Du sollst nicht leben von Tania Carver

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 unter dem Titel Truth or dare, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei List.
Folge 6 der Marina-Esposito-Serie.

  • London: Sphere, 2014 unter dem Titel Truth or dare. 432 Seiten.
  • Berlin: List, 2017. Übersetzt von Sybille Uplegger. ISBN: 978-3-548-61351-2. 454 Seiten.

'Du sollst nicht leben' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

DI Phil Brennan wird zu einem grausigen Tatort gerufen. Eine Mutter und ihr Baby wurden vor den Augen des Kindsvaters mit einer Armbrust erschossen. Dieser hatte die Wahl: entweder mit seinem eigenen Leben oder dem seiner Familie den Unfalltod zweier Menschen zu büßen. Er wählte seine Familie. Ausgerechnet diesmal ist Phil Brennan auf sich allein gestellt. Denn seine Ehefrau, Polizeiprofilerin Marina Esposito, muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

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books4ever zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 11.09.2017
Wer die Wahl hat ...

Er nennt sich selbst den "Rechtsprecher". Um für ihre Verbrechen zu büßen, haben seine Opfer die Wahl: Entweder sie verlieren etwas, dass ihnen wichtig ist, z. B. ihre Familie oder ihr Geld, oder aber sie selbst müssen für ihre Taten leiden. Akribisch plant der Rechtsprecher seine Taten und scheint dabei Detective Phil Brennan und seinem Team immer einen Schritt voraus zu sein.
Gleichzeitig wird seine Frau, die Polizeiprofilerin Marina Esposito mit einer manipulativen Gegnerin konfrontiert. Die Frau gibt sich als Fiona Welch aus, eine ehemalige Kollegin Brennans und Drahtzieherin einer Mordserie, die sich jedoch umgebracht hat, bevor man sie festnehmen konnte. Wer ist diese Frau und was will sie von Marina?

"Du sollst nicht leben" ist nun schon der 6. Band der Serie rund um die Profilerin Marina Esposito. Ich muss leider zugeben, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin, die anderen Teile zu lesen, sodass dies mein erster Fall der Reihe ist. Dies war beim Lesen aber kein Problem, da alle für die Handlung relevanten Hintergründe (beispielsweise zu Fiona Welch) an der entsprechenden Stelle noch einmal kurz erläutert wurden.

Die Handlung ist insgesamt sehr spannend erzählt, dennoch muss ich zugeben, dass mich der zweite Handlungsstrang rund um Marina Esposito und die "falsche" Fiona Welch doch etwas mehr gefesselt hat. Die psychologischen Duelle der beiden Frauen waren packend geschildert und die mysteriöse Nachahmerin hat mir an so mancher Stelle einen Schauer über den Rücken gejagt.

Auch die einzelnen Charaktere sind dem Autorenduo gut gelungen. So konnte ich mich gut in Phil und Marina hineinversetzen und dass, obwohl ich die beiden noch nicht aus den vorherigen Bänden kannte. Mein Highlight bleibt allerdings die "falsche" Fiona Welch, die mich doch irgendwie sehr fasziniert hat. Ich bin gespannt, wie die Autoren ihre Geschichte weiterspinnen und wer diese Frau in Wahrheit ist. Einzig über den Rechtsprecher hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren. Man erfährt zwar sehr schnell, wer für die Morde verantwortlich ist und auch, was die Hintergründe des Mannes sind, dennoch bleibt er im Vergleich zur "falschen" Fiona Welch irgendwie auf der Strecke! Schade, da hätte man meiner Meinung nach noch etwas mehr herausholen können.

