Genesis Secret von Tom Knox

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The genesis secret, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Hoffmann und Campe.

  • New York: Viking, 2009 unter dem Titel The genesis secret. 444 Seiten.
  • Hamburg: Hoffmann und Campe, 2009. Übersetzt von Sepp Leab. 444 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2010. Übersetzt von Sepp Leab. ISBN: 978-3-492-25811-1. 447 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hoffmann & Campe, 2009. Gesprochen von Stephan Benson. ISBN: 1440716315. 5 CDs.

'Genesis Secret' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Grausam verstümmelte Leichen bereiten der britischen Kripo Kopfzerbrechen. Welche Motive hatte der Täter, seine Opfer bei lebendigem Leib zu häuten? Detective Forrester erforscht die Opferrituale antiker Kulturen, aber näher an der Lösung des Rätsels ist Rob Luttrell, ein Journalist, der über eine türkische Ausgrabungsstätte recherchiert. Ein düsteres Geheimnis umrankt diesen Ort. Warum beispielsweise wurde die Tempelanlage einst von ihren eigenen Erbauern wieder verschüttet? Und was sucht der deutsche Archäologe Franz Breitner nachts bei seinen heimlichen Grabungen? Während Luttrell nach Antworten forscht, gerät er auf die Spur einer uralten Glaubensgemeinschaft. Und die setzt scheinbar alles daran, ein prähistorisches Ereignis zu vertuschen, dessen Ausmaß das menschliche Vorstellungsvermögen sprengt. Die Verbindung zu den Ritualmorden in Großbritannien entdeckt Rob erst, als es fast zu spät ist.

Das meint Krimi-Couch.de: »Mit Gewalt versucht « 20°

Krimi-Rezension von Thorsten Sauer

Wenn ein Autor Ekel mit Spannung verwechselt und einen Flickenteppich aus Versatzstücken des Mystery-, Historien-, Horror- und Thrillergenres für einen geschickten Plot hält, kommt wohl zwangsläufig so etwas wie Genesis Secret von Tom Knox dabei heraus. Gute Unterhaltung liegt dann aber mindestens so tief vergraben wie das legendäre Göbekli Tepe, das als Aufhänger für diesen literarischen Missgriff herhalten muss.

Opferrituale

Göbekli Tepe, eine mysteriöse Tempelanlage, die vor tausenden von Jahren von ihren Erbauern zugeschüttet wurde, soll den Journalisten Rob Luttrell – als eine Art Erholungs- und Wiedereingliederungsauftrag nach einem knapp überlebten Selbstmordanschlag im Irak – wieder auf andere Gedanken bringen. Er soll einen Bericht über die kurdische Ausgrabungsstätte und den deutschen Forscher Breitner verfassen. Während Rob bei seinen Recherchen auf die Spur der uralten Glaubensgemeinschaft der Jesiden kommt, ist im entfernten London Inspector Forrester auf der verzweifelten Suche nach einem Serienmörder, der bei seinen bestialischen Morden offensichtlich alten Opferritualen folgt. Das verbindende Element der Morde aber auch der Bezug zu Göbekli Tepe ist das »Schwarze Buch« der Jesiden, doch nur Rob hat den Schlüssel, diese Verbindung herzustellen und das Geheimnis zu lösen. Luttrell, der in seinem Auftrag zunächst nur einen langweiligen Lückenfüller sah, macht sich recht unbedarft an die Lösung des Geheimnisses und bringt unversehens sich und alle, die ihm in seinem Leben etwas bedeuten, in tödliche Gefahr.

Göbekli Tepe: Die Wiege der modernen Kultur

Was der Heilige Gral für Sakrileg und die Geheimnisse der Vatikanstadt für Illuminati waren, vermag Göbekli Tepe für Genesis Secret sogar noch zu übertreffen: Es bietet den authentischen Hintergrund, Mythen und Sagen im Überfluss und kann zudem noch mit der exotischen Kullisse Kurdistans aufwarten. Die Ausgrabungsstätte, deren Bedeutung erst 1994 durch den deutschen Archäologen Klaus Schmidt erkannt wurde, gibt bis heute Rätsel auf. Das Alter konnte zuverlässig auf etwa 11000 Jahre vor Christus datiert werden, eine Zeit, in der die Menschen als Jäger und Sammler lebten und noch Generationen entfernt schienen von der Idee, monumentale Kultstätten zu schaffen. Die riesige Anlage, von der erst ein kleiner Teil freigelegt wurde, gilt in einigen Thesen als der steinerne Wendepunkt der Menschheit, weg vom Jäger und Sammler, hin zur Gemeinschaft mit Handel, Ackerbau und Kultur.

