubt McDermid sogar ironische Brüche und zeigt einen Profiler, der, trotz aller biographischen Unebenheiten, größeres Interesse an seinen Mitmenschen, lebenden wie toten, besitzt, als an sich selbst. Wie überhaupt das Einfühlungsvermögen der Autorin Vatermord zu etwas besonderem macht. Was der Verlust eines geliebten Menschen bedeutet, schildert McDermid mit nachhaltiger Intensität und Wirkung. Dabei vermeidet sie eine aufgesetzte Betroffenheitsattitüde, schafft stattdessen durch den klaren Blick, den sie ihren Protagonisten gönnt, ein Gefühl dafür, was es bedeutet Opfer zu sein und Opfer zu beklagen. Eine Fähigkeit, die vielen ihrer noch erfolgreicheren KollegInnen komplett abgeht. Abseits von sensationslüsterner Spekulation den Blick für das Wesentliche zu schärfen und dabei das Gefüge der Spannungsdramaturgie und der Erzählhandlung nicht auf ein wenig befahrenes Nebengleis zu schieben.

So steigert sich die Spannung des umfangreichen Romans kontinuierlich und verliert auch durch die Auflösung nicht an Wirkung. Denn es geht nicht darum, mit vordergründigem Aha-Effekt einen unglaubwürdigen (Serien)täter zu präsentieren, sondern auch hier in Ursache und Wirkung den Spuren zu folgen, die ein zutiefst verwirrter Geist in der Welt hinterlassen hat. Dankenswerterweise hat McDermid trotz des düsteren, und in seinen Auswirkungen dezidiert zerstörerischen Geschehens, auf die aufgesetzte, drastische (und überflüssige) Brutalität der ersten Hill/Jordan-Bände verzichtet.

Dass das Ende einen positiven Anflug besitzt, liegt an der Chance auf echte Veränderung, die McDermid ihren Hauptcharakteren einräumt. Sie braucht dafür keine explodierenden Briefbomben oder bedrohliche Serienkiller im Windschatten. Sondern einfach ein wenig Lernfähigkeit und Einsicht ins eigene Tun und Sein. Dann könnte es klappen.

Ein frommer Wunsch auch nach Weihnachten: Wären doch Bücher wie Vatermord Maßstab für Mainstream-Literatur, die die Bestseller-Listen bevölkert. Die Macken sind verzeihlich, der Umgang mit einer Geschichte, die bei vielen der angesagten Topseller garantiert zu einer literarischen Massenkarambolage geführt hätte, ist eindrucksvoll. So kann es im nächsten Jahr mit Polizeieinheiten, Profilern und Serienmördern weiter gehen. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Vielleicht im Schlachthaus …

PS.: Der Klappentext (oben unter »In Kürze« zu finden) ist wieder einmal absoluter Humbug, von dem nicht einmal die Hälfte stimmt. Carol Jordan hat mit Jennifers Leiche rein gar nichts zu tun, ihre Ermordung fällt in den Aufgabenbereich der Kollegen aus Worcester. Tony Hills Aufarbeitunmg seiner Vergangenheit hat keine zerstörerischen Auswirkungen auf seine Analysen – eher im Gegenteil. Zudem ist Tony kein überlebensgroßer Superprofiler. Die Aufklärung der Morde ist Teamarbeit. Daraus macht McDermid nie einen Hehl. Gibt es eigentlich keine Lesepflicht für Klappentexter? Oder ist das eine Aufgabe für Praktikanten zwischen Kaffeekochen und Müll rausbringen?

Jochen König, Januar 2011

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Biggi zu »Val McDermid: Vatermord« 04.04.2015
Wer die Bücher um Tony und Carol in der Reihenfolge liest, liebt diese Werke einfach.
Auch Vatermord enttäuscht nicht.
Ein schlüssiger, spannender Kriminalfall und die Entwicklung von Tony in Bezug auf seine Vergangenheit bieten kurzweilige Lesestunden.
Ich freue mich schon auf "Vergeltung".