Insgesamt ist "Du sollst nicht leben" ein spannender Pageturner, der mich dazu motiviert hat auch die anderen Bände der Reihe zu lesen. Nur beim Showdown am Ende hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autoren noch ein wenig mehr Zeit für die Auflösung nehmen. Auf den letzten 30 Seiten überschlagen sich die Ereignisse und man bleibt als Leser am Ende etwas atemlos zurück.
Maren78 zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 21.08.2017
"Du sollst nicht leben" ist mittlerweile der sechste Fall für Phil Brennan und Marina Espositio. Dieses mal allerdings sind sie beide auf sich alleine gestellt.
Ich habe alle Bände bereits gelesen und fand das Buch gehörte jetzt zwar nicht zu den Besten, es hatte es aber dennoch in sich.
Ein Mörder der seine Opfer vor die Wahl stellt, entweder stirbt jemand enges aus dem Familienkreis oder er selbst.
Der Mörder nennt sich vor der Polizei selbst der Rechtsprecher. Immer wieder sucht er den direkten Kontakt zu Phil.
Marina ist derweil an einem anderen Ort tätig. Sie hilft bei einer Einschätzung einer Insassin der Psychatrie. Sie erfährt das diese Dame eigentlich tot sein müsste und bereits versucht hat Phils Leben zu zerstören.
Immer wieder springt das Buch zwischen beiden Handlungssträngen hin und her.
Spannend bleibt es wie immer bis zur letzen Seite. Wer Tania Carver kennt, weiß auch das ihre Bücher nichts für schwache Nerven sind.
HexeLilli zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 20.08.2017
20.08.2017 – 17:37
Von hexelilli
Vom Cover ähnlich wie alle Bücher von Tania Carver, schlicht aber doch geheimnisvoll. Der Klappentext super, macht neugierig auf das Buch. Nach dem Lesen bin ich allerdings der Meinung, es ist eher ein schwaches Buch aus der Serie um Phil Brennan, seinem Team, und seiner Frau der Profilerin
Marina Esposito. Buchtitel passt für mich auch nicht ganz.
Der Rechtsprecher will Täter die der Justiz entkamen für ihre Taten büßen lassen. Er zwingt seine Opfer zu Entscheidungen. Marina kann ihrem Mann nicht helfen, sie muss mit den Dämonen der Vergangenheit kämpfen.
Der Schreibstil gewohnt flüssig und gut zu lesen. Mich störte es aber wenn gerade Spannung aufkam, folgte ein neues Kapitel mit einer anderen Handlung. Das unterbrach den Lesefluss. Spannend war es für mich nur auf den ersten Seiten und im letzten Drittel. Viele Gedankengänge wurden wiederholt. Es fehlte dem Buch Logik und Raffinesse. Auch lief es am Ende nicht so zusammen, wie ich es mir erhofft hatte.
Es kann nur wieder besser werden.
c-bird zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 08.08.2017
Vielleicht nicht der beste Band aus der Reihe, aber immer noch top!

Eine Mutter und ihr Baby werden vor den Augen des Vaters mit einer Armbrust erschossen. Darren Richard hatte die Wahl. Entweder er selbst oder seine Freundin und ihr Kind sollten sterben und damit für den Unfalltod zweier Menschen büßen. Begangen hat die Tat der „Rechtsprecher“. Er sorgt dort für Gerechtigkeit, wo das Gesetz versagt hat. Und der Fall bleibt ein einzelner, weitere „Rechtsprechungen“ folgen…

Auf die Hilfe seiner Ehefrau, der Profilerin Marina Esposito muss Phil Brennan dieses Mal verzichten, da diese in einer anderen Stadt den Zustand einer Patientin begutachten muss. Dort bekommt es Marina mit einer Frau zu tun, von der sie glaubte ihr nie wieder begegnen zu müssen...

