Die Erfinder des Todes von Val McDermid

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Killing the Shadows, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei Droemer.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • London: HarperCollins, 2000 unter dem Titel Killing the Shadows. 422 Seiten.
  • New York: St. Martin´s Minotaur, 2001. 540 Seiten.
  • München: Droemer, 2001. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3-426-19567-4. 540 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2003. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3828971660. 542 Seiten.
  • München: Knaur, 2003. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3-426-62247-5. 540 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 3-426-63184-9. 540 Seiten.
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006. Übersetzt von Doris Styron. SZ-Kriminalbibliothek; Band 32. ISBN: 978-3866152564. 479 Seiten.
  • München: Knaur, 2007. Übersetzt von Doris Styron. ISBN: 978-3-426-63785-2. 540 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Droemer Audio, 2002. Gesprochen von Judy Winter. Regie: Sven Stricker. ISBN: 3-426-64004-X. 5 CDs.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2004. Gesprochen von Judy Winter. Gekürzte Romanlesung. Regie: Sven Stricker. ISBN: 3-7857-1390-8. 5 CDs.

'Die Erfinder des Todes' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Dichtung und Wahrheit – nach diesem Rezept mordet ein Serienkiller in England. Seine Opfer: die berühmtesten Thrillerautoren. Seine Methode: Er tötet sie nach ihren eigenen Buchvorlagen. Eine selbstverliebte Queen of Crime und ein eitler Horrorspezialist sterben so, wie sie es in ihren Romanen für ihre Opfer minutiös ausgeklügelt haben. Und nicht nur diese bestialischen Morde rauben der Psychologin und Profilerin Fiona Cameron den Schlaf, denn auch Kit Martin, ihr Lebensgefährte, zählt zu den prominentesten Erfindern des Todes. Fiona wird bald klar, dass Kit ganz oben auf der Liste des Psychopathen steht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Absolut durchschaubar, aber nicht ohne Knalleffekt« 87°Treffer

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Die Profilerin Dr. Fiona Cameron wurde schon in einigen Fällen von der Londoner Polizei zu Rate gezogen, das letzte Mal bei einem Fall von Vergewaltigung und Mord an einer jungen Frau. Mit Hilfe des von ihr entwickelten Programms zur geographischen Eingrenzung von möglichen Wohnorten der Täter unterstützt sie die Entwicklung von Täterprofilen. Im letzten Fall ist sie sich mit dem ermittelnden Polizeibeamten – ihrem guten Freund Steve – einig: Steves Vorgesetzte haben sich auf den falschen Mann eingeschossen. Der Prozess naht und ein Freispruch rückt in Reichweite. Die notwendigen Ermittlungen in andere Richtungen wurden natürlich gestoppt. Fiona schwört, sie wird nicht mehr mit der Londoner Polizei zusammenarbeiten. Um so lieber nimmt sie eine Einladung nach Toledo wahr, wo ebenfalls der Verdacht nahe liegt, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt.

Noch ist also wenigstens privat alles in Ordnung, als die kleine Gemeinde der Thriller-Autoren durch eine Nachricht erschüttert wird: Drew Shand, ein junger aufstrebender Autor wird ermordet. Fionas Lebensgefährte Kit Martin – Bestsellerautor von Horrorkrimis – ist schockiert. Drew Shand soll vor seinem Tod Drohbriefe erhalten haben. Als das zweite Opfer gefunden wird, glaubt die Polizei noch an einen Zufall und sieht keine Gefahr für andere Autoren. Doch dann verschwindet eine gute Freundin von Kit und Fiona erkennt: die Morde sind fast genau so vollzogen worden, wie in den jeweiligen Büchern der Schriftsteller beschrieben – grausam und brutal gefoltert und getötet nach einer Vorlage des Opfers. Durch ihren Hinweis kann sie die Polizei zur Leiche der verschwundenen Frau führen. Nun ist es offensichtlich: auch Kit ist in Gefahr …

Ach, was schreiben manche Kritiker über dieses Buch: billige Effekthascherei, das Motiv ist unglaubwürdig, ebenso die Auflösung etc. Wer will denn bitte bei einem Profiler-Roman realistische Beschreibungen? Wir alle können uns doch hoffentlich nicht in die Psyche eines Serienmörders hineinversetzen. Man weiß doch, worauf man sich einlässt, wenn man zu so einem Krimi greift. Meine Kritikpunkte sind ganz andere und von geringer Bedeutung für meine Bewertung.

