Die Brut von Thea Dorn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 bei Manhattan.

  • München: Manhattan, 2004. ISBN: 3-442-54566-8. 416 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. ISBN: 3-442-46079-4. 412 Seiten.

'Die Brut' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch E-Book

In Kürze:

Tessa Simon steht ganz oben: schön und erfolgreich, das Leben fest im Griff. Und sie hat alles: den Traumjob als Talk-Show-Moderatorin, die Titelgeschichten in Lifestyle-Magazinen, und die Liebe ihres Lebens ist noch ganz frisch. Ein Kind passt da ausgezeichnet ins Bild. Auch wenn das Mutterglück nicht frei von Schönheitsfehlern ist – Baby Victor schreit Tag und Nacht, der Vater ist weniger enthusiastisch als versprochen, und ein kleiner Quotenknick macht die Produzenten nervös – steckt Tessa das, wie gewohnt, kompetent und souverän weg. Als Victor allerdings von der Dachterrasse stürzt, vielleicht sogar durch ihre Schuld, droht ihr Leben von einer Schmutzkampagne der Boulevardpresse zerstört zu werden. Doch so leicht lässt Tessa sich von dem hart erkämpften Platz im Rampenlicht nicht verdrängen. Nach einer kurzen Zeit der Verzweiflung trifft sie eine folgenschwere Entscheidung …

Leseprobe

Ihre Meinung zu »Thea Dorn: Die Brut«

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Volker Grafe zu »Thea Dorn: Die Brut« 10.04.2015
Bin nun auf Seite 246 dieses sognannten Kriminalromans. Bis jetzt nur langweiliges, seichtes Geseiere.
Nichts ist passiert - bis jetzt: das Buch ist in einem hochkantigen Flug im Papierkorb gelandet.
Schade um die Zeit.
DORN: Nie wieder
Ich bewundere den Leser, der bis Seite 300 durchgehalten hat und es erst dann weggeschmissen hat.
Reiner-Gert Nickel zu »Thea Dorn: Die Brut« 14.06.2013
Zugegeben, wer einen Krimi nach dem Muster etwa des Tatorts erwartet hat (es geschieht ein Verbrechen, am besten ein Mord, es werden mehrere Verdächtige ins Spiel gebracht und am Ende wird der Täter überführt und bestraft), der muss von der "BRUT" enttäuscht sein. Wer aber weiß, dass Thea Dorns Krimis eben nicht einer solchen Schablone folgen, der wird mit einem intelligenten, brillant geschriebenen Buch konfrontiert. Thea Dorn versteht es, uns in die Welt ihrer Romanheldin (ihren Job, ihre menschlichen Beziehungen, ihre Gedanken...) einzuführen, ohne dass es langweilig wird. Das Buch besticht durch glänzende Formulierungen, es ist oft von feinem Humor durchsetzt, dennoch ist die Sprache einfach und einem Krimi angemessen. Auf zwei Ebenen wird einerseits das reale Geschehen geschildert und andererseits - in Kursivschrift klar abgegrenzt - ein fiktive Parallele aufgebaut. Beispielhaft dafür ist das Gespräch zwischen Tessa und Sebastian nach dem Unglück, das ganz banal verläuft, aber immer wieder von dem Ausruf "Verbrecherin!" durchsetzt wird. Viele hundert Seiten geschieht nichts Außergewöhnliches, obwohl hier und da ein paar obskure Fährten gelegt werden (die Stöhnanrufe, die zwielichtige Gestalt der Carola). Aber man weiß ja, es handelt sich um einen Krimi, d. h. es muss bald etwas geschehen - und daraus bezieht das Buch seine Spannung. Die Auflösung des Falls mit der Märchenprinzessin erscheint einerseits etwas gekünstelt, ist aber andererseits auch sehr originell - die "BRUT" ist eben nicht ein Krimi wie jeder andere! Mein Fazit: ich habe einen sehr unterhaltsamen, bis zur letzten Zeile spannenden und grandios geschriebenen Roman gelesen. Ich bin und bleibe ein Dorn-Fan.
Jenifer Kleinschmidt zu »Thea Dorn: Die Brut« 27.09.2012
Das Lesen dieses Romans war ein einziger Krampf. Ich habe nur durchgehalten, weil man ja schlecht über etwas meckern kann, ohne es zu kennen. Bei einem 400-Seiten starken Buch sollte der Leser nicht erst nach 300 Seiten auf die eigentliche Handlung stoßen, die makaber und fade zugleich ist. Der Titel und die Inhaltsbeschreibung lassen Erwartungen keimen, die nicht im geringsten befriedigt werden. Damit gehört Thea Dorn jetzt definitiv zu meiner persönlichen "Lass-die-Finger-von-dem-Mist"-Liste.
Frieder A. Schulze zu »Thea Dorn: Die Brut« 25.09.2012
Wem sich die Denkweise, der Humor, der Sarkasmus von Thea Dorn nicht erschließt, kann dieses Buch nur "vordergründig" - oder besser gesagt - überhaupt nicht verstehen.
Wenn die verschiedenen Gefühle nicht nur zugelassen werden, sondern auch artikuliert werden können, so ist da ein wirklich freier Mensch an der Schreibmaschine (oder dem Laptop) gesessen.
Simon Freimüller zu »Thea Dorn: Die Brut« 11.08.2009
Sommerurlaub 2009. Alles schien perfekt, bis ich das Buch "Die Brut" von Thea Dorn gelesen habe. So etwas unmotiviertes, langweiliges, langfädiges, uninspiriertes ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Schade für das Papier, auf das der Roman gedruckt ist.
Der Umschlag, die Story an sich, hat viel mehr versprochen. Unglaubliche 300 Seiten, bis die Geschichte EIN BISSCHEN Spannung aufnimmt. Zum Glück waren Ferien.
Heinz zu »Thea Dorn: Die Brut« 01.03.2009
Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte!