Es ist bereits der sechste Fall für Phil Brennan und Marina Espositio. Und wieder ist ein sehr spannender Thriller dabei herausgekommen. Auch wenn manche Szenen sehr brutal sind. Die Handlung springt ständig zwischen den Strang rund um Phils Fall und dem von Marina hin- und her. Zwischendurch bekommt man auch Einblick in die Seele des Täters, von dem man meiner Meinung nach viel zu früh erfährt, um wen es sich dabei handelt. Super fand ich auch die angenehm kurzen Kapitel. Zusammen mit dem Wechsel wird hier die Spannung abermals gesteigert. Leider muss man auch Abschied nehmen von einer Figur, die man mittlerweile schon liebgewonnen hatte. Aber so ist das halt auch im richtigen Leben.
„Du sollst nicht leben“ ist ein insgesamt eine spannender sechster Teil einer Serie, die ich bestimmt nicht aus den Augen verlieren werde. Vielleicht nicht der Beste der Reihe, aber immer noch fünf Sterne wert.
leseratte1310 zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 20.07.2017
Es geht wieder einmal dramatisch los. Ein Mann wird vor die Wahl gestellt, entweder er gibt sein Leben oder seine Frau und sein Baby müssen sterben. Der Mann, der das von ihm fordert, fühlt sich als Rechtsprecher und will für Gerechtigkeit sorgen, denn Darren Richards hat beim Fahren unter Drogeneinfluss eine Mutter mit ihrem Kind getötet. Aber der Rechtsprecher hat auch noch andere Fälle, in denen er für Gerechtigkeit sorgen muss. Daher ist es für Detective Inspector Phil Brennan ein Wettlauf mit der Zeit, ganz besonders weil seine Frau, Polizeiprofilerin Marina Esposito, in der Psychiatrie mit Fiona Welch beschäftigt ist, die auch sehr gefährlich und manipulativ ist. Für Marina ist es eine sehr persönliche Sache, die ihren Ursprung in der Vergangenheit hat.
Dies ist bereits der sechste Band dieser Reihe um die Profilerin Marina Esposito. Jeden Band kann man auch separat lesen.Wie in allen Bücher von Tania Carver geht es hier auch wieder sehr brutal zu, so dass es keine Buch für Menschen mit schwachen Nerven ist.Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und die verschiedenen Handlungsstränge kommen erst später zusammen.Ich hatte so meine Schwierigkeiten als Darren Richards seine Frau und sein Baby opfert, damit er selbst überlebt. Er hat bei dem Autounfall damals fahrlässig getötet, aber durch einen Formfehler ist er der Bestrafung entgangen. Die Gedankengänge des Rechtsprechers sind wirklich krank. Er tötet, weil er Gerechtigkeit will. Alle Charaktere sind sehr gut beschrieben.
Die Handlung ist sehr spannend, auch wenn mir manchmal etwas nicht ganz logisch erscheint, was auch Folgen für den weiteren Verlauf hat. Auch wurden mir recht früh schon Zusammenhänge klar. Trotzdem hat mir das Buch gefallen, denn es ist ein spannender und packender Thriller.
anyways zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 18.07.2017
Darren Richards, seines Zeichens Kleinkrimineller und immer high, erwacht in einem ihm unbekannten Raum, vor ihm steht ein Mann der sich mit einer Gasmaske unkenntlich gemacht hat. Sein erster Gedanke ist Flucht. Doch das lässt sich nicht in die Tat umsetzen, denn er ist mit Isolierband an den Stuhl, auf dem er sitzt, gefesselt. Sein Entführer verlangt von ihm Gerechtigkeit. Darren hat vor längerer Zeit einen unverzeihlichen Fehler mit tödlichem Ende begangen, nur durch einen Verfahrensfehler entging er einer (gerechten) Haftstrafe. Der Entführer verlangt nun Gerechtigkeit von Darren. Als Erpressungsmittel dienen ihm Darrens Freundin Cloe und das gemeinsame Baby Shannon. Kurze Zeit später erhält Detective Inspector Phil Brennan einen Anruf. Der Anrufende beordert ihn in den Birminghamer Stadtteil Hockley in welchem sich ein Tatort befinden soll. Auf die Frage von Phil nach dem Namen des Anrufers, erwidert dieser nur „Nemisis“.
Unterdessen befindet sich die Profilerin und Ehefrau von Phil Brennan, Marina Esposito, auf dem Weg nach Colchester, in die psychiatrische Klinik „Finister House“. Hier soll sie auf Bitten ihrer Freundin Anni Hepburn die weibliche Insassin Joanna Marsh, eine Frau die acht Babyleichen vergrub, begutachten. Doch nicht nur dies macht Anni zu schaffen. Es gibt eine weitere Insassin, eine Frau die verstörende Ähnlichkeiten mit einer verstorbenen Psychopathin aufweist, und schlimmer noch, sie gibt sich als diese aus und verlangt Marina zu sprechen.