Wie schon einige andere hier kritisiert haben, ist der Klappentext echt lächerlich und fasst das Buch keinesfalls korrekt zusammen.
angyy zu »Val McDermid: Vatermord« 11.09.2014
ich musste lachen als ich das über Klappentexte gelesen habe. Aus eRfahrung weiß ich, dass diese in der Tat oft von Volontären geschrieben die nie das ganze Buch gelesen habe:-)aber nun zum Buch: ich liebe die Tony Hill-Carol Jordan Reihe. Und auch dieses buch ist wieder gut geschrieben. Spannend und durchaus schlüssig. In einem gebe ich dem Rezensenten recht: entweder die zwei kommen nun mal zusammen oder (mir lieber) nicht. dann wäre das Thema erledigt.
rolandreis zu »Val McDermid: Vatermord« 05.03.2014
Vatermord ist der sechste Band den Tony Hill/ Carol Jordan-Reihe. Neben der Aufklärung der Mordserie steht die komplizierte Beziehung zwischen Carol Jordan und Tony Hill und dessen Vergangenheit im Mittelpunkt der Geschichte. Dies führt auch zu einigen Längen auf den ersten zwei Dritteln des Buches. Zwar schafft es McDermid dann doch immer wieder Spannung zu erzeugen und auf den eigentlichen Fall zu lenken, aber so richtig Fahrt nimmt das erst im letzten Drittel auf. Störend empfinde ich bei McDermid allerdings, dass sie generell lesbische Darsteller in ihre Bücher einbauen muss. Ja wir wissen es Frau McDermid, dass Sie vom anderen Ufer sind, sie brauchen uns nicht bei jedem Buch darauf hinzuweisen. Es genügt einfach auch eine gute Story. Jetzt habe ich im Laufe der Jahre alle ihre erschienenen Romane gelesen und dabei werde ich es jetzt auch belassen. In naher Zukunft reizt mich kein neuer Roman von ihr.
M-L zu »Val McDermid: Vatermord« 15.06.2013
Wieder habe ich ein sehr spannendes Buch von Frau McDermid gelesen. Sie bleibt ihrer Linie treu. Ihre Figuren entwickeln sich weiter, das ist interessant zu lesen. Die Fall istschlüssig erzählt. Der Leser kann den Aufklärungsprozess nachvollziehen ohne durch erstaunliche Lösungen überrascht zu werden. Tony Hill ist nicht das Profiler -Genie, sondern hat auch mit den Schatten seiner Vergangenheit zu kämpfen. ein buch für ein wochenende, denn man kann es nur sehr schwer aus der Hand legen. Es will in einem Rutsch gelesen werden
Sagota zu »Val McDermid: Vatermord« 06.05.2012
Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: unglaublich gut und spannend zu lesen: Absolut empfehlenswert für Leute, die besonders Psychothriller mögen - im Protagonisten Tony Hill findet sich hier ein Paradebeispiel für subtile, intelligente und psychologisch brillante Arbeitsform eines Profilers. Der erste dieser Reihe für mich - und Danke den anderen Lesern für den guten Rat: Mit dem Lied der Sirenen werde ich mir den Anfang der genialen Zusammenarbeit Hill/Jordan sehr bald erlesen... Da hab ich echt was verpasst! Die anderen Werke von McDermid (ausserhalb der Reihen) sind samt und sonders gut bis sehr gut und alle empfehlenswert - im Winter besonders "Kein Ort für die Ewigkeit" - da ist ihr Können, psychologische Zusammenhänge fesselnd und spannend zu beschreiben, auf höchstem Niveau. Hoffe auf eine Fortsetzung Hill/Jordan, auf die ich mich bereits jetzt schon freue. (egal ob in Worcester oder Bradfield... ;-)
Von mir 95 Punkte
J.Marple zu »Val McDermid: Vatermord« 14.03.2011
Hervorragend! Ein schlüssiger Kriminalfall um die ermordeten Teenager, an die sich der Mörder in einem sozialen Netzwerk heranmacht. Lange ist keinerlei Motiv erkennbar, auch bleibt unklar, womit der Mörder die völlig unterschiedlichen Jugendlichen in den Hinterhalt locken kann. Gleichmäßig mit den Ermittlungen kann der Leser langsam den Zusammenhang selbst erahnen, ohne dass jedoch eine zu schnelle Vorhersehbarkeit vorhanden ist. Die Charaktere sind außerordentlich gut und individuell dargestellt. Die persönlichen Schwächen der einzelnen bleiben realistisch und driften nicht in die - in anderen Krimis oft übertriebenen-Richtung ab. McDermid stellt Menschen und keine Wracks dar. Tony Hill's Annäherung an seinen verstorbenen Vater ist nachvollziehbar und Carol Jordan's Ärger mit ihrem neuen Vorgesetzten ( der den Sinn einer Eliteeinheit in Frage stellt) macht insoweit Sinn, als dass er das Auftreten des Möchtegern-Profilers ermöglicht. Der in seiner Arroganz natürlich auf ganzer Linie versagt.
So muss ein Krimi sein. 90°
Briddel zu »Val McDermid: Vatermord« 22.02.2011
Tony und Carol sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen und ich hoffe dass es noch einige Fortsetzungen geben wird. Den eventuellen Veränderungen sehe ich allerdings gespalten entgegen. Klar möchte ich dass Carol und Tony endlich zusammen finden, aber die Konsequenz aus einem Ortswechsel wären dramatisch. Auch Paula, Stacey und der Rest des Teams möchte man doch nicht missen! Also hoffe ich auf Frau McDermids richitiges Händchen.

