Treibland von Till Raether

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Rowohlt Polaris.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, Hamburg, 2010 - heute.
Folge 1 der Adam-Danowski-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Polaris, 2014. ISBN: 978-3-499-26708-6. 496 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2014. Gesprochen von Boris Aljinovic . autorisierte Lesefassung. ISBN: 3839812844. 6 CDs.

'Treibland' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Ein schwimmender Sarg. Und keiner darf von Bord.
Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff «Große Freiheit» ein. An Bord: ein toter Passagier – verstorben an einem geheimnisvollen Virus. Bald herrscht Panik in der Stadt. Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an den Schauplatz beordert. Er kommt einem Verbrechen auf die Spur, das noch unzählige Tote zu fordern droht. Doch das unter Quarantäne gestellte «Pestschiff» darf keiner verlassen, selbst Kommissare nicht, und Danowskis Gegner sorgen mit aller Macht dafür, dass dies so bleibt …

Ihre Meinung zu »Till Raether: Treibland«

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StgtVollstrecker zu »Till Raether: Treibland« 20.02.2017
Ein spannendes, sprachlich herausragendes Buch mit Witz, spannendem Plot und verrückten Einfällen.
Ich kann es nur empfehlen und habe bereits alle 3 Krimis des Autors durch... - es macht Sinn mit Treibland anzufangen um die Handlung, die im zweiten Buch Blutapfel fortgesetzt wir, gänzlich nachvollziehen und vor allem - geniessen - zu können.
artemiso zu »Till Raether: Treibland« 22.01.2017
Tschuldigung, kleine Korrektur: Nicht der Todesfall, sonder der Fast-Todesfall eines Hauptdarstellers bleibt in der Luft hängen. Wie ich aber eben gelesen habe, wird dieser Fall doch aufgegriffen im nächsten Band.

Für diese Korrektur muss ich leider noch 213 Zeichen eingeben, sonst wird sie nicht veröffentlicht, daher auch noch Entschuldigung für die nun folgenden "Füll-Zeichen": x
artemiso zu »Till Raether: Treibland« 22.01.2017
Treibland hat gefesselt, die klaustrophobische Stimmung hinter den Touristen-Attrappen eines Kreuzfahrtschiffes sind greifbar. Auch die Idee, einen dem hektischen Außendienst abgeneigten Ermittler in diesen Fall zu beordern, lässt Spannung aufkommen. Unverständlich blieb für mich, warum ein Kollege des Ermittlers so unglaublich dümmlich darauf beharrt, Morddrohungen und selbst einen geschehenen Mord der "Hypersensibilität" des Ermittlers unzuzuschreiben, bzw. gleichzusetzen mit Wahnvorstellungen. Das ist schlichtweg unglaubwürdig und unprofessionell. Die Wandlung vom tagträumenenden Ermittler zum grimmigen, wütenden Fall-Löser erscheint mir ebenfalls etwas zu rasch. Schade auch, dass der Todesfall einer Hauptperson ungeklärt bleibt.
Gelinde zu »Till Raether: Treibland« 16.06.2016
Inhalt:
Der Prolog beginnt in der Welt der „Reichen“, auf dem Golfplatz, es lässt eine harte kalte Welt erahnen.
Dann erfahren wir, dass ein großes Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen einläuft, an Bord ein toter Passagier, das wurde der Polizei anonym übermittelt. Schnell stellt es sich heraus, dass ein geheimnisvolles, tödliches Virus dahintersteckt.
Von oberster Stelle wird angeordnet, die kriminaltechnischen Untersuchungen eher schleppend einzuleiten und so wird Kriminalkommissar Adam Danowski, der so gar kein Interesse an seiner Polizeiarbeit hat dort hinbeordert.
Einzig die Ärztin vom Tropeninstitut scheint ein Interesse an der Aufklärung zu haben.
Erst als Adam massiv bedroht wird sagt er sich : und jetzt erst recht.
Wird es ihm gelingen die Ursache zu ermitteln und die Menschen auf dem Schiff vor der Ausbreitung des Virus schützen können?

