Todestraum von Thierry Serfaty

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel La Nuit Interdite, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Rowohlt.

  • Paris: Albin Michel, 2006 unter dem Titel La Nuit Interdite. 380 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Antje Kaiser und Annette Lallemand. ISBN: 978-3-499-24500-8. 442 Seiten.

'Todestraum' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Laurent, ein begnadeter Künstler, leidet unter Halluzinationen. Auf Drängen seiner Frau unterzieht er sich deshalb einer Schlaftherapie. Während seiner letzten Sitzung wird er von einem grausamen Traum heimgesucht: Im Schlaf sieht er, wie seine Frau und seine Tochter brutal ermordet werden. In panischer Angst flieht er aus der Klinik. Doch zu Hause beginnt der wahre Albtraum: Sein Haus steht in Flammen, Stefania und Léa wurden tatsächlich ermordet …

Das meint Krimi-Couch.de: »Das Krimi-Highlight 2007« 100°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Stefania Strelli ist Neuropsychiaterin in einer Privatklinik, der auch eine geschlossene Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher angehört. Mit ihrer Crew untersucht sie die unterschiedlichen Schlafzyklen der Menschen. Ihr Vorgänger Professor Mankiewicz hat herausgefunden, wie man den Tiefschlaf nutzen kann, um die Menschen zu beeinflussen. Da ihm dieser Teil der Forschung allerdings wenig Ruhm, dafür umso mehr Ärger, eingebracht hat, ist der Professor untergetaucht und Dr. Strelli setzt seine Forschungen fort.

Laurent Strelli ist Lichtkünstler und lebt praktisch nur mehr in seiner eigenen vergeistigten Welt. Seine Frau hat ihn dazu überredet, seinen labilen Geisteszustand mithilfe der Schlaftherapie zu bessern. Während der letzten Therapiesitzung träumt er den gewaltsamen Tod von Frau und Kind, verlässt überstürzt die Klinik und findet tatsächlich die ermordete Gattin in der Badewanne und die kleine Tochter erschossen in ihrem Bett, während bereits die Flammen im Haus wüten. Laurent stürzt in eine Krise.

Inspecteur Erick Flamand und sein Team werden auf den Fall angesetzt. Wenn Laurent nicht selbst der Mörder war, dann muss er den oder die Täter gesehen haben. Zumindest im Traum hat Laurent dieses Erlebnis gespeichert. Aber wenn er jetzt einschläft, wird er seinen Traum vergessen. Nur einer kann dem Ermittler helfen und das ist Professor Mankiewicz, doch keiner will Flamand sagen, wo sich dieser aufhält. Laurent muss mit allen Mitteln wach gehalten werden, bis Mankiewicz den Traum analysieren kann. Für Flamand und seine Crew beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und gegen den Schlaf.

Der Arzt und medizinische Forscher Thierry Serfaty hat seinen vierten Roman La nuit interdite im Rowohlt Taschenbuchverlag in der Übersetzung von Antje Kaiser und Annette Lallemand als Todestraum auf den deutschen Buchmarkt gebracht.

Wenn man eine Geschichte über den Schlaf und Schlafforschung als Psychothriller konzipiert, dann vermutet man von Anfang an, dass diese Buch wohl nur ein Schlafmittel sein kann. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Auch wenn die ersten Seiten auf Grund der zahlreichen, notwendigen Fachgespräche mitunter den Anflug eines Gähnens aufkommen lassen, so sollte man diese doch für das Verständnis nicht unterschlagen und man wird mit einem atemberaubenden Thriller über den Schlaf belohnt, der dem Leser unter Garantie den Nachtschlaf raubt.

Die Spannungskurve ist so konstant steigend, dass man vermeint mitzufühlen, wie den Hauptpersonen der Schlafmangel die Körperkräfte raubt und dennoch muss mit jedem nur möglichen Trick über Tage verhindert werden, dass einer von ihnen einschläft, denn nur gegenseitig können sie sich munter halten.

Im selben Spannungsrhythmus versucht die Polizei endlich den Aufenthaltsort des Wissenschaftlers zu finden, doch die sozialen Differenzen erweisen sich als Hemmschuhe im Wettlauf gegen die Zeit und es bleibt nicht aus, dass in der Zwischenzeit tödliche Komplikationen eintreten, wenn der Mörder sich in die Enge getrieben glaubt.

