Trevisan und der Tote am Kai von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2007
bei Leda.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Wilhelmshaven, 1990 - 2009.
Folge 5 der Martin-Trevisan-Serie.
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Leer: Leda, 2007.
ISBN:
978-3934927971. 192 Seiten.
'Trevisan und der Tote am Kai' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Tote, den der Angler im Wilhelmshavener Hafenbecken entdeckt, ist eindeutig ein Mordopfer: Nackt und gefesselt treibt der wohlgenährte Unbekannte im brackigen Hafenwasser. Nach der Obduktion steht fest: Er ist ertrunken – allerdings in reinem Süßwasser und somit nicht im Hafen. Auch die Frage, wer hinter dem Einbruch in ein Wilhelmshavener Forschungslabor steckt, bei dem ein Wissenschaftler ums Leben kam, ist nicht leicht zu klären, sondern ein Fall, an dem Hauptkommissar Trevisan ebenso zu knabbern hat, wie sein Kieler Kollege Falk an der Sache mit dem dreizehnten Bild.
Das meint Krimi-Couch.de: » Zwei Nieten und neun gelungene Kurzgeschichten«
Krimi-Rezension von Jörg Kijanski überspringen
Mit dem nur 203 Seiten schmalen Band legt der Leda-Verlag eine Sammlung mit elf (zum Teil älteren) Kurzgeschichten von Ulrich Hefner vor. Darum geht es im Einzelnen:
- In einem Hafenbecken wird die Leiche eines korpulenten Mannes gefunden. Wie Trevisan herausfindet handelt es sich um einen Testesser des Gault Millau, doch welches der drei örtlichen Feinschmeckerlokale hätte Grund den Kritiker zu beseitigen?
- Jan soll in die Fussstapfen seines Vaters treten und die von ihm aufgebaute Firma übernehmen. Dazu benötigt er Abitur und Studium, jedoch scheitert Jan schon an an der ersten Hürde. Er läuft Amok, erschießt seinen Schuldirektor und einen weiteren Lehrer. Aber auch mit seinem Vater hat er noch eine Rechnung offen.
- Wichtige Autoren, Verleger und Kritiker treffen sich in einem abgelegenen Landhaus, welches nach einem schweren Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten ist. Am nächsten Tag wird einer der Kritiker tot in seinem Zimmer aufgefunden.
- Nach einem Autounfall verbrennt eine Journalistin nachdem sie zuvor ein Enthüllungsinterview mit einem der Bürgermeisterkandidaten geführt hat. Auch ihr Fotoreporter verschwindet spurlos.
- Der Leiter eines Forschungslabors in dem ein Anti-Aids-Stoff entwickelt wird, wurde scheinbar von einem Einbrecher erschlagen.
- Ein Mann befreit sich aus den Klauen seiner Mutter.
- Im Backstagebereich wird kurz vor dem Auftritt einer Band die Leiche des mit seiner Gitarre erschlagenen Sängers gefunden. Nur sieben Personen hatten Zugang zu dem Bereich.
- Eine junge, hübsche Frau mietet sich in einem abgelegenen Landhaus ein. Wenig späte verschwindet sie spurlos. Ein roter Blutflecken auf dem Zimmerteppich lässt auf ein Kapitalverbrechen schließen.
- Ein als Selbstmord getarnter Mord geht schief.
- Auf einem Uni-Campus läuft ein Mann Amok und verschanzt sich dazu auf einem hohen Wasserturm. Die Polizei beschließt diesen zu stürmen ohne zu wissen, dass der Täter Sprengmeister bei der Army war.
- Bei einem Segeltörn kentert das Boot vor einer unbekannten Insel. Die halbe Crew stirbt, die überlebenden Männer erleben schon bald die Hölle. Sollte es den sagenumwobenen Djevolo, den Teufel, tatsächlich geben?
Die Geschichten sind zwischen 4 und 27 Seiten kurz und von recht unterschiedlicher Qualität. Zudem kommt hinzu, dass hier auch einige ältere Geschichten aus den Jahren 2002-2005 von Ulrich Hefner veröffentlicht wurden, was dazu führt, dass Kommissar Peter Falk mal in Kiel und mal in Wolfsburg ermittelt. Insgesamt taucht Falk in drei, der im Titel erwähnte Trevisan in zwei Geschichten auf. Bei den übrigen Geschichten wechseln die »Protagonisten« (ärgerlich in Story Nr. 9, wo aus der Hauptfigur Dieter Gerling eine Seite später Dieter Kieslling wird).
Wie so oft leiden die Kurzgeschichten ein ums andere Mal daran, dass die Auflösung völlig unerwartet und für den Leser erst im Nachhinein »klar« wird. Dennoch vermögen die meisten Geschichten zu gefallen und eignen sich daher gut für die Bus- oder Bahnfahrt zur Arbeit.
Allein die unter den Ziffern 2 und 6 dargestellten Storys sind recht überflüssig. Einen Amoklauf eines Schülers braucht angesichts der realen »Vorbilder« sicher niemand, zumal darüber hinaus die Geschichte nichts hergibt. Sie versucht lediglich Jans Motiv aufzuzeigen, als gäbe es für eine derartige Vergeltungsaktion eine Rechtfertigung. Der Sinn der Story Nr. 6 hat sich mir erst gar nicht erschlossen.
Bleibt festzuhalten: Zwei Nieten, neun überwiegend gelungene Kurzgeschichten. Eine ordentliche Quote. Wer Kurzgeschichten mag, sollte zugreifen.
Jörg Kijanski, August 2007
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| Martina zu »Ulrich Hefner: Trevisan und der Tote am Kai« | 20.06.2007 |
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| snoozer zu »Ulrich Hefner: Trevisan und der Tote am Kai« | 09.06.2007 |
| Lars@Krimi-Couch zu »Ulrich Hefner: Trevisan und der Tote am Kai« | 04.06.2007 |
| Pumsmogul zu »Ulrich Hefner: Trevisan und der Tote am Kai« | 04.06.2007 |