In Verbindung gebracht mit den unzähligen alten Glaubensgemeinschaften im Süden der Türkei und dem Norden Iraks mit ihren Sagen und Mythen, dürfte bei der Entwicklung eines fesselnden Plots wohl kaum noch etwas schief gehen sollte man meinen.

Doch weit gefehlt: Dort wo es Dan Brown gelang mit einer verzwickten Schnitzeljagd aus Dichtung und Wahrheit zu fesseln, scheitert Tom Knox mit flachen Dialogen und belanglosen Informationen über die mythischen Hintergründe. Verzweifelt versucht er den fehlenden Spannungsbogen durch quälend detaillierte Schilderungen bestialischer Hinrichtungen auszugleichen, die sich im Laufe der Erzählung bis ins Absurde steigern.

So muss sich der ekelresistente und mit Durchhaltewillen ausgestattete Leser mühsam durch die seitenlange Schilderung einer bei lebendigem Leibe gekochten Gebärmutter kämpfen um nur eine der Unappetitlichkeiten beim Namen zu nennen ehe er sich, nach der mehr als weniger vorhersehbaren Handlung, an einer völlig konstruierten Auflösung »erfreuen« darf. Schade, denn eigentlich hätte Tom Knox, hinter dem sich der dekorierte Reisejournalist Sean Thomas verbirgt, alle Voraussetzungen, um aus der interessanten Ausgangssituation einen wirklich fesselnden Thriller zu machen. Doch leider versandet die Geschichte, genau wie die gigantische Tempelanlage, unter der einfallslosen Handlung. Dabei versteht er es gerade zu Beginn der Geschichte blendend, die Atmosphäre der exotischen Kulisse einzufangen und für das Thema rund um die Ausgrabung von Göbekli Tepe und die Glaubensgemeinschaft der Jesiden zu begeistern. Doch unbegreiflicherweise scheint er selbst nicht an die Ergiebigkeit dieses Stoffes zu glauben. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass er das was sich zu einer subtilen Handlung in zwei Erzählsträngen hätte entwickeln können, buchstäblich mit Gewalt zu einer bluttriefenden Sadistenposse verkommen lässt. Egal ob Wikinger oder Azteken, kein Opferritual ist zu weit hergeholt oder aus dem Zusammenhang gerissen, um nicht von Tom Knox irgendwie für eine noch makaberere Hinrichtungsmethode ausgeschlachtet zu werden. Fazit: Eklig aber trotzdem langweilig und daher nicht besonders lesenswert.

Thorsten Sauer, Juni 2009

Ihre Meinung zu »Tom Knox: Genesis Secret«

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Nelly zu »Tom Knox: Genesis Secret« 19.12.2014
Ich kann diese Meinungen absolut NICHT bestätigen!! Das Buch und die Geschichte sind sehr gut geschrieben und erzählt! Anfangs fehlt es an Spannung und man muss sich erst einmal hineinlesen in die Geschichte, allerdings wird es ab ca. Mitte des Buches hochspannend. Ich konnte es kaum weglegen. Dass es brutal und an manchen Stellen etwas übertrieben ist, steht ausser Frage, jedoch haben das Krimis und Thriller so an sich! Wenn man so etwas nicht gut findet oder ertragen kann, sollte man Kuschelromane oder Kinderbücher lesen! Sinn der Sache ist, beim Lesen mal von Alltag abschalten zu können, egal in welche Welt man dort hineinversetzt wird, da muss nicht jedes Buch gleich hochliterarisch und anpsruchsvoll sein.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!!
Kingsowl zu »Tom Knox: Genesis Secret« 14.06.2014
Was Mägge zu diesem Buch zu sagen hat, kann ich nur bestätigen, dass ich absolut die gleiche Kritik losgeworden wär. Genau so - und nicht anders. Gut beurteilt. Auch ich habe die gleichen Leseriten bevorzugt. Selten habe ich so ein " ekelhaftes " Buch gelesen und ich kann mich dem Kommentar von Mägge nochmals 100% ig anschließen!
Eglfinger zu »Tom Knox: Genesis Secret« 26.05.2013
Inhalt (Klappentext):

Eine mysteriöse Tempelanlage, die vor Tausenden vor Jahren von den eigenen Erbauern wieder zugeschüttet wurde. Ein deutscher Archäologe, der sich nachts heimlich auf der Ausgrabungsstätte herumtreibt. Sinistre Figuren, die einen Todesfluch über all jene verhängen, die in der Vergangenheit von Göbekli Tepe forschen – genug Stoff für den Journalisten Rob Luttrell, der ein Story über die kurdische Ausgrabung schreiben soll. Während seiner Recherchen stößt er auf die Spur einer uralten Glaubensgemeinschaft, die ein ungeheuerliches Geheimnis der Menschheitsgeschichte hütet.
Zur gleichen Zeit ist Inspector Forrester in London verzweifelt auf der Suche nach einem perversen Serienmörder, der seine Opfer auf bestialische Weise hinrichtet. Es gibt nur einen Menschen, der den Schlüssel zu den Rätseln in der Hand hält – und der setzt alles daran, dass das so bleibt.

