Smaragdgrün von Tom Wolf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 bei berlin.krimi.verlag.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 1701 - 1800.
Folge 5 der Honoré-Langustier-Serie.

  • Berlin: berlin.krimi.verlag, 2004. ISBN: 3898090264. 280 Seiten.
  • München: btb, 2006. ISBN: 978-3-442-73503-7. 288 Seiten.

'Smaragdgrün' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

August 1759: Noch hat Friedrich II. die Niederlage in der Schlacht von Kunersdorf nicht verdaut, als die Nachricht vom Tod des Herrn von Criewens im Feldlager eintrifft. Der Vorleser der Königin war Verbindungsmann zum wichtigsten preußischen Agenten in Schweden. Sollte er wirklich bei einem gewöhnlichen Raubüberfall umkommen sein? Das ist wieder ein Fall für den Hofkoch Honoré Langustier, der nach Berlin reisen muss, um im Zwielicht von militärischer Geheimhaltung und Gegenspionage als Sonderkommissar des Königs zu ermitteln. Seine kriegswichtigen Nachforschungen führen ihn dabei in eine Seeschlacht.

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iWitz zu »Tom Wolf: Smaragdgrün« 24.06.2013
Bei einem Flohmarktbesuch bin ich auf dieses Buch gestoßen, kannte weder den Autor noch die Reihe. Denn leider liegen Tom Wolfs Preussenkrimis in den Buchhandlungen nicht aus, hätten sie doch viel mehr Aufmerksamkeit verdient (viel mehr als so manch anderer gehypter Autor). So bin ich im fünften Band der Reihe gelandet, ohne Kenntnis des Kontextes, den der Autor in den vier Bänden davor hergestellt hat.Die den Zeitpunkt der Handlung nachempfindende Sprache bremst zunächst den Lesefluss, bis man sich daran gewöhnt hat, besonders an die Musik der direkten Rede Friedrichs II. Dann macht das Lesen geradezu Spaß. Auch hat der Leser schnell herausgefunden, dass ein Koch hier den Detektiv gibt, und dass es um die Aufklärung eines gewaltsamen Todes im Umfeld des preussischen Königs geht, des Todes des Vorlesers der Königin. Der Leser befindet sich unversehen im siebenjährigen Krieg, genauer gesagt, an dem Zeitpunkt, an dem König Friedrich, genannt der Große, die Schlacht bei Kunersdorf verloren hatte. Man rechnete damit, dass "der Feind" Berlin einnehmen würde, der Hofstaat wurde vorsorglich aus Berlin evakuiert. In diesem Szenario muss Langustier, Koch des Königs und Teilzeitermittler, den Tod des Vorlesers der Königin aufklären.Langustier ermittelt in Berlin und Magdeburg, wo sich die Königin mit ihrem Gefolge befindet, reist an den Tatort und befragt Kutscher und Diener des Opfers sowie ermittelnde Polizisten, stößt auf Widersprüche und einen kodierten Text, trifft den König wieder in Königswusterhausen, wird von diesem zur Begutachtung einer neuen Kartoffelsorte (der Leser lernt bei der Gelegenheit, dass die Kartoffel zu der Zeit noch vor ihrem Siegeszug in Europa/Deutschland war) noch nach Anklam geschickt. Er landet auf einem Kriegsschiff und gerät auf diesem in eine Seeschlacht mit den Schweden, wird gefangen genommen, kann vom Schiff fliehen ... Auch ohne die Besonderheit der Seeschlacht ist die Fortbewegung mit damaligen Mitteln strapaziös, Langustier verzichtet auf die langsamere und schlecht gefederte Kutsche und wählt das Pferd.Die Ermittlung findet in Form von Befragungen zahlreicher Beteiligter statt, von Dienern bis zur Königin (die, weil sie sich ihrer schlechten Zähne schämt, nuschelt und somit schwer zu verstehen ist). Dazwischen werden Lebensmittel eingekauft und gekocht, der Held verliebt sich und löst natürlich auch den Kriminalfall auf. Sehr viel Handlung auf knappen 250 Seiten, spannend und mit detailreichem Einblick in Politik und Gesellschaft im Preussen des 18. Jahrhunderts.
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