Meine Meinung:
Die Schreibweise ist sehr ausführlich und ausschmückend.
Zu Beginn dachte ich „wow“, aber diese Begeisterung änderte sich bald ins Gegenteil. Es wird (für mich)viel zu viel beschrieben, es ist viel zu viel „drumrum“. Die Handlung selbst geht nicht weiter, es wird keine Spannung aufgebaut.
Hier ein paar Zitate die ich viel zu übertrieben finde:
-- der neonfarbene Geruch von Rasierwasser (wie riecht neonfarben??)
--Ihr Gesicht war klar, aber nicht frisch, eher verhangen, unscharf, als könnte man sie nicht genauer betrachten, selbst, wenn man wollte.
--roch in ihrem Atem: Torf, Feuerholz, Pinienzapfen, Seetang. Kaltes Meerwasser, Wollpullover, Heimweh nach einer großen Liebe, die man nie gekannt hatte. (tschuldigung wie riecht kaltes Meerwasser und Heimweh??)
--er sah, wie die Welt plötzlich heller, kontrastreicher wurde, wie immer, wenn ein Ausbruch von Gewalt bevorstand.( aha ??)
Und so was fand sich auf jeder Seite.
Zu den einzelnen Charakteren, allen voran Adam Danowski konnte ich auch überhaupt keine Verbindung aufbauen. Sie fast alle unzufrieden und unsympathisch.

Die Grundidee des Buches ist gut, und es sind auch viele gute Ideen dabei, aber für mich war es ungünstig umgesetzt. Das Augenmerk wurde aufs Schreiben, auf die Worte und Sätze gelegt und nicht auf die Geschichte.
Ich hab mich so schwer getan beim Lesen.

Das Ganze war für mich wie ein Geschenk das gut gemeint ist und viele gute Einzelteile enthält, das aber in unwahrscheinlich viel Geschenkpapier, Tüll und Glitzerkram eingepackt ist, und nach dem Auspacken finde ich vor lauter „drumrum“ den Inhalt nicht mehr.

Ich würde ja 2,5 Sterne Treibland ein Kriminalroman von Till Raether
vergeben, aber da ich volle Sterne anklicken muss werden es nur 2.
anyways zu »Till Raether: Treibland« 20.10.2015
Ein, unter panamaischer Flagge fahrendes Kreutzfahrtschiff wird im Hamburger Hafen festgesetzt, da ein Paasagier am hämorrhagischen Fieber auf dem Schiff verstarb.
Ein, unter panamaischer Flagge fahrendes Kreuzfahrtschiff wird im Hamburger Hafen festgesetzt, da ein Passagier am hämorrhagischen Fieber auf dem Schiff verstarb.
Das Schiff wird direkt am Kai unter Quarantäne gestellt, kein Passagier darf es verlassen. Die Gesundheitsbehörde und das Tropeninstitut versuchen einen Grund für das plötzliche Ableben zu finden, und auch die Polizei wird eingeschalten. Da es zu verhindern ist, das Panik unter der Hamburger Bevölkerung ausbricht, werden nicht die erfahrensten Kriminalisten mit der Aufgabe betreut.
Adam Danowski, bisher eher der Mann für die Bürofraktion zuständig, findet sich plötzlich im Außendienst wieder. Seine Ermittlungstätigkeit ruft nicht nur unter Kollegen sondern auch auf dem Schiff Gegner auf den Plan, und durch widrige Umstände ist Danowski auf einmal selbst "Passagier" auf dem Schiff, und seinen Feinden schutzlos ausgeliefert.

Kein ganz normaler, reißerischer Krimi um Pharmariesen, Lobbyisten und korrupte Politiker. Obwohl diesem Krimi eine sehr plakative Idee zu Grunde liegt, finde ich ihn interessant umgesetzt. Allein der etwas gestresste Familienvater Danowski, leicht hypochondrisch, chronisch übermüdet und einfach nicht das stereotype Abbild eines Kriminalisten, machen dieses Buch zu etwas Besonderem. (Ein kleiner Wermutstropfen ist hierbei lediglich seine "Krankheit" Hyposensibilität, sie ist keine solche sondern, beschreibt einfach einen sehr empfindsamen, empathischen Menschen).Die bösen Buben werden zwar in gewohnter Manier dargestellt, hervorstechend ist aber die ein klein bisschen verrückte Auftragskillerin und ganz besonders das Eigenleben auf einem Kreuzfahrtschiff. Eingesperrt auf engstem Raum, ohne großen Komfort, die Abwechslung bietende Stadt so nah. Ein etwas überspitztes Porträt einer "misslungenen" Kreuzfahrtreise und eine kleiner kalter Blick hinter die Kulissen. Till Raethers Buch kann ich nur empfehlen, da er keine übliche, schon in vielen Büchern vorgekommene Szenerie einer bevorstehenden Epidemie mit einem tödlichen Erreger skizziert.
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