Wolf ohne Fährte von Tony Hillerman

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1970 unter dem Titel The Blessing Way, deutsche Ausgabe erstmals 1972 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: , 1970 - 1989.

  • New York: Harper & Row, 1970 unter dem Titel The Blessing Way. 201 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1972. Übersetzt von Gisela Stege. ISBN: 3-499-42239-5. 143 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1991. Übersetzt von Gisela Stege. ISBN: 3-499-43022-3. 184 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001. Übersetzt von Gisela Stege. ISBN: 3-499-23041-0. 184 Seiten.

'Wolf ohne Fährte' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die Anthropologen McKee und Canfield arbeiten seit Tagen in der Navajo-Reservation. Canfield interessiert sich für Felsengräber, McKee will den Gerüchten nachgehen, nach denen hier ein «Werwolf» sein Unwesen treibt. Doch dann verschwindet Canfield plötzlich aus dem Lager und hinterlässt nur eine mysteriöse Nachricht …

Ihre Meinung zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte«

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anath zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte« 29.03.2011
Die Reihe steht schon lange und mehrfach gelesen in meinem Bücherregal. Daß ich nun ein paar fehlende Bände kaufen und sie vervollständigen konnte führte dazu, daß ich noch mal alle Bücher in chronologischer Folge lesen werde. "Wolf ohne Fährte" führt gemächlich in die Reihe ein, überhaupt kommen Hillermans Krimis sehr unaufgeregt daher. Anfangs dachte ich auch, der Autor wäre selbst Navajo weil er die Mentalität seiner Protagonisten und den Gegensatz zu den "Belacani" wirklich wunderbar an den Mann ( d.h. den Leser oder die Leserin) bringt. Mittlerweile weiß ich es besser. Natürlich kann ich nicht nachprüfen, was Hillerman da so über Traditionen und Verhalten der Navajo erzählt. Eigentlich zählt da nur eins : Er schreibt so, daß ich ihm jedes Wort glaube. Er bietet viel Atmosphäre und schildert die Navajo-Reservation so, daß sie mit ihren Bewohnern und Gästen sehr bildhaft vor meinen Augen ersteht.
Anfänglich mag man die Spannung und die wilde action vermissen. Für mich wird das durch die greifbare Charakterisierung der Protagonisten und die durchaus liebevolle Schilderung ihrer Lebensumstände aufgewogen. Und auch wenn es eine Weile dauert bis sich Krimi-Spannung entwickelt, bis man überhaupt merkt, daß man hier wirklich einen Krimi vor sich hat : auch der Liebhaber blutiger Schießereien kommt letztendlich auf seine Kosten - auch wenn er eine Weile drauf warten muß.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte« 05.05.2009
Joe Leaphorn ermittelt im Fall eines jungen Navajo, der ermordet aufgefunden wurde. Und stößt bei seinen Ermittlungen ständig auf das Gerücht ein Navajo-Wolf ( Mischung zwischen Werwolf und bösem Zauberer in der Navajo-Mythologie) sei in der Gegend gesehen worden. Hängt der Tod des jungen Mannes etwa damit zusammen?
Der Einstieg in das Buch fällt etwas schwer, es geht sehr viel mehr um Navajo-Bräuche und Kultur als um den eigentlichen Kriminalfall. Man sollte dafür ein gewisses Interesse mitbringen. Aber das gilt generell für Bücher von Tony Hillerman.
Mit der Zeit gerät aber die Mordermittlung sowie einige weitere rätselhafte Gegebenheiten stärker in den Vordergrund. Von da an wird das Buch richtig spannend bis hin zu einen doch recht atemberaubenden Showdown.
Wie gesagt nur für Interessierte für die aber ein recht gutes Buch.
tassieteufel zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte« 04.03.2009
„Wolf ohne Fährte“ ist der erste von Hillermans Ethno-Krimis um die beiden Navajo Pilizisten Joe Leaphorn und Jim Chee.
Auf einem abgelegenen Plateau hält sich ein nach einer Messerstecherei gesuchter Navajo versteckt, den Joe Leaphorn finden soll. Er spürt ihn auf, allerdings zu spät, der Mann wurde bereits ermordet. Leaphorn steht vor einem Rätsel, denn er kann sich keinen Grund für diese Tat vorstellen, doch als Navajo weiß er, daß nichts zufällig geschieht. Ein paar merkwürdige Zufälle lenken seine Ermittlungen in die richtieg Richtung, doch mittlerweile drängt die Zeit, denn in der selben Gegend sind 3 Archäologen unterwegs, von denen einer bereits ermordet wurde und auch die andern beiden schweben in tödlicher Gefahr.
Schon dieser erste Teil der Krimireihe ist rundum gelungen und hat mir sehr gut gefallen, der Leser tappt genau wie Leaphorn im Dunkeln, was Mörder und Tatmotiv betrifft, immer wenn man meint, die Angelegenheit ein wenig zu durchschauen, passiert eine geschickte Wendung, die der Geschichte wieder eine andere Richtung verleiht und das liegt zum Teil auch daran, daß indianisches Denken und Handeln sich doch stark von dem unseren unterscheiden.
Joe Leaphorn ist als Ermittler und Hauptfigur sehr sympathisch, er kennt und respektiert die Traditionen seines Volkes und aus genau dem Grund gelingt es ihm auch, den Fall am Ende zu lösen, was einem außenstehenden „weißen“ Ermittler wohl kaum gelungen wäre.
Fazit: gelungener Auftakt zur Serie, der Autor schafft es neben der spannenden Krimihandlung ein beeindruckendes, realistisches Bild vom Leben der heutigen Indianer zu zeichnen, die Figuren sind interessant geschildert, macht einfach Lust auf Mehr!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bartensen zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte« 14.07.2008
Mit knappen 184 Seiten zwar nur ein kurzes Lesevergnügen, dafür aber ein sehr besonderes. Neben dem spannenden und durchaus action-reichen Kriminalfall der im Navaho-Reservat spielt erfährt man nebenbei einiges über die dort lebenden Diné-Indianer und ihre Mystik. Das mag anfangs noch etwas wirr klingen macht aber im Laufe des Buches immer mehr Sinn. Neben den ausgeprägten Charakteren macht vor allem die lebendig beschriebene rauhe Landschaft das Buch zu einem sehr atmosphärischen Leseerlebnis. Mehr davon !
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Benjamin Gundlach zu »Tony Hillerman: Wolf ohne Fährte« 24.01.2007
Diese Reihe lohnt sich wirklich. Und mit "Wolf ohne Fährte" geht es chronologisch los. Chee und Leaphorn sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen, die Bücher sind extrem spannend, und nebenbei erfährt man so einiges über die Navajos, den Südwesten der USA und auch über die präkolumischen Indianerkulturen.
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