Das Autorenduo Tania Carver ist einfach ein Garant für Spannung und Nervenkitzel. Seit ihrem ersten Buch verfolge ich ihre Serie um Phil Brennan und Marina Esposito und es ist immer noch so, dass die Geschichten mich packen und ich das Buch nicht aus der Hand legen kann, bis ich endlich weiß wer der Täter ist und aus welcher Motivation er heraus diese Taten begeht. Dieses Mal jedoch musste ich mich dabei ertappen, dass ich am Anfang fast ein wenig Sympathie mit dem Täter hatte. Bestraft er doch Menschen die sich grober Vergehen strafbar gemacht haben ohne dafür belangt worden zu sein bzw. belangt werden zu können. Gut die Umsetzung der „gerechten Strafe“ ist mir dann doch zu grausam und zu blutig. Genau das machen allerdings die Bücher von Carver aus. Wie im vorherigen Buch gibt es wieder parallel verlaufende Handlungsstränge, die sich nur an einer winzigen Schnittstelle kreuzen. Ansonsten erleben Marina und Phil auf ganz unterschiedliche Weise die Abgründe menschlichen Denkens und Handelns.
Ich verwende den Begriff Pageturner nur selten. Auf dieses Buch trifft er jedoch vollkommen zu. Ein Buch das mich zwei Stunden gefesselt hat. Jedes Mal wenn die Dramatik in einem der beiden Erzählstränge nachließ, wechselte die Perspektive und der jeweils andere Strang wurde weiter erzählt. Dadurch blieb die Spannung die ganze Zeit erhalten.
Im Gegensatz zu „Morgen früh wenn du willst“ gefallen mir die Titelwahl und die Covergestaltung deutlich besser. Also volle Punktzahl für diesen Nervenkitzel.
subechto zu »Tania Carver: Du sollst nicht leben« 13.07.2017
Die Vergangenheit holt einen immer ein

Darren Richards muss sich entscheiden. Entweder er stirbt oder seine Freundin und das gemeinsame Baby. Er entscheidet sich weiter zu leben. Also erschießt der Mann mit der Maske seine Familie - mit einer Armbrust. Anschließend meldet sich der selbsternannte Rechtsprecher bei Detective Inspector Phil Brennan. Es geht um Gerechtigkeit. Richards hatte unter Alkohol- und Drogeneinfluss mit dem Auto zwei Menschen getötet.
Währenddessen bekommt es Phils Frau und Profilerin Marina Esposito mit einer gefährlichen Frau zu tun, die vorgibt, eine andere zu sein...
Tania Carver ist der Autorenname von Martyn Waites und „Du sollst nicht Leben“, bereits Band 6 der Thrillerserie um Marina Esposito.
Eigentlich ist es ja immer das Gleiche: Ein psychopathischer Killer und perfide Morde. Nichtsdestotrotz spannend geschrieben. Die Mischung aus Gewalt und Action, Privatleben der Protagonisten und solider Ermittlungsarbeit, gewürzt mit britischem Humor gefällt mir. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Und so sind mir Marina und Phil im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen.
Doch diesmal traut sich der Autor was. Zum einen werden nach der Hälfte der Geschichte Täter und Motiv verraten, was zu Lasten der Spannung geht, zum anderen stirbt ein Sympathieträger. Aber ein Tania Carver-Fan kommt wahrscheinlich nicht drum herum, auch diesen Band zu lesen. Ich habe es jedenfalls nicht bereut. Denn einige Überraschungen gegen Ende des Thrillers hält der Autor für seine Leser noch bereit.

Fazit: Gut, für mich aber nicht das beste Buch der Reihe.
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