Der Autor:

Hinter dem Pseudonym Tom Knox verbirgt sich der Schriftsteller und Journalist Sean Thomas. Der Engländer (Jahrgang 1963) bereiste als Journalist die ganze Welt und schreibt unter anderem für die Times, den Telegraph, den Guardian sowie die Daily Mail. 2007 wurde er von der Sunday Times zum Reisejournalisten des Jahres gewählt. Er beschäftigt sich in seinen Artikeln außerdem mit Politik, Kultur und Kunst. Genesis Secret ist sein erster Thriller, an dem die Rechte bereits in fünfzehn Länder verkauft wurden. Wenn Tom Knox nicht gerade in der Weltgeschichte unterwegs ist, lebt er in London. (Quelle: Buchumschlag)

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist flüssig, die einzelnen Kapitel kurz gehalten. Der Autor wechselt geschickt zwischen den beiden Handlungssträngen, so dass stets Spannung aufrecht erhalten bleibt. Mir scheinen die Hintergründe gut recherchiert zu sein, auch wenn ich mich mit dem Thema Archäologie nie weiter beschäftigt habe. Auch gibt es einige Wendungen, die nicht vorhersehbar waren und die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten.

Mein Fazit:

Wer die Romane von Dan Brown mag und an alten Rätseln Interesse hat, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen. Aufgrund der geschilderten Opferzeremonien sollte man aber hart im Nehmen sein.
Mägge zu »Tom Knox: Genesis Secret« 05.05.2013
Grosses Naja! Toller Start mit den Ausgrabungen und den Rätseln rund um Göbekli Tepe. Jedoch habe ich jedesmal, wenn die Geschichte zu den Fällen in England geswitched ist, gehofft dass sie schnell wieder zum ersten Handlungsstrang zurückkehrt. Interessant war dann nur no die Auflösung am Schluss, als Rob die ganze Theorie ausformulierte. Den ganzen Rest dazwischen kann man sich sparen. Ich habe grosse Teile einfach nur noch überflogen, da es zimlich mühsam und langweilig war, ausgeschmückt mit irrelavanten Ausführungen über Dinge, die nichts zur Sache beitragen, künstliche Dramatik. Lizzie, Lizzie, bla bla. 20 Seiten hätten genügt, ohne die ganzen Räubergeschichten dazwischen. Im Nachhinein behalte ich die spannenden Aspekte in Erinnerung, jedoch war das Buch nach vielversprechendem Start eine mittelgrosse Enttäuschung. Ich persönlich werde mir diesen Autor mit Sicherheit nicht mehr antun. Kurz: Gute Idee, miserable Umsetzung.
Knox Out zu »Tom Knox: Genesis Secret« 27.04.2013
Zunächst ein Kompliment. An Stephan Benson. Er hat das Hörbuch hervorragend gelesen.
Jetzt zu Genesis und Tom Knox aka dem britischen Journalisten Sean Thomas.
Und auch ein Kompliment. Ich habe Dinge erfahren, die ich nicht wusste. Zum Beispiel, dass Göbekli Tepe eine Ausgrabungsstätte in der Türkei ist und tatsächlich über 10'000 Jahre alt.
Und dass ein Deutscher die Ausgrabung leitet - er heisst im Roman Franz Breitner und in Realität Klaus Schmidt. Der Wikipedia-Eintrag dazu liest sich allerdings deutlich weniger reisserisch als im Roman. Egal - künstlerische Freiheit!Also ... man orientiere sich an Dan Brown, transferiere die Geschichte vom Vatikan in den Orient, man kombiniere sein 'Alter Ego', einen in Trennung lebenden britischen Journalisten mit kleiner Tochter mit einer ebenso attraktiven wie intelligenten französisch-jüdischen Archaeologin ("ich hab's, wenn wir die Zeichen von hinten nach vorne lesen und einen Buchstaben am Anfang ergänzen ..." ... oder so ähnlich) und mische in paar Zutaten hinzu: Die teils lästige, teils nützliche Polizei mit Inspektor X in England und Inspektor Y in der Türkei, eine Gruppe dekadenter Upperclass-Jugendlicher, die zum Zeitvertreib grausame Ritualmorde verüben und eine rasante Geisterbahnfahrt quer durch die kultivierte (na ja!) Menscheit mit einer obstrusen, genetischen Kreuzungstheorie und gewagten Bibeldeutungen.Angereichert und abgeschmeckt mit einigen besonders grausamen Folterszenen, oder sollte man eher schreiben, Vivisektionen am hilflosen, menschlichen Objekt. Bei der in allen Details aus der Perspektive des bedauernswerten, alten Archaeologen geschilderten Blutadler-Tortur, reichte es mir dann.