Wenn der Leser sich das erste Mal fragt, warum die Autorin diese Geschichte erzählt, ist er bereits auf Seite 100 angekommen und wundert sich, wie kurzweilig sie bis dahin eigentlich erzählt ist, denn wirklich Aufregendes ist bis hier her nicht geschehen. Dann braucht es allerdings noch einmal 200 Seiten, bis tatsächlich etwas Erzählenswertes passiert und die Handlung in Schwung kommt – und diese Seiten ziehen sich dann doch. Es folgen noch einmal 100 Seiten mit sehr guter Krimikost.

Die Frage stellt sich also: Muss dieser Mittelteil wirklich so ausgeprägt sein?

Da er es nun mal ist und somit die Hälfte des Buches ausmacht, gibt es auch nur die Hälfte der Punkte.
Tilman zu »Thea Dorn: Die Brut« 25.08.2008
Als Buchhändler pflege ich, sorgsam mit der Ware Buch umzugehen. Dieser mies geschriebene, extrem langweilige und unglaubwürdige Zeitklauer führte allerdings dazu, daß ich bei Seite 270 das ganze verpfuschte Ding in hohem Bogen ins Schwimmbecken warf. "Ein Meisterwerk" ( DIE ZEIT ). Einfach nur bescheuert und ärgerlich. Groschenheft.
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Carline zu »Thea Dorn: Die Brut« 27.02.2008
Kein typischer Krimi. Weite Teile des Buches beschreiben die wunderbare Welt der Tess Simon. Sie hat alles, ihr gelingt alles. Kein Klischee bleibt außen vor. Klingt nicht sonderlich spannend, ist es aber. Spürbar ist die dunkle Bedrohung und man lauert Seite um Seite auf den großen Knall, der dann ja auch kommt. Ein furioses Finale setzt dem Ganzen die Krone auf. Märchenhaft.
nicole zu »Thea Dorn: Die Brut« 23.06.2007
Selten so ein schlechtes Buch gelesen. Dieser arroganten und langweiligen Ziege mit ihrem grenzdebilen Mann, wünscht man bereits nach den ersten Seiten die Pest an den Hals. Habe nur weitergelesen in der Hoffnung diese unsympathische Kuh als Hartz IV-Empfängerin oder als McDonald-Arbeiterin enden zu sehen. Aber nein, alles geht natürlich "gut" für sie aus, durch eine abslout unglaubwürdige Auflösung. Jetzt kann sie weiterhin zum besten Friseur, ins teuerste Restaurant, zum besten Arzt und ihr perfektes Leben mit der perfekten Familie im perfekten 300 qm-Loft weiterführen. ZUM KOTZEN!
Die Hirnkönigin war etwas besser aber durchschnittlich
Stephan zu »Thea Dorn: Die Brut« 19.01.2007
Vielen Dank, liebe Thea Dorn, für dieses ausgesprochen gelungene und lesenswerte Buch, das mich wie lange keines von allen anderen zu verrichtenden Arbeiten einfach abgehalten hat und mich dies gleichzeitig überhaupt nicht bereuen lässt. Ob es nun als Roman mit oder ohne das Morphem "Kriminal" zu bezeichnen ist, bleibt ganz allein der Autorin vorbehalten und ist mir, ehrlich gesagt, völlig gleichgültig. Der phantastische Sprachstil allein ist es wert, sich das Buch zu Gemüte zu führen und der glücklicherweise niedergeschriebenen Idee der Verfasserin ein wenig (denn viel braucht man aufgrund des Gefesseltseins, das einen das Wort "Langeweile" vergessen macht, gar nicht) Zeit zu widmen. Tessa Simon lehrt die Lesenden, Sympathie und Abscheu nicht länger als Widerspruch in sich, sondern vielmehr als einander ergänzende Gefühle für eine gleichermaßen groß- wie abartige Protagonistin aufzufassen. Einher mit dem Facettenreichtum einer Frau, deren sich anbahnende Mutterschaft ihre Karriere zunächst zu verhindern droht, um sie im Gegenteil später zu fördern, geht die dialektische Bewegung von Abtreibung und Geburt beziehungsweise Tod und Leben zum versöhnenden Kind Victor, zum "Sieger", der alle Gegensätze aufzuheben und die an den Geschehnissen Teilhabenden für sich buchstäblich zu gewinnen vermag. Freund(inn)en guter und lohnenswerter Literatur sei dieses brut(ale) Meister- und Kunstwerk ans Herz gelegt.
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