Val McDermid zieht den Plot ein bisschen in die Länge, was allerdings der Spannung nicht schadet, sondern sie fast noch fördert. Es dauert sehr lange, bis die Figuren merken, wohin der Hase läuft, eben ein wenig zu lange für meinen Geschmack. Es müssen erst drei Schriftsteller umgebracht werden, bis die Drohbriefe ernst genommen werden. Dass einer der Handlungsstränge ins Leere läuft finde ich verständlich (eine Auflösung gibt es ja doch), dennoch hätte sich die Autorin in diesem Punkt ebenfalls ein wenig kürzer fassen können. Aber sicherlich will sie den Leser damit auf eine falsche Fährte locken, was ihr schlussendlich gelungen ist. Und last but least hält sie sich mal wieder nicht zurück, wenn es um die Beschreibungen der »Schlachtszenen« geht, anders kann man diese Grausamkeiten kaum titulieren, die sehr detailliert von ihr in Szene gesetzt werden, aber auch das ist nicht neu (ähnlich wie in »Das Lied der Sirenen«).

Trotz der kleinen Längen war das Buch einfach spannend. Das Ende ist typisch, ein unrealistischer Showdown im Stil von David gegen Goliath, absolut durchschaubar im Ablauf, aber dennoch nicht ohne Knalleffekt. Ohne diesen hätte man vielleicht Anlass zu Kritik gehabt, aber Val McDermid schlägt einen gekonnten Bogen, der selbst mich als passionierten Krimileser überraschen konnte. Großes Lob dafür. Auch die Geschichte selbst kann mich begeistern. Endlich mal ein Serienmörder, dessen Motiv nicht sexueller Natur ist. Ich fand es recht einfallsreich von der Autorin, mal die eigene Zunft schriftlich zu ermorden. Und Fiona Cameron als Charakter hat eindeutig das Zeug zur Serienfigur.

Wer Spannung, Thrill, Grausamkeit und solide Unterhaltung erwartet, der ist mit »Die Erfinder des Todes« bestens bedient. In meiner Val McDermid-Hitliste steht das Buch recht weit oben, rangiert aber auf jeden Fall nach »Ein Ort für die Ewigkeit«, was für mich noch unübertroffen ist.

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DuffVader zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 28.01.2014
Leider konnte mich das Buch in keinster Weise überzeugen. Ich hatte das Gefühl, dass sich mehr mit dem Seitenfüllen beschäftigt wurde als eine Spannungskurve aufzubauen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind von der Grundidee gut, jedoch mangelt es bei dieser Vielzahl an Überzeugungskraft, den Leser in den Bann zu ziehen. Die Verhaltensweisen, gerade von der Protagonistin Fiona erschließen sich mir nicht. Der nicht nachvollziehbare Versuch, die möglichen Zusammenhänge in den den Hintergrund zu rücken, wirkten auf mich unrealistisch. Demzufolge musste ich mich nahezu zwingen, dass Buch zu Ende zu lesen in der Hoffnung, im weiteren Verlauf noch positiv überrascht zu werden. Leider ist dies nicht gelungen.
Fazit: Nichts halbes und nichts ganzes mit einem leichten Gefühl, durch das Lesen dieses Buches die Zeit verschwendet zu haben.
JaneM. zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 23.09.2008
Mich hat die Grundidee- Morde nach den eigenen Thrillern- zum Kauf bewogen. "Erfinder des Todes" ist aus meiner Sicht kein schlechtes Buch- aber aus der Idee hätte sie mehr machen können. Durch die drei Handlungsstränge wirkt es überladen- wobei ich die Spanienhandlung sehr spannend fand! Hätte eigentlich Inhalt für ein eigenes Buch gegeben. Schade, dass diese interessante Idee so "nebenher" läuft.
Ja, es dauert zu lange bis der Groschen der Serienmorde fällt. Obwohl Fiona es ahnt, kommt sie nicht auf die Idee nachzulesen, welche Methode ihren Freund Kit dann wohl blüht?
Insgesamt: gute Ansätze aber keiner richtig zuende ausgearbeitet.
theili zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 29.07.2008
Ich bin positiv überrascht von diesem Buch. Ich habe die Autorin vorher nicht gekannt. Die Ausgangslage ist sehr spannend gewählt. Eine Autorin die ein Buch über einen Mörder schreibt, der Jagd auf Autoren macht: Echt Klasse! Der Schluss war mir jedoch zu à la Holywood. Vielleicht lese ich ja noch mehr Bücher von McDermid.
cookie1 zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 09.05.2008
Hat lange gedauert bis mich dieses Buch gepackt hat. Zu Anfang gibt es zu viele Handlungsstränge die unspannend sind und reichlich detaillierte Beschreibungen eines Computerprogramms, die mich sehr gelangweilt haben. Da es aber nicht mein erstes Buch von Val McDermid war, habe ich mich durch diese Längen gequält und wurde doch noch belohnt. Es steigert sich und hat ein "furioses" Ende.
War nicht der Superthriller, aber ganz nett.
DETNO zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 09.04.2008
Leichen in Spanien, Leichen in England, trotzdem kommt bis zur Mitte des Buches wenig Spannung auf. Erst zum Schluss hin wird es rasant, aber zum Teil auch unglaubwürdig. Okay, dafür ist es ein Roman.
Insgesamt lesenswert, für mich aber nicht der große Hammer.
Übrings, ich fand - im Gegensatz zu ullala - Fiona nicht übel. Eine Frau, die sich ihrer Qualitäten bewusst ist und die genau weiß, was sie will. Beruflich ist sie absolut top.
ullala zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 16.02.2008
Ich fand die Hauptperson Fiona sehr unsymphatisch,und das Buch zeitweise etwas langatmig.Auch sind die verschiedenen Erzählstränge etwas mühsam.Die Idee des Buches finde ich hingegen sehr gut.Val McDermid hat viel bessere Bücher geschrieben als dieses.