In meiner Wut über diesen unnötigen Voyeurismus habe ich einfach vorgespult und den Rest der Szene übersprungen. Und mich gefragt, wie gross die Erektion des Autors beim Schreiben dieser Szene wohl gewesen ist (sorry, das musste einfach gesagt werden). Und mir diesen Ton Knox am nächsten Tag mal im Bild angesehen.Z.B. auf seiner eigenen Wenseite: http://www.tomknoxbooks.com/the-genesis-secret/genesis-secret-further-themes/Und muss sagen, der Typ gefällt mir nicht.Aber was soll's. Er hat Erfolg, schreibt den Leuten im reisserischen Daily Mirror-, oder solte ich schreiben, BBC-Stil, nach dem Sinn und nach dem Maul und tut sein Bestes, Kathy Reichs, Simon Beckett, Karin Slaughter (Nomen est Omen!) und wie sie alle heissen mit der Schilderung von Grausamkeiten noch zu übertrefen, indem er live foltern lässt und es detailliert beschreibt.So weit, so schlecht.Aber jetzt kommt ein wichtiger Punkt:
Könnte ja sein, dass jede Gesellschaft, jede Zeit, ihr Mass an Dekadenz und Brutalität hat. Ob wir es nun wollen oder nicht. Unser animalisches Erbe!
Und was die Welle an Romanen mit halb verwesten Leichen, die forensische Anthroplogen auf Stahltischen sezieren, mit Serienkillern, Sadisten bzw. ihren gequälten Opfern und mit Ritualmördern und anderen Psychopathen betrifft, so kann man sich als friedliebender Zeitgenosse vielleicht ein wenig damit trösten, dass dies alles besser beschrieben als ausgeübt wird! Wobei das Eine das Andere nicht ausschliesst.Und es will mir scheinen, dass die besonders eifrige Beteiligung englischer bzw. englisch-sprachiger Autoren (zusammen mit den Skandinaviern) an dieser Psychpathen-, Anatomie- und Verwesungs-Literatur auch etwas damit zu tun hat, dass in diesen Gesellschaften ausgesuchte Höflichkeit und Etikette, Dienen und Bedient-Werden (die Lower und die Upper Class) sowie ein Tanz ums goldene Königshaus Brauch und Sitte sind (England). Oder Bigotterie und Prüderie gepaart mit religiösem Eifer und Schiesswütigkeit eine explosive Mischung abgeben (Amerika und der Bible Belt).Und all das - so will mir scheinen - verlangt nach einem Ventil. Für das Verdrängte, das Abgründige, die dunkle Seite der menschlichen Natur, das Teuflische, das Tier im Menschen. Aber wie schon gesagt: Besser literarisch ausgelebt als real umgesetzt, wie zu (Glaubens)Kriegs-, Revolutions- und Säuberungszeiten.Nur mich an den Grausamkeiten weiden, wie Herr Knox in seinem Roman, das mag ich nicht!Deshalb mein Urteil:
Interessante historische Schauplätze und Thesen, detaillierte Ortbeschreibungen (deren Richtigkeit ich nicht beurteilen konnte), eine spannende Handlung inklusive rasante Sprünge zwischen Ländern und über Zeitepochen.Aber:Oberflächlich mit Copy & Paste, mit Wikipedia und Google Maps und allem, was das Internet sonst noch zu bieten hat, zusammengekleistert und mit einigen geschmacklosen Schockeffekten zum immer obstruseren Ritualmord-Thriller aufgepeppt, der mich am Ende nur noch genervt hat.