Die Personen in seiner Handlung hat der Autor so angelegt, dass man mehr als einmal verleitet ist, den Täter vorzeitig zu wissen. Bis zur logischen und spektakulären Klärung des Falles schweißt sich das Ermittlerteam zu einem sympathischen Haufen zusammen und auch die zugezogenen Experten helfen mit, dem Leser atemlose Spannung zu präsentieren.

Thierry Serfaty hat mit Todestraum für mich das bisherige Krimi-Highlight des Jahres 2007 abgeliefert und einen absoluten Volltreffer gelandet, der man jedem Leser nur uneingeschränkt empfehlen kann

Wolfgang Weninger, August 2007

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joanna.asche zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 13.04.2010
Ich weiß zwar nicht was ihr hier alles noch für Bücher liest, aber ich stelle gerade fest, dass mich Eure Meinungen erschrecken. Ein Buch soll natürlich zum Nachdenken anregen und ein Buch ohne Überraschungen ist nicht lesenswert Wenn ich ein Buch in die Hand nehme und von der ersten Seite an weiß wie es endet, dann „danke schön“, brauche ich nicht. Ich finde „Todestraum“ ist ein Spannendes Buch, was auf spielerische Weise eine Menge Wissen vermittelt. Schade, dass mit schlechten Kommentaren die Lust a Lesen kaputt gemacht wird.
LG Jo
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Magellan zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 09.08.2009
"Der Tod kommt, wenn Du schläfst..." So beginnt der Klappentext auf der Rückseite des Umschlages von "Todestraum". Reichlich martialisch und effekthascherisch, aber im Kontrast zu der doch ziemlich reisserischen Aufmachung verbirgt sich hier ein Thriller, der weniger auf die explizite Darstellung von Gewalt als auf die wissenschaftlichen Hintergründe der Schlafforschung und das Gefahrenpotential bei einer Einmischung in die natürlichen Prozesse des Schlafens abhebt. Die Sprache ist in manchen Abschnitten arg wissenschaftlich, aber wenn man erstmal hineingefunden hat, kann mensch sich der Faszination dieses Themas nur noch schwer entziehen.
Die Handlung wird aus der Sicht von drei Protagonisten erzählt, die alle unmittelbar mit dem Mord an Laurents Frau und Kind zu tun haben, Erick, der Polizist mit Schlafstörungen, Eva, einer Berührungstherapeutin und quasi aus der Sicht Laurents selbst.
Die Story selbst ist traditionell in ihrer Grundstruktur, was sie aus dem Thrillerkosmos hervorhebt, ist das Themengebiet der Schlafforschung, was nach anfänglicher Eingewöhnung mit jeder Seite immer interessantere Aspekte aufweist. Das Ende ist eher konventionell, aber passt gut zur Handlung.
Fazit: spannende Thrillerunterhaltung, werde mich mal umschauen, ob es von Thierry Serfaty noch mehr zu lesen gibt!
ooKristinaoo zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 20.05.2009
Ich fand das Buch zu Anfang sehr verwirrend, da ich nicht klar kam was was ist, im nachhinein habe ich es zwar verstanden, doch mir gibt das buch nicht die nötige Spannung die ich normalerweise von bücher erwarte und bekomme.
...meine Empfehlung nur, wenn man grad nichts zu tun hat und doof vorsich hin lesen will...
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bio-Fan zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 02.05.2009
Im Jahre 2007 muss es um die Krimi-Highlights schlecht bestellt gewesen sein, wenn WW schon im August mit "Todestraum" DAS Krimi-Highlight des Jahres entdeckt zu haben glaubte. Bei den bisherigen Lesern scheint "Todestraum" nicht so gut angekommen zu sein (51 Grad).

