Spurlos in der Nacht (Nachtschwester) von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2002
unter dem Titel Nattsøsteren,
deutsche Ausgabe erstmals 2004
bei Scherz.
Ort & Zeit der Handlung: Norwegen / Oslo, 1990 - 2009.
Folge 4 der Cato-Isaksen-Serie.
- Oslo: Aschehoug, 2002 unter dem Titel Nattsøsteren. 364 Seiten.
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Frankfurt am Main: Scherz, 2004 Nachtschwester.
Übersetzt von Gabriele Haefs.
ISBN:
3-502-10413-1. 399 Seiten. -
Frankfurt am Main: Fischer, 2005 Spurlos in der Nacht.
Übersetzt von Gabriele Haefs.
ISBN:
3-596-16300-5. 399 Seiten.
'Spurlos in der Nacht (Nachtschwester)' ist erschienen als
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In Kürze:
Ein junges Mädchen verschwindet spurlos in der Nacht. Eine Autofahrerin hat das Mädchen mit seinem Rucksack spät in der Nacht am Eingang des Oslofjordtunnels stehen sehen. Einige Tage später wird ihre Großmutter in einer Osloer Gartenstadt ermordet. Kommissar Cato Isaksen glaubt, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen gibt – aber welchen? In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit versucht er, das Mädchen lebend zu finden und den Mörder der alten Frau zu entlarven.
Das meint Krimi-Couch.de: »Die Geduld wird auf die Probe gestellt«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
Hauptkommissar Cato Isaksen fuhr hoch. Das Telefon hatte geklingelt und er war wohl eingeschlafen. Sein Kollege Roger Hoibakk teilt ihm mit, dass in einem Stadtteil von Oslo eine ältere Frau vor ihrem Haus auf offener Straße erschossen wurde. Ein Handtaschenraub scheidet aus. Isaksen und sein Partner haben die undankbare Aufgabe, den Sohn der Verstorbenen über den Tod seiner Mutter aufzuklären. Alf Boris Moen ist erschüttert. Nach seiner Aussage hatte die alte Dame keine Feinde.
Am nächsten Tag melden sich Kollegen von einer anderen Polizeidienststelle, um mitzuteilen, dass Brenda Moens Enkelin vor vierzehn Tagen verschwunden ist. Die Mutter hatte Isaksen und seinen Kollege nichts davon gesagt. Kathrine wurde zuletzt von einer Passantin an einer Bushaltestelle gesehen. Nach der Beschreibung in der Zeitung hatte sie das Mädchen sofort an ihrem eingegipsten Fuß und den langen blonden Haaren erkannt. Da ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen nicht ausgeschlossen werden kann, befassen sich die Ermittler nicht nur mit Brenda Moens Freundinnen und dem kleinen royalistischen Klub, den diese gegründet haben, sondern auch mit Kathrines Freund Kenneth, ihrer Freundin Maike und ihrem Stiefvater Tage. Kathrine hatte Maike gegenüber erwähnt, dass dieser sie wohl beim Duschen beobachtet hätte. Kenneths Bruder ist beim Militär und hätte Zugang zu Waffen, der andere Bruder engagiert sich in mysteriösen Rollenspielen, bei denen echtes Blut eingesetzt wird.
Je länger Kathrine verschwunden ist, desto weniger Hoffnung besteht, dass sie noch am Leben ist, doch dann erhält ihre Mutter eine Postkarte, die der Schrift nach von Kathrine stammen könnte und auch ihre Unterschrift trägt.
Kommissar Schürzenjäger
Cato Isaksen ist eine beharrliche Person. Obwohl er irgendwann auch neue Fälle zugewiesen bekommt, beißt er sich an den Ermittlungen zu Brenda Moens Tod und dem Verschwinden ihrer Enkelin fest. Meiner Ansicht nach unterscheidet er sich in den Grundzügen kaum von anderen skandinavischen Ermittlern: relativ problembeladen, in seinem Privatleben einsam, obwohl er verheiratet ist und drei Kinder hat, wovon jedoch nur der mittlere Sohn zu Hause lebt. Dieser spielt aber nur insofern eine Rolle, als dass er dazu dient aufzuzeigen, dass Cato Isaksen kaum Zeit für seine Familie hat. Sein jüngstes Kind lebt bei seiner Ex-Geliebten und er ist wieder mit seiner Frau zusammen. Auch mit einer Kollegin hatte er in der Vergangenheit eine Affäre. Ein Schürzenjäger, das ist eher untypisch.
Die Autorin beschreibt die Atmosphäre detailliert und knüpft Bezüge zur Realität, indem sie die Hochzeit des norwegischen Kronprinzen als Kulisse wählt. Aber auch einen Verweis auf die Figuren ihrer Autorenkollegin Anne Holt findet sich an einer Stelle.
Geduld erforderlich
Unni Lindell liefert einen psychologischen Roman, der die Themen Liebe, Hass und Familientragödien in den Mittelpunkt stellt und zwar in bewährter skandinavischer Manier. Spannungsmäßig bewegt sich ihr neuestes Buch »Nachtschwester« im Mittelfeld, denn durch die sehr lange Ermittlungszeit von fünfeinhalb Monaten schleichen sich Längen ein. So spektakulär ist der Fall nicht, als dass der Leser über so einen Zeitraum gefesselt werden könnte und man möchte die Autorin antreiben, bis es am Ende wenigstens einmal Schlag auf Schlag geht. Durch den Umstand, dass man zu diesem Zeitpunkt schon vor eine Geduldprobe gestellt wurde – was nicht gleichbedeutend mit Langeweile ist – würde ich »Nachtschwester« nicht gerade als Krimi-Highlight bezeichnen, sondern als durchschnittlichen Roman.
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| Alexandra zu »Unni Lindell: Spurlos in der Nacht (Nachtschwester)« | 02.05.2009 |
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| Michael Wöhrl zu »Unni Lindell: Spurlos in der Nacht (Nachtschwester)« | 26.09.2005 |
| Uli zu »Unni Lindell: Spurlos in der Nacht (Nachtschwester)« | 08.01.2005 |