70% trotzdem
Karl-Georg zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 01.02.2008
Leider hat mir das Buch so gut wie gar nicht gefallen: Schwach gezeichnete Charaktere, eine Geschichte mit drei Handlungssträngen (von denen mindestens einer völlig überflüssig ist), die sich endlos in die Länge zieht, ehe mal etwas wirklich Spannendes passiert. Davon ausgenommen sind die letzten 70 - 80 Seiten, in denen man mit jener Spannung konfrontiert wird, die man von Val McDermid kennt.
Für mich nicht mehr als 60 Grad wert.
SukRam zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 25.11.2007
Mein erster Roman von Val McDermid, den ich mir nur gekauft habe, weil mich das Thema (Morde an Schriftstellern in Serie) gereizt hat. Zunächst in die Handlung und das Leben der Profilerin Fiona Cameron hineingezogen, wurde die Geschichte immer zäher. Außerdem ist der Nebenstrang in Toledo meiner Meinung nach völlig überflüssig und zwingt den Leser vielleicht nur dazu, das Buch ab und zu wegzulegen. Erst auf den letzen hundert Seiten kommt mal wieder Spannung hinein und ich muss sagen, dass mich die Identität des Täters doch sehr überrascht hat, obwohl ich über dessen Dummheit als auch über die Einfältigkeit der Polizei und das eigentliche Motiv hinter der Tat nur den Kopf schütteln kann. Schade!

Meine Wertung: 77°
sydney75 zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 19.09.2007
"Die Erfinder des Todes" war mein erstes Buch von Val McDermid und es hat mich auch von Anfang an gefesselt. Stellenweise war es etwas langatmig, aber ich sah es als die Ruhe vor dem Sturm! Der Plot ist interessant, und spannend ist der Roman auf alle Fälle! Nebenher laufen noch andere Erzählstränge, die anfänglich etwas irreführend sind, aber am Ende ist alles miteinander verbunden!
Rice zu »Val McDermid: Die Erfinder des Todes« 21.02.2007
Ich habe das Buch beim stöbern in einem Zeitungsladen an einem Bahnhof gefunden und fand den Klappentext sehr interessant. Jedoch wurde ich maßlos enttäuscht.
Zum einem nutzt die Autorin drei Handlungsstränge, was zwar legitim ist,
jedoch mindestens einen davon hätte sie weglassen können und meines Erachtens auch sollen.
Ebenfalls war ich über ihre Wahl des Motives des Serienmörders enttäuscht.
Da hätte ich mehr Einfallsreichtum erwartet.
Alles in allem zwar flüssig wegzulesen, aber kein Höhepunkt.

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