Meiner Einschätzung nach ist es besserer Durchschnitt (75 Grad). Besser, weil Serfaty mit dem Thema Schlafforschung/Schlaftherapie einen interessanten Teilaspekt der medizinischen Behandlung von Schlafstörungen beleuchtet. Dabei ist es unabdingbar, den Lesern das nötige Hintergrundwissen zu vermitteln und da hat Serfaty des Guten zuviel getan. Die immer wiederkehrenden Erläuterungen stören einen kontinuierlichen Spannungsaufbau. Erst im zweiten Teil des Buches, wenn so gut wie alles Theoretische erklärt ist, legt "Todestraum" deutlich an Tempo und Dynamik zu. Rasante Szenenwechsel und überraschende Wendungen versöhnen dann für den stockenden Aufbau.
Alles in allem kann man bei "Todestraum" nicht unbedingt von einem Highlight sprechen.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
verena zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 28.12.2008
hi ich hab zwar erst angefangen das buch zulesen aber es langweilt mich wirklich und es ist am anfang für mich sehr schwer zu verstehen gewesen ich hoffe es wird noch spannender und auch besser(ich bin erst bei der seite51)
und es ist auch sehr sachlich gehalten aber wer das mag ist mit diesem buch sicher gut dran
lg verena
FUSTINO zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 19.08.2008
Ich konnte das Buch einfach nicht zu Ende lesen!

Ich hatte eigentlich große Erwartungen gehabt, denn viele lobten dieses Buch auf süßen Zungen...

Doch das Buch brachte mich zum einschlafen... Dafür jedenfalls hat's ja genützt!

Nur weiteremphehlbar für Leute mit schlafproblemen! Denn dann schläft man garantiert ein!

Ach übrigens!

Hinten steht ja auch noch auf dem Klappentext, dass das Buch
Nebenwirkungen hätte: Schlaflosigkeit!!!

Das glaubt doch keiner im Ernst!

Bloß nicht weiter so, Thierry Serfaty!

KUSSi!

Mandy Fustino
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Krimi-Tante zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 27.10.2007
Ein nicht ganz schlechtes Buch. Die Story ist mal was anderes, das Ende überraschend. Und ich habe eine ganze Menge über die Thematik "Schlafen" erfahren, was mich dann abends - nach der Lektüre dieses Buches - mit einem anderen Bewusstsein hat einschlafen lassen. Ich bin jetzt kein Mediziner und kann deshalb auch nicht beurteilen, ob ein Eingreifen in eine Schlafphase derartige Wirkungen auf Menschen ausübt, wie in diesem Buch beschrieben. Da fehlte mir dann doch die Vorstellungskraft... und machte mir das Buch an mancher Stelle unglaubwürdig.
Aber aufgrund der wirklich ungewöhnlichen Geschichte und der späteren Auflösung gibt es doch noch eine Wertung von 70 von mir.
Knetkobold zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 21.10.2007
Das hier als Krimi-Highlight des Jahres 2007 hochgejubelte Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Zu sehr verliert sich der Autor in der Beschreibung der kilinischen Symptome der einzelnen psychischen Erkrankungen, welche im Buch eine Rolle spielen. Die Spannung bleibt dabei etwas auf der Strecke und das Ganze liest sich leider etwas zähflüssig. Immerhin weiß man nach der Lektüre eine Menge über Schlafforschung :)
Vom überraschenden Schluß des Romans abgesehen, war die Handlung außerdem meist zu vorhersehbar

Meine Bewertung : 60° - mehr ist da nicht drin !
marie-ann zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 14.10.2007
dieses Buch hat mehr sehr gefesselt
Anfangs war es schwer für mich mich ein zu lesen aber nach einigen Seiten wollte und konnte ich nicht mehr aufhören es zu lesen die spannung das gefühl der neugier war sehr groß so mansch eine Seite habe ich zum teil überlesen sie waren mir zu fachbezogen und so manch ein fachausdruck hat mich überlegungen gekostet vllt. liegt es an meinen 14 Jahren aber es war ab und zu schwer dem Buch zu Folgen aber in Großen und ganzen ein spannendes Buch und weiter zuempfehlen.
Nessie zu »Thierry Serfaty: Todestraum« 25.09.2007
Ich hatte anfangs etwas Anlaufschwierigkeiten, aber als ich dann drin war, fand ich es sehr spannend. War wie gesagt anfangs etwas schwer für mich zulesen, aber dann hab ich die Seiten in denen es zu fachbezogen wurde nur grob überflogen. Das hat der Spannung jedoch keinen Abbruch getan. Alles in Allem ein gutes Buch mit einer für mich mal ganz anderen Handlung.
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