Eichmann-Syndikat von Uwe Klausner

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1950 - 1969.
Folge 5 der Tom-Sydow-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2012. ISBN: 978-3839213001. 310 Seiten.

'Eichmann-Syndikat' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Berlin 1962. Weshalb wurde Adolf Eichmann, Organisator der sogenannten »Endlösung der Judenfrage« bis ins Jahr 1960 nicht enttarnt? Haben Seilschaften es verhindert? Als eine Sekretärin beim BND ermordet wird, übernimmt Hauptkommissar Tom Sydow den Fall und stößt auf eine seit 1952 bekannte, nach Südamerika führende Spur, der nicht nachgegangen wurde. Sydow muss sich jedoch nicht nur mit der Aufklärung des Falles beschäftigen, sondern auch mit der Nazivergangenheit seiner eigenen Familie …

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Franziska Rakel zu »Uwe Klausner: Eichmann-Syndikat« 03.02.2013
West-Berlin 1962. Eine Mitarbeiterin des BND, die brisantes Material zur Suche nach Adolf Eichmann bei sich trägt, wird ermordet. Ein wichtiger Zeuge huscht verschreckt durch die Stadt. Tom von Sydow sucht, zusammen mit seinem Assistenten Krokowski, nach dem Täter. Dem BND ist diese Ermittlung jedoch ein Dorn im Auge und Sydow gezwungen, sich inoffiziell auf die Suche zu begeben.Tom von Sydows fünfter Fall beginnt durchaus rasante und spannend. Leider gerät das, was als Versuch die Eichmann-Seilschaften aufzudecken beginnt, leider allzu schnell in den Hintergrund. Stattdessen wird eine Mischung aus Agenten-, Kriminal- und Geschichtsroman geboten, die sich hauptsächlich auf die Nazi-Vergangenheit der Sydow-Familie konzentriert. Die neben eben jener Familiengeschichte aufgeworfenen Themen – die Auseinandersetzung mit Ex-Nazis in Staatsämtern und eben das Eichmann-Syndikat – wirken dagegen wie eingestreut. Der Plot ist dementsprechend zerfasert.Stilistisch ist es ähnlich: Während die erzählenden Teile rund geschrieben und angenehm lesbar sind, holpern die Dialoge vor sich hin. Schwierige, emotional belastende Probleme werden nicht diskutiert, sondern erscheinen immer wie zwischen Tür und Angel eingeworfen. Die Figuren bleiben seltsam lebensarm und hölzern.Am Ende bleibt der Eindruck, dass aus den Themen des Buches ein – vielleicht sogar besser zwei – wirklich spannender historischer Kriminalroman hätte werden können, wenn sich Klausner auf einen klaren Plot und die Ausarbeitungen der Figuren konzentriert hätte.
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