Der Fast Food Effekt: Stillt den schnellen Hunger und lässt einen ziemlich verdorbenen Magen und wenig Nahrhaftes zurück!Ein opportunistischer Autor hängt seine Fahne in den Zeitgeist und an das schnelle Geld, würfelt Fakt und Fantasie wild durcheinander und berauscht sich nebenbei an seinen Ritualmord-Fantasien! Nur fehlt ihm dabei der IQ von 147, den er seinem mörderischen Serienkiller im Buch zuschreibt.Nein in schreibe diesen Eindruck nicht einfach so hin, denn offensichtlich konnte er es auch in seinem 2. Roman 'Cagots' mit den Ritualmorden und genetischen Theorien nicht lassen!Empfehlung an Tom Knox: Schreiben sie lieber ein Buch über die grausamsten Folterer und die absurdesten Foltermethoden seit es geschichtliche Aufzeichnungen gibt. Dann sind Sie gleich bei Ihrem Thema und brauchen sich mit dem ganzen Roman-Firlefanz drumherum nicht abzumühen. Und die Personenbeschreibungen mit dem Charme von Kulissen-Figuren fallen dann auch weg.
Nameless zu »Tom Knox: Genesis Secret« 12.10.2010
Also ich bin erst 14 und habe dieses Buch letzten Sommer von einer Freundin ausgeliehen bekommen.
Ich war sofort gefässelt und konnte das Buch einfach nicht weglegen.Man könnte sogar meinen es war das beste Buch das ich je gelesen habe. Ich weiß nicht wieso, aber ich mochte einfach jedem in dem Buch. Selbst die Bösewichte. Es waren nicht die typischen Helden und Bösewichte.
Wissst ihr was ich meine?
Typischer Held: Will jedem aus reiner Lust helfen. Sieht durchschnittlich aus. Hat (noch) keine Probleme oder schlechte Erfahrungen gemacht. Hat nie Mordgedanken und denkt das jeder Mensch reinen Herzens ist. So der Typ der immer jemanden verzeiht und der niemanden was schlimmes will...Der typische Bösewicht: irgendwas schlimmes durchgemacht, will das andere deswegen auch leiden.
Vielleicht liegt es daran.
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lajil zu »Tom Knox: Genesis Secret« 29.06.2010
Man hätte diese Geschichte auch stricken können mit weniger detailliert bildhaft beschriebenen Foltermethoden. Auf der einen Seite hat es in mir Interesse nach mehr geweckt - mehr über bestimmte Rituale oder Kulturen - aber mein Kopf und meine Phantasie können sich bestimmte Szenen auch erzeugen ohne das man es seitenweise darlegt. So gesehen war es eine Enttäuschung. Sie zwar noch nicht so groß, dass ich das Buch weggelegt hab, aber manchmal war ich kurz davor. Ohne den Ekelfaktor bleibt nämlich gar nicht mehr so viel übrig.
Man kann es einmal gelesen haben, man muss aber nicht.
Marike zu »Tom Knox: Genesis Secret« 16.06.2010
Als ich das Buch letzten Sommer las, habe ich am Anfang damit gerechnet, dass es einen solchen Ekelfaktor hat. Aber dennoch ist es ein sehr lesenswehrtes Buch. Die Fakten um den rituellen Tempel sind gut recherchiert. Die Altersangabe FSK18 finde ich persönlich etwas zu übertrieben. Es ist zwar an einigen Stellen sehr brutal und morbide, aber dennoch im Gegensatz zu anderen Bücher, die ich gelesen habe, noch im Rahmen des Erträglichen.
Alles in allem ist ein wunderbares Buch.
Ach ja, ich bin erst 14...
WeißerWolf zu »Tom Knox: Genesis Secret« 13.02.2010
Ich habe das Buch gelesen und fand es spannend bis zum letzten Wort. Natürlich dreht sich einem an manchen Passagen buchstäblich der Magen aber das würde ich als individuellen Stil des Autors bezeichnen. Aber dem Vorschlag plichte ich bei, dass man das Buch mit FSK 18 kennzeichnen sollte. Ansonste ist das Buch spitzenmäßig.
Sir Tommes zu »Tom Knox: Genesis Secret« 21.09.2009
Das Buch beginnt als sehr interessanten Archäologiethriller mit gut recherchiertem Hintergrundwissen. Danach erinnert sich der Leser etwas an Bücher im Stile von "Hannibal", nur dass "Hannibal" doch inteligenter geschrieben ist. Ab der Mitte - wie oben schon beschrieben - wird die Story nur noch blutrünstig - schade drum.

Eigentlich eine sehr gute Story und auch gut erzählt. Ob man eine solche ekelerregende Brutalität darstellen muss mag ich bezweifeln. Ohne diese detallierte Darstellung wäre es ein sehr gutes Buch.

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