Totenlied von Tess Gerritsen

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 unter dem Titel Playing with fire, deutsche Ausgabe erstmals 2016 bei Limes.

  • New York: Ballantine, 2015 unter dem Titel Playing with fire. 250 Seiten.
  • München: Limes, 2016. Übersetzt von Andreas Jäger. 313 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Random House Audio, 2016. Gesprochen von Mechthild Großmann. 1 CDs.

'Totenlied' ist erschienen als HörbuchE-Book

In Kürze:

Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit nach Hause. Es enthält eine handgeschriebene, bislang völlig unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem schwierigen Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus, etwas, was das Wesen von Julias dreijähriger Tochter auf beunruhigende Weise zu verändern scheint. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen …

Ihre Meinung zu »Tess Gerritsen: Totenlied«

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pit zu »Tess Gerritsen: Totenlied« 24.11.2016
Ich habe "Totenlied" vor drei Wochen gelesen. Das Buch beschäftigt mich immer noch. Die Geschichte, die T.G. erzählt, hat mich gepackt, ja gefesselt. Zum Inhalt und den Qualitäten des Romans äussere ich mich nicht. Das haben walli007 und c-bird meiner Meinung nach bestens getan. Was mich zusätzlich beschäftigt, ist der Aspekt des Verdrängens.Was Lorenzo, seine Familie, seine Freundinnen und Freunde und viele andere Menschen in ähnlicher Lage vor und während des zweiten Weltkrieges erfahren und auch selber dazu beigetragen haben - eben das Verdrängen einer konkreten Bedrohung nach dem Motto: Was nicht sein darf, darf nicht sein - geschieht auch heute wieder in verschiedenen Ländern und das kann sehr gefährlich werden und schlimmstenfalls zu einen Katastrophe führen. Es wäre nicht das erste Mal.Diejenigen, die "Totenlied" gelesen haben, wissen vermutlich, was ich meine. Ich möchte nicht deutlicher werde, umnichts zu verraten.Den Walzerauf Youtub zu hören, ist eindrücklich!
walli007 zu »Tess Gerritsen: Totenlied« 22.08.2016
Nur ein Walzer

In einem Trödelladen in Rom entdeckt die Musikerin Julia Ansdell ein altes Notenblatt. Wegen ihrer musikalischen Ausbildung kann sie sich die Melodie des Walzers gleich vorstellen und sie muss das Stück unbedingt haben. Voller Stolz präsentiert sie das Stück nach ihrer Heimkehr ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter. Das Vorspielen des anrührenden Walzers scheint allerdings beinahe schon unheimliche Auswirkungen zu haben. Beim ersten Mal findet Julia den betagten Familienkater tot, offensichtlich wurde er mit mehreren Stichen getötet. Das zweite Mal endet damit, dass Julia eine Wunde von einer Scherbe in ihrem Bein hat. Das kann doch nicht ihre erst dreijährige Tochter gewesen sein. Aber sonst war niemand da…

Des Öfteren überziehen sich die Arme mit einer Gänsehaut, wenn man zuhörend verfolgt, was mit Julia Ansdell und ihrer Familie geschieht. Es ist doch nicht möglich, dass so ein kleines Kind auf die eigene Mutter losgeht, oder? Doch das ist nur ein Teil. Julia möchte ergründen, weshalb ein unschuldiges Musikstück solch negative Auswirkungen auf sie hat. Und so offenbart sich nach und nach die tragische und berührende Geschichte des Musikstücks, des grauenvollen Schreckens, dem sein Komponist ausgesetzt war, aber auch einer großen Liebe.

Unheimlich, unheimlich berührend und ausgesprochen spannend, was Tess Gerritsen hier hervorgebracht hat. Ganz anders als die Rizzoli & Isles Krimis und gerade weil sich dadurch eine andere Facette der Autorin offenbart besonders faszinierend. Verstärkend kommt hinzu, dass Mechthild Großmann ihre Stimme hervorragend einzusetzen versteht. Von dem dahin gehauchten „Mami!“ mag man zunächst kaum glauben, dass es in ihr steckt. Und wie sie es vermag, den sehr unterschiedlichen Szenarien stimmlich gerecht zu werden, ist schon eine besondere Kunst. Gefesselt gibt man sich den Schauern hin, die die Geschichte und ihr Vortrag entfesseln. Ein ungewöhnlicher Thriller, in dem die europäische Geschichte geschickt mit den bedrohlich wirkenden Ereignissen der Gegenwart verknüpft wird.

Bravo, Tess Gerritsen. Bravo, Frau Staatsanwältin.
c-bird zu »Tess Gerritsen: Totenlied« 06.08.2016
Die Melodie des Todes

es eine ebenso spannende wie mysteriöse Geschichte,

Doch worum geht es eigentlich?
Die amerikanische Violinistin Julia Ansdell bringt von einer Romreise ein altes Notenbuch mit Zigeunerweisen mit. Darin enthalten ist ein sehr komplizierter Walzer, den Julia zuhause nachspielen will. „ Incendio“ – „das Feuer“, so lautet der Titel. Doch dann geschieht etwas Unfassbares. Die sonst so friedfertige dreijährige Tochter Lily scheint sich beim Klang der Melodie zu verändern und attackiert sogar ihre Mutter. Geht von dem Lied etwas Bösartiges aus?
Ärzte und Psychologen sind ratlos. Doch Julia will dem Ursprung des Liedes ergründen und reist erneut nach Italien…

„Totenlied“ ist ja nicht der erste stand-alone außerhalb der Rizzoli/Isles-Reihe. Doch hier schlägt Tess Gerritsen eine völlig neue Richtung ein.

Das Buch besteht eigentlich aus zwei Handlungssträngen. Zum einen wird die Geschichte Julias in der Gegenwart erzählt, während der zweite uns die Geschichte von Lorenzo und seiner Familie näherbringt. Lorenzos Geschichte geht weit zurück bis zum ersten Weltkrieg, der Hauptteil jedoch spielt während des zweiten Weltkriegs.
Lorenzo ist ein hochbegabter Violinist. Er probt ein gemeinsames Duett mit Laura, der Tochter von Professor Balboni, der ein Freund seines Großvaters ist. Die beiden ergänzen sich nicht nur in der Musik prächtig und so entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte. Doch leider kommt alles anders…
Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Julia und Lorenz knistert es ganz gewaltig. Aber die Geschichte ist auch eine traurige Geschichte, die das Leben einer Familie aufzeigt.

Tess Gerritsen ist eine begnadete Erzählerin. Und auch die Bezeichnung Thriller ist absolut berechtigt. Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen, da ich so fasziniert war von der Geschichte. Eine Geschichte, die mich sehr berührt hat und die mir noch lange nachgehen wird. Dieses Buch vergisst man nicht so leicht.
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