Das Buch "Vatermord" habe ich jedenfalls wieder kaum aus den Händen legen können. Der Schreibstil ist einfach mein Ding und die Geschichte war gut. Trotz der kleinen Rückblenden sollte man allerdings mit dem ersten Buch der Reihe anfangen. Das Team hat so viele kleine Gehimnisse und zwischenmenschliche Besonderheiten die man sonst nicht verstehen kann.

Also kann ich nur eine Bitte an die Autorin schicken:

Ich warte ganz gespannt auf den nächsten Teil... Und bitte mit Samthandschuhen schreiben.. ;-)
Anja zu »Val McDermid: Vatermord« 25.12.2010
Dieser Thriller hat in meinen Augen eine Bestnote mit Stern verdient. Für mich paßt bei diesem Buch absolut alles. Vertraut mir, ich weiß von was ich schreibe (-:! Habe so ziemlich alles von Ian Rankin, Kathy Reichs, Deborah Crombie, Stieg Larsson, Stuart Mac Bride, Jo Nesbo, Craig Russell, Helene Tursten. gelesen. Viel Spaß und ihr werdet es nicht bereuen!
Aenna zu »Val McDermid: Vatermord« 08.12.2010
Mit "Vatermord" setzt Val McDermid die Reihe um Ermittlerin Carol Jordan und Profiler Tony Hill fort und legt hier den sechsten Fall vor.
Ein Serienmörder treibt in Bradfield und Umgebung auf unvorstellbare Weise sein Unwesen. Er ködert einzelne Jugendliche mit Hilfe einer Internet-Plattform, um sie beim ersten persönlichen Treffen zu töten und zu verstümmeln.
Nach welchen Kriterien sucht er seine Opfer aus?
Wofür müssen sie mit ihrem jungen Leben bezahlen? Und warum richtet der Täter sie so grausam zu?
Viele Fragen für das Team von Carol und Tony, die zwischen Tatorten, trauernden und verzweifelten Eltern und dem Medium Internet ermitteln, um die Gedankengänge eines Psychopathen zu ergründen.
Viele Fragen, die es zu beantworten gilt, bevor dieser erneut zuschlägt.

Die Geschichte ist in einem, wie von der Autorin gewohnt, flüssigen Stil geschrieben und fesselt von Anfang an. Wir stehen als Leser genauso lange vor dem Rätsel dieses Falles wie die Ermittler, ohne vorher auch nur ansatzweise eine Ahnung über Identität und Beweggründe des Mörders zu haben. Dies wird uns erst fast zum Ende des Buches offenbahrt, und selbst da hält Frau McDermid noch Überraschungen parat...Ein Ende mit Wow-Effekt! Einzig die Motivation des Mörders für genau diese bestimmten Verstümmelungen der Leichen wird meines Erachtens nicht eindeutig klar...
Das Team sowie die Harmonie zwischen den Charakteren wird anschaulich beschrieben, der Leser fühlt die Autorität Carols(die alle ihrer Mitarbeiter duzt, während sie selbst mit respektvollem "Sie" angesprochen wird). Man nimmt Teil an dem perfekten Zusammenspiel eines gut funktionierenden Teams und fühlt sich sogar wohl dort.
Auch das Privatleben der beiden Hauptprotagonisten kommt nicht zu kurz. Während für Carol der Griff zum Alkohol zum Problem werden könnte, muß sich Tony mit den Schatten seiner Vergangenheit und zum Teil ungeklärten Herkunft auseinandersetzen. Und auch ihre Gefühle füreinander sind natürlich ein Thema, wenn auch ganz unterschwellig und leise sich jeder der Beiden alleine damit auseinandersetzt.
Durch die Vielzahl der Charaktere war es für mich manchmal schwierig, den Überblick zu behalten, allerdings war ich dann doch schnell wieder im Bilde.
Der Titel des Buches ist interessant, während des Lesens habe ich mehrfach über seinen Bezug zum Inhalt nachdenken müssen (und eigentlich bin ich damit auch noch nicht fertig...)

"Vatermord" ist ein lesenwerter und gut durchdachter Thriller, und wer wie ich nicht alle Teile dieser Serie kennt, bekommt durchaus Lust auf mehr.
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